Hm,
von den operierten Sternchen in den Medien wirkt gar niemand auf mich wirklich selbstzufrieden. Selbstzufriedenheit und Selbstgenügsamkeit sind für mich aber die Basis, wenn man dieses Glamour-Spielchen gelassen mitspielen möchte. Mir gefällt es, wenn z.B. eine Schauspielerin auf derartige Hilfen verzichtet und stärker ist als der Modetrend.
Also gegen solche Spielchen habe ich nix, wenn ich irgendwann mal neue Beißerchen brauche, suche ich mir auch etwas aus, dass qualitativ und optisch gut zu mir passt. Das werden allerdings keine strahlend weißen und perfekten Barbie-Beißerchen sein, denn dann würde ich aus mir jemanden machen, der ich schlicht und ergreifend nicht bin.
Und in Richtung Natürlichkeit operieren, dafür braucht es einen richtig guten Schönheitschirurgen. Denn bei diesen Eingriffen muss ein guter Arzt auch die Alterung mit einkalkulieren.
An mir ist mir aufgefallen, dass je zufriedener ich in mir Ruhe, desto automatischer ändere ich mein Leben, dasss mein Körper besser und gesünder erhalten bleibt. Das kommt ganz von alleine, dann bekomme ich Lust auf Gesundes, sei es beim Essen oder Bewegung oder auch dem Lebenswandel. So bekomme ich zunehmend Falten, wesentlich Lachfalten und sie passen ganz fantastisch zu meinem Inneren finde nicht nur ich. Und wenn ich mal wirklich alt bin, möchte ich eine von diesen tief zerfurchten Omis sein, denen man ansieht: die hat im Leben viel Freude gehabt. Mit schlohweißem Haar und noch immer sehr agil und beweglich im Garten buddelnd.
Vom Alter her bin ich jetzt mit 46 gerade in der Phase, die für viele Frauen höchst problematisch ist: so langsam geht es in Richtung Wechseljahre. Sie zu begrüßen und den neuen Lebensabschnitt anzunehmen finde ich wichtig.
Und übrigens: zu geeigneten Anlässen trage ich auch reichlich knapp und kurz und mir macht es ab und an sehr viel Vergnügen mich zu verkleiden. Allerdings empfinde ich mich dann auch als das: verkleidet. Ich schlüpfe für wenige Stunden in eine andere Hülle.
LG
Any