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menschliche Triebe

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von JeaDiama, 8. November 2005.

  1. JeaDiama

    JeaDiama Guest

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    Einen schönen guten Abend :daisy: !

    Meine Lieben,

    es gab heute in einem anderen Thread ein kleines Wortgefecht in Bezug auf menschliche Triebe und ihre Definition. Da ich merkte, dass Wikipedia in dem Zusammenhang eine kleine Wissenslücke aufweist, Mara und Räubertochter wollten es ja nicht zugeben *ggg*, bemühte ich mich eine mögliche Definition zu suchen und zu finden.
    Ich freue mich aber aber über jede weitere Meinung und Erläuterung zum Thema "Triebe".
    Lasset uns das Wort auseinander nehmen. :daisy:
    :danke: :kiss3:
     
  2. Déguórén

    Déguórén Guest

    Psychologen gehen - soweit ich weiß - von der Existenz des freien Willens aus. Dass sie also den Trieb "abschaffen", ist nur allzu verständlich. Denn Trieb und freier Wille passen einfach nicht zusammen.

    Dass die Biologen das Trieb-Konzept aufgegeben haben, leuchtet mir allerdings überhaupt nicht ein.

    Alles in allem denke ich aber: zu einem einigermaßen konsistenten Bild des Menschen und seiner Verhaltensweisen kommt man nur, wenn man auf die Hypothese "freier Wille" verzichtet. Dann ist jegliches Verhalten letztendlich "triebgesteuert": Der Mensch wird also - entsprechend dem Wortsinn - zu seinen Handlungen geTRIEBen, und zwar aufgrund äußerer Einflüsse und genetischer Veranlagung.
     
  3. JeaDiama

    JeaDiama Guest


    Soweit ich weiss, ist die Verhaltenspsychologie fast der gleichen Meinung.

    Dass nämlich, Prägung des Charakters in der Kindheit durch Umfeld und Erziehung und die Geninformationen das Verhalten im Erwachsenenalter steuern.
     
  4. Maraiah

    Maraiah Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    26. Juli 2005
    Beiträge:
    7.663
    Ort:
    Siebengebirge
    liebe jea.

    ich möchte dir mal meine bewunderung aussprechen und virtuell meinen hut vor dir ziehen. du fällst mir immer wieder auf, weil du viel größe hast ...

    für dich ---> :blume: :kiss4: :umarmen:


    ich habe mir gedanken gemacht, aber ich kann mit "triebe" nichts anfangen. ich würde triebe immer nur mit einem männlichen wesen in verbindung bringen, dass sich sexuell nicht beherrschen kann und sagt, es sei seine natur ...

    @déguórén

    ... aber das kann man nicht generell auf alle menschen anwenden, oder ? glaubst du wirklich alle menschen werden getrieben zu ihren handlungen ? also zusagen alles programmierte, die einfach ihren programmen und mustern folgen, wie die lemminge in den abgrund. ohne chance irgendwas zu ändern, zu bedenken ? :eek:

    ich sehe das wort "triebe" in ganz neuem lichte ... :D
     
    Equinox gefällt das.
  5. JeaDiama

    JeaDiama Guest

    Wie ihr sicherlich bemerkt habt, ist mein Zitat über Triebe von der Geschäftleitung hier unter Rücksprache gelöscht worden, weil beim Zitieren mein Encarta Programm ein Kopierschutz C mit in den Text eingebracht hat und ein Modorator meinte, dass ich den Text entsprechend nicht zitieren darf, obwohl ich das Programm gekauft habe.
    Nun steht aber der Eingangstext sinnlos ohne Zitat, also ging ich noch mal auf die Suche und fand Encarta im Netz.
    Hier könnte ihr dann entsprechend die Definition von Triebe noch mal bei Bedarf nachlesen:

    http://de.encarta.msn.com/encnet/refpages/search.aspx?q=Trieb
     
  6. Déguórén

    Déguórén Guest

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    @mara

    ...entweder auf alle oder auf keinen. Alles andere ließe sich kaum begründen und wäre mit dem Ruch der Willkür behaftet.

    ...ja

    ...im Prinzip ja. Wie auch sonst? Du siehst es ja an uns beiden: wir REagieren aufeinander. Äußere Impulse in Kombination mit unseren Genen und bereits "abgespeicherten" Erfahrungen induzieren unsere Handlungen. Ursache und Wirkung!

    ...da verstehe ich den Zusammenhang zum Obigen nicht. Denken hat ja zunächst mal nichts mit freiem Willen zu tun.


    Es hängt letztlich alles am Determinismus: Ursache und Wirkung eben. Setzt man dies als gültig voraus, so kann es prinzipiell keinen freien Willen geben, da dieser dem Determinismus zuwider läuft: Was ist die Ursache für die Entscheidungen, die der freie Wille angeblich trifft? Gibt es keine Ursache, so bricht das Konzept von Ursache und Wirkung zusammen. Sobald man aber eine Ursache gefunden hat, ist der Wille automatisch nicht mehr "frei".

    Allerdings wird der Determinismus z.B. in der Quantenmechanik eingeschränkt und durch Wahrscheinlichkeiten ersetzt. Soweit ich weiß, untersucht der Physiker Penrose, ob sich daraus doch noch so etwas wie ein freier Wille konstruieren lässt. Ich kann das nicht im Detail beurteilen, da ich für sowas zu dumm bin. Dennoch hätte ein solcher "freier Wille" irgendwie den Charakter des Zufälligen, und dass das nun gerade unserer gängigen "Vorstellung" vom freien Willen entspräche, wage ich doch zu bezweifeln.

    Hast Du Dich übrigens mal gefragt, warum unser Justizsystem eigentlich relativ erfolglos ist? Tausende Jahre immer nach dem gleichen Prinzip ("bestraft den Täter"), doch Schwerverbrecher gibt es nach wie vor. Vielleicht liegt es daran, dass eben genau diese Art der Justiz einen freien Willen postuliert. Wenn es diesen aber nicht geben sollte - muss es einen dann wundern, dass die Justiz so schlecht funktioniert?
     
  7. Maraiah

    Maraiah Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    26. Juli 2005
    Beiträge:
    7.663
    Ort:
    Siebengebirge
    mit deinem text rennst du bei mir offene türen ein, déguórén.

    ich versuche gerade meine verhaltensweisen in bestimmten dingen zu verändern und ich habe langsam auch den eindruck, dass ich das bloß tue um mir selbst klarzumachen, dass das nicht geht, dass ich nicht entscheiden kann, ob ich etwas tue oder nicht tue ...

    aber dennoch verändern wir doch etwas. ich meine, wenn alles determiniert ist, dann - tja ... was dann ?
    dann ist jede anstrengung doch hinfällig oder ...

    wie verhält es sich dann mit erfahrung und trieb. treibt uns der trieb sozusagen in die erfahrung, bis wir genug haben, bis wir gelernt habe und dann setzt die veränderung automatisch ein ?

    müßte es dann nicht dahinter so etwas wie naturgesetze oder chemie geben, also wo bestimmte vorgänge sich bedingen, bzw. wo eins vom anderen ausgelöst wird.

    verstehst du ?

    kein bisschen freier wille... (hach, was bin ich stolz. früher habe ich solche themen gelesen und null davon verstanden "freier wille" "determinismus" und jetzt kann ich sogar darüber diskutieren *lol*)

    ach übrigends. dein beispiel mit der justiz hat den ausschlag gegeben - im verstehen meine ich. danke für die schöne erklärung :) ...
     
  8. Déguórén

    Déguórén Guest

    @mara

    Also für mich ist es zunächst mal so, dass mir eine Welt ohne freien Willen einfach besser gefällt als eine mit. Das hat irgendwie was Romantisches, Beruhigendes und vor allen Dingen Verständliches :rolleyes: .

    ...das sehe ich nicht so. Die Zukunft wird nach wie vor von unseren Handlungen beeinflusst. Der einzige Unterschied ist, dass diese Handlungen ein kleines bischen anders zu Stande kommen, als es uns zunächst erscheint. Die "Außenwirkung" des Menschen auf seine Umwelt bleibt davon aber völlig unberührt.

    Wie war es denn mit den Menschen des Mittelalters? Die glaubten ganz fest an das unabänderbare Schicksal. Schließlich wurde ja alles von Gott gelenkt. Trotzdem haben die fleißig weiter geschuftet. Ansonsten wären alle verhungert - und Verhungern ist ja sicher nicht sehr angenehm.

    ...oje. Das klingt aber kompliziert. Ich bin ja kein Profi auf diesem Gebiet. Aber ich denke es müsste folgendermaßen sein: Stell Dir einen einfachen elektrischen Schaltkreis aus dem Physikunterricht vor. Je nachdem, wieviele Widerstände oder Spulen du dort zusammenbastelst, reagiert dieser Schaltkreis anders auf eine angelegte Spannung ("Input"). Bei einem Lebewesen ist es - nach meinem Verständnis - ähnlich. Der Schaltkreis - das sind hier die Atome und Moleküle, aus denen das Gehirn besteht. Je nachdem, wie diese Moleküle angeordnet sind, wird das Gehirn anders auf einen Input ("Erfahrungen") reagieren - man erhält die typischen Verhaltensweisen eines Hundes oder eines Fisches oder eben auch eines Menschen.

    Insofern kann man also sagen: die Triebe bestimmen, WIE wir Erfahrungen machen und wie wir darauf reagieren. So gesehen setzt dann auch die Veränderung automatisch ein. Das darf aber niemals isoliert betrachtet werden. Die Triebe sorgen ja auch dafür, dass bereits vorher gesammelte Erfahrungen ebenfalls in die "Entscheidung" einfließen - wiederum automatisch natürlich.

    ...genau. So (oder so ähnlich), wie ich es gerade erklärt habe. Auf einem etwas höheren Niveau hätte man es natürlich mit Chemie, Elektrodynamik, Thermodynamik und Molekülphysik zu tun. Mit Naturgesetzen ließe sich alles plausibel erklären. Allerdings: BEWEISEN kann man dies alles nicht.
     
  9. Ceridwen

    Ceridwen Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    1. August 2004
    Beiträge:
    595
    Ort:
    goa, india
    kam zum letzten psychologie test. :move1:
     
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    Geht es nicht eher um die Frage, ob ein Trieb lebensschaffend oder lebensvernichtend ist?
    * Menschen als Mitschöpfer der göttlichen Kraft haben nun einfach mal einen freien Willen.
    Ob sie ihn benützen ist dadurch nicht definiert.


    ** Haben sie das Trieb-Konzept aufgegeben?

    *** Wenn dem so wäre, würde die ganze Welt nur mehr aus Chaos bestehen.
    Bist DU so wie du oben beschrieben hast? Nur durch äußere Einflüsse und genetische Veranlagung geTRIEBen?


    LG DonnerDrachen:zauberer1
     
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