Sai Baba

Da danke ich auch. :liebe1:
Wobei ich eher dazu tendiere es Wirklichkeit als Wahrheit zu nennen - da Wahrheiten m.E. die unterschiedlichen Betrachtungsweisen einer Wirklichkeit sind.
Erst wer diese Wirklichkeit (Ziel) erfaßt hat, ist in der Lage sie dann auch in allen Wahrheiten wiederzufinden.

Das erinnert mich an meinen heutigen Gedanken, als ich in einem Satz mit Spiegelung und Reflektion das Wort "ständig" verwendet habe. Ich beschäftigte mich mit den Kreisen und Raum und sagte, dass ich ständig spiegele. Und da ist mir ins Auge (nein, ins Bewußtsein) gesprungen, dass das Wort "ständig" eigentlich "Stand" beinhaltet. Und das Erstaunliche war, zu entdecken, dass ich spiegele und dass ich dabei mich nicht bewege, sondern im Stand bin (im stande bin, etwas zu machen...). Klasse, da denkt man, dass man sich entwickelt und auf einmal macht man die Augen auf und entdeckt, dass man steht. Wenn das keine Überraschung ist...

So, und jetzt lese ich bei Dir, dass man die Wirklichkeit als Ziel fasst...

Ich habe mal heute Trixi geschrieben, es ist faszinierend, im Forum Gedanken zu entdecken, die sich zwar total verschieden anhören (sich anlesen:weihna1), aber beim tiefen hinschauen entdeckt man auf einmal die Basis. Für mich ist die Basis die Wirklichkeit. Für Trixi ist die Wirklichkeit die Wahrheit. Und für Dich ist die Wirklichkeit die Wirklichkeit. :D Und solange wir von derselben Basis sprechen (ha, das ist jetzt mein Wort :)), ist alles in Butter...:clown: :liebe1:

Natürlich wäre das Optimum (hoppla, da sitzt Opti drin!:)), dass wir alle in der Basis-Sprache kommunizieren. Aber das ist es ja das Ziel. Und dann schwupps - sagst Du, das ist Wirklichkeit. Und schwupps, da gehen auf einmal Lichter an...

Und weisst Du, warum Deine Postings, Sat, mich oft umhauen?

Weil für dich eben Wirklichkeit die Wirklichkeit ist. Derjenige, der klar denkt, schreibt auch klar. Und Klarheit ist etwas sehr kostbares. Du hast ein Schatz in Dir.


PS Kann es sein, dass sich auf mich jetzt etwas von Trixi-Schreibstil abfärbt? Hey, Trixi, wenn sich etwas auf mich von Dir abfärbt, ist das endlich mal Reflektieren und nicht Spiegeln, wovon Du schwärmst... :liebe1:
 
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Durch Menschen, die eine "Krücke" brauchen.
Denn mehr ist ein Guru nicht. OK, der Baba und noch ein paar andere haben das gesehen und gesagt: "schaut her, ich bin die ultimative Gehhilfe für Euren Weg. Ich habe die Weisheit, die Ihr braucht, um gehen zu können"
Andere werden zu Gurus gemacht.
Nicht nur andere - sondern alle die, die sich selbst dafür entschieden haben diese Rolle spielen zu wollen, ohne jetzt hier auf die einzelnen Bewegründe eingehen zu wollen. Das ist nämlich nochmal ein kapitel für sich.

Also warum dann solche Leute einer Be-Ur-Teilung unterziehen - die einen selbst doch wohl dann gar nicht betrifft ?
Schließlich betrifft es nur die, die sich ihren Guru selbst machen und aussuchen (jedweder Art) - Also sollen sie auch die Konsequenzen - welche auch immer - dann auch selbst auslöffen.
Was geht es *mich* dann an was (angeblich oder nicht) ein Sai Baba, Osho oder wer auch immer mit wem was macht ?

Spielt man sich gerade da nicht schon selbst zum *Guru* auf, wenn man meint andere vermeintlich *aufklären* zu wollen ??

Dem was du im weiteren sagst, stimme ich auch ohne weiteres zu.

Mir persönlich wäre es lieber, wenn man helfen könnte, ohne das dem "Geholfenen" je bewußt wird, daß da mal ne "Krücke" namens Sage war.
Schließlich will ich mir nicht die Haare durch ne Dauerwelle verderben müssen und wallende Gewänder sind soo unpraktisch.
Sehr schön - nur die meisten wollen sich ja garnicht wirklich helfen lassen, und sind sich dessen meist selbst noch nicht mal bewußt. Die brauchen dann solche Leute regelrecht.
Dafür brauchst du dir dann gar kein Gewand anzulegen und ne Dauerwelle machen zu lassen. Das geht auch ohne.:)

Meinst du dann aber nicht auch, das die *wirklichen* Gurus das auch für wünschenswert halten könnten ? - und versuchen das ihren *Anhängern* (wie auch immer) begreiflich machen zu wollen.
Wie soll man das aber beurteilen können - ob dem so ist oder nicht -, wenn man den persönlich selbst gar nicht kennt, oder er dann *meine* Erwartungen dieser *Hilfe* nicht erfüllt.

Es gibt diese Scharlatane - ohne Zweifel - Aber die kann nur jeder für sich selbst erkennen.

Die gibt es nämlich nicht nur unter den lebenden *Meistern*.
So einige *aufgestiegene* haben es auch faustdick hinter den Ohren.
Und sogar unter den lichten Wesen der Geistführer gibt es durchaus auch Irrlichter.

Aber ich vermute mal, diese *Anhänger*schaften nehmen in diesem Bezugspunkt dann wohl den gleichen Standpunkt inklusive Begründung ein, wie die anderen auch. :)
 
Würde sich ein Indianer deutsche Kräuter schicken lassen, um seine Wohnung in Arizona oder South Dakota, von negativen Energien zu reinigen?
Wohl kaum. Denn er weiß, daß die "bösen Geister", die sich dort aufhalten, nicht aus Deutschland eingewandert sind und deshalb " exotische" Kräuter keine Wirkung auf sie ausüben können. Das alles hat etwas mit Schwingungen zu tun und die sind nun mal am anderen Ende der Welt anders als hier.
Was das, bezogen auf Gurus, bedeutet? Vielleicht , daß die Schwingungen zw. einem indischen Guru und einem Westeuropäer nicht harmonieren können. Eben aufgrund der geographischen Entfernung.

Prinzipiell stimme ich dir zu. Mann muss nicht um die ganze Welt reisen, um sich hier zu helfen. Anthroposophen, als aktuelle Vertreter westlicher Mystik, reden auch gerne davon, dass Mitteleuropäer anders ticken, als zB Asiaten und deshalb bei uns ein westlicher Weg angebracht ist... Mir ist es aber zu eng, mich auf den Kulturkreis zu beschränken, in dem ich gelandet bin. Zumal diese Beschränkung bei vielen Menschen dazu führt, die Welt nur aus der Perspektive des eigenen kulturellen Standpunktes betrachten zu können. Von daher ist eine Weltreise eine gute Idee, um aus einer Perspektive zu einer Rundumschau zu kommen...
Übrigens hab ich erst kürzlich einen Erfahrungsbericht einer Deutschen gelesen, die eine chronische Krankheit durch einen Lakota-Schamanen geheilt bekam. - Also die fremden Kräuter und die Geister, die dort tanzen sind für alle wirksam, wenn Offenheit da ist. Und es geht ja ÜBERALL, wo grundlegende Heilung geschieht um Reinigung und Öffnung ... da kannst du dich in der Prärie in eine Schwitzhütte setzen oder im Ashram Mantras singen, und als Katholik im Kloster abtauchen und beichten und beten...
 
Und wo in mir find ich diese Worte? Wo drücken sich meine Eindrücke aus?

hihi, in den Fingerspitzen?

mal gerade die linke Hüfte fragen: oh, sie ist gerade bei der rechten zu Besuch und ruht sich da aus. Sie hängt grade ab- ich frag sie morgen, wenn es okay ist.

:liebe1:

............................
spass beiseite, ich denke die Worte kommen aus dem Autoren dieses Textes. Aber die Wortfindung im Autor kann nur über einen Kommunikationsprozeß laufen. Und mehr weiß ich da jetzt dann leider auch nicht. Ich weiß z.B. aber dass dieser Text Worte anders beleuchten wird im Leser, indem der Text ein einheitliches Dia in jedem Leser öffnet, das dann dem Leser zeigt, was in ihm der Mensch ist. Zwar energetisch unterschiedlich gebildet, aber an der gleichen Stelle im Gefühl für das Leben verankert. Im Grunde ein Text, der eben nicht aus dem Leben gebildet ist, sondern aus der Zeit. ich stottere hier- ich habe diese Worte nicht. :clown: (kann man wohl auch nicht haben, man muß sie wohl schreiben.) ah ja und wo Du die Worte findest, da hast Du von mir ja 79 Seiten zu und besser kann ich das nicht ausdrücken, fürchte ich. Wohl aber konkreter und knapper, das ist schon wahr. Naja, ich warte mal ab, was sich bildet in mir. Den Lernenden beobachte ich ja mit Eifer.
 
Ich stelle mir vor, da sitzt ein ganz ganz gütiger Mensch und der ist der oberste Affe der Menschen. Da gibt es logischerweise zu jeder Zeit Einen von, von diesen Ober-Affen, aber sie werden eben nicht zum irdischen Führer ausgebildet in der bisherigen Zeit unserer Zivilisation. Kofi Anan war mal einer, der das versucht hat in dieser kriegerischen Zeit.

Aber der Mann hat den Text nicht gebracht. Letztlich nicht, es ist nicht Friede eingekehrt und die Regierungen der Erde führen Krieg und bedienen sich zum Rückhalt ihres Glaubens. Und das ist so nicht okay. Das Gefüge ist einfach nicht angemessen für die heutige Zeit. Unsere Zeit ist aber nur so gebildet wie die Sprache. Und daher strebe ich persönlich da seit einigen Jahren schon in die Breite ohne eigentlich zu wissen, warum. Ich habe noch immer auch das Buch nicht verstanden über das Schreiben, das ich gelesen habe, es wirkt noch immer in mir, aber bis auf die rechte Hand am Ringfinger bin ich bis auf die Fingerspitzen durch mit dem Buch. In den Füssen ist es eh, weil es wohl irgendwie aus denen gelesen wird.

Da fällt mir die Nikolaus-Socke wieder ein, die fehlende inhaltliche Süsse auch mit roter Farbe nicht wett machen kann. (Das weiß man dann, wenn die anderen Kinder Süßigkeiten kriegen und man selber nicht, weil man keinen Zucker essen darf. :clown: )
 
Ich kenne die Ansichten indischer Yogis zum Thema Körper, damit hab ich mich einige Zeit lang auseinandergesetzt, du darfst also drauf vertrauen, daß nicht die Blinde von der Farbe redet, wenn ich jetzt gleich weiterquassle . Also. Wir kommen der Sache noch einen Schritt näher (das ist jetzt endlich die Ebene, auf der Austausch erstens Sinn hat und zweitens Spaß macht). Zu dem fettgemachten Satz hörst du von mir einfach "nein". DAS ist Maya, diese Ansicht haargenau ist Maya, darin besteht die Täuschung, Pyare. Und über genau diese Täuschung ist der Buddha hinausgegangen. Deshalb heißt es im Prajnaparamita-Sutra, Form ist Leere und Leere ist Form und Leere ist nicht unterschieden von Form. Deswegen schreiben all die Lamas ellenlange Abhandlungen und erzählen stundenlang Geschichten über das konventionelle und das Letztliche Bestehen, um am Ende zu erklären, daß Samsara und Nirvana nichts voneinander Geschiedenes sind, sondern LETZTLICH dasselbe. Es gibt nix jenseits. Es IST, ALLES. Reines bewußtes Sein. Und da ist der Knackpunkt. solange du noch glaubst, da gäbe es irgendwas außerhalb, solange kann ein Guruguru sein Abhängigkeitsspielchen spielen und du wirst hingerissen, entzückt und begeistert sein. Und deinen Körper als Tempel erleben und glauben, daß du ihn bewohnst.

Und jetzt kommt der Satz, den ich blau gemacht habe. Da steht es jetzt ganz deutlich lesbar, was ich die ganze Zeit zu sagen versuche. Es gibt nichts schöneres als die Sprache, da kommt alles ans Tageslicht irgendwann. Die Frage ist richtig, Pyare. Warum sollten wir anbeten. Und zwar irgendwas???? Warum? Solange du irgendwas anbetest, betest du irgendwas an, völlig wurscht, was. Du wirst dich immer wieder nur im Kreis drehen, betend. Anstatt im Sein zu sein. Und all die Gurugurus, die lehren einen irgendwas ANZUBETEN. Da tauscht du halt das eine gegen das andere aus, aber du betest an. Auf dem Altar eines buddhistischen Mönches steht ein Buddha, richtig, aber ER BETET IHN NICHT AN. Er steht dort, um ihn daran zu erinnern, daß er das selber ist. Erst wenn du aufhörst, was anzubeten, wirst du frei SEIN können.


Ok. Das ist gut. Sehr gut. Laß uns das auseinanderpflügen.

Du hast am Ende Recht, daß es nichts gibt, das es anzubeten gilt. Doch ist das erst mal eine Theorie, denn die Einswerdung mit Gott muß ERLEBT werden und sollte nicht aus Wissen bestehen. Nun gibt es auf dem Weg zur Einswerdung bestimmte Schritte, die vollzogen werden müssen. Der erste Schritt ist der der Anbetung. Hier begibt man sich erst einmal in Kontakt mit dem, was man als Gott versteht. Dafür ist eine Form notwendig (also ich rede hier in allgemeinen Termini, wobei ich mir vorbehalte, daß nicht jeder all die Schritte durchwandern muß, je nach Stufe, auf der er steht).
Zuerst also brauchen wir für das Ding Gott etwas greifbares. Etwas, auf das wir unsere Sehnsucht nach Gott, unsere Liebe zu Gott, unsere Gespräche mit Gott richten können. Dafür gibt es dann den Jesus, den Guru oder wen auch immer, der uns das, was wir (noch) nicht greifen können, personifiziert. Wenn wir also richtig Glück haben, dann haben wir eine lebendige Personifikation. Ein lebendiges Etwas, das das verkörpert, das eigentlich ungreifbar ist. Wir kommen also mit einer Liebe, mit einem Mitgefühl, mit einer Akzeptanz, mit diesem tiefen JA, dieser Bedingungslosigkeit in BERÜHRUNG, von der wir bis dato nur gelesen haben, aber gar keinen Bezug zu haben. Wir konnten nur erahnen, was Bedingungslosigkeit sein soll. In der Begegnung mit einem Guru wird diese Bedingungslosigkeit ERFAHRBAR. Diese ERFAHRUNG wird erst mal so erlebt, daß da etwas ist, daß MIR das GEBEN kann. Und sie manifestiert sich innerlich als direktes Erleben von etwas, an das man bisher nur *blind glauben* konnte. Jetzt ist es wirklich da! Das alleine ist schon ein absolut kraftvolles Erleben.

Dann beginnt der Prozeß des Betens, des Mitteilens, des Bittens. Dann geschieht das Wunder der *Antworten*. Etwas ist also in Bewegung gekommen, etwas, das sich immer mehr bewußt wird über seltsame Vorgänge. Und etwas in uns erfährt, daß Gott lebendig ist, NICHT oben im Himmel sitzt und uns vielleicht gar nicht hört, sondern daß er direkt hier und ganz nah ist.

Nach einer Weile praktischer Meditation spürt man dann innerlich, daß da etwas erweckt wurde - und dieses etwas ist jetzt spürbarer als vorher. Man merkt, während des Vorgangs des Betens, daß man eigentlich mit etwas IN einem spricht, und nicht mit etwas nach Außen gerichtetem. Es besteht jedoch immer noch Dualität, Gott in mir, und ich hier draußen.

Und so weiter geht der Prozeß.

Man kann also nicht direkt mit der EINHEIT anfangen. Es geht Schritt für Schritt IN die Einheitserfahrung, die ja auch oft nur sporadisch vorherrscht, aber man hat schon mal einen Einblick darein. Mir ist wohl bewußt, daß es kein Darein und Daraus gibt, aber weil es so erlebt wird,beschreibe ich es jetzt so. Ich muß versuchen, etwas in Worte zu fassen.

So. Und jetzt haben wir Gurus, die eine bestimmte Sorte Schüler anziehen. Das ist das Gesetz der Resonanz. Ist die eine Stufe erklommen, kommt eventuell auch ein anderer Guru dran.

Nun ist Sai Baba ein Sadguru. Sprich Weltenlehrer. (Ich sag das jetzt mal so, kann ja glauben, wer will).
Die Menschen, die zu ihm kommen, sind von ihrem Bewußtsein her breit gefächert. Da kommt der abergläubische Dorfbewohner zusammen mit dem Professor aus England, der weit fortgeschrittene Spirituelle mit dem Nachbarn von nebenan zusammen. Sai Baba deckt in seiner Lehre alle ab. ALLE Stufen.

Wenn er also sagt: "Wenn Ihr *diesen Körper* anbetet." Dann ist das an die gerichtet, die mit Beten beschäftigt sind und die er nun auf eine höhere Stufe aufmerksam machen will.
Die, die auf dieser Stufe schon stehen, überhören den Satz, weil er für sie nicht mehr relevant ist. Das Interessante bei Baba für mich war auch immer, daß ich z. B. am Anfang auf Texte und Berichte von ihm gestoßen bin, die genau meiner Entwicklung zuträglich waren. Als ich fortschritt, *sah* ich erst das Buch in demselben Regal, ebenso von Baba, mit anderen Inhalten!
So ist es auch mit seinen Reden. Wir hören das, was wir empfangen können. Da können ganze Sätze von ihm einfach nicht gehört werden....."Was? DAS hat er auch gesagt?"

Was Deinen allerletzten Satz betrifft, JA. ABER dieser Mönch ist auch schon soweit, daß er das erfaßt hat.

Und hier kommt also Dein Statement nochmal zum Vorschein: Form ist Leere und Leere ist Form und Leere ist nicht unterschieden von Form.

Letztlich ist Gott ALLES, und trotzdem, um DAS zu erfahren, muß man schon auf der Leiter erst mal die erste Stufe nehmen. Sag das mal Deinem Nachbarn, der denkt, Du hast nen Knall. SO kann man ihn nicht erreichen.

Immer da abholen, wo der Mensch steht.

ICH z. B. stehe in meiner Entwicklung da, daß ich mich noch in der Annahme all dessen,was in mir vorgeht, zu üben. Kommt ein Gefühl, nehme ich es wahr, umarme es und es verschwindet. Puff. Je nach Gefühl ist es lediglich ein Anzeiger für meine Treue zu mir selbst. Hat aber NIEMALS mit dem anderen Menschen zu tun, wie es eben oft wirkt. Immer nur mit uns selbst. Der Körper ist ein spannendes Instrument, ganz sicher, der Verstand auch - letztlich kann das SPIEL nur so funktionieren! Keine Frage. Aber ICH bin trotzdem nicht das Auto. :-))))
 
Das Wort Devotion bringt ja nun schön die Polarität zum Ausdruck, die diesen Thread hier zum Renner macht.
Wenn ich mir das Video betrachte, welches Denska nochmal an die Oberfläche geholt hat, dann mag ich mich nicht identifizieren mit den sehnsuchtsverzehrten Gestalten, die nach der Aufmerksamkeit ihres Gurus lechzen.
So wie Pyare die Beziehung zum Guru erklärt, gehen da aber innere Bewegungen vor sich, die nicht auf einem Video darstellbar sind. Und die möchte ich mal nicht unterschätzen.

Ergebenheit, Hingabe ------------- Unterwürfigkeit Gefügigkeit

das sind zwei Seiten eines Begriffs.

Ein Guru hat die Aufgabe, den Devotee zur "Aufgabe" zu bringen. Das ist ja das Geheimnis der mystischen Einswerdung, dass dieses vielzitierte Ego ausgelöscht wird... In einem Erfahrungsbericht von einem Osho-Jünger wird das auch ausführlich geschildert, wie jeglicher persönlicher Stolz systematisch gedemütigt wurde. Bei Irina Tweedie ist zu lesen, wie sie bei ihrem Sufi-Guru bitter gelernt hat, alle persönlichen Eitelkeiten aufzugeben. Um nur mal zwei zugängliche Beispiele zu nennen... Der Kreis MUSS um den Guru (der leer bzw. gotterfüllt ist) gezogen werden, denn der Devotee braucht diesen Mittelpunkt als Ziel der Hingabe, die eben in diesem Prozess angestrebt wird. Wenn das im besten Fall irgendwann gelingt, dann wird IM Devotee diese Kraft aufgehen, die er beim Guru zuerst erspürt hatte. Die Wege mit Guru sind nicht die einzigen gangbaren, aber, wenn sie nicht dazu führen in den Willenssog eines andren Egos zu geraten, immerhin möglich.

Jeder mystische Weg führt in die Hingabe. Es wird hingegeben, was Maya ist und der Zugang zur Kraft des reinen Seins geöffnet. Der eigene Wille geht in den Schöpferwillen über. Das ist auch der Grund, warum mit einem hingegebenen Moslem nicht zu diskutieren ist, denn über Hingabe lässt sich nicht diskutieren. Er spürt ja die Kraft und Führung in sich, die ihm Beweis ist. Wie gesagt, die Gefahr liegt darin, dass man sich neuen Programmen hingibt, die alte ersetzen, dass man hörig wird für den Willen einer politischen Gruppierung oder einer Sektenideologie oder dem Meisterego.

Wahre mystische Einswerdung ist aber ein Weg in die absolute Freiheit.

Liebe Saraswati,

hier hast Du sehr schön auf die zwei Seiten der Medaille aufmerksam gemacht. Und Du hast Recht, die INNEREN Prozesse lassen sich nun mal nicht auf Video aufnehmen, und lassen sich auch nicht erkennen für z. B. einen Sektenbeauftragten der evangelischen Kirche, der für zwei Tage nach Puttaparthi beordert wird. Abgesehen davon, daß er ja eh schon mit einer Aufgabe hinfährt.

Wenn das im besten Fall irgendwann gelingt, dann wird IM Devotee diese Kraft aufgehen, die er beim Guru zuerst erspürt hatte.

Genau DAS will ich die ganze Zeit vermitteln!

Der eigene Wille geht in den Schöpferwillen über. Das ist auch der Grund, warum mit einem hingegebenen Moslem nicht zu diskutieren ist, denn über Hingabe lässt sich nicht diskutieren. Er spürt ja die Kraft und Führung in sich, die ihm Beweis ist.

Und hier finde man die Begründung, warum Diskutieren oder Argumentieren für mich keinen Sinn macht.

Danke für Deine Beiträge.
 
Prinzipiell stimme ich dir zu. Mann muss nicht um die ganze Welt reisen, um sich hier zu helfen. Anthroposophen, als aktuelle Vertreter westlicher Mystik, reden auch gerne davon, dass Mitteleuropäer anders ticken, als zB Asiaten und deshalb bei uns ein westlicher Weg angebracht ist... Mir ist es aber zu eng, mich auf den Kulturkreis zu beschränken, in dem ich gelandet bin. Zumal diese Beschränkung bei vielen Menschen dazu führt, die Welt nur aus der Perspektive des eigenen kulturellen Standpunktes betrachten zu können. Von daher ist eine Weltreise eine gute Idee, um aus einer Perspektive zu einer Rundumschau zu kommen...
Übrigens hab ich erst kürzlich einen Erfahrungsbericht einer Deutschen gelesen, die eine chronische Krankheit durch einen Lakota-Schamanen geheilt bekam. - Also die fremden Kräuter und die Geister, die dort tanzen sind für alle wirksam, wenn Offenheit da ist. Und es geht ja ÜBERALL, wo grundlegende Heilung geschieht um Reinigung und Öffnung ... da kannst du dich in der Prärie in eine Schwitzhütte setzen oder im Ashram Mantras singen, und als Katholik im Kloster abtauchen und beichten und beten...



Flieg Du mal ohne die notwendigen Impfungen nach Mexico oder Ägypten oder irgenwohin nach Asien.
Selbst wenn die notwendigen Impfungen stattgefunden haben, gibt´s die Empfehlung bloß nix essen oder trinken.
Alter englisher Spruch: Cook it, peal it oor forget it.
Ei Lehrer von mir flog nach Ägypten und trank dort bei einem Bauern Tee. Noch 6 Jahre danach hatt er sich von den gesundheitlichen Folgen nicht erholt.
Viele Menschen hierzulande sind gegen exotische früchte allergisch.

Außerdem glaube ich, daß all die, die ihr Heil in fremden Religionen suchen und zu finden glauben, dies alles hier finden könnten, wenn sie sich nur halb so intensiv darum bemühen würden und bereit wären, halb so viel Strapazen auf sich zu nehmen, wie sie bereit sind, dies für die exotischen Glaubensbekenntnisse zu tun.

Fragt sich, welche Pflanzen der Lakota Shamane benutzt hätte, wenn er in Deutschland gewesen wäre...


Sage
 
Liebe Kinnarih,
es war der Letzte weil ich da erst richtig verstanden habe was es bedeutet, Gott in uns. Und damit war seine Aufgabe wohl beendet.
Ich verehre Gott oder das Leben, wie auch immer du es nennen willst, Pyare nennt es glaube ich Ur-Essenz, weis jetzt nicht mehr genau, immer noch, aber das ist in dem sinne kein anbeten sondern
ist reine Liebe und Dankbarkeit Ihm gegenüber, eigendlich ist es eine Selbstliebe, aber ich habe keine Worte das zu beschreiben was ich wirklich fühle, es ist ein Paradoxon und ich weis nicht wie ich das erklären soll, aber wenn du mit dem Herzen lesen , hören und schauen kannst, dann verstehst du was ich meine.
Pyare meint Gott, das Leben die Ur-Essenz, nicht die Form noch Sai Baba , du mußt mal richtig zuhören und nicht urteilen.
Ich glaube keiner kann die letztendliche Wahrheit abstreiten und die ist gemeint.
mfg
Sole

Liebe Sole,

es ist reine Selbstliebe ... damit hast Du den Nagel auf den Kopf getroffen. Und ja, es IST ein Paradoxon, weil der Guru nur ein nach außen verlagertes Phänomen ist, welches Stück für Stück nach innen transportiert wird. Und ist es nach innen transportiert, bleibt die Dankbarkeit für den Prozeß, bei dem der Guru ausschlaggebend war. Warum sollte man den, der einem geholfen hat, verschmähen? Und warum sollte man an dem, der erfolgreich mit einem gearbeitet hat, bezweifeln? Das wäre wirklich ein Widerspruch.
 
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