Sexuelle Enthaltsamkeit

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hamied ... ich sehe schon, wir verstehen uns. *lach* :weihna1

ja :), kein zweifel ;) das sehe ich genauso
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Das Konzept des Brahmacharya geht über Indiens Grenzen hinaus

Es ist nicht nur in Indien oder im Hinduismus so, daß Brahmacharya so hervorgehoben wird und solch einen großen Einfluß hat. Alle Länder und alle Religionen der Welt preisen sie. In der antiken Zeit wurde die Enthaltsamkeit aber nicht in anderen Teilen der Welt beobachtet. Es waren die vedischen Rishis (Seher, Weisen, Seher deshalb, weil sie die vedischen heiligen Schriften angeblich "direkt von Gott" übermittelt bekamen, weil sie also "Gott gesehen" hatten.), die das Brahmacharya zuerst in Indien praktizierten.

Anmerkung opti:

Mit der Antike wird die Epoche des Altertums im Mittelmeerraum etwa zwischen 1.200 v.Chr. und 600 n.Chr. bezeichnet. Im engeren Sinne bezeichnet man mit der Antike die Geschichte des klassischen Griechenlands und des römischen Reiches, das nach dem ersten Jahrhundert nach Christus eine politische und kulturelle Einheit bildete. Insofern ist die Aussage nicht richtig, dass allein die indischen Rishis das Brahmacharya (Zölibat) in der Antike praktizierten. Erinnern wir uns daran, dass der jüdische Weisheitslehrer Jesus Sirach sich bereits 180 Jahre vor Christus für ein Zölibat im Judentum aussprach.

Es ist auch bekannt, dass die Anhänger des griechische Philosophen Pythagoras im Zölibat lebten. Pythagoras reiste etwa 600 Jahre vor Christus, wie ein Tramper in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts, 40 Jahre lang durch die Weite des Mittelsmeerraumes, um Wissen von Mystikern und Priestern zu erwerben. Er hielt sich in Ägypten auf, tauchte dann in die schamanistischen Gebiete Asiens ein, reiste zu den Magiern in Persien (Iran) und Arabien und schließlich nach Indien, wo gerade zwei neue Upanishaden (heilige Schriften) in den Wäldern wiederentdeckt worden waren, und in dem der zwanzig Jahre jüngere Buddha seine Lehren verbreitete.

Wieder in Griechenland angekommen verordnete Pythagoras seinen Anhängern zahlreiche Regeln. So durften die Pythagoräer zum Beispiel kein Fleisch, keinen Fisch und keine Bohnen essen, da in Bohnenkernen, nach Ansicht Pythagoras, menschliche Seelen reinkarnieren. Diese Ansicht soll damit zusammenhängen, dass Bohnenkerne, in der Form menschlichen Föten ähneln. Ausserdem sollten sie keinen Wein trinken. Die Anführer mussten im Zölibat leben, sollten Wollkleidung vermeiden und weiße Leinenkleidung tragen, weil Wollkleidung aus tierischen Produkten hergestellt ist.

Ende Anmerkung opti.

In der Prashna Upanishad, einer heiligen indischen Schrift, steht, das einst sechs Rishis, nämlich, Sukesha Bharadwaja und fünf andere, die alle ihr Leben Brahman geopfert hatten, zu Rishi Pippalada kamen, um von ihm das höchste Wissen zu erwerben. Rishi Pippalada aber forderte sie auf, für ein Jahr das Brahmacharya zu beachten, dann werde er ihnen das höchste Wissen vermitteln. In einer anderen heiligen Schrift, dem Chhandogya Upanishad, wird von einem Dialog zwischen Indra (Kriegsgott), Virochana (Anführer der Dämonen, Sinnbild der Sinneslust) und Brahma berichtet, in dem Brahma Indra das Wissen von Brahman unterrichtete, nachdem er ihn gebeten hatte, 101 Jahre hindurch das Brahmacharya zu beachten.

In der Spätantike verbreitete sich die Idee des Brahmacharya von Indien aus nach Ägypten und mit Beginn des Neoplatonismus nach Griechenland unter den Pythagoräern aus. Zu einem etwas späteren Zeitpunkt, breitete sich die Idee der Enthaltsamkeit auch in den Ländern Europas aus. Von Indien ausgehend verbreitete sich die Idee des Brahmacharya auch in verschiedenen Ländern Asiens. Die Perser übernahmen sie direkt aus Indien. Die Buddhisten trugen sie weit in die Welt hinaus. Die Essener übernahmen das Brahmacharya von den Buddhisten und die Christen (Juden) übernahmen es teilweise von den Neoplatonisten und den Essenern.

Die Christen wiederum verbreiteten es in vielen Ländern. Alle Länder, in denen das Brahmacharya praktiziert wurde, brachte große Männer nervor. Niemand hat seinem Land und der Welt größere Dienste erwiesen, als die Männer, die das Brahmacharya praktizierten. Wir können St. Paul und den englische Physiker, Mathematiker, Astronomen, Theologen und Philosophen Sir Isaac Newton, der die Gravitation (Erdanziehung) entdeckte und damit den Grundstein für die klassische Mechanik legte, als Beispiele nehmen. Darum sage ich, daß die, die etwas gutes für sich selbst oder für ihr Land tun möchten, ungeachtet ihres Alters, Brahmacharya praktizieren sollten.

Anmerkung opti:

St. Paul

Wenn ich das richtig sehe, verbirgt sich hinter St. Paul der Apostel Paulus, mit bürgerlichem Namen Paulus von Tarsus (hebräisch: Saulus). Paulus war griechisch gebildeter Jude und Sohn vermögender jüdischer Eltern mit römischem Bürgerrecht. Er erlernte den Beruf seines Vaters als Zeltteppichweber und war Anhänger der glaubenstreuen jüdischen Gruppe der Pharisäer, ein jüdischer Theologe im Laienstand. Zu seiner weiteren theologischen Ausbildung ging er nach Jerusalem. Er war Jesus von Nazareth nie begegnet und hatte als gesetzestreuer Pharisäer zunächst die Anhänger Jesus verfolgt, weil er glaubte, es handele sich um eine jüdische Sekte, die vom Gesetz abwich und deshalb zerstört werden müsse.

Die Bibel erzählt, Paulus habe im Jahr 35/36 n.Chr. beim Tod des Stephanus, dem ersten christlichen Märtyrer, der zu Tode gesteinigt wurde, die Kleider der Steiniger bewacht. Paulus (Saulus) erhiet den Auftrag, in Damaskus weitere Christenverfolgungen zu leiten, aber eine wunderbare Begegnung mit dem auferstandenen Christus vor Damaskus veränderte sein Leben von Grund auf. Paulus selbst bezeichnete dieses Ereignis nicht als Bekehrung, sondern als Offenbarung von Jesus Christus. Von der übermächtigen Erscheinung Christi getroffen, fiel Saulus zu Boden und wurde - erblindet - nach Damaskus geführt. Ananias heilte ihn und taufte ihn, er wurde Christ, Apostel und Missionar, predigte in der Synagoge von Damaskus und wurde bald schon selbst verfolgt; Freunde halfen ihm, im Jahre 38 in einem Korb über die Stadtmauer zu entfliehen. Weiteres aus dem Leben Paulus im Heiligenlexikon.

Jesus und die Essener

Heute ist es unter Wissenschaftlern auf dem Gebiet der Theologie eine allgemein akzeptierte Tatsache, dass Jesus Christus der Gemeinschaft der Nazarener angehörte, welche ein Zweig der Essener Glaubensgemeinschaft war (aus diesem Grunde müsste sein Beiname "Jesus von Nazareth" korrigiert werden zur wohl richtigeren Bezeichnung "Jesus der Nazarener", da zudem keinerlei Hinweise gefunden werden können, dass ein Dorf namens Nazareth in Jesus' Tagen existierte). 1974 wurden in den Höhlen der Quaratania-Bergen über dem Toten Meer Pergamenthandschriften und Papyrusrollen entdeckt, welche nachweisliche Überreste einer großen Schriftensammlung dieser religiösen Gemeinschaft der Essener sind. Obwohl die Schriften bis heute noch nicht vollständig übersetzt und ausgewertet worden sind, kann man eine große Ähnlichkeit zwischen der Lehre der Essener und der Lehre Jesu finden. Die Essener sagten sich vom Tempel und seinem Opferdienst los. Sie lebten meist ehelos in Klostergemeinschaften zusammen und mussten sich vielen Reinheitsvorschriften unterziehen. Voll Eifer in einem Leben des Gebetes, der Enthaltsamkeit und der Arbeit erwarteten sie die nahe Ankunft des Messias. War Jesus also einer der ersten jüdischen Mönche (Yogis)?

Quellen:
yoga-vidya journal
Die Essener

Ende Anmerkung opti.

Quelle: Brahmacharya

Fortsetzung folgt.
 
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Die sechs Schätze des Brahmacharya

Man sollte nicht denken, daß Brahmacharya nur von religiösen Menschen beachtet werden sollte. Brahmacharya ist unabhängig von Glauben und Religion. Es ist auch unabhängig davon, ob jemand an die Seele, die Wiedergeburt oder an die Veden glaubt. Im Brahmacharya sind folgende „sechs Schätze“ enthalten:

1. Sinneskontrolle
2. Verstandeskontrolle
3. Nachsicht
4. Enthaltsamkeit
5. Vertrauen
6. Konzentration​

Diese sechs Schätze sind auch für den von höchstem Wert, der nur an sein eigenes Wohl oder an das Wohlergehen seines Landes interessiert ist. Dieses gilt sowohl für materialistisch orientierte Menschen, als auch für Menschen, die nicht nach der Erleuchtung streben oder an das Jenseits glauben. Diejenigen unter den Materialisten, die es zu Ruhm und Ansehen gebracht haben, haben eine sehr hohe Meinung von diesen „sechs Schätzen“. Besitzt jemand einen dieser sechs Schätze nicht, dann wird er nicht in der Lage sein, etwas Großes in seinem Leben zu erreichen.

Wie viele Wohltaten verdankt die Menschheit nicht den Menschen, die die Kontrolle über ihre Sinne und ihren Verstand besassen? Selbst ein Kaiser ist arm wie ein Bettler, wenn er nicht diese sechs Schätze erworben hat. Ein wohlhabender Mann ist stets um sein Vermögen besorgt. Aber der Besitzer dieser sechs Tugenden ist grösser als ein Monarch. Er wird sogar von den Göttern verehrt. Er wird von Glück und Zufriedenheit durchströmt. Aus der Fülle dieser von ihm erworbenen sechs Schätze, kann er sie freigiebig an andere verschenken. Was könnte mehr Freude bereiten? In Zeiten der Gefahr entfliehen die Reichen ihrem Leben. Sie überlassen ihre Freunde und Verwandten ihrem Schicksal. Diejenigen aber, die im Besitz dieser sechs Schätze sind, verbringen ihre Tage ohne die geringste Spur von Furcht. Sie ermuntern sie und bieten anderen ihre Hilfe an. Diejemigen, die das Brahmacharya verwirlicht haben, leisten ihrem Land wertvolle Dienste und werden dafür geachtet und geliebt. Es sind in der Tat, gesegnete Menschen.

Quelle: Brahmacharya

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