K
Katarina
Guest
Ich verstehe die ganze Spiritualität immer noch als Flucht vor dem "normalen" Leben. Als Suche nach etwas, was Halt und Sicherheit im Leben gibt. Sich gedanklich mit irgendwelchen Lehren befassen, statt mit dem wirklichen Leben auseinanderzusetzen.
Das sehe ich inzwischen auch so. Allerdings muß man als Mensch dafür wahrscheinlich erst mal die gesamte "Spiritualitätsrunde" drehen bevor man sich dessen bewußt wird.
Ganz ehrlich, ich verstehe einfach bis heute nicht,weshalb wir Menschen das Denken mitbekommen haben. Mir scheint wirklich, selig sind die geistig Armen.
Aber es gibt auch Menschen, die sich sich ständig neue Sexpartner suchen. Auch dann flüchten sie vor dem normalen Leben. Fehlende Wärme und Liebe im Leben wird mit überaktivem Sex ausgefüllt. Um dann immer wieder zu merken, es fehlt dennoch etwas. Ich kenne so jemanden und er meinte letzens zu mir, er wisse nichteinmal was er wirklich suche ....
Ein guter Freund von mir hat sich nicht ständig neue Sexpartner gesucht, sondern wollte permanent diese Leere in sich mit Sex mit seiner Partnerin befriedigen. Das Ergebnis: er lebt jetzt "gezwungenermaßen" enthaltsam, da sie sich inzwischen total verweigert und er sie aber liebt und nicht verlassen will. Andere Frauen kommen für ihn nicht in Frage. Dennoch: er ist kreuzunglücklich damit. Ich habe ihn mal gefragt, weshalb er denn Sex so dringend braucht und er meinte, dass er nur so sein Nähe-/Zuwendungsbedürfnis ausleben könne. Also, er zumindest weiß, was er mit dem übermäßigen Bedürfnis nach Sex kompensieren will, aber etwas verändern daran kann er auch nicht. Nähe ohne Sex geht für ihn im Moment wohl noch nicht (womit wahrscheinlich sein sexuelles Bedürfnis etwas geringer werden würde).
Katarina