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Kriegspropaganda in deutschen Medien!

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von Laws, 4. August 2016.

Status des Themas:
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  1. Laws

    Laws Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    12. Februar 2014
    Beiträge:
    3.167
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    Die Aussage des ehemaligen französischen Außenministers Roland Dumas im französischen Fernsehen wird ja auch vehement ignoriert. Er sagte ganz klar, dass der Krieg in Syrien von langer Hand geplant war. Aber aus irgendeinem Grund interessiert das niemanden. Warum auch immer.

    Lang vorbereiteter Krieg gegen Syrien
    Syrien Der ehemalige französische Aussenminister Roland Dumas erzählte am 10. Juni 2013 im französischen Parlaments-TV LCP von Kriegsplänen vor dem "Arabischen Frühling".

    Nachtrag: Ich habe die Originalaussagen von Dumas vom 10. Juni 2013 in der LCP-Sendung noch einmal von einer Journalistin, die schon bei der UNO in Genf arbeitete und Französisch quasi wie ihre Muttersprache beherrscht, übersetzen lassen. Das zeigt mir, dass die von mir im Juni zitierte Übersetzung der Friedensaktivisten vom Co-op Anti-War Café Berlin nicht ganz korrekt war. Dumas sagte tatsächlich, dass er die britischen Verantwortlichen erst 2011 traf: "Vor etwa zwei Jahren, bevor die ganzen Feindseligkeiten in Syrien ausgebrochen sind, da war ich in Großbritannien ..." Und weiter: "Die haben mir gesagt, dass sich in Syrien etwas vorbereite. Das war in Großbritannien, nicht in den USA. Großbritannien bereitete die Invasion von Rebellen in Syrien vor. Man hat mich gefragt, als ehemaligen Außenminister Frankreichs, ob ich mich beteiligen würde. Ich habe das Gegenteil gesagt, ich bin Franzose, dass mich das nicht interessieren würde. Dies nur um zu sagen, dass diese Operation von langer Hand vorbereitet wurde. Sie wurde vorbereit, geplant

    https://www.freitag.de/autoren/hans-springstein/lang-vorbereiteter-krieg-gegen-syrien
     
  2. Gabi0405

    Gabi0405 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. Mai 2007
    Beiträge:
    13.118
    Mit dieser Meinung stehst du nicht alleine da.
    Es gibt Umfragen, hier mal eine im Auftrag der "Zeit", die zeigen dass das Vertrauen in die Medien stark im Sinkflug ist.
    http://www.zeit.de/gesellschaft/2015-06/medienkritik-journalismus-vertrauen
    KenFM habe ich erst vor Kurzem entdeckt - Klasse!
     
  3. Laws

    Laws Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    12. Februar 2014
    Beiträge:
    3.167
    Das Beste an dem Zeitartikel den du verlinkt hast, ist gleich der erste Kommentar!

    Deutsche haben wenig Vertrauen in die Medien
    Fehlinformation, Einseitigkeit, schlechte Recherche – das sind laut einer Umfrage der ZEIT einige Kritikpunkte an der politischen Berichterstattung. Das Vertrauen sinkt.

    winged avenger
    #1 — 24. Juni 2015, 12:39 Uhr

    ja sowas...

    wer hätte das gedacht. irgendwann fällt es dem letzten auf.
     
  4. Condemn

    Condemn Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. September 2004
    Beiträge:
    20.407
    @Laws , lies Dir dieses Meisterstück mal durch:

    Kampf um Aleppo: Syriens Schicksal liegt in Putins Hand
    "Fluchtursachen bekämpfen" - das hört man von allen deutschen Parteien. Der Kampf um Aleppo zeigt: Es ist nur eine Phrase, keiner will sich dort einmischen. Zu groß ist die Sorge vor einem Konflikt mit Russland.
    http://www.spiegel.de/politik/ausla...-liegt-in-wladimir-putins-hand-a-1106169.html


    Vor allem diesen kleinen Trigger hier finde ich wirklich clever:

    "Es gibt durchaus Stimmen, die darauf setzen, dass Diktator Assad mit russischer Unterstützung zuerst Aleppo und dann den Rest des Landes zurückerobert. Dann werde schon wieder Ruhe in Syrien einkehren, ist die Hoffnung, so wie vor Beginn des Aufstands im März 2011.

    Das würde bedeuten, dass der Westen weitere Zehntausende Tote in Kauf nimmt, um ein Regime am Leben zu erhalten, das seine Macht auf Gewalt und Einschüchterung aufbaut. Es wäre eine Diktatur von Russlands und Irans Gnaden, denn allein deren Militärhilfe hat Assad seine jüngsten Erfolge zu verdanken.

    Doch die Syrer werden dabei kaum mitspielen: Nachdem am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar eine Waffenruhe für Syrien vereinbart wurde, gingen erneut Zehntausende Menschen gegen Assad auf die Straße. Kaum ein Flüchtling, der vor dem Diktator geflohen ist, dürfte in ein Syrien unter Assad zurückkehren."



    Oh Gott!!! Die bleiben alle hier wenn wir nicht endlich Bomben werfen!


    Oder das hier, Russland ist an absolut allem Schuld:

    "Der Syrienfeldzug ist in Russland noch immer populär, er formt das Bild Putins als starkem Herrscher, der den Amerikanern die Stirn bietet. Bislang musste der Staatschef gegenüber seinem Volk auch kaum Verluste rechtfertigen, erst 19 Soldaten sind seit Beginn der Operation ums Leben gekommen.

    Für einen vergleichsweise geringen Einsatz kann Putin dem Westen in Syrien sehr wehtun. Seine Bomben treiben Syrer als Flüchtlinge in die EU. Und je länger der Krieg in Syrien dauert, umso mehr Zulauf bekommen islamistische Terrorgruppen, die Anschläge in Europa planen."


    • Russland tut dem Westen in Syrien weh
    • Russland treibt uns die Flüchtlinge in die EU (die nicht wieder gehen wenn Assad an der Macht bleibt)
    • Russland treibt Fanatiker zu den Islamisten


    Verschwiegen wird:

    • Der Westen hat Syrien mit Fanatikern und Terror-Söldnern infiltriert.
    • Der Westen paktiert genau mit jenen Islamisten.
    • Der Westen hat den Irak platt gemacht in dem der IS entstanden ist.


    Das Schlimme ist: Es geht mittlerweile wirklich um Russland. Das liegt schon länger in der Luft und verdichtet sich immer mehr.
     
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  5. Laws

    Laws Sehr aktives Mitglied

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    Beiträge:
    3.167
    Gibt sogar inzwischen wissenschaftliche Abhandlungen über die Kriegspropaganda deutscher Medien. Besonders interessant ist dieser Absatz hier.


    Dem regelmäßig festgestellten Versagen der Medien in Kriegszeiten liegt aber weniger eine Fehlleistung von Medienorganisationen oder einzelnen AkteurInnen zugrunde. Vielmehr zeigt sich, dass Medien fest im System der politischen und ökonomischen Machterhaltung verankert sind und als „Agenten der Macht“ (Altschull, 1989) fungieren. Schon in Friedenszeiten scheint über die Gewichtung von Themen aus dem Bereich Verteidigung/Rüstung/Krieg ein breiter Konsens zu bestehen. So zeigt Rössler (in diesem Band), dass solche Themen um Unterschied zu anderen in der Regel von allen Sendeanstalten aufgegriffen werden. Mit Ausbruch eines Krieges nimmt die Konsonanz in der Berichterstattung durch die gezielte Informationssteuerung militärischer und politischer Einflussträger weiter zu, weil insbesondere in demokratisch geführten Staaten ein Krieg nur durch einen breiten gesellschaftlichen Konsens legitimiert werden kann. So resümiert Peter Goff über den Kosovokrieg: „Die Schlacht konnte in den Schützengräben der öffentlichen Meinung gewonnen werden. Beide Kriegsparteien wischten unbequeme Informationen unter den Tisch, betrogen und täuschten, um die Gunst des Publikums zu gewinnen“ (zit. Nach Ulfkotte, 2001, 237).

    http://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-322-97101-2_18#page-1

    https://scholar.google.de/scholar?q...ved=0ahUKEwjAgp-z96nOAhWBNCwKHaqZBmsQgQMIGjAA

    Interessant ist auch dieser Artikel hier!

    Die emotionale Mobilmachung
    Medien versagen als Kontrollinstanz von staatlichem Handeln. Das beste Beispiel dafür ist die NATO.

    „Dass daraus resultierende Kriege den Medien und der Bevölkerung als ‚humanitäre Interventionen‘ vermittelt werden, darf nicht darüber hinwegtäuschen, wofür diese neu geschaffene Begrifflichkeit steht: Es geht um Krieg, in dem im Zweifelsfall auch der Verlust von Menschenleben in Kauf genommen wird“, schreibt Miliana Romic in ihrer wissenschaftlichen Arbeit unter dem Titel:
    „Emotionale Mobilmachung Die Kommunikationspolitik der deutschen Bundesregierung während des NATO-Krieges in Jugoslawien und die Wirkung von ungeprüften Informationen auf die öffentliche Meinung“.

    Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Untersuchung zeigen, dass die Medien in der Regel als Teilchenbeschleuniger für die Kriegspropaganda der Bundesregierung dienten, die journalistische Sorgfaltspflicht wurde vielfach nicht eingehalten.

    „Der bewusste Einsatz von Schlüsselbegriffen ist in der Kriegspropaganda eine der wichtigsten Techniken. Dem Aufbau eines klaren Feindbildes dienen Begriffe wie Diktator, Hass, Waffen, Terrorismus, Unterdrückung, Regime, Tyrannei, das Böse, Fanatismus: Sie lösen Angst und Unbehagen aus. Die Kommunikationspolitik der deutschen Bundesregierung während des Jugoslawien-Krieges war von dem Gebrauch dieser Kriegspropaganda-Begriffe geprägt. Es wurden unbestätigte Informationen verbreitet, die eine hohe Emotionalisierung in der Bevölkerung auslösten“,

    http://www.theeuropean.de/gunnar-sohn/9061-wie-medien-von-der-nato-beeinflusst-werden

    Das Phänomen der Öffentlichkeitsarbeit in Kriegszeiten: Die PR-Kampagne der Bundesregierung während des Kosovo-Krieges 1999

    http://www.grin.com/de/e-book/65174...chkeitsarbeit-in-kriegszeiten-die-pr-kampagne
     
  6. Laws

    Laws Sehr aktives Mitglied

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    Vielleicht ist das mal eine Methode, um diese Propagandisten ein wenig unter Druck zu setzen? Die Beiden hier machen es vor!



    Ungebetener Besuch beim Rechercheverbund „Correctiv“
    Plötzlich stehen zwei Männer mit Kamera in den Redaktionsräumen und beschimpfen die Journalisten. Auch der Tagesspiegel sollte schon eingeschüchtert werden.

    http://www.tagesspiegel.de/politik/...beim-rechercheverbund-correctiv/13965644.html
     
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  7. Laws

    Laws Sehr aktives Mitglied

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    Scholl-Latour: "Wir leben in einer Zeit der Massenverblödung"

    1929 veröffentlichte der spanische Philosoph José Ortega y Gasset sein berühmtes Werk "Der Aufstand der Massen". Leben wir heute in einem Zeitalter der Massen?

    Peter Scholl-Latour: Wir leben in einem Zeitalter der Massenverblödung, besonders der medialen Massenverblödung.

    Inwiefern?

    Peter Scholl-Latour: Wenn Sie sich einmal anschauen, wie einseitig die hiesigen Medien, von TAZ bis Welt, über die Ereignisse in der Ukraine berichten, dann kann man wirklich von einer Desinformation im großen Stil berichten, flankiert von den technischen Möglichkeiten des digitalen Zeitalters, dann kann man nur feststellen, die Globalisierung hat in der Medienwelt zu einer betrüblichen Provinzialisierung geführt. Ähnliches fand und findet ja bezüglich Syrien und anderen Krisenherden statt.

    http://www.heise.de/tp/artikel/41/41168/2.html
     
  8. Condemn

    Condemn Sehr aktives Mitglied

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    Nicht schlecht. Aber: Ich glaube es gibt bessere Methoden. Denn wer nicht weiß was er da anspricht wird möglicherweise nicht glauben dass sie tatsächlich lügen. Ich finde eher die gut, die z.B. Spiegel-Artikel nehmen und glasklar anhand von Gegenüberstellungen von Zitaten (eines Artikels) und Fakten zeigen wie teilweise gelogen wird.

    Das Problem generell ist: Solche Aktionen erreichen ja nicht viele. Und auch Blogs die das tun was ich gut finde erreichen nicht viele. Aber die Medien kommen trotzdem mehr und mehr unter Druck. Denn es fällt ja mittlerweile vielen auf. Als ich kritischer wurde, etwa ab 2007/08, war das noch seltener. Wenn ich was Kritisches ins SpOn-Forum schrieb bekam ich Reaktionen von anderen Usern ich sei Anti-amerikanisch und der ganze Blödsinn (VTler = Aliens = Elvis = Antisemit etc.). Heute ist das anders. Natürlich wird nach wie vor versucht Kritik zu diskreditieren und teilweise machen es Kritiker auch einfach sie zu diskreditieren. Aber es ist ja mittlerweile fast schon Mainstream den Medien nicht zu vertrauen - und zwar sehr weitreichend.

    Und: Es gibt m.A.n. auch durchaus Reaktionen und Entwicklungen der Medien die man positiv nennen kann. In den USA haben Medien irgendwann begonnen wirklich Druck wegen der zensierten Seiten des 9/11-Berichts gemacht - aber die Bevölkerung scheint die Bedeutung nicht wirklich zu verstehen. Oder Snowden - da wurde hier in Deutschland ein guter Job gemacht - aber es interessiert eigentlich niemanden so wirklich. Ich denke das ein großer Teil der Verantwortung bei "uns" liegt, also "den Bevölkerungen". Die Masse ist nach wie vor zu ignorant, reagiert zu wenig auf das was herauskommt wenn die Medien mal nen guten Job machen und die Mehrheit reagiert auf das Gegenteil auch zu wenig.

    Aber es nimmt durchaus zu. Und was übrigens sehr deutlich ist: Viele Medienkonzerne verlieren stetig. Auflagen sinken usw. Das liegt zum Teil am sich verändernden Geschäftsmodell, aber es ist auch ein Misstrauens-Votum.
     
  9. Laws

    Laws Sehr aktives Mitglied

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    Syrien: Arzt aus Aleppo über Terror, Fluchtursachen und westliche Kriegspropaganda

     
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  10. Laws

    Laws Sehr aktives Mitglied

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    Inside Assads Syria

    http://www.pbs.org/wgbh/frontline/film/inside-assads-syria/

    Eine Dokumentation eines Engländers, der sich in Syrien umgeschaut hat. 8 Millionen Flüchtlinge sind immer noch innerhalb Syriens. Sie fliehen also nicht vor Assad sondern zu Assad von den "Rebellen", die zu 95% Terroristen des IS oder von AL Nusra sind. Ist schon unglaublich, wie wir hier belogen werden. Aber interessieren tut sich auch keiner mehr dafür. Ist ja wichtiger, sich über die Flüchtlinge zu streiten, anstatt ihnen zu helfen.
     
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