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Erklärung der «Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost» (Österreich)

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von Bonobo, 27. Oktober 2006.

  1. Bonobo

    Bonobo Neues Mitglied

    Registriert seit:
    12. April 2006
    Beiträge:
    2.194
    Ort:
    Potsdam
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    Hallo @ All :)

    Ich habe wieder mal zufällig etwas in meinem Briefkasten gefunden, dass ich hier zur Diskussion stellen möchte.

    Es handelt sich um einen Friedensapell jüdischer Gruppen.:cool:

    Es wird die aktuelle Situation im Nahen Osten dargestellt und ein paar "Vorschläge" gemacht, wie dort der Frieden erreicht werden kann.

    Was sagt ihr zu der Darstellung der Verhältnisse?

    Was meint ihr zu den Vorschlägen?




    Nr.42 vom 16.10.2006

    Eine Lehre aus dem Holocaust:

    Nein zur menschenverachtenden Militärmacht Israels

    Erklärung der «Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost» (Österreich)


    Wir wenden uns an alle Menschen, unabhängig von Konfession und politischer Richtung, die für einen gerechten Frieden in Nahost eintreten. «Jede Stimme» ist uns zur Mitarbeit willkommen. Eine Lehre aus dem Holocaust ist für uns, angesichts des geschehenen Unrechts und Verbrechens nicht zu schweigen. Deswegen und aus Besorgnis um die Zukunft der palästinensischen Bevölkerung und Israels haben wir uns zusammengeschlossen. Wir verurteilen die schon seit 1967 andauernde Besetzung der palästinensischen Gebiete. Darüber hinaus teilen wir auch die Sorge der Mehrheit der EU-Bürger, von denen, laut einer EU-Umfrage schon 2005, 59 Prozent der Befragten Israels Politik für eine der grössten Bedrohungen des Weltfriedens halten.
    Israels Krieg gegen Libanon im Sommer 2006 ist das jüngste Beispiel dafür. Schon 1982 hatte Israel weite Teile Libanons zerstört, damals 15 000 bis 20 000 Libanesen und Palästinenser getötet und das Land bis zum Jahr 2000 besetzt gehalten. Im jetzigen, schon seit einem Jahr vorbereiteten Krieg, hat Israel nun wieder einen Grossteil der Infrastruktur Libanons zerstört, dabei über 1000 Menschen getötet, 2/3 davon Zivilisten, 1 Million Streubomben abgeworfen und eine verheerende Ölkatastrophe im Mittelmeer verursacht. Es hat diesen Krieg mit Unterstützung bzw. im Interesse der US-Regierung und auch im eigenen Interesse geführt, um die Souveränität Libanons zu zerschlagen und aus Libanon einen abhängigen Vasallenstaat zu machen. So sollen somit auch die US-Pläne für eine Neugestaltung des «Mittleren Ostens» mit der Zerschlagung der Hizbollah, der Schwächung des Iran und Syriens umgesetzt werden. Die Umsetzung dieser Pläne war ein Fehlschlag. Und nun soll die Welt, das heisst wir alle, von unseren Steuern wiederum, wie in Gaza und Westjordanland, mit Milliarden Euro für den Wiederaufbau all dessen zahlen, was Israel diesmal in Libanon zerstört hat.


    Israel missachtet internationales Recht

    Der von der Uno-Generalversammlung mit 144 zu 4 Stimmen als völkerrechtswidrig abgelehnte Verlauf des israelischen Mauerbaus auf palästinensischem Gebiet wird 15 Prozent des Westjordanlandes, Heimat von 275 000 Palästinensern, von Palästina abschneiden und auf Israels Seite bringen. Laut Uno wird die Mauer 680 000 Palästinenser von ihrer Heimat trennen. Der weitere Ausbau der israelischen Siedlungen auf palästinensischem Gebiet, es leben dort schon etwa 460 000 Menschen, soll letztlich zur Annexion der wichtigsten Landstriche der besetzten Gebiete führen, mit der Absicht, den Palästinensern die Lebensgrundlage zu entziehen, sie wenn möglich zu vertreiben bzw. sonst unter gefängnisähnlichen Bedingungen dahinvegetieren zu lassen. Dieser Ausbau spricht allen Behauptungen Hohn, dass Israels Machthaber mit den Palästinensern Frieden schliessen und ihnen einen Staat zugestehen wollen.
    Israel missachtet seit Jahrzehnten internationales Recht, wie zum Beispiel die Genfer Konvention, die Universal-Erklärung der Menschenrechte, und hat seit 1947 alle UN-Resolutionen, die seine Politik gegenüber den Palästinensern betrifft, ignoriert. Seit der Staatsgründung gibt es die Pläne für ein «Gross-Israel», das hiesse die völlige Vertreibung der Palästinenser, und diese Pläne werden durch den Ausbau der Siedlungen immer weiter vorangetrieben. Ein Ex-General, Chef der nationalreligiösen Partei und früher Regierungsmitglied, meinte 2002, dass die Vertreibung aller Palästinenser verlockend, aber nur unter Kriegsbedingungen durchführbar sei. In den letzten Jahren werden diese Stimmen offener, die sich für eine «ethnische Säuberung» der Palästinenser aus den besetzten Gebieten aussprechen, ebenso wie verlangt wird, dass die arabischen Staatsbürger Israels das Land verlassen sollen. Diese Pläne vertreten bestimmte Gruppierungen in der israelischen Politik.
    Aber welche Partei auch immer in Israel die Regierung stellt, die Verletzung bzw. Tötung der Palästinenser, Landenteignung, Häuserzerstörung, Baumentwurzelung, die Vorenthaltung jeglicher Menschen-, Bürger- beziehungsweise politischer Rechte, die Einkerkerung der Menschen (seit 1967 waren 25 Prozent der Palästinenser, das sind etwa 650 000 Menschen, schon einmal im Gefängnis), die Zerstörung ihrer sämtlichen nationalen und öffentlichen Institutionen und ihrer Infrastruktur und die absichtliche und systematische Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen wird weiter betrieben. Der Zweck dieser Politik des Staatsterrorismus ist die Kolonisierung des Westjordanlandes.
    Es ging und geht Israels Mächtigen nicht um Frieden, sondern um die Annexion von Land!Israel missachtet internationales Recht



    Ich bin gespannt auf eure Meinung.

    Hier ist der Link zu dem ganzen Text :cool:

    http://www.nahostfriede.at/

    Liebe Grüße

    Bonobo
     
  2. FIST

    FIST Neues Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2004
    Beiträge:
    25.988
    Schalom Alechem

    Danke fürs Posten... ich hoffe das hilft hier etwas zu diferenzieren, wenn es um Judentum und Israel geht, denn dass ist etwas, dass man hier in Europa nicht oft zur Kentniss nimmt, das viele Jüdische Organisationen gegen den Krieg und ein paar Radikale sogar gegen Israel sind, dass sie es als Schande empfinden mit einem olchen Land in Verbindung gebracht zu werden - und was noch viel wichtiger ist, dieser Text belegt von Jüdischer Seite, DASS Israel ein Apartheitstaat ist und auf dem Besten Weg ist ein "Rassenhygienischer Staat" zu werden...

    ich bin mal Gespannt, was Benedikt dazu meint

    noch ein PDF von der Seite

    http://www.nahostfriede.at/Genozid in Gaza.pdf ,möge Gott die Piloten schützen die sich weigern bei dem Wahnsinn mitzumachen und ebenso die beiden Journalisten die als einzige in Israel immer wieder pber die Gräuel berichten...

    mfg

    FIST
     
  3. Bonobo

    Bonobo Neues Mitglied

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    Potsdam
    Jetzt hätte ich fast die Vorschläge vergessen...

    Apartheid-Regime Israel nicht unterstützen

    • Wir verlangen, dass die EU sich von der US-Politik im Mittleren Osten distanziert und eine eigenständige Friedenspolitik im Interesse der Völker der Region ebenso wie in unser aller Interesse macht!

    • Wir verlangen, dass die österreichische Politik und die EU, der grösste Handelspartner Israels, jedweden wirtschaftlichen und politischen Druck auf Israel ausüben, um die Regierung zur Einhaltung der UN-Beschlüsse, der UN-Charter sowie der IV. Genfer Konvention zu bringen!
    • Wir verlangen Warenboykott von israelischen Waren aus den besetzten Gebieten beziehungsweise jegliche Sanktionen, inklusive Investitionsstopp!
    • Wir verlangen eine Behandlung des Themas vor dem EU-Parlament!
    • Wir verlangen, dass die EU Israel deutlich macht, dass sie das dortige «Apartheid-Regime» weder finanziert noch sonstwie unterstützt, bis es bereit ist zum Friedenschluss mit dem palästinensischen Volk, im Interesse der Beteiligten und des Friedens auf der Welt!
    • Wir verlangen internationalen Schutz für die Palästinenser durch die Stationierung von UN-Truppen in Gaza und Westjordanland!
    • Wir unterstützen alle Menschen, die zur Verwirklichung dieser Forderung aktiv sind und laden zur Mitarbeit ein.
    – Es wird erst Frieden geben, wenn die palästinensische Bevölkerung nicht mehr täglich schikaniert, beschossen oder bombardiert wird und ihr nicht mehr die Lebensgrundlagen zerstört werden.
    – Es wird erst Frieden geben, wenn die Trennungsmauer abgerissen wird.
    – Es wird erst Frieden geben, wenn es eine gerechte Lösung für das Flüchtlingsproblem gibt.
    – Es wird erst Frieden für Israeli und Palästinenser geben, wenn die Siedlungen in den besetzten Gebieten geräumt werden.
    – Es wird erst Frieden für Israeli und Palästinenser geben, wenn die Besetzung beendet wird.

    Wien, September 2006
    Mit friedlichen Grüssen, «Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost»,
    www.nahostfriede.at

    Viele fragen sich, was kann ich angesichts dieser politischen Lage überhaupt tun? Gegen Unrecht kann man nicht dadurch ankämpfen, dass man darüber schweigt! Informieren Sie Kollegen, Bekannte, Freunde! Leiten Sie unsere Infos weiter! Reden Sie darüber! Das ist ein Beitrag zum Frieden! Wir freuen uns über Diskussionsbeiträge zu unseren Aussendungen an: nahostfriede@gmx.at •

    Quelle: www.arendt-art.de/deutsch/palestina...ust_peace_presseerklaerung_september_2006.htm
    European Jews for a Just Peace is a federation of Jewish Peace groups working and campaigning in 10 European countries.


    Nr.42 vom 16.10.2006 © 2006, Genossenschaft Zeit-Fragen, www.zeit-fragen.ch, Tel.: +41 44 350 65 50, Fax: +41 44 350 65 51
     
  4. Bonobo

    Bonobo Neues Mitglied

    Registriert seit:
    12. April 2006
    Beiträge:
    2.194
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    Potsdam
    Hallo Fist :)

    Ich nehme an Benedikt ist gerade bei seinen Koranstudien ;)
     
  5. Trixi Maus

    Trixi Maus Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    23. Oktober 2005
    Beiträge:
    26.439
    Aloha :)

    Also zunächst einmal fällt mir ein, dass es mit dieser ständigen Gründung von Clübchen und Gegenclübchen niemals zu irgendwelchen friedlichen Lösungen kommen kann. Dieser ganze Glaubens- und Nationalitäts-, Meinungs- und Freiheitswahn geht mir gerade super auf den Piss.:weihna1 Ich frag mich immer, was das alles mit Menschsein 2006 zu tun hat? Wo wir doch heute alle Intelligenz haben müssten und die Konsequenzen für unser Sein doch eigentlich an unserem Leben und seinen Auswirkungen ablesen können. Die Menschen scheinen heute echt irgendwie behämmert zu sein, damit meine ich jetzt keinen persönlich, gell. Wer will schon Lösungsvorschläge für Probleme haben, die nur im Kopf vorhanden sind? Man kann den Menschen ja schlecht das minderwertige Bewusstsein darüber, was Menschsein ist, herausoperieren.

    :liebe1:
     
  6. Dennis1987

    Dennis1987 Mitglied

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    Hallo Bonobo,

    also ich muss zu diesem Schreiben spontan meine Sympathie aussprechen, was dort steht ist die Wahrheit. Wie bereits in anderen Beiträgen geschrieben, es gibt auch jüdische Gruppen, die das, was im nahen Osten passiert nicht billigen, endlich wird das mal durch einen Beitrag untermauert!

    Na also, das zeigt doch gerade zu auf, dass es dort auch leute ähnlich wie Hitler gibt! Fehlt nur noch die Vergasung von Palästinensern, aber man ist ja "modern" und verwendet Bomben und Massenvernichtungswaffen....

    Also meine Stimme haben sie auf jeden fall! Endlich macht mal jemand die Schnauze auf!

    Bin mal gespannt auf Benedikts antwort :lachen:

    so long..

    Dennis

    [edit] Benedikt gibts ja leider nicht mehr. Anscheinend hat jemand durchgegriffen. :dontknow:
     
  7. Blau

    Blau Sehr aktives Mitglied

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    1.336
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    Daß es nicht das "einfache" Volk ist, sei es nun das der Deutschen, der Österreicher oder der Juden, das die Macht hat, einfach weil es sie an Führer abgibt, ist nun wirklich kein großes Geheimnis. Wohin uns diese Führer führen, sollte der Kurs beibehalten werden, ist absehbar. So kann es passieren daß eben jener mehrheitliche Volkswille dem der Herrschenden entgegenläuft, was allerdings nur solange funktioniert, wie die breite Masse der Bevölkerung das Spielchen brav mitspielt oder sich gar über die Massenmedien von ihren Herrschern umstimmen lässt. Der Unmut des Volkes will kanalisiert sein und "Schuldige" werden ihm dargeboten. Zumeist stammen diese gar aus des Volkes Mitte, denn ein einig Volk ist den Führern ein Graus. Angefangen bei politisch Extremen Menschen, über die schlechte Konjunktur und Wirtschaftslage, bis hin zum faulen, übergewichtigen Arbeitslosen gibt es reichlich "Schuldige".
     
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