Was ist Gott?

Ich glaube, es ist höchst einseitig, wenn mit dem Ego immer das Schlechte im Menschen verbunden wird. Ja das geht so weit, dass mit dem Verschwinden des Ego die Welt viel schöner, friedlicher und lebenswerte wäre.

In Wirklichkeit bezeichnet das lateinische Wort "Ego" lediglich das Ich des Menschen. Und das wiederum hebt hervor, dass der Mensch sich selbst als eigenständiges Wesen erfasst.

Ich denke, mir würde viel abgehen, könnte ich mich nicht als einen besonderen, einzigartigen Mensch erkennen, der dazu ein Wanderer auf einem langen langen Weg ist. Es ist wunderbar, dass ich zu dir "du" sagen kann und dich in deiner Besonderheit erkenne, die von meine Besonderheit eben sehr verschieden ist.
Meine Ich-Empfindung kann niemals in dir liegen. Aber ich und du, wir können uns verstehen. Was natürlich besser ist, als einander nicht zu verstehen.

Ebenso ist es wunderbar, dass ich mit Gott nicht wie mit einen grauen Nebel in Kontakt treten kann, sondern in jedem Gebet mit dem Du.

"Vater unser, geheiligt werde dein Name." Es ist eine wunderschöne Verbindung, diese Du-Verbindung zu Gott. Sie eigentlich nur möglich, wenn ich ein "Ich" oder ein "Ego" bin.
 
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@ reinwiel
so ist es bestimmt auch gedacht gewesen. Wie du es hier wunderschön beschrieben hast, ist das Ego etwas Einzigartiges, Schönes. Wir kennen ja nichts anderes.
Denn, seien wir mal ehrlich, kennt irgendjemand wirklich das Gefühl von "Wir sind alle eins"? Ich meine so richtig erfühlen? ICH-Bewusstsein, das Gefühl kenne ich seit meiner Geburt (quasi), aber eben das WIR zu empfinden, entzieht sich ehrlich gesagt meiner Vorstellungs- bzw. Fühlkraft.
Insofern kann ich nicht sagen, ob das Ich-Gefühl wirklich so erhaltenswert ist. Vielleicht ist es NICHTS ist im Vergleich zu einem wirklich empfundenen WIR-Gefühl. Zu Gott zu beten und ihn mit DU anzusprechen ist für uns Menschen gewiss schön und vertraut, aber Gott durch das "Wir-Bewusstein" wahrlich in uns zu erfahren und alles mit SEINEN Augen zu sehen, wird uns wohl die Ewige Glückseligkeit bringen. Ich denke Alles zu seiner Zeit. Ego: im Moment (3 D) wichtig, aber nicht entarten lassen. :-)
Lieben Gruß, Lorna
 
Hallo Reinwiel,

ein guter Einwand.

Gott selbst soll von sich sagen "Ich bin". Das menschliche Ego kann damit aber nichts anfangen, ich bin,ja was denn, es will sich identifizieren, mit einem Geschlecht, einer Rasse, einer Nationalität, einem Glauben, einem Beruf,... Trennt sich damit schon, wird individuell. Bis dahin, alles gut. Doch das reicht dem Ego nicht, es will besser sein, gibt ja immer noch so viele andere, die in den einzelnen Gruppen vertreten sind. Dieses Besser sein wollen, wird gespeist von Hass, Neid, Zorn, Angst, ... (siehe auch Todsünden in der Bibel).
Diese Überwinden kann nur die Liebe, das Mitgefühl und die Nächstenliebe.Den Unterschied bringt das Herz. Die Entscheidung trifft das Ego. Das Ich, Individualität, Persönlichkeit usf. ist in der dualen Welt nicht wegzudenken.
Wenn Gott sich durch den Menschen erfahren will, doch abwechslungsreich und nicht uniformiert. Ließe sich bei der Vielfalt, die das Leben und menschliche Lebensläufe bieten, auch nicht realisieren. Es geht - m.E. nach - um das Wie wir durch die Welt gehen. In Liebe und Mitgefühl oder als Egoisten. Das Ich spricht zum Du.
Da gibt es diesen SanskritGruß: Tat tvam asi = das bist du. Sich selbst und Gott im Du erkennend. Dazu braucht es ein Ich, das nicht Egoist:D. Hab gestern im einem der Erleuchtungsthreads im Forum eine Diskussion verfolgt, bei der es darum ging, ob ein Erleuchteter überhaupt noch ein Ich habe bzw. sich mit Ich bezeichnen würde. Was meinst du, Reinwiel?

Liebe Grüße, Munay
 
Hallo Reinwiel,

ein guter Einwand.

Gott selbst soll von sich sagen "Ich bin". Das menschliche Ego kann damit aber nichts anfangen, ich bin,ja was denn, es will sich identifizieren, mit einem Geschlecht, einer Rasse, einer Nationalität, einem Glauben, einem Beruf,... Trennt sich damit schon, wird individuell. Bis dahin, alles gut. Doch das reicht dem Ego nicht, es will besser sein, gibt ja immer noch so viele andere, die in den einzelnen Gruppen vertreten sind. Dieses Besser sein wollen, wird gespeist von Hass, Neid, Zorn, Angst, ... (siehe auch Todsünden in der Bibel).
Diese Überwinden kann nur die Liebe, das Mitgefühl und die Nächstenliebe.Den Unterschied bringt das Herz. Die Entscheidung trifft das Ego. Das Ich, Individualität, Persönlichkeit usf. ist in der dualen Welt nicht wegzudenken.
Wenn Gott sich durch den Menschen erfahren will, doch abwechslungsreich und nicht uniformiert. Ließe sich bei der Vielfalt, die das Leben und menschliche Lebensläufe bieten, auch nicht realisieren. Es geht - m.E. nach - um das Wie wir durch die Welt gehen. In Liebe und Mitgefühl oder als Egoisten. Das Ich spricht zum Du.
Da gibt es diesen SanskritGruß: Tat tvam asi = das bist du. Sich selbst und Gott im Du erkennend. Dazu braucht es ein Ich, das nicht Egoist:D. Hab gestern im einem der Erleuchtungsthreads im Forum eine Diskussion verfolgt, bei der es darum ging, ob ein Erleuchteter überhaupt noch ein Ich habe bzw. sich mit Ich bezeichnen würde. Was meinst du, Reinwiel?

Liebe Grüße, Munay
Hallo Munay!
Du sprichst hier zwar Reinwiel an, jedoch teile ich mal wieder Deine Meinung & mische mich deshalb kurz ein...Reinwiel möge mir verzeihen.:)
Für mich gibt es das *Ich als das *ich bin & das *Ich als *Ego-Ich-Verstand.
Durch die Identifikation mit dem Ego-Verstand werden Gedanken zwanghaft.
Die Unfähigkeit die Gedanken anzuhalten, ist bei uns schon zu einer Volkskrankheit geworden.
Der unaufhörliche, geistige Lärm, hindert uns daran, den Raum der innerlichen Stille zu finden, der vom Sein untrennbar ist.
Außerdem schafft er ein *falsches Verstand geborenes Selbst, daß einen Schatten von Angst & Leiden wirft.
Der Philosoph Descartes glaubte, daß er die fundamentalste Wahrheit gefunden hatte, als er sagte: "ich denke, also bin ich"...in Wirklichkeit aber, hat er damit den grundlegensten Irrtum geschaffen, nämlich den, daß er das Denken mit dem Sein & Identität mit Denken gleichgesetzt hat.
Der zwanghaft Denkende lebt in einem Zustand von scheinbarer Getrenntheit & in einer krankhaft komplexen Welt ständiger Konflikte.
Identifikation mit dem Ego-Verstand erschafft einen dunklen Schleier von Konzepten, Vorstellungen, Bezeichnungen, Urteilen & Definitionen, die jede wahre Beziehung zu unserem Selbst behindert.
Der Ego-Verstand gerät zwischen uns & unserem Selbst, zwischen uns & unseren Mitmenschen, zwischen uns & der Natur & zwischen uns & Gott.
Dieser Schleier der Gedanken erschafft, wie schon gesagt, auch die Illusion der Trennung, die Illusion, daß es uns gibt & getrennt davon auch noch die Anderen.
Dieses Eins-Sein können wir als offensichtliche Wahrheit nicht mehr spüren.
Wir mögen vielleicht glauben das es wahr ist, aber wir wissen es nicht genau.
Ein Glaube mag uns ja trösten, aber erst durch unsere eigene Erfahrung wird er befreiend wirken.;)
Unseren Verstand sollten wir benutzen, wie ein Werkzeug, das wir beiseite legen, wenn wir es nicht mehr brauchen.
Doch werden die meisten Menschen von ihrem Verstand benutzt.
Freiheit beginnt, wenn wir erkennen, daß wir mit dem Ego-Verstand nicht identisch sind.
Dieses Erkennen befähigt uns, den Denker zu beobachten & sobald wir beginnen, den Denker zu beobachten, wird eine höhere Bewußtseinsebene aktiviert.
Dann erst beginnen wir zu erkennen, daß es einen enormen Bereich von Intelligenz jenseits des Denkens gibt.
Dann erkennen wir, daß unser Denken nur einen winzig kleinen Aspekt dieser Intelligenz ausmacht & wir erkennen auch, daß alles was dem Leben wahren Wert verleiht, wie Liebe, Schönheit, Frieden, Freude & Krativität, seinen Ursprung jenseits des Verstandes hat.
Dann beginnen wir zu erwachen...!
Alles Liebe - ralrene
 
Zitat von Leonard Beitrag anzeigen
Deinem letzten Satz stimme ich sogar zu,aber diese Offenbarung findet auf der geistigen,der spirituellen Ebene statt.
Auf der materiellen Ebene offenbart sich Gott durch die Materie.

Warum "aber"?
Liegts am unterschiedlichen Umgang und Verständnis von "Offenbarung"/"offenbaren"?
Nein,das "aber" in der Antwort an dich,bezieht sich auf das was ich an Marle schrieb,und du dann darauf reagiertest.
Denn Marle schrieb:
Marle:
Und gott dient immer nur gott, denn das was gott gemammt wird ist ein einziges lebewesen das sich in vielfalt zeigt.
Ich antwortete darauf:
Leo:
In Allem was ist offenbart sich Gott.
Das heisst nicht dass es Gott auch ist,sondern es heisst dass Gott sich durch die Materie in seiner Gänze offenbart.Deshalb heisst es auch zu Recht Welt-All.
Das heisst Gott offenbart sich materiell durch das Ganze.
Und dann hast du mir geschrieben:
Die Offenbahrung findet im Bewusstsein des Menschen statt.
Das ist aber nur die halbe Wahrheit.
Und so kam ich zu meinem ABER
Deinem letzten Satz stimme ich sogar zu,aber diese Offenbarung findet auf der geistigen,der spirituellen Ebene statt.
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Gott ist Alles und in Allem. Gott ist. Er offenbart sich demnach stets. Liegt eigentlich offen da und sagt, schau mich. Das von Gott "getrennte" Bewusstsein, fragt aber, "was muss ich tun, damit sich Gott zeigt". Für dieses Bewusstsein ist das GottWiederErKennen eine Offenbarung. Mit dieser geht eine Durchgottung des Menschen auf materieller Ebene einher.Siehe Transformationsprozesse beschrieben in den Heiligen Schriften. Erfasst werden kann sie wieder "nur" vom jetzt "höheren" Bewusstsein.

Das ist völlig richtig was du schreibst,übrigens schön erklärt von dir.
Dennoch offenbart sich auch für den Menschen,der ein von Gott getrenntes Bewusstsein hat,Gott durch die Materie in seiner Gänze.Diese Offenbarung ist nämlich da,auch wenn sie ein Mensch nicht als geoffenbart erkennt.
 
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Zitat von Leonard Beitrag anzeigen
Du gleitest in's politische ab,und das hat nun wirklich nichts mit dem Thema des Therad's zu tun.
Deshalb schrieb ich ja auch den letzten Satz
Leo:
Ich klammer da die heutigen politischen und wirtschaftlichen Dinge aus,denn um die geht es mir nicht,sondern mir geht es um die Grundsätzlichkeit von Hyrachien die sich auch von alleine ergeben.
Überhaupt nicht, denn wir sind keine Naturvölker mehr. Da ist das klitzekleine Problemchen. :D

Nein,du machst daraus ein Problem.
Obwohl es auch heute noch Naturvölker gibt,sind sie keine Vorraussetzung dafür zu erkennen das Hyrachien auch von alleine (natürlich) entstehen.
 
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