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Grenzen...

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Maraiah, 14. September 2005.

  1. Maraiah

    Maraiah Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    26. Juli 2005
    Beiträge:
    7.663
    Ort:
    Siebengebirge
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    habt ihr grenzen ?

    woher wißt ihr, wenn ihr an eure grenzen stoßt ?
    wie machen sie sich bemerkbar ?
    wie geht ihr damit um ?
     
  2. WyrmCaya

    WyrmCaya Neues Mitglied

    Registriert seit:
    25. März 2004
    Beiträge:
    12.942
    Ort:
    Caya und Wyrm wohnen in Wien
    ja, habe ich, grenzen.
    meine grenze liegt da, wo das angegriffen,
    was an mir echt ist.

    wenn ich leide, dann weil ich mich verletzt habe
    oder weil meine echtheit verletzt wurde oder ich das echt-sein
    von jemand anders verletze.

    wenn ich jemand nicht so nehme wie er/sie ist,
    sondern ihnen ein bild überstülpe und nach diesem
    (ver)urteile und formen will (z.b. ein bild über mich selbst,
    also eine vorstellung von wyrm statt wyrm.. das ging über 2 jahrzehnte),
    dann verursacht das leiden.

    meine grenze übertritt alles was mich
    beschneiden, bzw. meinen freien willen
    (meine freiheit) einschränken will, solange dies
    nicht nach den vorgegebenen gesetzen der
    polarität geschieht, sondern aus egoistischen/manipulativen
    dualistischten motiven.

    manchmal lasse ich es durch, manchmal nicht.
    dann gugg ich was ich nicht durchlasse, wieso
    ich darunter leide und wie ich das ändern kann.
    ich arbeite sehr viel an mir selbst und bemühe mich,
    um die fähigkeit der achtung zu meinen mitmenschen zu entwickeln.

    und um das zu verwirklichen, arbeite ich an mir selbst,
    denn wie soll ich den anderen achten, wenn ich mich selbst
    nicht ganz annehme und achte.

    und wenn die grenzen übertreten werden (wenn ich verletzt
    werde oder jemanden verletze) dann halte ich mich nicht mit
    schuldfragen auf, denn dazu gehören immer mindestens zwei,
    sondern verarbeite das.
    und wenn jemand die grenzen meiner lieben (das schliesst mich selbst ein) verletzt, dann kämpfe ich.

    die meisten meiner kämpfe bis jetzt führte ich gegen mich selbst.
    nur war mir das lange nicht bewusst.

    und schliesslich tue ich das einzige was mir
    übrig bleibt.. verzeihen (auch mir selbst)
    und die dinge so nehmen wie sie sind.

    :)
     
  3. Haris

    Haris Guest

    Liebe Mara,

    Meine Grenzen bermerke ich immer, wenn ich überhaupt etwas bemerke. Mitten im Alltag bleibe ich stehen und bemerke: oh, ich merk ja was. Es kann sein es ist körperlich, z.B. heute fühle ich mich die ganze Zeit fiebrig, es kann sein es ist gedanklich in Form von Fragen oder Verwunderung über etwas "unnormales" oder Abweichendes, es kann sein es sind Worte. Meine Ideen von meiner Vergangenheit ist eine Grenze, meine Ideen von meinen Freunden sind Grenzen und ganz stark knall ich gegen Grenzen, wenn ich nach den Ideen frage, wer oder was ich selbst eigentlich bin.

    Wie gehe ich damit um? Bei mir persönlich ist es so, daß ich das Gefühl, dauernd gegen Grenzen zu krachen nicht mehr ertrage, es macht mich richtiggehend krank. Deswegen meditiere ich und geh auf Forschungsreise nach innen, wo all die Grenzen sind.Dort angekommen weiche ich nicht mehr aus, wie ich es gewohnheitsmässig sonst immer tue, sondern versuche an der Grenze zu bleiben und ihrem Verlauf ein bißchen zu folgen. Es entspannt mich meistens null, im Gegenteil, führt mich nochmehr an die Grenzen. Wundersamerweise stelle ich dann aber immer wieder fest, daß die Grenze gar nicht fest ist und daß ich überhaupt nicht feststellen kann, woher sie gekommen ist. Dann ruhe ich mich in diesem "ich weiss nicht" ein wenig aus, bis mein Geist mich wieder wegreist und gegen die nächste Mauer schleudert. Und so geht das jetzt ziemlich rasant, ich hau mir ganz schön das Hirn an,und ganz selten, wenn ich mich traue, an der Grenze länger stehen zu bleiben, wird alles für einen kurzen Moment luftig und leicht. - einen besseren Weg, mit meinen Grenzen umzugehen habe ich noch nicht gefunden -

    Lieben Gruss,

    Haris
     
  4. Sharon

    Sharon Guest

    Hallo Mara,

    ja die lieben Grenzen, das ist auch bei mir immer wieder mal Thema. Irgendwie hat das Ganze etwas Paradoxes an sich, was mir in letzter Zeit öfters auffällt. Einerseits muss man einfach in gewissen Situationen Grenzen setzen, wenn uns etwas weh tut oder jemand uns verletzt. Es ist ein Lernprozess, der viel mit dem eigenen Selbstwertgefühl zu tun hat, anderen gegenüber zu zeigen, bis wohin sie gehen dürfen und wo die eigenen Grenzen sind. Andererseits, wenn uns jemand weh tut in einem bestimmten Punkt, zeigt das auch immer, dass es dort noch etwas aufzuarbeiten gilt, denn sonst müssten wir keine Grenze setzen. Grenzen verhärten und zwängen ein, deshalb können Grenzen immer nur so etwas wie ein "Übergang" sein, wenn man sich weiterentwickeln möchte. Ist schon irgendwie paradox, Grenzen setzen zu lernen, um dann wieder zu lernen, sie loszulassen... :zauberer1

    Liebe Grüsse Dir, Sharon
     
  5. Haris

    Haris Guest

    Grenzen verhärten und zwängen ein, deshalb können Grenzen immer nur so etwas wie ein "Übergang" sein, wenn man sich weiterentwickeln möchte. Ist schon irgendwie paradox, Grenzen setzen zu lernen, um dann wieder zu lernen, sie loszulassen... :zauberer1

    Hi Sharon,

    ja, so erlebe ich es auch, Grenzen sind ein Übergang zur Grenzenlosigkeit, dorthin, wo man losgelassen hat. Wie machst Du es, sie loslassen? Geht das überhaupt, loslassen? Was passiert in einem, wenn man es schafft, loszulassen? Ist es eher aufgeben oder eher kämpfen und gewinnen und dann eher eine Entspannung nach einem gewonnen Kampf? Ist es für Dich eher etwas, das von selbst geschieht, wenn Du Dich bei der Konfrontation mit der Grenze entspannst, durchlässiger wirst, oder kriegst Du irgendwie den "Dreh" raus, also mehr technisch, wie Du die Grenze überwinden kannst. Bei mir ist es eher ein Forschen, woher die Grenze kommt und was dahinter ist. Aber vielleicht ist es ja dasselbe.

    Lieben Gruss,

    Haris
     
  6. HerrHundi

    HerrHundi Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    29. April 2005
    Beiträge:
    1.336
    Ort:
    Zwinger
    Werbung:
    Nein. :D
     
  7. Chrisael

    Chrisael Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2005
    Beiträge:
    1.174
    In meinen Verstand sind zigtausende Grenzen. Die sind so verdammt schwer zu durchbrechen.

    Außerdem stoße ich im Gesellschaftlichen Bereich schnell an meine Grenzen. Ich kann kaum mit fremden Leuten reden. Du mir schwer mit Kontakte schliessen. Na zum glück hab ich meine Handvoll Freunde.
     
  8. Sharon

    Sharon Guest

    Hi Haris,

    bei mir ist es auch ein Forschen, klar, ich glaub ohne gehts gar nicht :). Es ist wie alles ein Prozess. Das Loslassen geschieht automatisch in dem Moment, wenn es keinen Grund mehr gibt, um eine Grenze länger aufrechterhalten zu müssen. Also wenn jemand mich verletzt, ärgert, nervt, was auch immer, dann ist das Grenze-Setzen zuerst einmal die Anerkennung von meiner eigenen Verletzlichkeit, und das ist auch völlig in Ordnung so. Grenzen sind manchmal notwendig, überlebensnotwendig, etwas dramatisch gesagt :rolleyes: Vielleicht geht es auch gar nicht darum, die Grenzen bewusst loszulassen, sondern eher in sich nachzuschauen, warum eine solche überhaupt notwendig ist. Der Rest löst sich dann von selbst, ganz automatisch. Es ist nichts, was man "tun" müsste, es geschieht einfach.

    Für mich fühlt es sich auf jeden Fall mehr nach aufgeben an... mit Kämpfen kommt man glaube ich nie sehr weit. Was geschieht dann? Ja, man wird durchlässiger, dieses Wort hast Du wirklich schön gewählt, so erlebe und fühle ich es auch :).

    Liebe Grüsse, Sharon
     
  9. WyrmCaya

    WyrmCaya Neues Mitglied

    Registriert seit:
    25. März 2004
    Beiträge:
    12.942
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    Caya und Wyrm wohnen in Wien
    Für mich ist es kämpfen, gewinnen durch verlieren, loslassen und
    hingeben :)

    Das empfinde ich nicht als dramatisch gesagt, genauso is es meiner Meinung
    nach. Alle meine Grenzen aus der Vergangenheit stammen aus Notwendigkeit
    um in dieser Gesellschaft zu überleben.

    Als Kind/Jugendlicher hatte ich keine andere Wahl. :)

    -----

    :)

    Der Kampf des Kriegers:

    Der Krieger ist kein Soldat. Er kämpft nicht
    gegen andere.
    Jeder Kampf des Kriegers ist ein Kampf, den
    er gegen sich selbst führt.
    Der Krieger kämpft mit sich selbst, um nicht
    mehr mit sich selbst zu kämpfen.
    Er gewinnt, indem er verliert.
    Jeder Krieger ist ein Soldat, bevor er ein
    Krieger wird.
     
  10. Inti

    Inti Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2004
    Beiträge:
    12.236
    Ort:
    Nordhessen
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    hi mal ein neues Thema sehr gut

    Grenzen sind immer und überall vorhanden in dieser Welt - selbstgezogene und welche, die die Umwelt zieht - Physische Grenzen - psychische Grenzen - mentale Grenzen. Auf der physischen Ebene setzen mir meine körperlichen Fähigkeiten meine Grenzen - diese Grenzen kann ich erweitern indem ich dazulerne - erst den Hausberg besteigen dann die Eiger-Nordwand. Unsere Haut ist die erste Grenze an der unser Körper Gifte und Bakterien abwehrt - dort findet der erste Kampf statt, der dann im Körper weitergeht. Dieser Kampf hat etwas mit Überleben des Individuums zu tun - wenn ich auf der Physischen Ebene diese Grenzen überwinden und eins werden will - dann geht das nur durch die körperliche Verwesung, was wir als Tod bezeichnen.

    Auf der geistig-mentalen Ebene setzt mir mein Wissen meine Grenzen, aber auch diese Grenze kann ich erweitern indem ich dazulerne.

    Auf der psychischen Ebene setze ich Grenzen durch meine Überzeugungen durch meine Glaubenssätze wie diese Welt beschaffen ist, wie ich mich im Ggensatz zur Welt einschätze und wie ich das beurteile was ich im Außen wahrnehme. Diese meine Grenze hat 2 Seiten - die die ich sehe und die, die die anderen sehen. Ich kann diese Grenze als Schutz vor Verletzung aufbauen oder weil ich Angst habe mich zu verlieren "Boderliner" - "Grenzgänger".

    Ich frage mich ist es möglich die Grenzen der Physis zu leben, aber im geistig-seelischen Bereich grenzenlos zu sein? Das kann doch nur in der Anstalt enden oder? Jeder der sich als Ich wahrnimmt, hat damit schon eine Grenze gezogen zu jedem anderen Ich. Und wenn ich mich nicht mehr als Ich wahrnehme kann ich in diesem Körper auch nicht mehr selbstverantwortlich leben und muss gefüttert werden.

    Liebe Grüße Inti
     
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