1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
  2. Willkommen im grössten und ältesten Esoterik-Forum!
    Hier findest Du alles zu Astrologie, Lenormand und Tarot, Karten legen, Feng-Shui, Traumdeutung, Religion und Spiritualität, Engel, Familien-Aufstellung, Gesundheit, Reiki
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

  3. Esoterikforum Adventkalender 2016
    Wir wünschen Dir einen friedlichen Advent.

Ursprung des Schamanismus - eine ungewöhnliche These

Dieses Thema im Forum "Schamanismus" wurde erstellt von Erdkröte, 11. November 2010.

  1. Erdkröte

    Erdkröte Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. Dezember 2008
    Beiträge:
    1.461
    Ort:
    NRW
    Werbung:
    Hallo zusammen,

    ich möchte hier eine These zum Ursprung des Schamanismus einbringen, in Anlehnung an Terence McKenna's Buch, die Speisen der Götter. Hierbei geht es um Meisterpflanzen/Pilze, vorallem sogenannte Enthogene.
    Oft hörte ich und laß ich von der These Mircea Eliade, dass die Verwendung bewusstseinserweiternder Pflanzen eine degenerative Form des Schamanismus sei. Schlüssiger fand ich da T. McKenna, der die These aufstellt ,dass es genau anders herum sein und besagte Pflanzen mitverantwortlich wären bei der Entstehung des homo sapiens. Sei es weil wir Menschen bzw. unsere Vorgänger bei der Nahrungssuche nicht mehr wählerisch sein konnten und/oder weil es uns in Bezug auf die Jagd und die Fortpflanzung vorteile verschafft hat.

    Interessant wird diese These an dem Punkt wo diese Pflanzen/Pilzen uns den Zugang zur Geistigen Welt und damit auch zur Selbstreflektion, Erkenntnis, sowie differenzierter Sprache ermöglicht haben. Archäologische Funde
    deuten darauf hin, dass sich aus einem dominanten patriarchalen oder materiachalen Verhalten, das bei den meisten Hominiden + Affen zu beobachten ist/war, wohl eine partnerschaftliches Verhalten entwickelt hat. Für mich liegt der Schluss nahe, dass durch dem Vorhandensein einer grösseren Menge dieser Enthogene es sich um Gruppen gehandelt hat, die gemeinsam die "Traumzeit" entdeckt haben und entsprechend in Einklang mit ihr und der Natur gelebt haben.
    Schamanen oder Spezialisten in irgend einer Form waren nicht erforderlich, weil jeder häufig diese Erfahrung machen konnte. Hinweise auf die
    gemeinsame Einnahme solcher Enthogene lassen sich bis vor 10 000 - 12000 Jahren finden.

    Danach muss es aus klimatischen Gründen (Erwärmung der Erde) eine grosse Veränderung gegeben haben, die Folge hatte, dass immer weniger dieser Pflanzen/Pilze gefunden wurden. Ich kann mir gut vorstellen, dass es hier
    zur Spezialisierung einzelner kam und somit die ersten "Schamanen" berufen wurden.
    McKenna behauptet in seiner These, dass die immer geringere Menge an Enthgenen zum einen zu einer Verfestigung des "Ego's" führte und damit mit anderen faktoren zusammen zu einer immer deutlicheren Trennung von der Natur (aus Hirten wurden Bauern, entwicklung der ersten festen siedlungen). Da das Bedürfnis den zugang zur Geistingen Welt zu Erhalten stark war. Probierte man neue Pflanzen und andere Methoden. Mit immer weiterer loslösung von den Enthogenen entwickelten sich immer komplexere Rituale und anstrengendere Methoden in Trance zu kommen. Gleichzeitig mit dem "Fall aus dem Paradies" wandelte sich die Partnerschaftskultur immer mehr in eine dominante patriarchale Gesellschaftsform. Dies führte schliesslich immer mehr zu Religionen, spezialisierten Priestern, welche noch von göttern sprachen, jedoch immer weniger diese tatsächlich erfuhren.

    Ich fand diese These zur Entstehung des Schamanismus und später zur Entstehung unserer von der Natur unbewusst abgetrennten Zivilisation einleuchtend, da ein Zusammenhang der nahe an der "Wahrheit" liegt meist schlicht/einfach ist.

    Selbstverständlich kann ich das hier alles nur verkürzt darlegen. Tiefgründiger ist es im Buch, "Die speisen der Götter" dargestellt.
    Was mich/uns nicht am darüber diskutieren hindern soll.

    HG

    Siegmund
     
  2. chollo

    chollo Mitglied

    Registriert seit:
    14. Dezember 2008
    Beiträge:
    662

    Aber Walter, der Administrator könnte uns hindern an einer Diskussion!

    lg - chollo
     
  3. Erdkröte

    Erdkröte Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. Dezember 2008
    Beiträge:
    1.461
    Ort:
    NRW
    Hallo chollo,

    danke für den Hinweis, obwohl meine Intention ja eine andere war. Die spannende Frage ist was, wenn nicht Pflanzen/Pilze, die eh unsere Grundlage sind, hat den menschlichen Geist zur Bewusstseinsfähigkeit gebracht und spricht nicht das enorme Bedürfnis vieler Menschen nach Rausch und Konsum dafür, dass vor ca. 10 000 Jahren was schief gelaufen ist - besser gesagt sich verändert hat, denn ich denke ursprünglich war es der Ausdruck des Bedürfnisses nach Ekstase und verbundenem Leben.

    Interessant finde ich nämlich, dass genau um diesen Zeitraum herum Funde (z.B. Südfrankreich) darauf hin deuten, dass wir Menschen das erste mal gierig wurden, mehr jagten und töten als wir benötigt haben. Aporpos das zuletzt geschilderte durfte ich selbst auf einer schamanischen Reise mal Nacherleben - ich war sehr betroffen. Damals wusste ich nicht dass das wirklich passiert war. Mein Lehrer (Archäologe) machte mich darauf aufmerksam.

    Wenn wir ein Weg zur Rück-Verbindung mit der Natur und einer Partnerschaftsgesellschaft finden wollen, sollten wir die Ursachen kennen. Dass das in einem dominanten patriarchalen Herrschaftgefüge schwierig ist steht ausser Frage und wird genau bei besagten Pflanzen deutlich, vorallem wenn man betrachtet, dass Substanzen wie Tabak, Alkohol, Kaffee und auch Fernsehen ohne weiteres erlaubt sind.
    Ich denke mal die these an dass Alkohol, Tabak, Tv, ... zu einer dominanten Hierarchie passen und der dazu gehörigen Leistungsgesellschaft dienen. Leistungs-Hierarchie setzt nach meinem Verstehen vorraus, dass die Dinge sehr komplex und aufwendig sind, auch der Zugang zum geistig-spirituellen Potential. Man stelle sich vor es wäre wirklich einfach zu erreichen für jeden. Könnte es nicht sein, dass das zur Folge hätte, dass jede Dominante-Hierarchie, auch die der Spezialisten wie die der Schamanen und Priester hinfällig wäre.
    Sicher der Weg in das Einfache Leben (nicht simple !) wäre aus unserem heutigen Status quo unbequem, schmerzhaft - wie beim Schamanen müsste vieles an aufgeblähtem ego innerlich sterben.

    Grundsätzlich stellt sich mir noch die Frage ob über Schamanismus und Ekstase langfristig diskutiert werden kann, ohne dieses Thema anzuschneiden, oder ob die Vermeidung nicht nur wieder Ausdruck für unsere Trennung von der Natur ist.

    Dazu noch ein kleiner Einwurf am Rande. Hat jemand schonmal überlegt, weshalb in der katholisches Kirche Wein (Alkohol) ausgeschenkt wird und eine kreisrunde Oblade (welche Gattung im Pflanzenreich bildet kreisrunde, nahezu flache Formen ?)

    LG

    Siegmund
     
  4. chollo

    chollo Mitglied

    Registriert seit:
    14. Dezember 2008
    Beiträge:
    662
    Hallo Siegmund,


    Terrence McKenna spricht auch vom "Baum der Erkenntnis", was die Einnahme von Enthogenen betrifft. Oder -

    Psychedelischer Neoschamanismus
    Autor: Jim DeKorne

    Ich zitiere aus seinem Vorwort:

    "...Wir reißen die Erde in Stücke, wir speien Toxine - und der ganze Planet reagiert. Psychedelika werden eine Hauptrolle dabei spielen, den Menschen zu helfen, daß sie sich darüber klar werden, was derzeit wirklich geschieht.....

    Vielleicht schafft die Menschheit es noch aus dem Schlaf gerissen zu werden, Viel Hoffnung gebe ich allerdings nicht darauf.
    Zumindest freiwillig wird es kein Aufwachen geben.

    Na vielleicht dünne Scheiben von Peyote? Oder sind es hausgemachte THC -Kekse ?? :rolleyes:

    lg - chollo
     
  5. Delphinium

    Delphinium Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. Mai 2007
    Beiträge:
    4.673
    Ort:
    Bayern
    Ist das wirklich so relevant? Wenn man das entsprechende Glaubensschema und Weltbild verstehen und leben kann dann haben vermutlich jede Menge Geister und Götter den Werdegang und die Entwicklung des Menschen beeinflusst, das jetzt in erster Linie den psychoaktiven PFlanzen/Pilzgeistern zuzuschreiben, halte ich für sehr gewagt und auch ein bisschen kurzsichtig, denn wenn man schamanisch oder so aktiv ist, sollte man auch wahrnehmen, wie die Realität auch jetzt noch von Geistern manipuliert wird oder werden kann.
    Wobei eben auch großen Einfluß die Entitäten ausüben, die du in einem anderen Thread glaub ich mal als un-natürlich oder so bezeichnet hast.

    ciao, :blume: Delphinium

    PS: Ich sollte mal mein Handynetz anreisen
     
  6. Sadivila

    Sadivila Guest

    Werbung:

    Aber es ist einfach zu erreichen, wenn ich es wahrhaft will.

    Drogen sind für mich ein Weg um meinem Leben zu ent-fliehen.
    Ich möchte aber eine Brücke bauen von hier nach dort.
     
  7. Erdkröte

    Erdkröte Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. Dezember 2008
    Beiträge:
    1.461
    Ort:
    NRW
    Hallo Delphinium,

    "Wobei eben auch großen Einfluß die Entitäten ausüben, die du in einem anderen Thread glaub ich mal als un-natürlich oder so bezeichnet hast."

    Jepp ich habe sie eher als anorganisch, transemotional bezeichnet, die eben anders sind als das biologische Leben.

    Darraus könnte sich allerdings schon die spannende Frage ergeben welche Entitäten z.B. Technische, uns von der natur, vom biologischen Leben und Bewusstsein abtrennen und welche Entitäten unser Bewusstsein fördern oder gefördert haben und zur Verbindung mit Allem bringen.


    Hallo Sadira,

    bezogen auf das gerade zuletzt von mir zu Delphinium gesagte, ist der Begriff Drogen viel zu pauschalisierend. Welche Entitäten fordern das Entfliehen, wie z.B. Alkohol und welche fördern Bewusstsein ?


    Was meinst Du mit einfach, wenn du wahrhaft willst ? Welches einfach meinst du ? Vom welchem Ich und welchem Wollen sprichst Du ? Das möchte ich gerne näher verstehen.

    Du möchtest eine Brücke bauen. Mühsam, sicher geht, die Frage ist nur wozu wenn es die Brücke schon gibt. Ausser amn findet die Brücke nicht. Kann aber auch sein, dass das verschwinden entprechender Pflanzen vor geraumer Zeit die Herausforderung war selber Brücken zu bauen. Hmm ? Was war der Sinn, der Grund dafür ?

    LG Siegmund
     
  8. Sadivila

    Sadivila Guest

    wie du gschrieben hast....Zugang zum geistigen Potential.......

    dazu braucht es meiner Meinung keiner Pflanzen, sondern nur den Willen.
    Ich hätte auch Angst vor Abhängigkeit.
     
  9. Erdkröte

    Erdkröte Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. Dezember 2008
    Beiträge:
    1.461
    Ort:
    NRW
    Hallo Sadira,

    wir als Menschen sind stofflich/körperlich Abhängig von Pflanzen und anderen Entitäten und damit denke ich ist auch gewissermaßen unser Willen davon abhängig. Wir leben in einer Symbiose, ob wir wollen oder nicht. Deshalb die Frage welchen Willen Du meinst. Ego-Willen, Freier-Willen, den Wahren-Willen, den Willen zur Macht (nach Nietzsche) oder einen ethischen Willen zur Ehrfurcht vor dem Leben (wie in Albert Schweitzer genannt hat).

    Ich erinnere mich gerade an die unendliche Geschichte wo ein Löwe (Graugraman ??) Bastian fragt: "Was weisst du vom Willen ?"

    Die Sucht-Abhängigkeit ist nach meiner Meinung bei den Entitäten sehr stark gegeben, die uns vom Bewusst-sein und Leben weg führen.

    LG Siegmund
     
  10. Terrorelf

    Terrorelf Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    20. April 2010
    Beiträge:
    1.025
    Werbung:
    Moin!

    Ist zwar wieder das alte Thema, aber ich versuch mal meine Sicht der Dinge:

    Den McKenna habe ich seinerzeit in den 90ern gelesen, ein paar Sachen hielt ich für komplett durchgeschossen, aber einiges war auch interessant.
    Ich selber gehe davon aus, daß die Menschen in der "Urzeit" im Gefühl der Einheit lebten und ein Bewußtsein hatten, in das heutzutage nur noch Schamanen oder Mystiker reinkommen können (sehr vereinfacht formuliert), und daß sich dann das gefestigte Ego entwickelte. Diese These habe ich mal beim Vortrag eines (mittlerweile verstorbenen) Zauberers gehört, der Mann hat das so schön und "sichtig" beschrieben, daß es einfach nur noch klasse war.

    Ich vermag nicht zu sagen, ob seinerzeit Entheogene eine Rolle gespielt haben, aber eines kann ich sagen: Schamanisieren geht auch ohne. Denn das kommt aus der eigenen Schamanenkraft. Sehr wohl können aber Devas (sowohl die von "normalen" als auch entheogenen Pflanzen) machtvolle Verbündete und Lehrer auf dem Weg sein. In wirklich jeder Diskussion hier wird aber vergessen, daß es nicht nur der Trip, sondern der Geist der Pflanze, also der Deva ist, der mit dem Schamanen ein Bündnis eingeht (und dazu muß der Deva überhaupt wollen und entsprechend behandelt werden) und der dann wirklich mitarbeitet.

    Warum die Diskussion nicht gerne geführt wird? Ganz einfach: selbst wenns Internet anonym wirkt, es ist in einem öffentlichen Forum einfach riskant und dumm, sich zum Konsum von Pflanzen, die unters BtmG fallen, zu bekennen. Kann im dümmsten Falle Zukunft und Existenz zerstören.

    Gruß,
    Terrorelf
     
Die Seite wird geladen...

Diese Seite empfehlen