Ja Lichthelfer, ich weiß, daß dies immer wieder von verschiedenen Aufstellern so berichtet wird. Meine Frage: hattest Du selber schon einmal einen solchen Fall und war der/diejenige danach von der Schizophrenie geheilt?
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Es geht mir um klare Fakten:
wie verhinderst Du einen Suizid (und jeder akut Schizophrene ist suizidgefährdet und sei es nur "aus Versehen"), woher nimmst Du diese Unmengen an Personal, die es benötigt, diesen Patienten über Stunden und Tage festzuhalten, zu füttern und zu pflegen (nach ca. 3 Stunden brauchst Du auch Infusionen, weil der Patient dehydriert), wie kommunizierst Du mit ihm, wieviele Patienten (in dieser Situation) hast Du schon heilen können ... ?
Selbst bestens ausgerüstete Akutstationen müssen alles aufbieten, um solche Patienten in den ersten Stunden menschenwürdig zu betreuen.
Also: WIE genau schaffst Du das? (jetzt mal ganz konkret vom Eintreffen des Patienten über die nächsten Stunden und Tage, so daß man sich das genau vorstellen kann)
Nein. Ich bin kein Arzt und ich kann eine Diagnose wie Schizophrenie nicht stellen. Zu mir kommt ein Klient mit einem Symptom, z. B. "Manchmal übermannt mich ein Krampf und ich kann nicht mehr denken und nur mehr wild um mich hauen"... Dann stelle ich die Ursache dafür auf. Es interessiert mich dabei nicht, ob es Schizophrenie oder ein Husten ist. Verstehst du was ich meine... ich gehe nicht mit einer vorgeformten Lösung in die Aufstellung bei dem und dem Symptom. Es ist immer anders. ... Wie schon oben erwähnt kommt es gehäuft vor, dass man bei Schizophrenie sowohl mit einem Opfer als auch mit einem Täter aus dem Familiensystem identifiziert ist und das zu unvereinbaren Spannungen führt. Z. B. kann der Opa irgendwo im Krieg vergewaltigt, gemordet oder geplündert haben und dieses Trauma weitergegeben haben und gleichzeitig wurde z. B. eine Tante vergewaltigt und dieses Trauma wirkt über die Mutter auf den Klienten. Täter und Opferrolle in einer Person. .... es ist wirklich nur ein mögliches Beispiel und es ist bei jedem Fall individuell.
Keine Ahnung, ich hatte noch keinen.
Es gibt sicherlich zahlreiche Attributionen, sowohl bei Gesunden als auch bei Kranken, warum man sich wie verhält ...
Nimm mal den Fall eines Verhaltens in einer Situation (irgendeines, ganz egal, was): was würde die betroffene Person über ihr Verhalten sagen, wie würden ihre Eltern das Verhalten begründen, wie würde der (evtl.) Therapeut das sehen, dann die Arbetiskollegen, die Freunde, schließlich Fremde, die nur das Verhalten beobachtet haben ... .
Wahrscheinlich würde jeder das ausgewählte Verhalten komplett anders sehen (von neutral bis anklagend bis entschuldigend usw,) ... und jetzt? (hat irgendeiner Recht, haben alle Recht oder Niemand?
Ich denke mal, wenn ich irgendetwas als Ursache ansehe, stimmt das in dem Augenblick so für mich, kann aber in Jahren ganz anders sein - vielleicht sollte man das ganze aus einer ganz anderen Perspektive sehen?
Ja Lichthelfer, ich weiß, daß dies immer wieder von verschiedenen Aufstellern so berichtet wird. Meine Frage: hattest Du selber schon einmal einen solchen Fall und war der/diejenige danach von der Schizophrenie geheilt?
Das ist so ein menschenverachtender Humbug, daß mir schlecht wird!!!
GENAU, sonst würdest Du diesen ganzen Unsinn nicht schreiben!

Ich bin der Meinung, dass gerade das auch wichtig ist. Der Hintergrund. Warum etwas so ist, wie es ist. Ich verbinde das auch mit einem Prozess, einem Auflösen, was zur Gesundung beiträgt/beitragen kann. Wenn ich Kopfschmerzen habe, reicht es nicht, wenn ich eine Aspirin nehme - wenn diese Kopfschmerzen nicht weggehen, guckt oder sucht man doch im besten Falle nach der Ursache?
Es geht ja auch nicht wirklich darum, wie andere das eigene Verhalten sehen, begründen oder was auch immer. Das meinte ich nicht. Also ob da jeder eine andere Meinung hat. Was dennoch vorkommt oder so ist, auch unter Psychologen. Es geht darum, warum es so ist, wie es ist. Und das kommt womöglich letztendlich aus jedem selbst heraus ... wie so oft, wie im Grunde vielleicht sogar alles.