Nachdem ich hier einiges gelesen habe, nun meine persönliche Meinung.
Zuerst müßte man überlegen, was ist ein besserer, was ein schlechterer Mensch?
Wer kann das wirklich allumfassend wissen?
Ich selbst habe in den letzten Jahren sehr wenig Fleisch gegessen und fast nie Wurst.
Weil mein "Kopf" das so wollte.
Vor ein paar Monaten fing es an, das ich den Geruch der Wurst und den Anblick derselben ( mein Herr Schatz ist alles ) als äußerst unangenehm empfand.
Es ist für mich vom Gefühl absurd, mir so ein Stück vom Tier einzuverleiben.
Außerdem bemerkte ich eine Verstärkung von negativen Gefühlen und körperliche Trägheit, wenn ich z.B. doch wieder eine Pizza mit Salami & Co. verspeist hatte.
Bis ich diesen Zusammenhang erkannte, dauerte es schon noch etwas.
Ich bin nun seit einigen Monaten Vegetarier, aber so konsequent ebend nur, weil nicht nur mein Verstand sondern hauptsächlich mein Bauchgefühl, mein Empfinden das so möchte.
Von " Verzicht" kann ich da nicht sprechen, da ich nicht "verzichte", was ja bedeuten würde, daß ich es schon wöllte.
Und Vegetarisches im Wurst- oder Schnitzellook ist mir auch unangenehm.
Mein Herr Schatz akzeptiert meine Ernährungsform, kauft auch immer viel leckres Vegetarisches.
Ich sitze neben ihm, wenn er Fleisch und Wurst ist. Das ist zwar nicht so angenehm, aber ich missioniere ihn möglichst wenig.
Das nützt genauso wenig, wie einen Raucher mit Argumenten vom Rauchen abbringen zu wollen.
Ich lebe es vor. Und bin immer wieder begeistert, wieviele tolle Sachen ich auch als Vegetarier sogar in Gaststätten zur Verfügung habe.
Meine Töchter sind alle erwachsen und leben woanders.
Aber inzwischen essen sie auch nur noch selten tote Tiere und eine hat von selbst damit aufgehört.
Je länger ich vegetarisch lebe, umso absurder scheint es mir für mich, irgendwann wieder Fleischesser zu werden.
So, wie es jetzt ist, bin ich zufrieden. Ob ich mal Veganer/ Rohköstler/ Pranier werde, das weiß ich jetzt nicht und darüber mache ich mir momentan keine Gedanken.
LG Mondin