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Gemeinsamer Nenner

Dieses Thema im Forum "Familienaufstellung" wurde erstellt von Phönix, 10. Dezember 2003.

  1. Phönix

    Phönix Mitglied

    Registriert seit:
    10. Juli 2003
    Beiträge:
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    Schwabenländle
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    Wer kann mir helfen, den gemeinsamen Nenner zwischen Reinkarnation und systemischem Familienverbund / Sippe zu finden?

    Hat sich von Euch schon mal jemand mit Reinkarnation und Familien-Stellen befasst ?

    Ich bin von beiden Themen fasziniert, aber kriege sie nicht so ohne weiteres unter einen Hut.

    Wer kann etwas dazu schreiben ? .... -> Bitte echt aus eigener Erfahrung, nicht nur Passagen aus Büchern usw. zitieren.

    Ich freue mich über alle Antworten!

    Liebe Grüße

    Phönix

    :flower2:
     
  2. ChrisTina

    ChrisTina Sehr aktives Mitglied

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    Im Himmelreich des Ortes, wo die Götter Schach spi
    Hi Phönix,

    warum muß es unbedingt einen gemeinsamen Nenner geben? Ich gestehe, ich habe noch nie daran gedacht, es zu versuchen, die beiden unter einen Hut zu bringen.

    Wenn, dann wäre es für mich, dass beide Methoden dazu führen, dass ich etwas erkenne und mit anderen Augen hinschauen kann.

    Ansonsten geht es bei Aufstellungasarbeit um das Familiensystem - oder Organisationssystem - da schaue ich hin, was ich von jemand anderem übernommen habe, mit wem ich systemisches verstrickt bin, erkenne, was ich trage, dass mir nicht zusteht, usw..

    Bei Reinkarnation geht es um mich und meine früheren Leben und das, was ich mir an Karma aufgebaut habe - oder auch, was ich irgendwann mal beschlossen habe "So nie wieder" oder "Mit mir nicht mehr".

    In beiden Fällen ist es so, dass, sobald ich es erkenne, ich es lösen kann - wie, hängt von der eigenen Veranlagung ab und ist wieder so unterschiedlich wie die Muscheln am Strand.
     
  3. Phönix

    Phönix Mitglied

    Registriert seit:
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    Schwabenländle
    Hallo Christina,

    danke für Deine Antwort, Du kannst tatsächlich beide Bereiche so nebeneinander stehen lassen?
    Ich möchte noch mal kurz meine Frage erläutern, denn für mich sind diese Themen total gegensätzlich, um nicht zu sagen, sie schließen einander aus.

    1. Reinkarnation / Karma -> ich ernte, was ich (!) gesät habe, nebenbei und vor allem : ich lerne (immer weiter)

    2. Das Familiensystem -> weil die Sippe vielleicht Großvater, Tante .... nicht genügend "gewürdigt" hat, oder der Onkel ein Mörder war, oder oder oder ... ist jetzt ein Nachkomme "verstrickt" und muß diese Verstrickung erst lösen, bevor er ein (normales) Leben führen kann.

    Ich habe einige Bücher über Bert Hellinger und Familienstellen gelesen, und bin ehrlich total beeindruckt. Nur mein Verstand ist nicht zufrieden, er will mehr

    -> eben diesen gemeinsamen Nenner.

    Mir ist auch die Frage wichtig : wo komme ich her, wo gehe ich hin ??
    Hier finde ich bei Hellinger keine Anhaltspunkte, wohl aber in der Beschäftigung mit dem Reinkarnationsgedanken.

    Liebe Grüße

    Phönix

    :flower2:
     
  4. ChrisTina

    ChrisTina Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. Juli 2003
    Beiträge:
    4.988
    Ort:
    Im Himmelreich des Ortes, wo die Götter Schach spi
    Hi Phönix,

    ich gestehe, ich habe nicht viele Bücher über Aufstellungsarbeit gelesen - nur die wichtigsten - aber ich hab 4 Jahre lang eine Ausbildung zum Aufstellungsleiter gemacht - und an fast 200 Aufstellungen bis jetzt teilgenommen - und einige davon auch selbst geleitet.

    Vielleicht sind die beiden Methoden nicht vereinbar, für mich sind sie es, weil etwas größerer darüber steht - die Selbstverantwrotlichkeit für mein Leben.

    Ich war schon vor Beginn der Beschäftigung mit Aufstellungsarbeit davon überzeugt, dass ich mir vor meiner Geburt selbst ausgesucht habe, was ich in dieser Inkarnation erreichen will.

    Und darum mußte ich genau zu der Zeit, genau an dem Ort und genau mit diesem System geboren werden, damit ich meine Lernerfahrung machen kann.

    Das ist für mich so selbstverständlich, dass ich bei meinem vorigen Beitrag überhaupt nicht daran dachte - es ist mir jetzt erst wieder aufgefallen, dass ich es als gegeben angenommen hatte - sorry.

    Vielleicht wirds jetzt etwas klarer, warum es für mich kein Problem darstellt, die beiden Methoden nebeneinander stehen zu lassen.

    Für mich hat der Mensch auch unterschiedliche Schichten von Problemen - ich stell mir das vor vor wie eine Zwiebel - und ich trag Schicht um Schicht ab - einiges mit Aufstellungsarbeit - anderes durch Rückführungen - und wenn das eine nicht *greift* verwend ich das andere - oder eine ganz andere Methode :)
     
  5. Phönix

    Phönix Mitglied

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    Schwabenländle
    Hallo ChrisTina,

    ja der Vergleich mit der Zwiebel gefällt mir
    -> mehrere Schichten von Wahrheit und Weisheit, und man weiß nie, was sich mit der nächsten Schicht noch zeigt.

    Liebe Grüße

    Phönix

    :flower2:
     
  6. jake

    jake Sehr aktives Mitglied

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    hi phönix!

    in meinem verständnis ist reinkarnation keine methode, sondern die sichtweise deiner existenz als inkarnation, vermutlich als karmabeladene, erlaubt dir, das, was du im hier & jetzt zu tragen hast, aus früheren inkarnationen zu erklären. wenn du deine inkarnationen betrachtest, gewinnst du erkenntnisse und einsichten.

    familienstellen oder systemische strukturaufstellungen sind eine methoden, um verstrickungen (aber nicht nur verstrickungen) in ein "reales" feld zu stellen, wo damit umgegangen wird... am allerwenigsten zum gewinnen von erkenntnissen, sondern um einen weg zum lösungsbild zurückzulegen, der über rituale, stellungsarbeit, hypnotherapeutische elemente etc. führt.

    ich habe aufstellungen erlebt, in denen von der aufstellungs(beg)leiterin auch karmische verbindungen mit früheren inkarnationen im "wissenden feld" gesehen und in die auftsellung einbezogen wurden... mit durchaus überzeugenden resultaten. da wurden dann sogar karmische bindungen rituell durchtrennt etc. ... wobei ich an meine grenzen stoße: wenn eine verbindung wirklich karmisch ist, wer ist dann eine aufstellerin, die das einfach aufheben könnte? aber bitte, wenn wir die arbeit an ihren früchten erkennen, dann hat auch das funktioniert, und vielleicht ist es eh nicht so wichtig, welche begriffe wir für die wirklichkeiten und energien wählen, die da im spiel sind.

    zu den fragen, wo komme ich her und wo gehe ich hin, liefert hellinger durchaus antworten: er sagt, er respektiere die grenzen jenseits von tod und geburt und erweise ihnen dadurch die ehre, dass er nicht neugierig durch schlüssellöcher blicken wolle. was für dieses leben bedeutsam sei, zeige sich ohnedies in diesem leben. eine anschauung, die mir sehr sympathisch ist...

    und zur inkarnation: da gibt es ja auch unterschiedliche modelle. die vorstellung, dass es immer meine "identität" (was auch immer das sein mag) ist, die inkarniert, ist ja auch nur eine mögliche. andere - viele buddhisten - haben inkarnationen in den unterschiedlichsten identitäten vor augen, und das wäre dann ja durchaus auch mit den verstrickungen der phänomenologischen aufstellungsarbeit a la hellinger vereinbar, oder?

    soweit mal... alles liebe, jake
     
  7. Phönix

    Phönix Mitglied

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    Schwabenländle
    hallo jake,

    vielen Dank für Deine Ausführungen.

    Also ich fasse zusammen :

    Reinkarnation : woher komme ich ?

    Systemische Aufstellungen : ich löse ...

    Eigentlich tatsächlich optimal, ich muß das noch gedanklich auf mich wirken lassen.

    Wenn ich Dich richtig verstehe, dann hast Du sehr viel praktische Erfahrung, was Aufstellungen betrifft.
    Das ist etwas, was mir (noch) fehlt, dadurch bekommt ja der eigene rote Faden Stabilität und Richtung.

    Ich habe vor wenigen Wochen an einer Aufstellung teilgenommen, eine Mutter hat für ihren 15 jährigen Sohn, der sehr schwierig ... ist, aufstellen lassen.

    In der Aufstellung hat sich gezeigt, daß der Sohn mit seinem Großvater väterlicherseits verstrickt war, dieser hat sich das Leben genommen, als der Junge
    1 Jahr alt war.

    Was für mich hier jetzt interessant wäre zu wissen :
    Hat sich durch die Aufstellung etwas geändert ?

    Meines Wissens hat sich Bert Hellinger nie sehr um die "Nachsorge" gekümmert.

    Hast Du Erfahrungen, ob sich das Leben nach einer Aufstellung tatsächlich manchmal / häufig / immer wesentlich ändert, und macht es einen Unterschied, ob ein Betroffener selber aufstellt, oder ein anderer (wie in meinem Beispiel die Mutter) ?

    Liebe Grüße

    Phönix

    :flower2:
     
  8. jake

    jake Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    hi phönix!

    es gibt inzwischen so unendlich viele aufstellungs-varianten, darunter wohl auch solche, in denen "für andere" aufgestellt wird. ich halte selber wenig davon... wenn aber die mutter ihre schwierigkeiten mit ihrem sohn aufstellen wollte, das wäre ein völlig anderer fokus. und was immer sich IM system ändert, es ändert auch DAS system.

    ich weiß aus eigener erfahrung, dass aufstellungen "über nacht" und sehr tiefgreifend änderungen bringen können. bei mir selbst waren jahrzehnte einer extrem spannungsgeladenen mutterbeziehung nach einer aufstellung "im handumdrehen" im reinen... und zwar auf gegenseitigkeit, obwohl meine mutter 1000 km entfernt lebte. und nach einer aufstellung an einem samstag des vergangenen sommers, in dem unter anderem meine wirtschaftliche talsohle im kontext einiger vaterthemen "dran" war, läutete am montag drauf das telefon, und ich erhielt aufträge, anfragen etc. der reihe nach. es wirkt, es ist manchmal geradezu sagenhaft, wie es wirkt, und ich kann die skepsis gut nachvollziehen, mit der fernstehende das betrachten. wie oft werden in therapien schon "wunder" erlebt!? :)

    es gehört wohl aber auch dazu, die aufstellung "nehmen" zu können ... oft wird versucht, das alles auf die begriffliche ebene zurückzuholen, die nie dem ganzheitlichen einer aufstellungs-erfahrung angemessen sein kann. damit wird die aufstellung auf "erkenntnis" reduziert, während laut hellinger oft gerade das wirkt, "was dunkel bleibt" ... was in worte nicht zu fassen ist. daher auch seine skepsis gegenüber nachbetreuung durch gespräche etc.

    matthias varga von kibéd und insa sparrer, die in ihren systemischen strukturaufstellungen einen eher konstruktivistischen ansatz verfolgen, treten hingegen für vor- und nachgespräche ein, wobei auch bei ihnen nicht die aufstellung selbst zerredet wird, sondern die anschließenden schritte, die durch die aufstellung initiiert wurden, das thema sind. dabei kommt im wesentlichen die zirkuläre fragetechnik der lösungsorientierten kurzzeittherapie nach steve de shazer zur anwendung: "alle lösungskompetenz liegt beim klienten, der therapeut hat nur die fragekompetenz".

    ich wünsch dir interessante eigene erfahrungen - auch wenn du als repräsentant in einer aufstellung stehst, bekommst du ja die bewegung mit, bekommst du auch deine eigenen impulse. wie gesagt, auch jenseits der begriffe...

    alles liebe, jake
     
  9. Phönix

    Phönix Mitglied

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    Hallo Jake,

    endlich komme ich dazu Dir zu antworten - ohne viele Worte -
    Du hast mir tatsächlich ein ganzes Stück weitergeholfen,
    danke vielmals.

    Liebe Grüße

    Phönix

    :flower2:
     

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