Sexuelle Enthaltsamkeit

  • Ersteller Ersteller opti
  • Erstellt am Erstellt am
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Hi Tommy,

Einerseits gehe ich da völlig mit Dir d àccord. Andererseits "weiß" ich, was Opti meint, - auch, wenn er es ungeschickt ausdrückt und eben das Gegenteil hier vorlebt.
Es gibt einen Seinszustand, in dem alles möglich und nichts nötig ist. Verstehst Du, was ich meine? Das ist wie die absolute Kontrolle über sich selbst in der Aufgabe jeglicher Kontrolle. Da liegt irgendwo die Seligkeit/Erleuchtung, von der die Menschen reden. Dennoch: dieser Zustand kann nicht erzwungen werden. Je mehr man sich ihm unbedingt nähern möchte, desto weiter entfernt sich. Man muss sich in seiner Mitte befinden, um diesen Zustand zu halten und um sich in ihm dauerhaft zu bewegen. Und wenn bei uns das Pendel extrem in eine Richtung ausgeschwungen ist, dann braucht es erst denn extremen Gegenschwung in die andere Richtung, um dann langsam das Gleichgewicht in der Mitte zu finden.

Katarina :)

Das ist die Ausrede aller unbewussten Menschen. Glaubst du wirklich die Erleuchtung fällt vom Himmel? Bestimmt nicht. Du kannst dein Leben so weiterleben wie bisher. Aber Seligkeit wird es dann in deinem Leben nicht geben. Mit anderen Worten, du gehst am wirklichen Leben vorbei. Und wenn das so ist, dann braucht man natürlich einen lieben Gott, damit man wenigstens die Hoffnung hat, im nächsten Leben wird alles besser. Aber das ist eine Illusion.
 
Werbung:
Das Nahtoderlebnis, das du für die Realität hälst, ist nichts anderes als die Auswirkung körpereigener Drogen. Wahrscheinlich ist der Todesmoment eine Extremsituation, auf die der Körper noch einmal alle Kräfte mobilisiert und mit einer erhöhten Ausschüttung von angstlösenden und entspannend wirkenden Substanzen wie Endovalium, phantasiefördernden Transmittermolekülen wie Dopamin, LSD-ähnlichen antidepressiv und euphorisierend wirkenden oder anregend und wachmachenden Neurohormonen wie Noradrenalin und schmerzstillenden körpereigenen Morphinen (Morphium!) wie das Endorphin reagiert.
Du hast übersehen, dass für die beschriebenen Reaktionen eine Gehirntätigkeit nötig wäre. Diese Gehirntätigkeit wurde aber nicht festgestellt, weder in den äußeren Hirnregionen, noch im Stammhirn. Der Patient war für Minuten klinisch tot.
Selbst wenn es diese Transzendentale gibt, so weißt du doch gar nicht, wie sie beschaffen ist, ob sie überhaupt einen göttlichen Charakter besitzt. Woher willst du denn das wissen? Wer ist hier also voreingenommen? Du interpretierst willkürlich etwas in dieses Transzendentale hinein. Hat das irgendetwas mit Sachlichkeit zu tun? Wenn man objektiv ist, muss man zugeben, dass niemand weiß, wie dieses Transzendentale beschaffen ist, falls es überhaupt existiert.
Die Annahme dass Empathie aus der Transendenz her kommt ist im Prinzip genug. Empathie oder Mitgefühl ist die Grundlage für ein soziales Gefüge. Familie, Staat usw. Ich muss nicht wissen, wie das Transendente beschaffen ist, es genügt anzunehmen dass die Innere Verbundenheit aller Wesen miteinander die Transendenz zur Ursache hat und somit Grundlage für Sozialisation ist.
Um nach ethischen Gesetzen zu leben, ist durchaus kein Gott erforderlich, sondern vielmehr der gesunde Menschenverstand. Oder glaubst du etwa, dass alle, die nicht an Gott glauben, ehrlose Menschen sind? Schon einmal etwas von Humanismus gehört? Wer sagt dir also, dass Atheisten schlechtere Menschen sind als gläubige? Mir ist jedenfalls immer wieder hier im Forum aufgefallen, dass die Intoleranz und mit der Zunahme der Gläubigkeit steigt. Mich wundert das gar nicht, denn hinter der Religiösität sehe ich Unwissenheit und eine riesige Portion Angst.
Ich sage ja nicht dass Atheisten schlechte Menschen sind, aber ich behaupte dass sie ihre Humaniät nicht logisch und folgerichtig begründen können. Und zwar im ausschlußverfahren.
Es gibt für einem Menschen, der nicht an ein Verbindendes Ganzes glaubt keinen Grund warum er Human handeln soll.
Ich behaupte nun, dass jeder Atheist der human handelt Gott in sich spürt und zwar genau in seiner Humanität, der er folgt. Denn als Individuum, das nach dem Tod vollständig vernichtet wird, gibt es keinen logischen Grund human zu handeln.
Ich gehe sogar noch weiter und sage dass alle Tiergesellschaften ebenfalls von einer Transendenz durchdrungen sind WEIL sie Gesellschaften bilden und dies unbewußt tun, ja die Evolution hätte nie stattgefunden ohne diese Transendenz, welche ich als Triebfeder der Entwicklung vom primitiven zum komplexen Individuum betrachte.

Der Mensch nun steht ja, da er frei entscheiden kann nicht mehr unter den Diktat der Vergesellschaftung und kann, muss aber nicht human handeln. Für einen Atheisten ist es völlig egal ob er Foltert, tötet, branschatzt oder raubt, es gibt für ihn keine moralische Instanz die übner ihm steht, denn nach dem Tod existiert weder er selbst noch seine Schuld.
Dennoch tut auch ein Atheist das nicht. Insofern sind humane Atheisten nur Leute die nicht an den Gott der Konfessionen glauben, an den Gott der Humanisten schon und das nenne ich die Transendenz.

Ich hoffe Du hast das jetzt verstanden.

Gruß Willibald
 
Du machst schon wieder dasselbe. Du interpretierst nach Belieben etwas in dieses Bewusstsein hinein. Erstens weißt du nicht einmal, ob dieses Bewusstsein existiert und zweitens legst du es durch die Hintertür als göttlich aus. Das ist unzulässig, das ist unsachlich. Du biegst dir die Realität so zurecht, dass sie in deine Vorstellung vom Glauben und von Gott passt. Und selbst wenn es dieses Göttliche geben sollte, so ist es vollkommen unwichtig. Wenn man sein Leben ändern möchte, so wird einem kein Gott helfen, falls es überhaupt einen gibt. Die Wissenschaft kann sich nur an das halten was beweisbar ist. Ein Bewusstsein kann nicht festgestellt werden. Deshalb tut die Wissenschaft gut daran, keine Aussagen zu machen. Macht allerdings doch jemand Aussagen über das Unbewusste, so entzieht er sich selbst die Glaubwürdigkeit.

Körpereigene Drogen (Endorphine) machen übrigens, im Gegensatz zu exogenen (von außen zugeführten) Drogen, grundsätzlich nicht süchtig, da sie gleich nach ihrer Interaktion mit dem Rezeptor abgebaut werden.

Wenn man genesen will, dann muss man selber etwas tun. Und wenn ich enthaltsam lebe und kontemplative Techniken anwende, dann weiß ich, dass Heilungsprozesse geschehen. Selbst das Beten ist ein kontemplativer Prozess, der zur Heilung beiträgt. Aber nicht deswegen, weil Gott im Spiel ist, sondern weil ich durch intensives Beten Einfluss auf die Physiologie nehme. Dasselbe geschieht durch die Meditation. Was geschieht denn bei der Meditation?

Was geschieht während der Meditation im Gehirn?

Die mystische Erfahrung, der Verbindung zu Gott, die Erfahrung des absoluten Seins, das Verschmelzen der individuellen Seele mit dem Unvergänglichen, ist in allen Religionen bekannt. In jüngster Zeit haben Neurologen sowohl betende Nonnen als auch meditierende Mönche untersucht, um die Vorgänge, die als Unio mystica, als Einssein mit dem Kosmos, als ekstatische Verbindung zu Gott, betrachtet werden, besser zu verstehen. Dabei hat man festgestellt, dass im Gehirn zweierlei geschieht. Zum einen findet im vorderen Bereich des Gehirns, im Stirnbereich, in dem sensorische Signale empfangen und verarbeitet werden, kognitive Prozesse stattfinden (problemlösendes Denken, Vorausplanung, Impulskontrolle, Konzentration, Aufmerksamkeit, Beobachtung der Handlungsergebnisse, notfalls Korrektur), emotionale und psychische und bewusstseinsbildende Funktionen verarbeitet und neuronalen Regelkreise (Neurotransmitter) gesteuert werden, ein eindeutiger Aktivitätsanstieg stattfindet.

Dagegen findet im Parietallappen (Scheitellappen – etwa von der Kopfmitte bis zum oberen Hinterkopf), der neben dem Sehen, Fühlen, Riechen und der Sprache, für die räumliche Wahrnehmung, für Zeitabläufe, das Körperempfinden, die Ich-Identität zuständig ist, eine Verminderung der Gehirnaktivität stattfindet. Durch die Abnahme der Gehirnaktivität im Scheitellappen verlieren die Meditierenden oder Betenden den Sinn für das Selbst, die Ich-Identität und erfahren sehr oft ein Gefühl von Raum- und Zeitlosigkeit. Der Scheitellappen scheint am Höhepunkt der Meditation immer weniger mit Blut versorgt zu werden. Er wird sozusagen abgeschaltet. Der Scheitellappen gibt uns Orientierung in Raum und Zeit und verleiht uns ein Gefühl für unseren Körper. Wird dieses Areal still gelegt, können wir nicht mehr zwischen unserem Körper und der äußeren Welt unterscheiden. Es entsteht der Eindruck, als würden wir mit der Welt verschmelzen. Dieses Gefühl spielt bei vielen Religionen eine entscheidende Rolle.

Der amerikanische Hirnforscher und Religionswissenschaftler Andrew Newberg hat an der University of Pennsylvania mit einer radioaktiven Markierungssubstanz und einem speziellen Computertomografen die neurophysiologischen Auswirkungen zweier traditionsreicher spiritueller Praktiken auf die Hirnaktivität sichtbar gemacht. Und ist dabei auf interessante Befunde gestoßen. Sowohl bei meditierenden tibetanischen Buddhisten im Zustand des „Einsseins mit dem Kosmos“ wie auch bei tief im Gebet versunkenen Franziskanernonnen ging die Durchblutung des Scheitellappens drastisch zurück. Ein Hirnareal, das sonst unentwegt rattert, verstummt in der Stille der Versenkung. Dies ist insofern bedeutsam, als sich in diesem Hirngebiet auch das Orientierungsareal befindet, also jene Nervenzellverbände, die normalerweise Informationen über Zeitabläufe und räumliche Orientierung verarbeiten.

Aufgrund der Reizblockade im oberen Teil des Scheitellappens wäre es somit durchaus erklärbar, dass sich das subjektive Erleben bei der spirituellen Versenkung gänzlich in der Raum- und Zeitlosigkeit (in der Leere) verliert. In derartigen Transzendenzzustände meint der spirituell Entgrenzte, die Unendlichkeit in Erhabenheit zu berühren. Franziskanerschwester Celeste, eine der Versuchsteilnehmerinnen in der Studie des Neurologen Newberg, erklärte dem Nachrichtenmagazin Newsweek, was sie während ihres dreiviertelstündigen Gebets vor der Tomografiemessung empfand: „Ich fühlte Einkehr, Frieden, Offenheit zur Erfahrung. Da war eine Bewusstheit und eine Empfindsamkeit für die Anwesenheit Gottes um mich herum. Und ein Gefühl der Zentriertheit, der Ruhe, des Nichts; aber auch Momente der Fülle der Anwesenheit Gottes. Gott hat mein Sein durchdrungen.“ Da buddhistische Meditationsmeister und Franziskanernonnen gemäss der Newberg-Studie in hirnphysiologisch vergleichbaren Endzuständen landen, scheint es für das Hirn also keinen Unterschied zu machen, woran wir glauben.

Ein Gefühl schöner als Glück

Ja, das ist alles richtig. Aber es ist nicht das Gehirn, welches dieses tut, sondern es ist das Bewußtsein welches seine Spuren im Gehirn hinterläßt.

Zu glauben, dass das Bewußtsein durch die Gehirntätigkeit gesteuert wird ist so als würde ich behaupten ein Auto kann ohne Fahrer von selbst fahren.

Wenn eine Nonne tot am Boden liegt, dann tut sich rein garnix im Gehirn.
Wenn sie aber Meditiert, dann bewirkt sie durch ihre religiöse Hingabe, dass das Gehirn entsprechend reagiert.
Glücksstoffe alleine können kein Glück bewirken, wenn sie im Reagenzglas sind und Glücksstoffe können sich auch nicht im Reagenzglas von selbst bilden.
Diese Endorphine sind nur die Spur des Bewußtseins, das sich in Extase befindet, sie zeigen das nur an, aber sie bewirken rein garnix, sondern sind nur die Fußabdrücke eines in Extase befindlichen Bewußtseins.
Wenn du diese Stoffe einer Maus spritzt, dann wird sie möglicherweise auch Glück enpfinden, doch nur solange diese Stoffe nicht abgebaut sind, dann wird sie ihr Mäusedasein weiter führen und wird diese Glücksstoffe nicht von selbst bilden können. Das kann nur das Bewußtsein einer religiös ergriffenen Nonne.
Verstehst Du was ich meine.
Zu behaupten die Endorphine bewirken religiöse Extase ist so als würde ich behaupten ein Affe kann Autofahren. Ja er kann, bis er an einen Baum fährt. Aber eine Nonne kann religiöse Extase hervorrufen, immer wenn sie betet.
Es ist das BEWU?TSEIN der Nonne und nicht die Endorphine, die das können.

Du kannst das noch so gut untersuchen und analysieren, wnderschön, aber Du kannst das nicht selbst im Reagenzglas oder im Labor erzeugen, das kann NUR das trainierte BEWU?TSEIN.
Ja es gab in der Vergangehniet sogar Schulen, wo man das systematisch lernen konnte, aber unsere Wissenschaftler können das eben nicht.
Ich sag es nochmal: Zu behaupten die Gehirnvorgänge bewirken Extase ist eine Verdreheung der Tatsachen.
Das Bewußtsein bewirkt die Zustände im Gehirn. So herum beobachten wir es doch auch.

Ich hoffe das war verständlich genug.

Villeicht noch eine Frage: Was gewinnen wir denn, wenn wir wissen wie das Gehirn funktioniert, während der religiösen Extase. Können wir diese dadurch hervorrufen?
Nein. Wir bewirken nur eins damit. Wir fühlen uns wiedermal rational überlegen und können unseren Mystikern sagen. Es sind nur Endorphine, lächerliche Moleküle und desshalb macht ihr so ein Aufhebens. Wir haben es in unseren Reagänzgläsern hier seht her. Es ist nichts, nur eine lächerliche chemische Verbindung in euren Gehirnen.

Sind Wissenschaftler so naiv? Nicht alle, aber diejenigen die mit provokannten Büchern hervortreten und eigentlich nur eins damit erreichen. Eine hohe Auflagenzahl. Ob das ihre Absicht ist? Ich will es nicht behaupten aber man könnte es vermuten.:clown:

Lieben Gruß:)
Willibald
 
Das ist die Ausrede aller unbewussten Menschen. Glaubst du wirklich die Erleuchtung fällt vom Himmel? Bestimmt nicht. Du kannst dein Leben so weiterleben wie bisher. Aber Seligkeit wird es dann in deinem Leben nicht geben. Mit anderen Worten, du gehst am wirklichen Leben vorbei. Und wenn das so ist, dann braucht man natürlich einen lieben Gott, damit man wenigstens die Hoffnung hat, im nächsten Leben wird alles besser. Aber das ist eine Illusion.

Das ist richtig! Und es ist falsch zugleich. Vergiß nicht: der Schlüssel liegt im Paradoxon!

@saat nam: obige Argumentation erinnert mich sehr stark an Deine Worte im Zusammenhang mit den Diskussionen um den sog. "Aufstieg". Du erinnerst Dich? Insofern gibt es da bei Opti und Dir schon Gemeinsamkeiten :) .

Viele Grüße

Katarina :)
 
Woran wir glauben macht keinen Unterschied, ja das wußte ich schon :weihna1 Meine Oma sagte schon dass Gott einen guten Moslem ebenso gern aufnimmt wie einen guten Christen. Es gibt nur einen Gott und der fragt uns sicher nicht nach unsere Konfession.
Nun haben wir das wissenschaftlich bewiesen. Sehr schön.

Schau dir doch mal die Diskussionen zum Thema Advaita an. Da wird der Gottesbegriff total auseinandergenommen. Die Religionen haben die Menschen gemacht, nicht deren Gründer. Die Kernaussagen sind immer die Selben. Insofern wundert es mich nicht, wenn ein Bewußtsein im Zustand des Eins-Seins die selbe Struktur aufweist, ob bei einem Buddhisten oder bei einer katholischen Nonne.

Wenn wir eines Tages soweit kommen sollten, diese Zustände systematisch herbeiführen zu können, durch eine methodisches Training, dann haben wir jene Höhe der Kultur erreicht, die auch in den ägyptischen Priesterschulen vor drei Tausen Jahren erreicht war. Dass jene Priesterschulen ihr Wissen in Symbole kleideten, die dann vom Volk Religiös verklärt wurden ist nicht die Schuld der Priester, sondern es ist die beschränkte Auffassung der Volkes, die dies bewirkt hat.

Lieben Gruß
Willibald
 
Ich könnte dir Hieroglyphen zeigen, die als Mudra(Körperhaltung) ganz bestimmte Wirkungen hervorruft. Auch die Wissenschaft vom Yoga ist völlig frei von Religion. Hier findest Du wohl noch das am besten aufbereitete System um dort hin zu kommen, was im Yoga Sammadhi genannt wird. Es bedeutet das Eins-Sein mit dem Objekt der Meditation. Wenn das Objekt der Meditation das eigene Ich ist und damit ein Eins-Sein erreicht, dann nennt man das Erleuchtung oder die vollkommene Selbsterkenntnis.

Yoga ist praktische Wissenachaft und hat nichts mit Religion zutun.:)
 
@saat nam: obige Argumentation erinnert mich sehr stark an Deine Worte im Zusammenhang mit den Diskussionen um den sog. "Aufstieg". Du erinnerst Dich? Insofern gibt es da bei Opti und Dir schon Gemeinsamkeiten :).
Wenn zwei das gleiche tun, heißt das noch lange nicht, das es auch dasselbe ist. Es ist immer eine Frage des inneren Bezugspunktes.
 
Woran wir glauben macht keinen Unterschied, ja das wußte ich schon :weihna1 Meine Oma sagte schon dass Gott einen guten Moslem ebenso gern aufnimmt wie einen guten Christen. Es gibt nur einen Gott und der fragt uns sicher nicht nach unsere Konfession.
Nun haben wir das wissenschaftlich bewiesen. Sehr schön.

Schau dir doch mal die Diskussionen zum Thema Advaita an. Da wird der Gottesbegriff total auseinandergenommen. Die Religionen haben die Menschen gemacht, nicht deren Gründer. Die Kernaussagen sind immer die Selben. Insofern wundert es mich nicht, wenn ein Bewußtsein im Zustand des Eins-Seins die selbe Struktur aufweist, ob bei einem Buddhisten oder bei einer katholischen Nonne.

Wenn wir eines Tages soweit kommen sollten, diese Zustände systematisch herbeiführen zu können, durch eine methodisches Training, dann haben wir jene Höhe der Kultur erreicht, die auch in den ägyptischen Priesterschulen vor drei Tausen Jahren erreicht war. Dass jene Priesterschulen ihr Wissen in Symbole kleideten, die dann vom Volk Religiös verklärt wurden ist nicht die Schuld der Priester, sondern es ist die beschränkte Auffassung der Volkes, die dies bewirkt hat.

Lieben Gruß
Willibald

Jawohl, du hast recht, es ist egal, woran wir glauben. Es ist sogar vollkommen egal, ob wir glauben oder nicht. Denn die "Erleuchtung" die letzten Endes nur ein Heilungsprozess, ist ein rein physiologischer Vorgang. Und ob Gott dort irgendwo seine Finger im Spiel hat, weiß niemand. Und wenn du meinst, dass Gott sehr wohl seine Finger im Spiel hat, dann interpretierst du in dieses Göttliche nach Belieben etwas hinein. Du weißt doch gar nicht, ob es einen Gott gibt. Und selbst wenn es etwas Göttliches gibt, dann wissen wir nicht, über welche Eigenschaften es verfügt. Vielleicht ist es eine Energie, eine Schwingung oder etwas vollkommen anderes, das jenseits unseres Vorstellungsvermögens ist. Muss es deshalb zwangsläufig über Intelligenz, Wissen, Allwissenheit, Güte, Liebe und ähnliche menschliche Eigenschaften verfügen? Muss dieses Göttliche deshalb zwangsläufig anbetungswürdig sein? Diese Vorstellungen kommen nur Zustande, weil die Menschen dieses Göttliche immer wieder vermenschlichen und alle möglichen menschlichen Eigenschaften hineininterpretieren.

Hast du übrigens schon gewusst, dass Gott einen riesigen Euter und mindestens 5 Hörner auf dem Kopf hat? Nein? Dann frag einmal die Kühe. Die werden dir erzählen wie Gott aussieht.

Genau, die Religionen haben die Menschen gemacht. Und gerade am Brahmaismus (Hinduismus) kann man sehr gut erkennen, was da geschah. Es wurde nämlich unter dem Deckmantel der Religion ein Unterdrückungs- und Ausbeutungs-System erschaffen, dass sehr raffiniert eingefädelt war. Dem unwissenden Volk, das weder lesen noch schreiben konnte, hat man dagegen erzählt, die Offenbarungen der heiligen Schriften hätten Rishis (Seher) direkt von Gott empfangen. Wahrscheinlich hatten die Brahmanen (Priester) nur etwas zu viel Soma (berauschendes Getränk) getrunken, als sie die "Heiligen Schriften" niederschrieben.

Wir können bereits heute systematisch die "Erleuchtung" verwirklichen. Die Yogis haben uns das seit mehreren Jahrtausenden vorgelebt. Aber wenn man das nicht wahrhaben will, und sich statt dessen lieber in die eigene fragwürdige Gottesvorstellung flüchtet, dann kommt man keinen Schritt voran.
 
Werbung:
Ich könnte dir Hieroglyphen zeigen, die als Mudra(Körperhaltung) ganz bestimmte Wirkungen hervorruft. Auch die Wissenschaft vom Yoga ist völlig frei von Religion. Hier findest Du wohl noch das am besten aufbereitete System um dort hin zu kommen, was im Yoga Sammadhi genannt wird. Es bedeutet das Eins-Sein mit dem Objekt der Meditation. Wenn das Objekt der Meditation das eigene Ich ist und damit ein Eins-Sein erreicht, dann nennt man das Erleuchtung oder die vollkommene Selbsterkenntnis.

Yoga ist praktische Wissenachaft und hat nichts mit Religion zutun.:)

Frei von Religion ist Yoga nicht. Wenn ich mich recht erinnere, hat Patanjali, der offiziell als der Gründer der Yoga-Philosophie angesehen wird, sehr wohl Bezüge zur Religion in den Raja-Yoga-Sutras. Der Yoga ist im Prinzip eine Fortführung der Samkhya-Philosophie. Die zunächst theistisch (religiös) war und die später eher atheistische Züge annahm. Aber die Religion war nicht wirklich tot zu kriegen.

Ich habe gerade einmal nachgeschaut. In den Raja-Yoga-Sutras von Patanjali finder man im 1. Kapitel, Satz 23: Erfolg wird von denen schnell erlangt, die Ishwara (Gott) hingegeben sind.

Und ich wette, dort gibt es noch jede Menge weitere Bezüge zu Gott
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben