Spiritualität und der Bezug zum Leben

Terrageist

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Ich habe mal vor längerer Zeit das Buch "Das Omniversum" gelesen. Das mir sehr aufschlussreich und interessant war, jedoch gab es Anteile, die mir eigenartig erschienen, die mir heute vielleicht etwas klarer werden.

In diesem Buch werden unter anderem, oder imgrunde hauptsächlich verschiedene , im Universum existierende Völker und auch auf verschiedenen Ebenen, Bereichen, Planeten lebende , als eigenständige Völker zu betrachtende Wesenhaftigkeiten beschrieben.

Der Teil, der daran für mich schwierig wurde, war die Entstehung von Seelen. Es wird ebenfalls in dem Buch beschrieben. Die entsprechenden Informationen stammen mehr oder weniger in diesem Fall von Menschen mit medialen Fähigkeiten.

Nun denke ich mir allerdings, dass, wenn das Leben tatsächlich ewig sein sollte, zum Beispiel eine Seele unsterblich wäre, also ewig leben könnte, sie auch logischerweise keinen Anfang haben kann. Denn Ewigkeit hat weder Anfang noch Ende.
Somit müsste eigentlich eine Entstehung zum Beispiel in einer bestimmten Welt, mit einer bestimmten Wesenhaftigkeit und Ausdruck, gewissermaßen aus diesem ursprünglich ewigem Sein heraus gekommen sein, sozusagen "quer", seitlich, aus jenseits von Zeit und Raum, hinein in Zeit und Raum, gewissermaßen "Manifestiert", in Ausdruck und Form gebracht.
Dieser jenseitige Punkt aber hat sich deshalb nicht aufgelöst. Wenn er unvergänglich ist, geht das ja gar nicht. Somit existiert das eigene göttliche Wesen, der Ursprung und imgrunde auch wahrscheinlich immer wieder das "Ende", das Ur-Zuhause, in dem immer wieder eine Zurück-Verschmelzung stattfindet, so könnte ich´s mir vorstellen, bzw. wird immer wieder Neues, neue andere Impulse in das große Eine Ursprüngliche gebracht, was wahrscheinlich dann auch wiederum für neue Schöpfungen und Ideen zuständig ist, ein immer waberndes Wasser, Urmeer der Stille, auf dessen Oberfläche stetige Wellenbewegung ist.
Der Ewigkeitscharakter käme dann also eigentlich nicht direkt aus der Seele selbst, sondern von dem was ihr wahres ursprüngliches Wesen ist, etwas das innerhalb unserer bekannten und wahrgenommenen Existenz quasi nicht ist.

Wenn man sich also so eine Art "Werkstatt" oder Geburts"maschine" vorstellen will, aus der ständig die neuen Seelen quillen / quellen, so ist / wäre das imgrunde bereits eine erste angenommene Form. Die Ewigkeit der Seele liegt nicht in ihr selbst, sondern in der Wieder zuwendung an den Ursprung, der ja so besehen, da Zeit und Raum "ihn" nicht begrenzen, jederzeit "bei ihr" sein kann.

Was mich außerdem noch beschäftigt hat, und ich hier noch mit hineinbringen möchte, ist die Unterscheidung "Gott" / "Göttliches", Spiritualität
und das was wir als verschiedene Planeten und Sterne betrachten. Letztens zum Beispiel sagte jemand, das "Paradies" sei auf einem bestimmten Planeten, und da wo "Seelen erschaffen würden" sei auch ein bestimmter Planet ...
Sind Planeten und Sterne also eher so etwas wie scheinbare Aufenthaltsorte, verschiedene Ebenen und Zustände, die sich im momentanen nächtlichen Gesamtbild des "Himmels" uns so präsentieren?

Sind Außerirdische Götter, bzw. Engel?

Ich denke fast, das Göttliche, also der oben beschriebene "Urzustand", der ansich ja auch keiner "ist", befindet sich dann sozusagen "in der Mitte", wie gerade an anderer Stelle "jemand" ähnlich beschrieb, und von da aus findet das Leben in vielfältiger Weise statt.
Die Wesen dort sind entweder näher bei "Gott" oder entfernter, entweder "Engel" oder "Dämonen" usw...
Manifester oder weniger manifest, feinstofflicher, oder dichter

Mal so meine Bilder dazu.
 
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VariaBell

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Ich habe mal vor längerer Zeit das Buch "Das Omniversum" gelesen.
Hat jemand ein Buch geschrieben, heißt das nicht, dass seine Inhalte der Wahrheit entsprechen, dafür kann es wild fantasiert worden sein und tut dabei so, als ob es Wahrheit wäre. Ersteres wäre Science-Fiction, wenn's so auch klar benannt wird, im zweiten Fall wäre es Betrug. Es liegt am Interessenten, inwieweit er die Spreu vom Weizen trennen und zu einer gesunden Urteilskraft kommen kann.
 

Zokora

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Es gibt viele Vorstellungen und noch mehr Interpretationen dieser. Dies würde ich als eine von vielen betrachten.

Aus meiner Vorstellung und Interpretation dieser Möglichkeit: Wenn ich über Ewigkeit/ Unendlichkeit nachdenke, hat die Vorstellung schon da einen Knacks, wenn ich Begriffe wie Schöpfung, Anfang, Ende, vorher, nachher, während, Mitte, Rand, etc. verwende. Weil sie gleich eine Assoziation von Zeit und Raum forcieren.

Was aber auch klar ist. Sind wir doch gerade Geschöpfe, durch unseren Körper und an den Körper gebundenen Geist, in Raum und Zeit existierend und erlebend.

Man könnte, meinem Verständnis zumindest nach, also nicht mal von einem Schöpfungsakt der Seelen sprechen. Da Schöpfung einen Prozess beschreibt, in dem etwas einen Anfang nimmt. Ich würde daher einfach von "Sein" sprechen. Und es abstrakt belassen. Warum muss es auch einen "Anfang haben"? Oder ein "Ende"?

Und warum benötigen potentielle andere Wesen einen Vergleich obwohl wir nicht einmal eine private Vorstellung von diesen Wesen haben? Warum Assoziationen wie Götter, Engel, Dämonen, näher an Gott oder entfernter? Warum ein Urteil über Wesen treffen, die wir gar nicht kennen?
 

VariaBell

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Warum muss es auch einen "Anfang haben"? Oder ein "Ende"?
Biblisch heißt es ja: "Im Anfang war das Wort." Es heißt nicht, dass es am Anfang war. Die Präposition "im" meint zwar einen Anfang, der aber mit unserem Zeitverständnis wohl nicht erfassbar ist.



Warum Assoziationen wie Götter, Engel, Dämonen, näher an Gott oder entfernter? Warum ein Urteil über Wesen treffen, die wir gar nicht kennen?
Die Fantasie ist es oft, die sie kennend macht, ob das aber deren Realität entspricht, interessiert die subjektive Fantasie nicht, denn sie frönt damit sich selber.


Es gibt viele Vorstellungen und noch mehr Interpretationen dieser. Dies würde ich als eine von vielen betrachten.
Gewiss, aber es kann nur eine Wahrheit geben.
 

Zokora

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Biblisch heißt es ja: "Im Anfang war das Wort." Es heißt nicht, dass es am Anfang war. Die Präposition "im" meint zwar einen Anfang, der aber mit unserem Zeitverständnis wohl nicht erfassbar ist.
Wahrscheinlich meinen wir im Grunde hier sogar das Selbe, drücken es nur unterschiedlich aus. In Ermangelung adäquater Begriffe.
Die Fantasie ist es oft, die sie kennend macht, ob das aber deren Realität entspricht, interessiert die subjektive Fantasie nicht, denn sie frönt damit sich selber.
Schön formuliert.
Gewiss, aber es kann nur eine Wahrheit geben.
Vielleicht, vielleicht aber auch nicht. Aber sollte es sie geben, bezweifle ich, dass der Mensch im Stande wäre sie zu erkennen und zu verstehen. Zu glauben, man würde die eine Wahrheit kennen, fällt für mich in die Kategorien Fantasie, Verdrängung, Hybris oder Wunschdenken.
 

VariaBell

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Aber sollte es sie geben, bezweifle ich, dass der Mensch im Stande wäre sie zu erkennen und zu verstehen. Zu glauben, man würde die eine Wahrheit kennen, fällt für mich in die Kategorien Fantasie, Verdrängung, Hybris oder Wunschdenken.
Ja, aber man darf da nicht schon meinen, bereits an der Bergspitze angekommen zu sein, wo es die Wahrheit als dieselbe Aussicht für alle gibt, die dort angekommen sind, denn es gibt bis dahin unaustauschbare kleinere Wahrheiten, an denen wir uns üben sollten.
 

Ultimatinio

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Es gibt viele Vorstellungen und noch mehr Interpretationen dieser. Dies würde ich als eine von vielen betrachten.
Das sehe ich ähnlich. Was mir hin und wieder auffällt ist, dass einige "spirituelle" Menschen den Fokus sehr weit weg vom Bezug des irdischen Lebens stellen und der Bezug zum alltäglichen Leben, bzw. die menschliche Welt und die Systeme darin dann abgewertet, beschmutzt bis hin zur Verleumdung so interpretiert werden als wäre es vollkommen nebensächlich in Relation zum "göttlichen" und anderen Welten und Wahrnehmungen.
Was ich aber jetzt niemandem hier vorwerfen will.

Aus meiner Vorstellung und Interpretation dieser Möglichkeit: Wenn ich über Ewigkeit/ Unendlichkeit nachdenke, hat die Vorstellung schon da einen Knacks, wenn ich Begriffe wie Schöpfung, Anfang, Ende, vorher, nachher, während, Mitte, Rand, etc. verwende. Weil sie gleich eine Assoziation von Zeit und Raum forcieren.

Was aber auch klar ist. Sind wir doch gerade Geschöpfe, durch unseren Körper und an den Körper gebundenen Geist, in Raum und Zeit existierend und erlebend.
Die Bilder die im Geist entstehen, bei diesen ganzen begriffen werden zu Objekten der Betrachtung und ergeben ein Bild im Geist. Im selben Augenblick besteht ein Fluss von werden und vergehen, von Wechselwirkungen und Aktion und Reaktion und der Fokus und die Aufmerksamkeit eines Menschen wird früher oder später immer wieder auf die von den Menschen entwickelten Systemen zurückkommen müssen. Ob das der Supermarkt ist, die Arbeit, die Familie oder Freunde oder sonstiges.

Der Geist kann das hier und jetzt ohne weiteres verlassen und dabei projizieren, die Zukunft wie zb. bei Plänen oder die Vergangenheit wie zb. ein Archäologe, dabei Erklärungen suchen und ein Bild formen.

Die Funktionen die in der Natur zu finden sind und die dem Geist klar werden, durchströmen dabei auch alle Systeme.
Was auch immer ein Mensch von sich, Gott und der Welt glaubt, ist nicht bloß nur ein Resultat im eigenen Geist, es ist dabei auch von den gleichen Abläufen abhängig wie jedes andere Teilchen im Universum.

Dabei kann das was ein Mensch über sich und die Welt und Gott usw. glaubt oder auch empfindet einem Gefängnis gleichen das dann nicht nur von den in der Natur vorkommenden Prinzipien abweicht, wie zb. das entstehen und vergehen von dem das ganze Universum zeugt, oder das Prinzip dass Bewusstsein nur in der Präsenz ist ob Zukunft oder Vergangenheit sie immer im Jetzt stattfindet und dabei eine Reflektion und ein Registrieren im Bewusstsein ist, oder dass alles was sich zeigt von vorangegangen Ursachen abhängt, oder dass nichts geworden ist das nicht einer Veränderung unterlag.

Wenn diese Prinzipien, im manchmal von "spirituellen" Menschen abgewerteten Alltag zu beobachten sind, ebenfalls in der Natur und dem ganzen Universum, wie kommt man dann auf die Idee, dass andere Welten und Wesen ein anderes Prinzip erfahren würden, wo doch alles ganz deutlich vor einem liegen kann, wenn man dies beobachtet und ganz offen im Geist untersucht?!
Ich halte diese Bilder für ziemlich unvernünftig und Kontraproduktiv und sehe da keinen besonderen Wert als Fundament gegen Unwissenheit.

Was mir daran so traurig erscheint, zumindest wenn ich mir vorstelle an gewisse Dinge einfach nur glauben zu müssen, dass der Entdeckergeist, die Intelligenz und das tolle Potenzial das dem Geist inne liegt ignoriert wird, die "Illusion" von Sein weiterbesteht und für Geschichten und Bilder geopfert wird. Im schlimmsten Fall ein Leben lang. Und das wirkliche Wundersame geht vollkommen an einem vorbei, während Begriffe und Vorstellungen eine Erklärung im Geist bleiben. Das eigene Potenzial, wie auch immer und auf was immer bezogen nie frei fließen kann.

Man könnte, meinem Verständnis zumindest nach, also nicht mal von einem Schöpfungsakt der Seelen sprechen. Da Schöpfung einen Prozess beschreibt, in dem etwas einen Anfang nimmt. Ich würde daher einfach von "Sein" sprechen. Und es abstrakt belassen. Warum muss es auch einen "Anfang haben"? Oder ein "Ende"?
Man könnte diesem Dilemma entkommen in dem man vom Werden in einem ewigen Fluss redet, und das was wird, hat in diesem Fluss der Momente Ursachen. Die Frage welche Ursachen denn der Fluss hätte müsste man dann vielleicht äußerst vorsichtig betrachten mit der vorsichtigen Annahme, dieser Fluss, dieses fließen ist. Ist somit kein Wesen und nicht Fassbar, aber in dem was wird noch immer mit den Prinzipien unterzeichnet. Vielleicht ist das Verständnis von Vergangenheit und Zukunft in diesem Sinne ein "Falle" im eigenen Geist, ähnlich wie Bilder und Begriffe dies werden können oder Irrtümer, die dann vom Potenzial des Menschen und des Bewusstseins ablenken.

Und warum benötigen potentielle andere Wesen einen Vergleich obwohl wir nicht einmal eine private Vorstellung von diesen Wesen haben? Warum Assoziationen wie Götter, Engel, Dämonen, näher an Gott oder entfernter? Warum ein Urteil über Wesen treffen, die wir gar nicht kennen?
Ich denke ohne die Psyche zu betrachten, kann man diese Erklärungen nicht verstehen und da ist so viel Individualität die nur jeder selbst ergründen kann.
 
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Zokora

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Das sehe ich ähnlich. Was mir hin und wieder auffällt ist, dass einige "spirituelle" Menschen den Fokus sehr weit weg vom Bezug des irdischen Lebens stellen und der Bezug zum alltäglichen Leben, bzw. die menschliche Welt und die Systeme darin dann abgewertet, beschmutzt bis hin zur Verleumdung so interpretiert werden als wäre es vollkommen nebensächlich in Relation zum "göttlichen" und anderen Welten und Wahrnehmungen.
Was ich aber jetzt niemandem hier vorwerfen will.
Aufgefallen ist mir das ebenfalls. Ich kann natürlich nicht für die Wertung anderer sprechen. Aber meinem Fokus entspricht es auch nicht. Es erscheint mir zumindest abwegig, dass es diese Existenz als Mensch auf der Erde nur geben soll, um daraus zu entkommen. Es ist wohl, wie so ziemlich alles, eher einer Frage der eigenen Perspektive. Kann man in dem ganzen "Unrat" welches man Leben nennt, auch einen Sinn, die Schönheit und eben einen Lebenswert sehen und annehmen? Oder vielleicht nicht?

Ich kann nur aus meiner eigenen Erfahrung heraus sprechen, aus einer Zeit, in der auch ich "realitätsfern" lebte, mehr in anderen Sphären "lebte". Zu einer von vielen Zeitpunkten in meinem Leben, als es nur Schmerz gab. Es war für mich tröstlich, gab mir Hoffnung auf eine bessere Existenz. Ohne Unzulänglichkeiten, ohne Bewertung von Außen. Und so hatte ich mich verloren in Wünschen und Träumen. Manch einem anderen mag es vielleicht genau so ergehen. Und andere werden andere Gründe haben.

Für mich war es aber kein dauerhaft erstrebenswertes Zustand, da es, wie du sagst, das Jetzt vergessen lässt. Auch für mein Empfinden irgendwann eher herablassend gegenüber meiner Umwelt war, den Menschen gegenüber, die ich liebte. Sogar gegenüber jenen, welche ich noch kennenlernen würde, lieben lernen könnte. Diese Chance wollte ich nicht vergehen lassen.
Die Bilder die im Geist entstehen, bei diesen ganzen begriffen werden zu Objekten der Betrachtung und ergeben ein Bild im Geist. Im selben Augenblick besteht ein Fluss von werden und vergehen, von Wechselwirkungen und Aktion und Reaktion und der Fokus und die Aufmerksamkeit eines Menschen wird früher oder später immer wieder auf die von den Menschen entwickelten Systemen zurückkommen müssen. Ob das der Supermarkt ist, die Arbeit, die Familie oder Freunde oder sonstiges.

Der Geist kann das hier und jetzt ohne weiteres verlassen und dabei projizieren, die Zukunft wie zb. bei Plänen oder die Vergangenheit wie zb. ein Archäologe, dabei Erklärungen suchen und ein Bild formen.

Die Funktionen die in der Natur zu finden sind und die dem Geist klar werden, durchströmen dabei auch alle Systeme.
Was auch immer ein Mensch von sich, Gott und der Welt glaubt, ist nicht bloß nur ein Resultat im eigenen Geist, es ist dabei auch von den gleichen Abläufen abhängig wie jedes andere Teilchen im Universum.
Da kann ich ebenfalls gut mitgehen. Das Bild des Flusses ist mir ein sehr stimmiges. Und auch die Durchströmung aller Systeme ist für mich schlüssig. Es existiert meiner Ansicht nach kein geschlossenes System, dass unabhängig von Impulsen, welcher Art und Intensität auch immer, sein kann. Vor allem nicht, wenn es stetes Veränderungen generiert.

Dabei kann das was ein Mensch über sich und die Welt und Gott usw. glaubt oder auch empfindet einem Gefängnis gleichen das dann nicht nur von den in der Natur vorkommenden Prinzipien abweicht, wie zb. das entstehen und vergehen von dem das ganze Universum zeugt, oder das Prinzip dass Bewusstsein nur in der Präsenz ist ob Zukunft oder Vergangenheit sie immer im Jetzt stattfindet und dabei eine Reflektion und ein Registrieren im Bewusstsein ist, oder dass alles was sich zeigt von vorangegangen Ursachen abhängt, oder dass nichts geworden ist das nicht einer Veränderung unterlag.
Vorstellungen gibt es viele, auch über das Bewusstsein, über die Illusion von Zeit und Raum, welches eben das Bewusstsein (das erleuchtete, erwachte Bewusstsein) zu überwinden vermag. Darin liegt bei manchen die Erklärung, warum das Jetzt nur eine Illusion der körperlichen Manifestation ist, die es eben zu überwinden gilt. Es scheint eine in sich geschlossene Schlussfolgerung zu sein. Für manche. Für mich nicht.

Für mich sind Zeit und Raum real. Weil es jetzt ist. Ich empfinde es, also ist es. Mein Körper vergeht, jede Zelle meines Körpers ist im Begriff zu sterben. Und es hört nicht auf, nur weil ich eventuell an die Unvergänglichkeit glauben möchte (was ich auch nicht mehr will, aber egal).

Wenn diese Prinzipien, im manchmal von "spirituellen" Menschen abgewerteten Alltag zu beobachten sind, ebenfalls in der Natur und dem ganzen Universum, wie kommt man dann auf die Idee, dass andere Welten und Wesen ein anderes Prinzip erfahren würden, wo doch alles ganz deutlich vor einem liegen kann, wenn man dies beobachtet und ganz offen im Geist untersucht?!
Ich halte diese Bilder für ziemlich unvernünftig und Kontraproduktiv und sehe da keinen besonderen Wert als Fundament gegen Unwissenheit.

Was mir daran so traurig erscheint, zumindest wenn ich mir vorstelle an gewisse Dinge einfach nur glauben zu müssen, dass der Entdeckergeist, die Intelligenz und das tolle Potenzial das dem Geist inne liegt ignoriert wird, die "Illusion" von Sein weiterbesteht und für Geschichten und Bilder geopfert wird. Im schlimmsten Fall ein Leben lang. Und das wirkliche Wundersame geht vollkommen an einem vorbei, während Begriffe und Vorstellungen eine Erklärung im Geist bleiben. Das eigene Potenzial, wie auch immer und auf was immer bezogen nie frei fließen kann.
Ein Teil wird in eben jener Angst begründet sein, durch all die weltlichen "Zwänge", also Verpflichtungen, Beziehungen, Regeln, Gesetzmäßigkeiten, Prinzipien, die einem bekannt sind, nicht frei fließen zu können, begrenzt zu werden. Ein Gefängnis bedeutet für jeden eine andere Einschränkung, Freiheit hat für jeden eine andere Bedeutung.
Man könnte diesem Dilemma entkommen in dem man vom Werden in einem ewigen Fluss redet, und das was wird, hat in diesem Fluss der Momente Ursachen. Die Frage welche Ursachen denn der Fluss hätte müsste man dann vielleicht äußerst vorsichtig betrachten mit der vorsichtigen Annahme, dieser Fluss, dieses fließen ist. Ist somit kein Wesen und nicht Fassbar, aber in dem was wird noch immer mit den Prinzipien unterzeichnet. Vielleicht ist das Verständnis von Vergangenheit und Zukunft in diesem Sinne ein "Falle" im eigenen Geist, ähnlich wie Bilder und Begriffe dies werden können oder Irrtümer, die dann vom Potenzial des Menschen und des Bewusstseins ablenken.


Ich denke ohne die Psyche zu betrachten, kann man diese Erklärungen nicht verstehen und da ist so viel Individualität die nur jeder selbst ergründen kann.
Naturwissenschaften, Kunst, Kultur, Psychologie, Philosophie und Spiritualität gehen, meiner Meinung nach, Hand in Hand. Psychologische Aspekte lassen sich daher schlecht ausklammern, wenn man Erklärungen für menschliches Verhalten sucht, eben Möglichkeiten versucht zu finden.
 

Ultimatinio

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Ich kann nur aus meiner eigenen Erfahrung heraus sprechen, aus einer Zeit, in der auch ich "realitätsfern" lebte, mehr in anderen Sphären "lebte". Zu einer von vielen Zeitpunkten in meinem Leben, als es nur Schmerz gab. Es war für mich tröstlich, gab mir Hoffnung auf eine bessere Existenz. Ohne Unzulänglichkeiten, ohne Bewertung von Außen. Und so hatte ich mich verloren in Wünschen und Träumen. Manch einem anderen mag es vielleicht genau so ergehen. Und andere werden andere Gründe haben.

Für mich war es aber kein dauerhaft erstrebenswertes Zustand, da es, wie du sagst, das Jetzt vergessen lässt. Auch für mein Empfinden irgendwann eher herablassend gegenüber meiner Umwelt war, den Menschen gegenüber, die ich liebte. Sogar gegenüber jenen, welche ich noch kennenlernen würde, lieben lernen könnte. Diese Chance wollte ich nicht vergehen lassen.
Das liest sich für mich wie ein verinnerlichtes verstehen über die negativen Erfahrungen und die leidvolle Phase die du gemacht hast. Ich lese so etwas gerne, denn dabei macht sich immer eine freudige Hoffnung breit, wahrscheinlich ein Mensch weniger, der die Verantwortung bei anderen sucht und sich weiter ins "Samsara" verknotet.

Da kann ich ebenfalls gut mitgehen. Das Bild des Flusses ist mir ein sehr stimmiges. Und auch die Durchströmung aller Systeme ist für mich schlüssig. Es existiert meiner Ansicht nach kein geschlossenes System, dass unabhängig von Impulsen, welcher Art und Intensität auch immer, sein kann. Vor allem nicht, wenn es stetes Veränderungen generiert.


Vorstellungen gibt es viele, auch über das Bewusstsein, über die Illusion von Zeit und Raum, welches eben das Bewusstsein (das erleuchtete, erwachte Bewusstsein) zu überwinden vermag. Darin liegt bei manchen die Erklärung, warum das Jetzt nur eine Illusion der körperlichen Manifestation ist, die es eben zu überwinden gilt. Es scheint eine in sich geschlossene Schlussfolgerung zu sein. Für manche. Für mich nicht.

Für mich sind Zeit und Raum real. Weil es jetzt ist. Ich empfinde es, also ist es. Mein Körper vergeht, jede Zelle meines Körpers ist im Begriff zu sterben. Und es hört nicht auf, nur weil ich eventuell an die Unvergänglichkeit glauben möchte (was ich auch nicht mehr will, aber egal).
Philosophische Betrachtungen mag ich, weil gründliche Schlussfolgerungen Irrtümer so deutlich machen und wie sie entstehen können, von Grund auf. Manchmal erschließt man vielleicht einen weiteren Irrtum und trägt den ein paar Jahre mit sich rum, hehe. Eile ist da kein guter Zeitgenosse. Diese geschlossenen Systeme fühlen sich für mich an wie ein Gefängnis, da schaue ich lieber Gras beim wachsen zu als darüber nachzudenken. Die kraft die aus dem Glauben stammt würde ich aber als Motivation nicht verkennen, auch wenn ich nicht verstehe warum das alles erklären muss.

Ich glaube zum Beispiel das es keinen Grund für Eile gibt, bei den Rätseln des Bewusstseins es sogar kontraproduktiv ist.
Der Grund ist bloß, dass alles was mir im Leben begegnete nicht hätte anders sein können.

Egal unter welchem Irrtum ich oder andere standen, was wir uns angetan haben im guten oder schlechten, das "Werden" lief wie es musste und läuft auch weiter wie es muss. Ob moralisch oder unmoralisch, friedlich oder feindlich, kein Grund für mich, mich an einem Ziel zu wähnen oder sonstiges, der Fluss fließt einfach weiter, entweder ich tue was, oder ich tue nichts, was sich entwickeln und zeigen wird kann ich an einem bestimmten und gewissen Punkt der eigenen Werte und Verantwortung nicht auf den Zufall schieben. Auch wenn das werden mit den Vorstellungen nicht übereinstimmt. Aber wer sagt auch dass es das muss?
Ein Teil wird in eben jener Angst begründet sein, durch all die weltlichen "Zwänge", also Verpflichtungen, Beziehungen, Regeln, Gesetzmäßigkeiten, Prinzipien, die einem bekannt sind, nicht frei fließen zu können, begrenzt zu werden. Ein Gefängnis bedeutet für jeden eine andere Einschränkung, Freiheit hat für jeden eine andere Bedeutung.
Ich denke auch dass dies zum Teil sein kann. Aber auch Ignoranz, oder dem vermutlichen "Glück" hinterher rennen ohne Glück mal zu untersuchen, oder die negativen Geisteszustände wie Hass usw...
Naturwissenschaften, Kunst, Kultur, Psychologie, Philosophie und Spiritualität gehen, meiner Meinung nach, Hand in Hand. Psychologische Aspekte lassen sich daher schlecht ausklammern, wenn man Erklärungen für menschliches Verhalten sucht, eben Möglichkeiten versucht zu finden.
Ich denke auch. Alles gehört dazu.
 
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Zokora

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Das liest sich für mich wie ein verinnerlichtes verstehen über die negativen Erfahrungen und die leidvolle Phase die du gemacht hast. Ich lese so etwas gerne, denn dabei macht sich immer eine freudige Hoffnung breit, wahrscheinlich ein Mensch weniger, der die Verantwortung bei anderen sucht und sich weiter ins "Samsara" verknotet.
Ich danke dir, für deine Hoffnung😊. Und gebe ich gerne wieder.

Ich weiß nicht, wie du Samsara siehst, für mich es ein Weg. Das Leid in mir und anderen nicht von mir aus auszulösen oder zu erweitern (weil wir alle verbunden sind). Egal ob es einen Kreislauf der Wiedergeburt "beendet" oder nicht. Deshalb sehe ich es mehr als den Kreislauf des Leidens, als den Kreislauf der Wiedergeburt.

Kriege ich nur nicht immer hin, gerade ist wieder so eine Zeit wo ich schwer an mir halten kann. Unser Gespräch hier hilft aber mich wieder daran zu erinnern😊. Ich könnte mich mal wieder mehr darin üben.

Philosophische Betrachtungen mag ich, weil gründliche Schlussfolgerungen Irrtümer so deutlich machen und wie sie entstehen können, von Grund auf. Manchmal erschließt man vielleicht einen weiteren Irrtum und trägt den ein paar Jahre mit sich rum, hehe. Eile ist da kein guter Zeitgenosse. Diese geschlossenen Systeme fühlen sich für mich an wie ein Gefängnis, da schaue ich lieber Gras beim wachsen zu als darüber nachzudenken. Die kraft die aus dem Glauben stammt würde ich aber als Motivation nicht verkennen, auch wenn ich nicht verstehe warum das alles erklären muss.
Ja, auf jeden Fall. Im Grunde ist kein Impuls ein schlechter. Früher habe ich mich vor der enormen Komplexität gefürchtet. Sich auf ein System, einen Aspekt zu konzentrieren, erscheint dann einfacher. Aber ich hatte und habe es noch, immer das Gefühl gehabt, dass es einfach nicht stimmig ist.

Heute habe ich da keine Angst mehr vor, finde es sogar wahnsinnig spannend und faszinierend und wahnsinnig lehrreich. Und man darf eben keine Angst vor Fehlern und Irrtümern haben. Sonst erkennt man sie nie. Und dann ist man gefangen in sich selbst.
Ich glaube zum Beispiel das es keinen Grund für Eile gibt, bei den Rätseln des Bewusstseins es sogar kontraproduktiv ist.
Der Grund ist bloß, dass alles was mir im Leben begegnete nicht hätte anders sein können.

Egal unter welchem Irrtum ich oder andere standen, was wir uns angetan haben im guten oder schlechten, das "Werden" lief wie es musste und läuft auch weiter wie es muss. Ob moralisch oder unmoralisch, friedlich oder feindlich, kein Grund für mich, mich an einem Ziel zu wähnen oder sonstiges, der Fluss fließt einfach weiter, entweder ich tue was, oder ich tue nichts, was sich entwickeln und zeigen wird kann ich an einem bestimmten und gewissen Punkt der eigenen Werte und Verantwortung nicht auf den Zufall schieben. Auch wenn das werden mit den Vorstellungen nicht übereinstimmt. Aber wer sagt auch dass es das muss?
Sehe ich ähnlich. "Das Universum ist nicht verpflichtet für mich einen Sinn zu ergeben/ mir einen Sinn zu geben", (Neil DeGrasse Tyson).

Daher habe ich auch lange eine Pause von der Esoterik-Szene gebraucht. Ich war viel zu eingefahren. Während meiner Pause ist "mein Bewusstsein" zur Ruhe gekommen und vieles verworfen oder relativiert.

Wir werden unser Leben lang Irrtümern aufsitzen und Fehler machen und das ist auch in Ordnung. So ist das Leben eben.
Ich denke auch dass dies zum Teil sein kann. Aber auch Ignoranz, oder dem vermutlichen "Glück" hinterher rennen ohne Glück mal zu untersuchen, oder die negativen Geisteszustände wie Hass usw...

Ich denke auch. Alles gehört dazu.
Ich sehe Glück auch skeptisch und eher im Moment zu finden, denn als Lebensziel erstrebenswert oder gar zu erreichen. Ich weiß nicht, wer Hass schon mal empfunden hat und es dann auch in sich selbst erforscht hat. Der ein oder andere wird's sein. Ich auch.

Jede Emotion hat ihren Grund und kann einem etwas über sich selbst, andere und das Leben verdeutlichen. Die ewige Aufforderung nach logischer Vernunft ist mir ein Graus. Alles gehört zusammen und alles ist Teil von uns. Emotionen können ebenso intelligent sein, wie Logik unvernünftig, usw.

Ich möchte mich bei dir bedanken. Unser Gespräch hier, tut mir gut. Auch wenn ich länger brauche zum Antworten, da ich zerstreut bin derzeit. Es ruft wieder einiges in Erinnerung, was gerade gut für mich ist.😊🌹
 
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