Sai Baba

wißt ihr wo ich immer das Problem habe? Der Guru-Gläubige der schreibt immer aus seiner Identifikation mit der Lehre hinaus und mit dem Meister. Diese Identifikation ist bei mir längst beim Herrgott selber angekommen und da steht die jetzt rum und schaut ihn an und er fragt: "na, was willst Du denn schon hier?" Und dann sag ich: "och, der der auf mich aufpassen sollte, der ist gerade mit dem Thema Mutter- und Vaterliebe beschäftigt und kann mir seine Aufmerksamkeit gar nicht vollends widmen und daher dachte ich, ich komm mal hier vorbei. Ist ja besser als die spirituelle Playstation Gaia, die Du da unten gebaut hast. Die haben das wohl noch nicht so ganz begriffen, worum es da eigentlich geht für Kinder. Die machen sich da was rund um Worte, die Erwachsenen, nennen das Kommunikation und wollen sich verbinden, weil sie so verletzt sind, suchen sie sich Wege- versteh ich ja. Nur sollen sie mich bitte damit in Ruhe lassen, ich will spielen. Hier und Jetzt." "naja gut", sagt der Gott, "dann spielen wir halt".

Und Gott greift mir dann nicht in den Schritt, wenn ich das so sagen darf. Wenn ein Mensch das nicht tut, dann entstehen auch keine Nachrichten. So mal eine Anti-These, die vielleicht etwas energetisch und universal bewußter ist als nix genaues weiß man nicht.
 
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da frage ich mich die ganze Zeit: wo ist denn meine Roksenia.
Fast hätte ich geantwortet: „Hier, bei der Arbeit…“ Doofer Spruch, aber sitzt fest…
Und dann lese ich diesen Text und frage mich: wo ist mein Roksenia?
Oh, ein Kompliment? Danke schön!:liebe1:

Wo hast Du bloß Dein sprachliches Talent her?
Du Mausi, sobald Du anfängst, mehr Komplimente zu verteilen, habe ich immer komischer Weise sofort Bedürfnis, einen Anwalt konsultieren zu müssen, bevor ich darauf antworte…

Ganzheitlichkeit der Lehre- das bietet eben nicht jede Lehre an. Nur eine Lehre, die sich um den Menschen dreht, kann letztlich ganzheitlich sein. Und um dessen wahres Wohl wird heute mehr geschwiegen denn je. Es wird viel über den Geist des Menschen geredet und über Seele etc., aber der Mensch interessiert eigentlich jetzt doch eher wenige.
Jou, Verständnis um die Welt war falscher Ausdruck. Verständnis um den Menschen ist korrekt ausgedrückt. Denn der Mensch IST die Welt. Darauf zu greifen ohne die Basis zu kapieren war wohl zu schnell gehandelt von mir in diesem Fall. Gebe Dir hier widerstandslos recht in dieser Korrektur.

Bestimmte Dinge sind aus der Ganzheitlichkeit ganz einfach ausgenommen und das ist der Griff an das Genital eines Menschen. Unsere Gefühle weisen uns darauf hin, daß das so nicht in Ordnung ist. Und wenn wir unseren Gefühlen nicht trauen, an was sollten wir uns sonst ganzheitlich orientieren?
Eine sehr gute Frage. Das will ich mal weiter führen. Stellen wir uns vor, der Mensch merkt, dass er seinen Gefühlen nicht trauen kann. Dass sie ihn immer irgendwohin in eine Sackgasse / zu einem Problem führen. Erstens ist es eine Wirklich gute Sache dies zu bemerken! Das ist das Erkennen der Symptomen und derer Analyse. Die Krankheit heißt in diesem Falle: „Unfähigkeit, ganzheitlich leben zu können“. Man realisiert erst mal die Symptome. Danach erfolgt der Schritt, bei dem man erkennt, dass die Ursachen für die Krankheit mit den Symptomen nichts zu tun haben. Danach realisiert man die Ursachen selber usw. usw. Ich denke, Maus, dieser Weg ist unaufhaltsam, obwohl es auch recht langsam sein kann.

ja, genau. Man spürt ein Defizit und das will aufgefüllt werden. Und ein abgedrehter Guru kommt da dann gerade recht, damit man nicht selber aktiv werden muß. Ein wahrer Guru wird den Schüler erst mal gehörig auf Grundeis setzen, meine ich. Und nicht ihn abheben lassen.
Ich denke auch, dass es sich so gehört. Obwohl... Es gibt bestimmt auch Schüler, die nicht unbedingt auf Grundeis erstmal gesetzt werden müssen. Wie gesagt, jeder ist individuell…

Aber: das ist wichtig für uns Westler, daß unsere Gurus uns Erden. Der Inder ist anders, der will in der Tat durch seine Lehren gehimmelt werden. Dieses Bewußtsein ist sehr Erden. Für den Inder ist das (an-)Himmeln sicher gut, für uns ist das oft gar nicht nur gut, denn wir sind ja in der Tat hier in diesem Kulturkreis "selbst" gefragt. Das Selbst spielt in Indien jetzt nicht so die grosse Rolle... im Gegenteil, man läßt es einfach, gell? Nicht Ego, Ich, Selbst, Höheres Selbst, transzendentales Selbst etc. Das ist in Indien nur Teil eines Textes, auf den der Inder guckt. Er erkennt: aha, ein Programm, das mich programmiert. Und daher liest er nicht, er guckt auf den Text. (nicht bewußt natürlich, aber energiekörperlich. Der indische Typ fährt in den na-dis. Und nicht in den Meri-Dia-nen. Das Bild selber ist Gott. Daher muß man sich auch keines machen und darf sagen: ich bin Gott. Aber der Westler versteht das nicht, solange er Gott anbetet und nicht vor ihm steht, sondern vor einem Bild eines gurus.)
Deine Gedanken in Bezug auf „Inder als Programmierer“ find´ ich cool. So habe ich das noch nicht gesehen...


jaja, Tratsch ist ein sehr guter Ausdruck in diesem Zusammenhang. Wenigstens was die Fähigkeit durch Kommunikation zu Lösungen zu kommen angeht.
Da möchte ich widersprechen. Weil ich aus meiner eigenen Erfahrung noch nie zu einer Lösung gekommen bin, wenn ich Tratsch und Lästern höre.

Ein Glauben nimmt ja dem Menschen die Notwendigkeit weg, sich wirklich bis ins Letzte selberdenkend und -fühlend mit dem Universum auseinander zu setzen. Das ist ja sehr praktisch: da kommt jemand und sagt: es ist für mich so und so. Und dann liest man (wie z.B. bei Pyare): Du siehst da etwas falsch.
Da halte ich mich lieber raus… ;)

Und das ist natürlich wieder sehr k-indisch im Verhalten. Ganz allgemein ist das sehr kindisch, ein kindisches Verhalten.

"Meine Biographie sagt mir, daß ich recht habe.". tja, aber wo ist die linke Seite meiner Biographie, die Seite, auf der ich betuppt worden bin und eingedöst bin in einer modernen Vakuum-Verpackung für Süsse-Süchtiges Bewußtsein?

Wo ist die Seite da?
Und da auch…
Ja, Du hast recht und es ist logisch diese Seiten (ach so, sie werden doch mit „e“ geschrieben?!) in allen Menschen finden zu können. Ich habe ja z. B. meine eigene Abhängikeit mit LN beschrieben.:) So wie ich verstehe, möchtest Du mich gerechter Weise hinweisen, dass alle Beteiligten ihre Argumente auf Abhängigkeit prüfen sollen. Das ist natürlich fair. Nur ist mir aufgefallen, dass die (ehemaligen) Anhäger von einem spirituellen Lehrer niemanden persönlich angreifen und sich im Endeffekt verteidigen. Angriffe erfolgen immer von der anderen Seite. Da ein Mensch durch seine Bindungen und Verwicklungen verwundbar ist (kann am eigenen Beispiel in der Vergangenheit bestätigen), ist es logisch anzunehmen, dass solche Angriffe irgendwann verletzen und die eigene Subjektivität, die eigentlich mit Objektivität harmonieren sollte, flöten geht.

Im Herzen spiegelt sich das übrigens wieder durch das 4-Kammersystem. Wenn man nur mal die beiden Herzseiten hernimmt, dann ist der sexuelle Liebes-Kreislauf, also der "Komplex" des Menschen nicht der gleiche wie der geistige Kreislauf, der unseren Brennstoff (Liebe, Sauer-Stoff, also nicht innerlich sauer, sondern stofflich ;-)) aus der Umwelt aufnimmt und die Lösungen bereitstellt. Aus dieser großen Lehre, die uns umgibt nimmt der Körper die Luft auf. Aus der Lehre die wir nicht kennen, die wir nur sehen können als Maya. Aber wenn man willig ist, also denkend, und nicht in manchen Bereichen willenlos, also gläubig, dann hört Lernen auch nie auf und Ekstase währt ewig. Weil dann ist man im Hier und Jetzt.
Willig – also denkend… :clown: Ja, das hört sich gut an.

Das ist letztlich eine Frage des Umgangs mit sexueller Energie, die wiederum mit Sex nix zu tun hat.
Aha. Und jetzt versuche mal das der Gesellschaft zu erklären, die, wie Du ja selbst gesagt hast, die Ganzheitlichkeit nicht sehen will und dafür nur die Teile (wie war das mit Genitalien? :)) nimmt, die einfach anzuwenden sind. Also sind die persönlichen Angriffe über einen spirituellen Lehrer eine reine Teil-Interpretation. Während die Schüler zumindest am Anfang versuchen, die Prinzipien der Ganzheitlichkeit in der Argumentation anzuwenden. Wäre aber jetzt mal reine Spekulation von mir. Denn ich kann auch nicht abschätzen, was in JEDEM Kopf eines solchen Schülers abgeht.

Und auch nicht mit dem Erwecken einer Kundalini. All das ist nicht das, worum es geht. Es sind ja nur Worte im Maule Gottes und es sind ein Rohr und ein Kolben. (Und wer die Finger nicht bei sich behalten kann, der erntet Geschichten. Wie man an der schreibenden Trixi Maus sieht.)
Oder die Geschichte erntet ihn…;)
 
Liebe Roksenia!

Deine Worte klingen in der Theorie ja ganz schön. Nun schauen wir uns mal die Praxis an: Ich habe 3 Kinder, jeder von ihnen hat, sagen wir mal in den letzten Jahren 10 verschiedene Lehrer an verschiedenen Schulen gehabt, 25 MitschülerInnen mit Geschwistern und Eltern.

Jedesmal, wenn mein Kind das Haus verlässt, um sich in die "Obhut" von Schulen, Eltern der FreundInnen, Kindergarten oder sonstwas zu begeben, müsste ich VORHER intensivsten prüfenden Kontakt mit allen Beteiligten (das müssten nach meiner Rechnung mindestens 200 Personen sein), um MIR PERSÖNLICH eine Meinung zu bilden.

Dann, und nur dann dürfte ich sie dorthin lassen. Liebe Roksenia, meine Kinder hätten dann wahrscheinlich erst im Greisenalter den Kindergarten besuchen können, weil Mama damit beschäftigt war, sich über jeden persönlich eine Meinung zu bilden.

Ergo - Ich MUSS mich auf die Meinung von Institutionen oder anderen - wahrscheinlich vertrauenswürdige Personen - verlassen. Es geht gar nicht anders, die Praxis.

Und das bitte ich Dich zu bedenken, wenn Du meinst, man könne über andere Menschen nicht sprechen, wenn man sie nicht persönlich gut kennt. Unsere kompletten sozialen Strukturen sind auf solche "Versicherungen" aufgebaut, dem Menschen zu glauben, den man kennt - und seiner "Einschätzung" (jetzt wertfrei gemeint) eines anderen ebenfalls zu vertrauen. Sonst bliebe uns nichts anderes übrig, als auf einer einsamen Insel zu leben.

Liebe Grüße
Reinfriede

Hi liebe Reinfriede,

ich würde mit Dir gerne weiter über das Problem der Abgabe der Kinder in Obhut der industriellen Gesellschaft reden. Aber das hat jetzt wieder zu weit vom Thema gelenkt. Sage hat geschickt eine Ablenk-Frage gestellt, was ich zwar bemerkt habe aber doch an Reaktionen von Eltern nicht gedacht habe und schon sind wir durch meine Antwort wieder vom Thema weg. Eigentlich sollte man dann meine vorherige Antwort löschen. Denn dadurch habe ich in Dir noch eine andere Verbindung erwischt, die sofort empfindlich reagiert hat. Wie eben eine musikalische Saite. Wenn Du willst, kannst Du dann ein neues Thema aufmachen, dann kann ich mich dazu äußern. Aber hier sollte eigentlich diese meine Antwort rausgelöscht werden, um nicht weiter vom Thema ablenken zu lassen.

Sorry, ich hätte die Frage von Sage ignorieren müssen.

Liebe Grüße
Roksenia
 

Hallo sage,
wenn dein Weg der ist andere zu beleidigen die anders denken als du oder die Erfahrungen die sie gemacht haben, mit Füßen zu treten ja dann bist du auf den richtigen Weg.
Und das du das als Kompliment nimmst verstehe dann natürlich.
Ich habe keine Lust mich auf diesen niedrigen Level zu unterhalten, darum verabschiede ich mich aus diesem Thread und wünsche euch noch fröhliches Hetzen.
Aber Vorsicht, in der indischen Religion heißt es das Gott vergehen gegen sich verzeiht, aber nicht gegen seine Geweihten, und weist du ganz genau das Sai Baba nicht sein Geweihter ist?
Aber ich denke auch das ist dir egal, hauptsache niedermachen.

@ Narr, ich meine die, die Sai Baba als ein Schwarzmagier bezeichnen.
mfg
Sole




Huch, jetzt krieg ich aber Angst...
Erinnert mich an einen Bericht im NLP-Forum. Da behauptet ein Baba-Gegner, daß der Baba ihn verbrennt, er soll ihm, wenn ich´s recht in Erinnerung habe, irgendwelche Groupies mit dieser Massage auf den Hals geschickt haben.
Bisher hab ich das ja als Hirngespinst abgetan, aber wer weiß?

1. Stufe der Sektenmissioniare: Freundlich seine Thesen anbringen, bei Unglauben, weiterhin lächeln und seine Thesen mit "überzeugenden" Argumenten? untermauern. 2.Stufe: Die Quellen von Gegenargumenten als Hetze difamieren, wenn der zu Missionierende weiter darauf beharrt, ihm unterstellen, daß er keine Ahnung hat.
3.Stufe: Wenn das Opfer immer noch nicht weichgekocht ist, wird es beschimpft und mit Höllenqualen bedroht alternativ Karmaandrohung.
Ich habe bereits fanatische BVB-Fans überstanden und die Bay City Rollers-Groupies, laß dem baba mal kommen, mit seiner Matte paßt er sowieso nicht durch den Eingang zu meinem Wohnzimmer.



Sage
 
No da hat sich ja noch allerhand aufschlußreiches getan, wie ich beim nachlesen feststellen konnte.

sole schrieb:
Du wirfst mir Guruabhänigkeit vor,
Nein. Ich erklärte anfangs, wie die Strukturen einer auf Abhängigkeit basierenden Lehrer-Schüler-Beziehung funktionieren, weil es sich bei SB ganz offensichtlich um das Modell einer auf Abhängigkeit basierenden Lehrer-Schüler-Beziehung handelt. Womit noch lange nichts Grundsätzliches für oder gegen eine solche Abhängigkeitsvariante gesagt ist. Denn dieses Modell kann durchaus zu Ergebnissen führen, wenn der Schüler die entsprechende Frequenz hat und das braucht. (Das unter anderem, nämlich daß dieses Modell auch funktionieren kann, hat mich Durgas Gedicht gelehrt). Vorgeworfen hab ich niemandem nichts. Ein weiteres Beispiel dafür, daß man offenbar keinen Austausch haben kann, solange man einen Menschen mit Worten nicht erreicht, weil er gelernt hat, sich Bilder zu machen anstatt hinzuschauen.

aber ich glaube das ist bei dir der Fall.
Das elfte Gebot: Du sollst dich nicht täuschen.


Du bist die jenige die wohl immer noch zu ihrem Lehrer laufen muß weil du entweder dich noch nicht gefunden hast, oder nicht in der Lage bist dich von Ihm zu lösen.
Das ist wirklich interessant, ich meine den Mechanismus, der da abgeht. Nicht nur, daß ein Angriff empfunden und erlebt wird, wo nie einer war, es wird zum Gegenangriff übergegangen, wo kein Gegner steht. Don Quichote läßt schön grüßen. Und es wird wieder ein Bild gemacht, anstatt hingeschaut. Aufschlußreich, nicht wahr. Übrigens trieft diese Aussage natürlich nur so von im Alltagsleben umgesetzter, reiner tiefer Liebe zu allem und jedem (oder hab ich da was falsch verstanden), da man die Göttlichkeit in allem und jedem erkannt hat und seither selbstverständlich stets nach dieser Erkenntnis handelt.

Das ist kein Austausch, und so funktioniert er auch nicht, wollt ich nur erläutert haben, nicht für die Schreibende, denn die erreiche ich nicht mit Worten und niemand anderer auch nicht ;), sondern für die Mitlesenden und Austauschenden.
 
Hi liebe Reinfriede,

Sage hat geschickt eine Ablenk-Frage gestellt, was ich zwar bemerkt habe aber doch an Reaktionen von Eltern nicht gedacht habe und schon sind wir durch meine Antwort wieder vom Thema weg. Eigentlich sollte man dann meine vorherige Antwort löschen. Denn dadurch habe ich in Dir noch eine andere Verbindung erwischt, die sofort empfindlich reagiert hat. Wie eben eine musikalische Saite. Aber hier sollte eigentlich diese meine Antwort rausgelöscht werden, um nicht weiter vom Thema ablenken zu lassen.

Sorry, ich hätte die Frage von Sage ignorieren müssen.

Liebe Grüße
Roksenia

Das muss ich mir jetzt merken - ich beantworte eine Frage nicht, weil sie nicht hätte gestellt werden dürfen, weil sie eine Reaktion auf eine Antwort von mir war, die ich nicht hätte geben dürfen.....:weihna1

So gehts auch.....

Aber ich akzeptiere das, auch wenn ich finde, dass genau DAS das Thema bei Sai Baba ausmacht - glaube ich den Berichten oder glaube ich ihnen nicht?

Du glaubst ihnen nicht, begründest es, wenn Deine Begründung hinterfragt wird, antwortest Du nicht, weils vom Thema abweicht?

Und meinst, Du hättest beim Frager ein Manko entdeckt? *kopfschüttel*

Reinfriede
 
Ich wußte gar nicht, das Sai Baba im Rollstuhl sitzt (mittlerweile). da stellt sich mir die Frage: er kann Ringe materialisieren, sitzt jedoch selbst im Rollstuhl? Wie kann das sein? Sind das zwei verschiedene Dinge: etwas materialsieren - und - seinen eigenen Körper im Griff haben?

Das ist bei den Meistern immer wieder zu beobachten: sie können (ob nun scheinbar oder tatsächlich) einiges bewirken, in ihrer Nähe kann man das Gefühl haben, neben einem energetischen Kraftwerk zu sitzen. Doch am Ende werden sie schwach und sterben. Sie werden oft nicht mal überdurchschnittlich alt. Woran mag das liegen? Wie hängt das zusammen? Wie erklären sie es sich selbst? (in diesem Fall Sai Baba)?

Paßt vielleicht nicht ganz zum Thema?! Soll auch nicht für oder gegen den baba sprechen, ist einfach nur das, was mir aufgefallen (oder eingefallen) ist.
 
Fast hätte ich geantwortet: „Hier, bei der Arbeit…“ Doofer Spruch, aber sitzt fest…
ich finde das einen hervorragenden Spruch. Ora et labora. :liebe1:

Roksenia schrieb:
Du Mausi, sobald Du anfängst, mehr Komplimente zu verteilen, habe ich immer komischer Weise sofort Bedürfnis, einen Anwalt konsultieren zu müssen, bevor ich darauf antworte…
aha, ein Vertreter des Rechts, dann berühre ich vermutlich bei Dir die rechte Seite mehr als die Linke? Oder vielleicht ja auch umgekehrt. Kann ja auch ein linker Rechtsverdreher sein. :weihna1 :weihna1

Roksenia schrieb:
Eine sehr gute Frage. Das will ich mal weiter führen. Stellen wir uns vor, der Mensch merkt, dass er seinen Gefühlen nicht trauen kann. Dass sie ihn immer irgendwohin in eine Sackgasse / zu einem Problem führen. Erstens ist es eine Wirklich gute Sache dies zu bemerken! Das ist das Erkennen der Symptomen und derer Analyse. Die Krankheit heißt in diesem Falle: „Unfähigkeit, ganzheitlich leben zu können“. Man realisiert erst mal die Symptome. Danach erfolgt der Schritt, bei dem man erkennt, dass die Ursachen für die Krankheit mit den Symptomen nichts zu tun haben. Danach realisiert man die Ursachen selber usw. usw. Ich denke, Maus, dieser Weg ist unaufhaltsam, obwohl es auch recht langsam sein kann.
Vielleicht mußte man sprachlich sogar noch anders Formulieren und sagen, daß man "seinem Fühlen trauen soll". Die Ge-Fühle können täuschen, denn sie werden identifiziert. Das Fühlen selber ist nur ein Fluss, gibt eine Richtung im Leben und da meine ich schon, dem sollte man folgen. Und zwar mit polarer Aufmerksamkeit am Besten, wenn man noch nicht viel Vertrauen in sein Gefühl hat. Also sich frage: warum fühle ich so? Und mein Nachbar nicht? Denn so finde ich ja "mich selbst". Wenn ich aber meine Gefühle regelrecht abschalten lasse durch ein listige HIneinfallen durch die Augen eines Meisters in ein anderes Leben, dann ist genau das geschehen, was Michael Ende mit dem Sprung in das Nichts in der Unendlichen Geschichte meint. Das Nichts sind nix anderes als die Augen des Meisters. (voila, eine geschichtliche Erweiterung: geschenkt, weil schon vorhanden, jedoch bisher nicht erkannt- wenigstens in mir nicht bis soeben, da ich's schrieb.)

Roksenia schrieb:
Da möchte ich widersprechen. Weil ich aus meiner eigenen Erfahrung noch nie zu einer Lösung gekommen bin, wenn ich Tratsch und Lästern höre.
das wollte ich im Grunde auch gesagt haben, das ist auch meine Erfahrung.

Roksenia schrieb:
Ja, Du hast recht und es ist logisch diese Seiten (ach so, sie werden doch mit „e“ geschrieben?!) in allen Menschen finden zu können. Ich habe ja z. B. meine eigene Abhängikeit mit LN beschrieben.:) So wie ich verstehe, möchtest Du mich gerechter Weise hinweisen, dass alle Beteiligten ihre Argumente auf Abhängigkeit prüfen sollen. Das ist natürlich fair. Nur ist mir aufgefallen, dass die (ehemaligen) Anhäger von einem spirituellen Lehrer niemanden persönlich angreifen und sich im Endeffekt verteidigen. Angriffe erfolgen immer von der anderen Seite. Da ein Mensch durch seine Bindungen und Verwicklungen verwundbar ist (kann am eigenen Beispiel in der Vergangenheit bestätigen), ist es logisch anzunehmen, dass solche Angriffe irgendwann verletzen und die eigene Subjektivität, die eigentlich mit Objektivität harmonieren sollte, flöten geht.
ich wollte Dich eigentlich nicht hinweisen, ich schreibe in der Regel ohne Absicht und meine Äusserungen sind auch noch meist indiskutabel, gebe ich zu. Dafür ist meine Person vielleicht um so fragwürdiger. Die meisten fragen nur nie, weil sie selber Antworten haben. :clown:

Roksenia schrieb:
Aha. Und jetzt versuche mal das der Gesellschaft zu erklären, die, wie Du ja selbst gesagt hast, die Ganzheitlichkeit nicht sehen will und dafür nur die Teile (wie war das mit Genitalien? :)) nimmt, die einfach anzuwenden sind.
Da ist es schon wieder. "Und jetzt versuche mal das... zu erklären" ist eben eine Aufforderung und keine Frage. Und auf Aufforderungen reagiere ich nicht, wenn es um geistige Dinge geht. Da bin ich stur wie ein Ochse. Ich kann antworten und mich fragen. Und was ich mich nicht selber frage, dafür bekommt dann auch keiner eine Antwort, weil ich es noch nicht ausdiskutiert habe mit mir selber. Erst wenn der Text indiskutabel ist, lasse ich ihn neuerdings heraus. :clown:
naja und zur sexuellen Energie- da wär ich schon bereit, aber nicht zum Erklären. Eben nur zur Äusserung, bei deren Folgen man ggf. selber zu einer Erklärung/Klärung gelangt. Dat is ja immer so. :foto:

Roksenia schrieb:
Oder die Geschichte erntet ihn…;)
ja, erntet, nimmt ihn vom Kreuz und entdeckt ihn als eigene Geschichte. :liebe1:
 
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Nach einer wunderschönen Runde unter den Lebensbäumen Am Himmel von Wien ;) ist mir noch was eingefallen, ich denke, es paßt schon zum Thema. Es dachte in mir rund um diese Thematik so vor sich hin:
Das beschreiben übrigens alle Schriften auch: Stelle Gott an oberste Stelle!
Nein, nicht alle. Nur die, die Systemen angehören, die einen Schöpfergott anbeten.

Dabei ergab es sich, Lehrer-Schüler-Beziehungen sind ja nun nicht nur in Indien auf diese besonders starke Anziehungskraft gegründet. Auch in Tibet wird ja Riesenwert auf die Verehrung des Lehrers gelegt, das sieht ja gelegentlich auch so ähnlich aus. Aber es ist eben doch ein Unterschied, und jetzt ist mir klargeworden, worums da geht.

Wenn eine Tradition von einem personifizierten Gottesbegriff ausgeht, dann ist das Verstehen der Göttlichkeit so vorprogrammiert, daß nun dem Lehrer, der diese Göttlichkeit repräsentiert, eine Verehrung entgegengebracht wird, als sei er Gott. Es ist in diesem traditionellen Denkmodell sehr schwer, dieser Programmierung zu entkommen.

In einer Tradition, in der von keinem personifizierten Gott ausgegangen wird und in deren Lehren ein solcher Gottesbegriff nicht vorkommt, sieht das naturgemäß anders aus. Die tun sich wesentlich leichter damit, das Göttliche im Lehrer zu verehren, aber nicht die Person des Lehrers, weil sie nicht auf Personifizierung vorprogrammiert sind.

Dazu muß aber relativierend gesagt werden, daß es selbst in buddhistischen Traditionen nicht zu vermeiden ist, daß sich die Volksfrömmigkleit eben doch solchen Personifizierungen zuwendet. Instinktiv... Warum das so ist, darüber könnten wir nachdenken.
 
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