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maria45
Guest
Liebe Yesim,
Yesim: Da ich nicht mehr wusste wo Sie stand, hab ich mich der Suchfunktion hier bedient, und bin fündig geworden, gleich 2mal:
maria45: Das Niedere kann das Höhere nicht beurteilen, jedoch das Höhere kann stets das Niedere beurteilen...
...
doch als zwei erwachsene spirituelle Menschen könnte man sich auch anders erzählen. und sehen. und erkennen. und falls einer nicht erwachsen ist und der andere erwachsen ist, so gilt die regel, daß das höhere das niedere erkennt, das niedere jedoch nie das höhere.
...
Nebenbei bemerkt ist es aber auch Selbstaussage der Schrift.
das folgt einem der elementaren geistigen Gesetze: Das höhere erkennt das niedere, aber das niedere erkennt nicht das höhere.
oh, das ist ja schon fast unangenehm, dass ich so oft von dem Gleichen schreibe. Das ist (mir) wohl wichtig
Nun, dann möchte ich an dieser Stelle nicht versäumen, auf die Bibelstelle hinzuweisen, die dieses Prinzip noch etwas drastischer ausdrückt:
1 Korinther 2,14-16: Der natürliche Mensch aber nimmt nicht an, was des Geistes Gottes ist, denn es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen, weil es geistlich beurteilt wird, der geistliche aber beurteilt alles, er selbst aber wird von niemand beurteilt, denn "wer hat den Sinn des Herrn erkannt, der ihn unterweise?" Wir aber haben Christi Sinn.
Und für alle, die das gleiche lieber aus dem östlichen Kulturkreis hören, von Lao Tse:
Dao De Jing, 15. Kapitel:
Die vor alters tüchtig waren als Meister,
waren im Verborgenen eins mit den unsichtbaren Kräften.
Tief waren sie, so daß man sie nicht kennen kann.
Weil man sie nicht kennen kann,
darum kann man nur mit Mühe ihr Äußeres beschreiben.
Zögernd, wie wer im Winter einen Fluß durchschreitet,
vorsichtig, wie wer von allen Seiten Nachbarn fürchtet,
zurückhaltend wie Gäste,
vergehend wie Eis, das am Schmelzen ist,
einfach, wie unbearbeiteter Stoff,
weit waren sie, wie das Tal,
undurchsichtig waren sie, wie das Trübe.
Wer kann (wie sie) das Trübe durch Stille allmählich klären?
Wer kann (wie sie) die Ruhe
durch Dauer allmählich erzeugen?
Wer diesen Sinn bewahrt,
begehrt nicht Fülle.
Denn nur weil er keine Fülle hat,
darum kann er gering sein,
das Neue meiden
und die Vollendung erreichen.
Yesim: Ich geh davon aus, dass Du vom Bewusstsein/heit sprichst?
an dieser Stelle ist es gut, genau zu sein. Die Bibelstelle spricht vom "beurteilen", und in diesem Sinne wollte ich auch das "erkennen" verstanden wissen, also im griechischen "gnosis", Erkennen, das bis zu einer "dia-gnosis", einer Diagnose gehen kann, einem "durch-und-durch-erkennen".
Yesim: m.E. stimmt das aber nicht immer:
Jesu's Jünger zb. haben doch sehr wohl erkannt, dass Jesus "höher" als Sie selbst waren, unabhängig jetzt mal davon, ob Sie seine Lehre verstanden haben.
ja das ist der Punkt. Wirkliches Erkennen führt natürlich auch zum Verstehen.
Sicher, die meisten erkennen einen hohen Berg, wenn sie an seinem Fuße stehen, doch nicht jeder kann ihn erklimmen.
Wenn wir nun die Jünger Jesu näher betrachten, dann verlassen sie alles und folgen ihm nach. So gesehen, haben sie sicher etwas gespürt, was von Jesus ausging, denn einfach nur so aus Jux und Dollerei tut man das ja nicht.
Andererseits offenbaren die verschiedenen Begebenheiten mit Jesus und den Jüngern nur zu oft, dass sie nicht wirklich verstehen.
So gesehen erkennen sie nicht, können nicht wirklich beurteilen, was Jesus sagt oder meint oder welche Motivation er hat etc.
Yesim: Da ich nicht mehr wusste wo Sie stand, hab ich mich der Suchfunktion hier bedient, und bin fündig geworden, gleich 2mal:
maria45: Das Niedere kann das Höhere nicht beurteilen, jedoch das Höhere kann stets das Niedere beurteilen...
...
doch als zwei erwachsene spirituelle Menschen könnte man sich auch anders erzählen. und sehen. und erkennen. und falls einer nicht erwachsen ist und der andere erwachsen ist, so gilt die regel, daß das höhere das niedere erkennt, das niedere jedoch nie das höhere.
...
Nebenbei bemerkt ist es aber auch Selbstaussage der Schrift.
das folgt einem der elementaren geistigen Gesetze: Das höhere erkennt das niedere, aber das niedere erkennt nicht das höhere.
oh, das ist ja schon fast unangenehm, dass ich so oft von dem Gleichen schreibe. Das ist (mir) wohl wichtig
Nun, dann möchte ich an dieser Stelle nicht versäumen, auf die Bibelstelle hinzuweisen, die dieses Prinzip noch etwas drastischer ausdrückt:
1 Korinther 2,14-16: Der natürliche Mensch aber nimmt nicht an, was des Geistes Gottes ist, denn es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen, weil es geistlich beurteilt wird, der geistliche aber beurteilt alles, er selbst aber wird von niemand beurteilt, denn "wer hat den Sinn des Herrn erkannt, der ihn unterweise?" Wir aber haben Christi Sinn.
Und für alle, die das gleiche lieber aus dem östlichen Kulturkreis hören, von Lao Tse:
Dao De Jing, 15. Kapitel:
Die vor alters tüchtig waren als Meister,
waren im Verborgenen eins mit den unsichtbaren Kräften.
Tief waren sie, so daß man sie nicht kennen kann.
Weil man sie nicht kennen kann,
darum kann man nur mit Mühe ihr Äußeres beschreiben.
Zögernd, wie wer im Winter einen Fluß durchschreitet,
vorsichtig, wie wer von allen Seiten Nachbarn fürchtet,
zurückhaltend wie Gäste,
vergehend wie Eis, das am Schmelzen ist,
einfach, wie unbearbeiteter Stoff,
weit waren sie, wie das Tal,
undurchsichtig waren sie, wie das Trübe.
Wer kann (wie sie) das Trübe durch Stille allmählich klären?
Wer kann (wie sie) die Ruhe
durch Dauer allmählich erzeugen?
Wer diesen Sinn bewahrt,
begehrt nicht Fülle.
Denn nur weil er keine Fülle hat,
darum kann er gering sein,
das Neue meiden
und die Vollendung erreichen.
Yesim: Ich geh davon aus, dass Du vom Bewusstsein/heit sprichst?
an dieser Stelle ist es gut, genau zu sein. Die Bibelstelle spricht vom "beurteilen", und in diesem Sinne wollte ich auch das "erkennen" verstanden wissen, also im griechischen "gnosis", Erkennen, das bis zu einer "dia-gnosis", einer Diagnose gehen kann, einem "durch-und-durch-erkennen".
Yesim: m.E. stimmt das aber nicht immer:
Jesu's Jünger zb. haben doch sehr wohl erkannt, dass Jesus "höher" als Sie selbst waren, unabhängig jetzt mal davon, ob Sie seine Lehre verstanden haben.
ja das ist der Punkt. Wirkliches Erkennen führt natürlich auch zum Verstehen.
Sicher, die meisten erkennen einen hohen Berg, wenn sie an seinem Fuße stehen, doch nicht jeder kann ihn erklimmen.
Wenn wir nun die Jünger Jesu näher betrachten, dann verlassen sie alles und folgen ihm nach. So gesehen, haben sie sicher etwas gespürt, was von Jesus ausging, denn einfach nur so aus Jux und Dollerei tut man das ja nicht.
Andererseits offenbaren die verschiedenen Begebenheiten mit Jesus und den Jüngern nur zu oft, dass sie nicht wirklich verstehen.
So gesehen erkennen sie nicht, können nicht wirklich beurteilen, was Jesus sagt oder meint oder welche Motivation er hat etc.