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Sexueller Missbrauch

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von BlaueRose, 19. Dezember 2010.

  1. BlaueRose

    BlaueRose Mitglied

    Registriert seit:
    19. Dezember 2010
    Beiträge:
    66
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    Hallo!

    Auf meiner Suche im Internet bin ich hier auf eine Umfrage gestoßen, die mit diesem Thema zu tun hat. Der Thread dazu wurde in Folge völlig zugespamt nachdem die Starterin der Umfrage zuerst angegriffen wurde. Deswegen möchte ich hier etwas zu diesem Thema klarstellen.

    Zuerst möchte ich den Grund beschreiben, warum ich überhaupt nach diesem Thema im Internet suche:
    Ich leide an mehreren Phobien, habe parasuizidale Versuche sowie andere selbstzerstörerische Taten hinter mir. Gegen meine Angststörungen versuchte ich mit Entspannungstechniken anzukämpfen. Dabei kristallisierte sich zunehmend heraus, das eine verborgene aber sehr dominante Angst die ist penetriert zu werden. Auf meiner Suche nach Antworten entdeckte ich eine Symptomliste für sexuellen Missbrauch. Viele Punkte davon treffen oder trafen einmal mich zu.
    Ich habe in Folge mit einer Psychologin geredet und erfahren, dass viele Missbrauchsopfer niemals Gewissheit haben können. Es gibt unter anderem die Phänomene Verdrängung oder Dissoziation, die einen Selbstschutz traumatisierter Personen darstellen. Ein komplettes Ereignis kann dabei ins Unterbewusstsein verbannt werden.

    Doch hier geht es mir nicht um mich. Sexueller Missbrauch ist ein großes gesellschaftliches Problem.

    Um ein paar Zahlen zu nennen:
    Immerhin sind 20-30 der Kinder und Jugentlichen von sexueller Gewalt mit Körperkontakt betroffen. 40 Prozent der Frauen erleben mindesten einmal in ihrem Erwachsenenleben sexuelle Übergriffe. Zahlen aus Österreich (die übrigens nicht leicht zu googlen waren): "12.500 Fälle wurden heuer von Jänner bis März angezeigt, 13.100 waren es im ersten Quartal 2009. Das ist ein Rückgang von 4,4 Prozent. Aufgeklärt wurden 5.700 Fälle, im Jahr 2009 waren es noch rund 5.800." Laut einer deutschen Kriminalstatistik wurden 2009 81,6% der Vergewaltigungen und sexuellen Nötigungen aufgeklärt. Wobei aber anzumerken sei, dass bei Verbrechen einer Art, die schwer zu beweisen ist, die Aufklärungsquote von der Zahl der Anzeigen abhängt. Weniger Anzeigen = höhere Aufklärungsrate

    Meistens konzentriert man sich auf Frauen und Kinder. Mit letzteren können sowohl Buben wie Mädchen gemeint sein. Diese zwei Gruppen sind Männern in der Regel körperlich und vor allem vor der Emanzipation sicher auch rechtlich oder finanziell unterlegen. Das heißt aber nicht, dass nicht auch Männer missbraucht werden. Einerseits geschieht dies durch andere Männer, andererseits kann es auch eine Frau geschickt anstellen (z.B. durch Erpressung) um sich einen Mann gefügig zu machen. Nur will sich vermutlich selbst der betroffene Mann das nicht eingestehen. Ein Mann wird nicht gefügig gemacht sondern er kommt mal wieder zum Zug, weil Männer ja immer stark und überlegen sein müssen. Dieses Motto gilt auch oft bereits für kleine Buben. Einem Jungen geschieht so etwas ja nicht. Hauptsächlich sind Männer die Täter. Es gibt aber auch Fälle, in denen ein Mädchen/Junge durch seine Mutter missbraucht wird.

    Tatsache ist, dass für alle Missbrauchsopfer psychische Beschwerden die Folge sind. Je früher das Trauma erfolgte, desto gravierender sind die Konsequenzen. Es gibt sogar Berichte von bleibenden körperlichen Schäden wie etwa die Unfähigkeit hinterher Kinder zu bekommen. Doch oft ist es schwer Beweise zu erbringen. Nicht selten sind sich die Opfer selbst nicht sicher. Es gibt Menschen die ein lebenlang mit einem "Vielleicht" leben müssen.

    Es gibt mittlerweile gute Literatur zu dem Thema, die unter anderem auf Amazon.de zu finden ist. Auch beschäftigen sich einige Foren damit. Es gibt Online-Beratungen und Traumatherapeuten. Auch an Selbsthilfegruppen kann man sich wenden. Aber die gesellschaftliche Aufklärung lässt zu wünschen übrig. Da kommt unter anderem wieder das Thema ins Spiel, dass eigentlich nicht die Hochschulprofessoren sondern die Kindergartentanten die höchste Ausbildung genießen sollten.
    Auf der anderen Seite gibt es selten aber doch prominente Fälle in denen Sachen als Vergewaltigung verkauft werden, die nun wirklich keine sind. Es wird sozusagen Missbrauch mit dem Missbrauch betrieben. Dies führt dazu, dass berechtigterweise Wut entsteht, die dann aber letztlich die wirklich Betroffenen trifft. Dazu kommt, dass Opfer an sich selbst zweifeln und sich die Schuld geben.
    Zu guter letzt sei auch der Spruch erwähnt: "Wenn eine Frau 'Nein' sagt, meint sie 'ja'." Dies wird sowohl von Männern begünstigt, die das gerne so hätten, als auch von Frauen, die mit Widersprüchen spielen. Vielleicht sollten wir uns angesichts des Phänomens "sexueller Missbrauch" überlegen, welche Wortwahl wir verwenden/anwenden/deuten.

    LG
    BlaueRose
     
  2. Sepia

    Sepia Guest

    ja, das ist so und selbst wenn der Missbrauchte das ganze einigermassen verarbeiten konnte, bleiben die Auswirkungen des Missbrauchs manchmal über mehrere Inkarnationen bestehen....ein langer Weg.

    Willkommen im Forum . . . :)
     
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