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Sexsucht

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Gen Fu, 1. Februar 2008.

  1. Gen Fu

    Gen Fu Mitglied

    Registriert seit:
    24. November 2007
    Beiträge:
    323
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    Man weiß selbst in der Sexualforschung wenig darüber. Ist Sex nun förderlich oder schädlich ? In vielen Büchern steht, dass Sex gesund für den Körper sei und man länger jung bleibt. Was ist eure Meinung dazu ?
    Ab wann kann man sagen, dass es sich um eine Sucht handelt, ab wann wird es pathologisch ?
    Viele Psychologen und Philosophen bezeichnen Sex als etwas Niederes.
    Kant z.B. hielt die Selbstbefriedigung für die größte Sünde, die es gibt.
    Freud ordnete die Sexualität dem Trieb zu, also das tierische im Menschen.
    Offenbar ist es für Einige schwierig, Liebe und Sex gleichzusetzen.
    Allerdings ist es allgemein sozial unerwünscht über sexuelle Dinge zu reden, wahrscheinlich haben Viele deshalb eine schlechte Meinung darüber ,weil es in der Gesellschaft so tabuisiert wird.
    Auch die Bibel betrachtet Sex als eine Sünde, welche nur der Fortpflanzung dienen sollte. Nun ist es aber so, dass nie ein plausibler Grund genannt wurde, warum dem so sei.
    Physiologisch ist der Hypothalamus für die Sexualfunktionen zuständig. Wäre eine Sexsucht also eine „Schädigung“ dieser Gehirnregion ? Dies würde auf Kausalität sprechen, wo bliebe dann der freie Wille und kann man Sexualität wirklich rein physiologisch erklären?
    Dazu müsste man klären ob Sex ein Bedürfnis(fleischlich) oder ein Motiv(geistlich) ist. Man ist sich nicht einig, wo sie einzuordnen ist.
    Ist es für euch ein einfacher biologischer Trieb oder seht ihr dahinter mehr und ab wann würdet ihr von Sucht sprechen ?
     
  2. Schwarzerle

    Schwarzerle Neues Mitglied

    Registriert seit:
    22. Januar 2007
    Beiträge:
    444
    Hallo Du!

    Ich denke die Grenzen sind wie bei jeder anderen Sucht fließend. Prinzipiell kann jedes menschliche Verhalten (sogar Putzen :) ) in eine Sucht ausarten, wenn man dazu neigt und nicht rechtzeitig die Bremsen zieht. Bei der Sexsucht denke ich, dass es sich um ein gesteigertes Verlangen handelt, dass bei Nichterfüllung Entzugssymptome auslöst. Solche Menschen haben dann nur noch diesen einen Wunsch. Um Liebe geht es dabei primär wohl nicht mehr. Auch wenn vielleicht die ursprüngliche Ursache, die Suche nach Liebe und Anerkennung war.

    Ich kenne auch Menschen, die nach großen Verlusterlebnissen in die Sexsucht abgeglitten sind. Generell ist jede Sucht in der Entstehung ein Suche nach einem Glückszustand, nach dem Paradies. Jede Sucht ist eine Flucht aus der Realität. Kennzeichen einer Sucht ist auch, dass der ehemalige "Glückszustand" immer schwerer zu erreichen ist, bzw. völlig ausbleibt. Der Betroffene dennoch weiter auf diese Art versucht glücklich zu werden... und sei es nur für Minuten oder Stunden. Sein Denken kreist nur noch um seine Sucht und wie er sie befriedigen kann. Der Rest des Lebens verliert an Bedeutung.

    Meine Freundin hatte jahrelang Probleme mit der Sexsucht ihres Mannes. Er wurde aggressiv, wenn sie keine Lust auf stundenlangen Sex (4- 5 Stunden jeweils !) hatte... redete tagelang nicht mit ihr. Bis sie eines Tages "Stopp" sagte und ihn wochenlang "zappeln" ließ. Er hatte keinerlei Verständnis für ihre Unlust, war stinksauer und mufflig. Doch er wartete.
    Danach (nach dem Entzug und einigen heftigen Auseinandersetzungen) hatten sie wieder ziemlich "normalen" Sex, d.h. so wie es auch für sie stimmte. Und sie war wirklich nicht abgeneigt, genoss es im normalen Ausmaß sehr mit ihm. Sie hatte aber in der Phase seiner Sucht das Gefühl, so beschrieb sie es, dass es dabei nicht mehr um sie und ihre Anziehungskraft ging, sondern nur noch um die Handlung... und diese wurde stets noch länger ...
    Solche Dinge können Beziehungen kaputt machen und sind damit auch meines Erachtens schädlich für den Süchtigen.

    Soweit meine Meinung

    LG

    Schwarzerle
     
  3. Silesia

    Silesia Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. November 2004
    Beiträge:
    4.226
    Ort:
    IRELAND - am Ende des Regenbogens, wo ein Kobold w
    Ich denke du hast das Thema komplett verfehlt.
    In deinem Beitrag geht es um das Für und Wider von Sex, aber nicht um den Threadtitel.

    SEXSUCHT ist etwas ernstzunehmendes, dass ein "Für" von Sex schon beinhaltet.
    Es bedeutet einen Überschuß an sexuellem Bedürfnis, der nichts mehr mit körperlichem Bedürfnis oder Trieb zutun hat, sondern wie jede andere Sucht vom Hirn ausgeht.
    Die Betroffenen bringen jeden einzelnen Lebensbereich mit Sex in Verbindung und können an nichts anderes mehr denken. Bei Problemen wird onaniert, statt geraucht usw usw.

    Das ist eine moderne Krankheit, die behandelt werden muss und nichts mit Moral oder Philosophen zutun hat!!
     
  4. Gen Fu

    Gen Fu Mitglied

    Registriert seit:
    24. November 2007
    Beiträge:
    323
    Na gut, ich gebe zu, dass ich etwas gedanklich abgewichen bin von dem Titel. Meiner zentralen Frage hast du aber geantwortet, dass es nämlich vom Hirn ausgeht.
    Ich habe deswegen die Frage so gestellt, weil Einige, Probleme in der Psyche (Suchtverhalten) nicht mit bloßen Gehirnprozessen erklären, sondern geneigt sind idealistisch zu denken. Dass nur Allgemein, und du hast deine Meinung geäußert. Mit Moral hat es insofern zu tun, dass die Lust bei Manchen schon sehr groß ist, aber sie ihre Sucht trotzdem unterdrücken, weil sie zu stolz sind oder es ihren moralischen Vorstellungen widerspricht. Dann hätten sie ihre "Sucht" zwar unter Kontrolle, aber das Begierde existiert trotzdem in zu hohem Maße.
     
  5. Gen Fu

    Gen Fu Mitglied

    Registriert seit:
    24. November 2007
    Beiträge:
    323
    Hallo Schwarzerle,

    War es eine ähnliche Aggressivität wie bei einem Raucher? Konnte man typische Verhaltensmerkmale eines Süchtigen an ihm erkennen ?
     
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    Sex ist schmutzig und schlecht, Ausländer sind böse und die Erde ist eine Scheibe....



    :ironie:
     
  7. Uschi

    Uschi Mitglied

    Registriert seit:
    15. Juni 2006
    Beiträge:
    896
    GENAU..und wir leben im,sagen wir mal im 8.jahrhundert :escape:

    Eine Sexsucht gibt es genauso wie jede andere Sucht
    Wurde aber hier auch schon festgestellt,dass die linie vom *normalen* zur Sucht sehr fließend verläuft.Denn was für den einen schon als *sucht* betrachtet wird,kann für den anderen *ganz normal* sein

    und sucht kommt ja von *suchen*
    Also sind süchtige(ganz egal welche sucht) auf der Suche nach irgendwas
     
  8. vittella

    vittella Guest

    Sucht ist dann ,wenn man etwas tun MUSS und es nicht mehr freiwillig tun kann....
    Es steckt immer irgendetwas dahinter,aber was,dass muss sich jeder selber bewusst werden..
    manchmal ist eine Flucht.....
     
  9. Schwarzerle

    Schwarzerle Neues Mitglied

    Registriert seit:
    22. Januar 2007
    Beiträge:
    444
    Hallo Gen Fu!

    Entzugserscheinungen sind ja nicht bei allen Menschen gleich.. und auch nicht bei allen Süchten. Da es sich bei der Sexsucht um eine psychische (von der Steuerung her) Sucht handelt, sind die Entzugssymptome auch mehr auf der psychischen Ebene, wie z.B. Aggression, Depression, Interessenlosigkeit (am Rest der Welt), seelische Unruhe,...

    Inwieweit es beim Mann meiner Freundin um eine vergleichbare Reaktion, wie bei einem Raucher auf Entzug gab, kann ich so nicht sagen... war ja nur Beobachterin der Problematik... Ich weiß jedoch, dass dieser Mann von einem Tag zum anderen aufhören konnte zu rauchen... ohne Entzugssymptome. Und dass seine Sexsucht nach dem ziemlich plötzlichen Tod seiner beiden Elternteile (innerhalb eines Jahre starben beide) auftrat.

    Vielleicht kompensierte er damit seine Trauergefühle, seinen Verlust, seinen Schmerz... und seine Depression. Und als der Sex wegfiel (weil meine Freundin blockierte) kamen diese Gefühle wieder..??!! Wer weiß ?

    Er sagte auch immer wieder zu ihr, dass sie ihn wohl nicht mehr lieben würde, weil sie keinen Sex mit ihm wollte. Für ihn war diese Handlung direkt verbunden mit Liebe... Wenn ich liebe, habe ich Sex. Wenn nicht, dann nicht. Diesem Trugschluss unterliegen viele Menschen... und nicht nur Männer.

    Darf ich mal fragen, weshalb dich das Thema so interessiert? Würde mich interessieren ... aber wenns Probleme macht, dann ist es auch O.K.

    LG

    Schwarzerle
     
  10. Gen Fu

    Gen Fu Mitglied

    Registriert seit:
    24. November 2007
    Beiträge:
    323
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    Warum Ironie ? Es stimmt doch ! :D

    Bei mir ist das normal, was Andere als Sucht bezeichnen würden :D,
    nein, jetzt im Ernst, ich habe grade festgestellt, dass ich mich im ersten Beitrag etwas stümperhaft ausgedrückt habe.
    Aber die Linie vom Normalen und Süchtigen ist keineswegs abrupt. Der Übergang ist schleichend und langsam. Man sagt sich, "ach so ernst ist es doch nicht" , erst wenn es deutlich spät ist, dann merkt man die Kompliziertheit der Lage.
    Wie bei einem Raucher, der sich sagt "ach, komm , heute nur eine Schachtel, das geht ja noch, morgen 2, nächste Woche 5" und irgendwann erst merkt man, dass man süchtig ist, bzw. Einige sind zu schwach es sich sogar dann einzugestehen.
    Oder wie eine Tanne, wenn du sie direkt betrachtest wie sie wächst, wird sie so allmählich wachsen, dass du den Unterschied so gut wie gar nicht feststellst. Erst wenn sie so groß geworden ist, dass der Unterschied nicht zu leugnen ist, erkennt man, dass sie gewachsen ist. Der Übergang ist rein pragmatisch zwar fließend, aber du hast recht, die Feststellung ist dann abrupt.




    Und hier kommt die Frage:
    Ist es auch eine Sucht, wenn man es zwar nicht tut, aber trotzdem ein enormes Bedürfnis danach hat. Man ist zwar nicht süchtig im wahrsten Sinne des Wortes, aber man ist gefangen im Geiste, man leidet darunter und ist auch nicht frei.
    Es ist dann wirklich vielleicht eine Art Flucht, man muss dann aus purem Wille etwas unterdrücken. Aber Verdrängen auf Dauer ist nicht wirklich ratsam.
     

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