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Israel und die Palästinenser

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von opti, 6. August 2008.

Status des Themas:
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  1. opti

    opti Guest

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    Ich habe mich gestern ein wenig mit der jüngeren isralischen Geschichte (seit 1947) beschäftigt. Dabei bemerkte ich, dass ich die jüngere israelische Geschichte irgendwie verschlafen hatte. Um mich mit den Ereignissen der jüngeren israelischen Geschichte ein wenig vertraut zu machen, möchte ich einmal beschreiben, wie sie sich heute für mich darstellt.

    Am 29. November 1947 wurde mit dem Beschluß der Vereinten Nationen (UN), das damalige englische Mandatsgebiet Palästina zwischen den Juden und Palästinensern aufgeteilt. Nach dem Teilungsplan sollte ein jüdischer und ein palästinensicher Staat entstehen, die durch eine Wirtschaftsunion miteinander verbunden sein sollten. Im November 1947 lebten etwa 1,3 Millionen Palästinenser und 600.000 Juden im englischen Mandatsgebiet. Durch den UN-Teilungsbeschluß wurden den Juden 56 Prozent, den Palästinensern allerdings, die zwei Drittel (66 Prozent) der Bevölkerung ausmachten, nur 43 Prozent des englischen Mandatsgebietes zugeteilt. Da die Palästinenser von vorherein das Gefühl hatten, dass ihre Interessen nicht ausreichend berücksichtigt wurden, lehnten sie den Teilungsplan ab. Dagegen forderten sie, den Teilungsplan vor dem internationalen Gerichtshof prüfen zu lassen. Wie der UN-Teilungsplan von 1947 aussieht, kann man auf Bild 1 (unten links) ersehen. Die roten Flächen sind jüdisches, die gelben Flächen palästinensisches Gebiet.

    Sofort nach der Verkündigung des Teilungsbeschlusses, erfolgte die Vertreibung von Hundertausenden von Palästinensern durch das israelische Militär, die von einer Fülle von Angriffen und Massakern begleitet war. Am 14. Mai 1948 wurde der Staat Israel aufgerufen. Darauf erklärten die arabischen Nachbarstaaten Israel am 15. Mai 1948 den Krieg. Das Ergebnis dieser Kriegserklärung war, dass Israel völkerrechtswidrig weitere Teile des Landes besetzte. Schließlich besaßen die Juden, die ein Drittel der Bevölkerung ausmachten, etwa 78 Prozent des Landes. Dabei wurden 531 palästinensische Dörfer zerstört, viele palästinensische Städte entvölkert und etwa 800.000 Palästinenser aus ihrer Heimat vertrieben. Die Palästinenser flüchteten entweder in Flüchtlingslager oder in die Nachbarländer.

    Im Juni 1967 besetzte Israel im Sechstagekrieg die restlichen 22 Prozent des Landes. Dabei besetzte Israel das Westjordanland, den Gazastreifen und die Golanhöhen (siehe Bild 2)
    Völkerrechtswidrig siedelten sich etwa 500.000 jüdische Siedler in geraubtes palästinensisches Land an. Die Palästinenser dagegen wurden auf die Hälfte des ihr einst zugestandenen Territoriums zusammengedrängt. Wie die Situation 1967 nach dem Sechstagekrieg ausssah, kann man auf Bild 1 (unten mitte) ersehen. Die Juden waren nun also im Besitz des ganzen Staates Israel. Das reduzierte Westjordanland, der Gazastreifen und die Golanhöhen standen unter israelischer Verwaltung. Der vereinbarte palästinensiche Staat dagegen existiert bis heute nicht.

    1967 forderte der UN-Sicherheitsrat Israel auf, die besetzten Gebiete im Westjordanland und im Gazastreifen zu verlassen. Israel aber ignoriert diese Entscheidung bis heute, ohne je irgendwelche Sanktionen befürchten zu müssen, denn das Veto der USA im UN-Sicherheitsrat verhinderte alle Sanktionen gegen Israel. Israel wurde bedingungslos von den USA unterstützt. Deutschland, USA und Frankreich rüsteten Israel mit modernsten Waffen aus, Frankreich sorgte gar für die atomare Aufrüstung Israels. Das Existenzrecht der Palästinenser dagegen wurde weitgehend missachtet. Frieden und Sicherheit kann es aber nur geben, wenn auch die Existenz und die Menschenrechte der Palästinenser beachtet werden.
     
  2. Groovy1974

    Groovy1974 Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. April 2008
    Beiträge:
    5.037
    Ort:
    Planet Erde
    Ja, und genau da stellt sich doch zwangsläufig die Frage, ob den Frieden und Sicherheit überhaupt gewollt ist.
    Für mich sieht es eher so aus, als ob dort mit Absicht so lange gestochert wird, bis sich die arabischen Länder endlich zu einem heiligen Krieg zusammentun und Israel seine weltweit gehörigen Nationen versammelt um ein für allemal die Araber zu vernichten oder restlich zu unterjochen.
    Aber wer weltweit und vor allem in Deutschland den Holocoust anprangert, der kann doch nicht selbst den nächsten begehen, oder etwa doch?
    Und von USA brauchen wir ja nicht zu sprechen, denn das ist für mich die ausführende Gewalt von Israel. Meine Meinung!
    LG
    Groovy
     
  3. ph4Se

    ph4Se Guest

    bravo - gratulation.

    sehr schön niedergeschrieben opti.

    allerdings wirst du nun in die rechte ecke abgeschoben, da deine feststellung sehr israelfeindlich ist - und das darf, aufgrund unserer geschichte, ja nicht sein.... :escape:

    nicht zu vergessen, die bombardements auf zivillisten, auch in jüngster zeit.
    ach ich vergass, dass nennt sich ja vergeltungsschläge... :ironie:

    nicht zu vergessen, die agressionen gegen den iran...

    nicht zu vergessen, die ansprache unserer kanzlerin vor der knesset dieses jahr, bei der sie diese ganzen themen natürlich nicht ansprach, sondern der bösen hisbollah alle schuld zuschob und israel bis zum anschlag in den arsch kroch (sorry) - somit erklärt sich auch die äußerst fragwürdige medienberichterstattung in deutschland zu diesem thema.

    lg
    ph4Se`
     
  4. Groovy1974

    Groovy1974 Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. April 2008
    Beiträge:
    5.037
    Ort:
    Planet Erde
    Ja, die ganzen DPA Meldungen sind schon im Vorfeld bearbeitet. Ich habe zufällig die Presseseite vom Iran oder von Russland mal im Vergleich dazu angesehen. Dort gibt es auch Seiten, die englisch geschrieben sind.
    Ist schon sehr verblüffend, wie die Nachrichten bei uns pro Israel und USA ausgerichtet sind. Viele Verbrechen, die dies ändern könnten werden nicht gebracht. Lieber wird dann über Knut, Gülcan ,Paris Hilton und Co. berichtet.
    Das ist für mich volle Absicht!
    Vor allem fällt doch immer wieder auf, wie Kritik gerne an anderen Ländern geübt wird, die nicht dem unseren Bündniss zugehören, da man ja das Gefühl vermitteln will, daß wir hier in unserer Psoido-Demokratie den einzig richtigen Weg gehen.
    LG
    Groovy
     
  5. opti

    opti Guest

    Dafür kann ich leider auch nichts, wenn andere mich deswegen in die rechte Ecke stellen. Ich möchte eigentlich nur wissen und verstehen, wie die jüngere Geschichte Israels abgelaufen ist. Und dabei kann ich mich nur an die Fakten halten. Und diese Fakten besagen, dass Israel wohl nicht besonders rücksichtsvoll mit den Palästinensern umgegangen ist. Erst jetzt, wo ich mich etwas intensiver mit der israelischen Geschichte beschäftige, bemerke ich, wie die Isralis mit den Palästinensern verfahren sind. Bisher habe ich mich nämlich kaum damit beschäftigt. Es ging irgendwie zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus. Aber jetzt, wo ich eine Ahnung davon bekomme, wie sich die jüngere Geschichte in Israel abspielte, bin ich doch recht erschrocken und beginne die Palästinenser zu verstehen. Mir wird auch langsam immer deutlicher, dass die Medien die wahre israelische Geschichte und das Leid der Palästinenser weitgehend verschweigen.
     
  6. ph4Se

    ph4Se Guest

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    respect !!!!!!
     
  7. Shimon1938

    Shimon1938 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. Oktober 2006
    Beiträge:
    16.741
    Ort:
    Witzenhausen/Hessen in BRD
    Shalom Opti,

    dein "selektiven Geschichtswissen in ehren" - du blendest da, bewusst opder unbewusst, schon am Anfang wesentliche Tatsachen aus: Als die Teilung beschlossen wurde gab es keine Israelische Arme, sondern die Untergrundarmee Hagana und deren terroristische Abspaltung Irgun. Die Hagana wurde während des 2. Weltkriges als Selbstschutz der Juden gegen der drohenden Völkermord in Palestina durch die Deutsche Afrikachorps gegründet, später kämpften Sie gegen die Engländer und für die Teilung. Sie hatten weder Uniformen noch genug Waffen, waren schlicht Ausgebildet ein zusammengewürfeltes Haufern. Ihr einziger Ziel war die Engländer nach der Shoah "auszuekeln" und die danach drohende Völkermord seitens der Araber, die noch aus der Zeit des Krieges gegen die Juden fanatisiert waren.

    Du wirst es in kein Geschichtstbuch finden, was es hiess nach der Shoah, als Überlebender aber "displaced person" auf geheimen Wegen nach Palestina zu flüchten (denn niemand wollte die Überlebenden Juden die keine Deutsche waren aufnehmen) und dort sofort mit eine 50fache arabische Übermacht konfrontiert zu werden. Was die Staatsgründung betrifft, dort wurden grosse Fehler gemacht, das ist aber am allerwenigsten der Staatsgründer Israels anzulasten. Du blendest die Shoah aus, und die üblen Folgen der Shoah: Der Geduld der Juden gegenüber "die Feinde" war zu Ende! Sie haben in der Warschauer Ghetto gelernt zu töten und - sterben. Du, wie alle anderen Nichtjuden auch, blendst aus, dass alles, was in Palestina heute geschieht, die Folge der Shoah ist...Daran wird sich noch sehr lange nichts ändern, und gerade deswegen nicht, weil man schon wieder vesrucht, die wirkliche Zusammenhänge alles mit allem zu leugen und auszublenden. Deine Geschichsbetrachtung ist der Sache kaum dienlich und kann kaum dazu beitragen, dass Israel eine reelle Chance erhält, zu bestehen zu bleiben. Im Moment sieht es sehr danach aus, dass dieser Staat wieder verschwinden wird, un daraus würden noch viel grössere Probleme entstehen,als wir das heute wissen...

    Shimon1938
     
  8. sage

    sage Guest

    Nicht alle Nichjuden blenden aus....
    Ich finde diesen thread wieder mal eine typische Geschichte von , die palistinensischen Terroristen romatisierenden, Leuten, die von Geschichte null Ahnung und auch daran null Interesse haben und nur das nachplappern, was ihnen von ihren "Helden" vorgelabert wird.


    Sage
     
  9. ph4Se

    ph4Se Guest

    Hallo Shimon,

    opti erwähnt ja extra: die geschichte "nach" der gründung israels.
    und das was er erwähnt, passiert(e) ja auch tatsächlich (den geschichtlichen hintergrund mal ausgeblendet)

    sicherlich hast du mit deinen äußerungen recht, aber ist es nicht irgendwann an der zeit die geschichte geschichte sein zu lassen?
    schließlich leben wir im hier und jetzt.
    man kann doch schandtaten, egal welcher art, nicht mit der vergangenheit "rechtfertigen". sie geschehen immer im hier und jetzt.

    ähnlich ist es bei uns... man darf sich nicht frei äußern, aufgrund von geschehnissen, die lang zurückliegen.

    wie soll es in israel / palästina jemals frieden geben, wenn man sich immer auf dinge aus der vergangenheit beruft?

    die vergangenheit kannst du nicht mehr ändern, da kannst du keinen frieden mehr daraus machen. du kannst nur die zukunft ändern - aber nicht wenn du deine taten aufgrund der vergangenheit rechtfertigst.

    sonst gibt das ist eine neverending story.

    eines interessiert mich noch genauer:

    wie meinst du das?

    lg
    ph4Se`
     
  10. Groovy1974

    Groovy1974 Aktives Mitglied

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    Gar nicht, aber vielleicht ist das ja die Taktik. Wenn wir immer wieder mit anderen Dingen "beschäftigt" werden, dann bleibt der Blick von anderen unschönen Dingen der Jetztzeit entfernt.
    Dabei kommen genau die gleichen Ungerechtigkeiten aus der Vergangenheit wieder ans Licht. Wir aber sollen lieber an unsere Vergangenheit denken, damit das nicht mehr vorkommen kann. Ein Widerspruch insich.
    LG
    Groovy
     
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