Mobbing

Als Kinder lernten wir, dass man nicht petzt. Ich habe mich als Erwachsene echt schwer getan, diese Hürde zu nehmen. Was kann / soll weiter erzählt werden und was nicht.

Das ist kein Petzen, sondern Personenschutz.
Petzen wäre, wenn die Kollegin "heimlich" zum Bäcker geht und ich zum Vorgesetzten renne und ihm das stecke oder "meine Beobachtungen" bezügl. "die da kocht sich ständig Kaffee" "die da quatscht immer im Nachbarbüro" "geht am Tag 10 mal rauchen" mitteile.
Chefs mögen das ja anscheinend, ich würde solch einer Beobachterin so viel Arbeit aufhalsen, dass sie den Kopp gar nicht mehr hochkriegt, um andere zu bespitzeln.

Gruß

Luca
 
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Das ist kein Petzen, sondern Personenschutz.
Petzen wäre, wenn die Kollegin "heimlich" zum Bäcker geht und ich zum Vorgesetzten renne und ihm das stecke oder "meine Beobachtungen" bezügl. "die da kocht sich ständig Kaffee" "die da quatscht immer im Nachbarbüro" "geht am Tag 10 mal rauchen" mitteile.
Chefs mögen das ja anscheinend, ich würde solch einer Beobachterin so viel Arbeit aufhalsen, dass sie den Kopp gar nicht mehr hochkriegt, um andere zu bespitzeln.

Gruß

Luca
Jo, war war das nur der sagte: Ich liebe den Verrat, doch ich verachte den Verräter?
 

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Das kenne ich. Eine Kollegin hat mal ständig schlecht über eine andere Kollegin gesprochen - hinter ihrem Rücken natürlich. Das war allerdings noch kein Mobbing. Ich hab es dann der Kollegin weitergesagt und auch die miese Kollegin darüber informiert.
Ich hätte es wie deine Mutter gesehen. Allerdings würde ich heute vermutlich dieser miesen Kollegin sagen, was ich von ihren Lästereien halte. Theoretisch, denn praktisch ist das schwer einzuschätzen.
Sich aus anderer Leute Angelegenheiten rauszuhalten ist selbstverständlich. Aber wo ist die Grenze? Wenn ich sehe, dass jemand geschlagen wird, dann mische ich mich ein. Wenn jemand angebrüllt wird und ich ein Stärke-Gefälle wahrnehme, mische ich mich ein.

Wer lästert und vielleicht sogar Lügen verbreitet, ist in meinen Augen ein*e Täter*in, das fällt bei mir nicht unter Privatangelegenheit.

Von der Raushalte-Taktik profitieren Täter*innen am häufigsten.
 
Von der Raushalte-Taktik profitieren Täter*innen am häufigsten.
Aber ich halte mich ja nicht raus, wenn ich es demjenigen direkt sage, was ich denke.
Das Hin und Her kommt oft wie stille Post. Der hat gesagt, die hat gesagt, der hat gesagt. Streitereien machen mich traurig, wenn man nicht das Ohr des anderen erreicht.

Ja, bei Gewalt ist echt mal eine Grenze, definitiv.
 
Lästern wird häufig als Spaß oder Kavaliersdelikt gesehen. DAS ist nach meiner Auffassung die Wurzel von Mobbing, denn im Grunde ist Mobbing eine Art eskaliertes Lästern.
Sehe ich mittlerweile anders. Lästern verbindet. Es trennt die eine Gruppe von einer anderen ab und stärkt das Zugehörigkeitsgefühl. Es kommt allerdings darauf an, worüber und ob man gewisse Werte wahrt - was durchaus machbar ist.
Manche sind allerdings so primitiv, da macht es ja nicht mal Spass... z.B. die ist sooo dick, oder haste ihre Schuhe gesehen? :sleep:
 
Habe ich als junge Erwachsene noch gemacht, aber schon lange nicht mehr. Siehe oben.

Es muss nicht der Chef sein, mit dem man darüber redet. In vielen Fällen ist es sinnvoll, den Betriebs- bzw. Personalrat einzuschalten.
Die können die Mitarbeiter ohne den Vorgesetzten einzubeziehen an einen Tisch bringen und die Angelegenheit diskutieren.

Gruß

Luca
 
Von der Raushalte-Taktik profitieren Täter*innen am häufigsten.
Richtig! Die, die schweigend daneben sitzen sind keinen Deut besser als ein "Täter", aber die Angst das nächste Opfer zu sein scheint da zu überwiegen. Mit dieser Haltung wird dem Mobber die Macht gegeben, über den der gemobbt wird und über alle Beteiligten.

Im Prinzip sind das ein Haufen Idioten, die nur aus Feigheit die Klappe halten.

Und sollte sich wirklich der Gemobbte entziehen können, wird der Mobber sich sein nächstes Opfer suchen, denn ein solches Verhalten liegt in seinem Charakter, er braucht dieses Gefühl von Macht.

Mobbing kann nur funktionieren wenn andere mitspielen ......

R.
 
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Es muss nicht der Chef sein, mit dem man darüber redet. In vielen Fällen ist es sinnvoll, den Betriebs- bzw. Personalrat einzuschalten.
Die können die Mitarbeiter ohne den Vorgesetzten einzubeziehen an einen Tisch bringen und die Angelegenheit diskutieren
Das setzt aber eine gewisse Größenordnung des Betriebes voraus, es gibt ja nicht in jeder Firma einen Betriebs-/Personalrat.

R.
 
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