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Spielsucht - Ich brauche Hilfe

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von DETKA21, 30. April 2015.

  1. DETKA21

    DETKA21 Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. April 2007
    Beiträge:
    362
    Ort:
    Berlin
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    Hallo zusammen.
    Ich bin 29 Jahre alt und habe ein großes Problem.
    Derzeit ist es die Spielsucht.
    Ich fange aber mal von vorne an.

    Als ich 11 Jahre alt war ist meine Familie nach Deutschland ausgewandert.
    Ich fand schlecht Anschluss an gleichaltrigen. Wurde in der Schule oft gemobbt. Einmal sogar nach der schule im vollen Bus angespuckt. Ich fing an die Schule zu schwäntzen. Dann meldeten sich die Mitschüler und entschuldigen sich und baten mich wieder zur Schule zu kommen. Die tat ich auch. Aber da war mein Problem schon gesetzt. Ich wollte einfach nur DAZU GEHÖREN.Also probierte ich mit 14 meinen ersten joint.
    Ich kiffte ganz selten, trank ab und an mal Alkohol und rauchte natürlich.
    Die Schule verließ ich nach der 10-ten mit einem Hauptschulabschluss. Fing an in einer echt üblen Gegend abzuhängen und kam wieder mit Drogen on Verbindung. habe erst nur ab und zu gekifft dann extasy genommen. Von den Pillen wurde ich aber richtig depressiv. Wollte sogar meine zwischenzeitlich angefangene Ausbildung abbrechen.
    Habe dann aufgehört mit den Pillen, jedoch dann mit Speed angefangen (hat eine ähnliche Wirkung wie die Pillen nur ohne die starken Depressionen). Habe dann ca. 6 Monate echt viel gezogen. Dann aber wieder aufgehört. Von einem tag auf den anderen. Hatte keinerlei Anzeichen einer Abhängigkeit. Es fiel mir echt nicht schwer. Habe aber die ganze zeit über auch gekifft. Das kiffen habe ich nicht aufgegeben. Habe schon morgens vor der Arbeit einen geraucht, in der Mittagspause, nach der Arbeit, am abend und vor dem schlafen gehen. War also die ganze zeit dicht. Irgendwie habe ich meine Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten mit einer 2 abgeschlossen. So ganz nebenbei ))
    Würde von meinem Ausbildungsbetrieb übernommen und kiffte fleißig weiter.
    Im Jahre 2009 verstarb meine Oma an Krebs. Ich glaube dass sie im Himmel ist und fand es peinlich dass sie nun sehen kann dass ich kiffe. Auch konnte ich mir nicht verzeihen als ich mit ihr zur Chemotherapie im Krankenhaus war und es schon spät war hatte ich ein starkes verlangen einen zu rauchen, meine Oma bat mich noch etwas bei ihr zu bleiben - aber ich ging. Ich ging einfach weg nur weil ich kiffen wollte.
    Aus diesen beiden gründen habe ich dann aufgehört zu kiffen. Anfangs fiel es mir schwer aber dann habe ich mich mit Freundinnen getroffen bin am Wochenende feiern gegangen und hatte gar kein verlangen danach. Diese zeit war die glücklichste in meinem Leben (frei von jeder sucht, mein Gott war das schön).
    Eine bar hatte es meinen Mädels und mir besonders angetan, sodass wir dort Stammgäste wurden. In dieser bar waren Spielautomate aufgestellt. Ich habe dann mitbekommen wie ein Mann 2000 € gewann und dachte wau musst du mal probieren. Ich hasse den tag. Und noch mehr hasse ich den Tag als ich selber die besagten 2000 € gewann. Seit dem bin ich auch in Spielhallen gegangen und habe richtig angefangenzu spielen.
    Ich habe diesen Teufelskreis satt. Ich will und kann nicht mehr. Ich habe in der zeit sehr viel Geld verspielt. Habe Kredite aufgenommen die ich noch immer abzahle. Ich habe es immer hingekommen weil.ich recht gut verdiene. Aber das Geld ist mir echt zu schade.
    Es ist mir bewusst dass ich professionelle Hilfe brauche und habe schon einen Termin bei einer Psychologin gemacht.Der tTermin ist aber erst in 3 Monaten und es brennt mir einfach zu stark aufder Seele. Ich möchte verstehen wieso ich ständig von irgend einer sucht befallen bin und warum ich die anderen Süchte ganz alleine aufgeben konnte und die Spielsucht nicht. Zwischen dem letzten joint und dem ersten Spiel lagen ca. 6 Monate also fand die Suchtverlagerung nicht direkt statt.
    Kennt sich jemand mit Süchten aus? Kann mir jemand helfen?
    Liebe Grüße
    detka
     
  2. Stäbchen

    Stäbchen Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    4. April 2015
    Beiträge:
    181
    Hallo Detka,

    die Gründe für eine Sucht können vielfältig sein und liegen ganz tief. Du hast ja schon geschrieben, dass du Mobbing erfahren hast, in ein falsches Umfeld gekommen bist und so weiter...

    Grob kann man sagen, dass wenn die Psyche unglücklich ist, sie sich Zustände sucht, in denen das nicht zu merken ist. Man betäubt sich, lenkt sich ab, um sein Leid/ Schmerz nicht zu spüren.

    Man kann sich aber auch mit guten Dingen wegbiemen: Kunst, Musik, Wissenschften, Sprachen, Lesen, Tanzen, Gestalten (von Garten, Wohnnung ect.), Bastel, Nähen, Stricken, Schreiben, usw....

    Ich kenne keine dauerhafte Lösung beim Bewältigen einer Sucht, außer diese mit einer guten, bereicherenden Tätigkeit in der Freizeit zu ersetzen. So ein Hobby schaftt innere Ressourcen. Das setzt aber eine gewisse Ruhe und Gelassenheit voraus, damit man sich überhaupt erst auf so ein Hobby einlassen kann. In der Regel bedarf es ganz viele Gespräche mit Fachkräften.

    Halte durch! Drei Monate sind schnell vorbei!

    Zum Kiffen und deiner Oma: ich denke nicht, dass Verstorbene soweit sie im "Paradies" gelandet sind, irgendwen verurteilen. Darum mach dir da Mal keinen Kopf drum. Deine Oma hätte doch bestimmt Verständnis für deine Süchte, wenn sie die Ursachen kannte. In vernüftigen Maßen ist Cannabis sogar ein Zauberkraut. Es wird übrigens auch bei Krebspatienten eingesetzt und bei Magersüchtigen wird damit Appetit angeregt. Die Schulmedizin weigert sich das anzuerkennen, bzw. die Chemieindustrie wäre ihren Schrott nicht mehr los, wenn Cannabis als Medikament offiziell auf dem Mark wäre.

    Darf ich fragen, was deine Muttersprache ist? Russisch?

    LG,

    Stäbchen
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. Mai 2015
  3. DETKA21

    DETKA21 Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. April 2007
    Beiträge:
    362
    Ort:
    Berlin
    Hallo Stäbchen,

    Danke für deine Antwort.
    Ja 3 Monate gehen schnell vorbei aber in den 3 Monaten verliere ich wieder so viel Geld (
    Ich versuche mich zurück zu halten mit dem spielen.
    Ja meine Muttersprache ist russisch )

    LG Detka
     
  4. Veranti

    Veranti Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    18. August 2014
    Beiträge:
    2.186
    Ort:
    Hamburg
    Liebe Detka!

    Du fällst von einer Sucht in die Andere weil Du nur die Nebenwirkungen bekämpft und nicht die Ursache selbst. Die viel tiefer zu finden ist.

    Wie soll ich das erklären wenn Du ein Gehirntumor hättest, entschuldige blödes Beispiel. Und Du nimmst nur Kopfschmerzmedikamente dagegen (was Du auch tust) klärst Du die Sache nicht. Du musst an die Wurzel!

    Verdi
     
    Waldkraut gefällt das.
  5. DETKA21

    DETKA21 Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. April 2007
    Beiträge:
    362
    Ort:
    Berlin
    Liebe Verdi, das ist mir auch klar )ich setze mich schon mein halbes Leben damit auseinander.

    Wie komme ich denn am besten an die Wurzel ran?
    ich war schon mal beim Psychologen in Behandlung. Jedoch ist er das Problem nicht wirklich angegangen. Setzte mich vielmehr nach dem zweiten Gespräch auf Pillen mit der Diagnose Bipolare Störung. Die Pillen habe ich nach einer Woche abgesetzt und bin auch nicht mehr hin gegangen. Nun will ich es nochmal mit eine Therapeuten versuchen, habe aber nicht wirklich viel Hoffnung. Ich denke dass nur ich selber mir helfen kann. Nur kann ich nicht verstehen wo das eigentliche Problem ist. Ich habe schon sehr oft daran gedacht und versucht raus zu finden wo das Problem liegt aber ich komme einfach nicht drauf.
    Habe auch schon ab Hypnose gedacht, aber im Moment kann ich es mir nicht leisten.
    Weiß nur dass etwas passieren muss sonst drehe ich durch.

    Danke aber für dein Beispiel und deine Hilfe.

    Liebe grüße
    detka
     
  6. Veranti

    Veranti Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    18. August 2014
    Beiträge:
    2.186
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    Hamburg
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    Liebe Detka!

    Ein anderer Therapeut muss unbedingt her. Hoffentlich ist dies nicht der Selbe wie bei der 1. Therapie.
    Du darfst bist zu drei Probestunden bei 3 verschiedenen Therapeuten zum Anfangsgespräch sitzen. Muss Dir dann aber dann einen auswählen. Aber Achtung die können Dich ebenfalls ablehnen.
    Du musst alles noch mal Durchkauen Deine ganze Kindheit. Und dann muss man Dich an diesem Punkt wo Du Dich nicht weiter entwickeln konntest Abholen. Und nein das schaffst Du nie allein. Wo eine Sucht besteht ist irgendwo eine Sehnsucht die nicht gestillt werden konnte. Deswegen ersetzt Du sie auch immer durch eine Andere/neue Sucht. Dies ist ein Teufelskreis den Du unterbrechen musst. Jeder hat Aufgaben im Leben dies ist eine von Dir.

    Verdi
     
  7. Rudyline

    Rudyline Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. November 2007
    Beiträge:
    308
    Ort:
    D - Hessen
    Hallo DETKA21,

    hast du schon mal eine stationäre Therapie gedacht?
    Die ist intensiver als ambulante Therapie und wird oft in psychosomatischen Kliniken angeboten.
    Alles Gute
    Rudyline
     
  8. Stäbchen

    Stäbchen Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    4. April 2015
    Beiträge:
    181
    Ich denke, alleine kommst du nicht an die Ursache. Und das kann auch sehr gefährlich sein, wenn verdrängte Inhalte plötzlich hochkommen.
    Ich z.B. war mit 17 J. magersüchtig und niemand wusste damals, woher das kommt und hat (auch in der Therapie) keinen sonderlich interessiert... Heute weiß ich, warum ich meinen Körper nicht annehmen konnte. Mein Trauma ist vor vier Jahren durch eine Retraumatisierung hochgekommen und es hat sich so ergeben, dass ich da alleine durchmusste. Das war schon sehr heikel. Hätte ich keine Ressourcen, wäre ich wohl gestorben.

    Du könntest versuchen, dich mit anderen Dingen einfach ganz stumpf von der Spielsucht abzulenken. Was könnte dir noch Spaß machen?
    Russisch ist cool! Kann ich dir eine PN schicken?

    LG,

    Stäbchen
     
  9. DETKA21

    DETKA21 Aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Berlin
    Liebe Verdi danke für den Tipp mit den 3 Sitzungen das wusste ich bisher nicht. Ich habe mich erstmal für eine Therapeutin entschieden die mir sympathisch war. Mal schauen wie das erste Gespräch sein wird.

    Rudyline, eine stationäre Therapie kommt erstmal nicht in Frage, da ich dann meinen Job verliere und dann kann ich direkt Insolvenz anmelden. Und ich kenne meine Chefin gut genug um zu wissen, dass sie das nicht mitmacht.

    Gruß Detka
     
  10. DETKA21

    DETKA21 Aktives Mitglied

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    30. April 2007
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    Berlin
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    ja klar schreib mich einfach an. )
     
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