1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
  2. Willkommen im grössten und ältesten Esoterik-Forum!
    Hier findest Du alles zu Astrologie, Lenormand und Tarot, Karten legen, Feng-Shui, Traumdeutung, Religion und Spiritualität, Engel, Familien-Aufstellung, Gesundheit, Reiki
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

  3. Esoterikforum Adventkalender 2016
    Wir wünschen Dir einen friedlichen Advent.

Drachen

Dieses Thema im Forum "Schamanismus" wurde erstellt von Kiah, 23. Mai 2004.

  1. Kiah

    Kiah Mitglied

    Registriert seit:
    17. März 2004
    Beiträge:
    739
    Ort:
    NRW
    Werbung:
    Drachen,

    beliebte Fantasywesen
    Monster
    Freunde (unendliche Geschichte)
    Elementarwesen

    Wie auch im Magieforum, möchte ich die Frage hier nochmal stellen, allerdings unter schamansichen Gesichtspunkten.

    Was wisst ihr über Drachen? Wie habt ihr von ihnen erfahren? Sind sie euch sympathisch oder eher nicht? Was für Arten von Drachen gibt es? Welche Bedeutung haben sie?

    Ich möchte hier alles, was ihr über Drachen wisst, sammeln.

    Liebe Grüße
    Kiah
     
  2. andrea b.

    andrea b. Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. Oktober 2003
    Beiträge:
    1.018
    Ort:
    wien
    Wenn du einem Drachen begegnest, sei höflich und begrüße ihn freundlich. Falls es dann so aussieht, als wolle er dich zum Frühstück verspeisen – nicht gleich wegrennen. Er lächelt nur ...



    Falls ein Drache dir die Klaue zur Begrüßung reicht, überleg‘ dir genau, ob du sie auch annimmst ... es könnte ein wenig schmerzhaft werden.





    Nenne einen Drachen niemals bei seinem richtigen Namen – das wird er die nie verzeihen (und wenn du Pech hast, wirst du ihn auch nicht mehr los ...)





    Drachen sind richtige Geheimniskrämer. Versuche nicht, ihnen Löcher in den Bauch zu fragen – das könnte böse Folgen haben!





    Kleiner Tip für Raucher: frag‘ einen Drachen nie, ob du mal Feuer haben kannst.





    Manche Drachen haben Freude daran, anderen ihr Wissen zu vermitteln, im Klartext: die meisten sind ziemliche Klugscheißer ;-). Versuche wenigstens halbwegs so zu tun, als würdest du ihnen zuhören *g*.





    Laß dich nie mit einem Drachen auf irgendwelche Ratespielchen ein – denn du wirst dabei immer den Kürzeren ziehen.





    Laß einen Drachen unter keinen Umständen an deinen PC! Er wird dir nur die Tastatur zertrümmern bei dem Versuch, eine E-Mail zu schreiben!





    Drachen hüten ihre Schätze wie ihren eigenen Augapfel. Falls du vorhast, dich in ihrem Hort zu bedienen, vergewissere dich erst, daß niemand zu Hause ist ...





    Falls ein Drache sich bei dir zum Wochenend-Besuch eingeladen hat, dann nimm vorsichtshalber das Anti-Schuppen-Shampoo aus der Dusche. Könnte fatale Folgen haben.





    Die meisten Drachen sind ziemlich verfressen. Den Kühlschrank mußt du aber trotzdem nicht abschließen – bring lieber deine Haustiere in Sicherheit!






    Literatur besitzt für einen Drachen einen sehr hohen Stellenwert – und ist eine gute Möglichkeit ihn zu beschäftigen, falls er anfängt, dir auf die Nerven zu gehen.





    Drachen sind sehr stolze und ehrenhafte Wesen. Verspotte sie niemals, denn sie brauchen lange, bis sie aus ihrem Schmollwinkel wieder hervorkriechen.





    Drachen leben im Einklang mit der Natur und beziehen meist auch ihre Magie aus ihr. Verzichte aufs Blumenpflücken, wenn ein Drache in der Nähe ist, und räum‘ vor allem deinen Müll wieder weg ...





    Wenn man Drachen jedoch mit Respekt behandelt, sind sie meist äußerst hilfsbereite Zeitgenossen und können kaum eine Bitte abschlagen.





    Drachentöter aufgepasst: Manche Drachen erkennen oft nicht den Ernst der Lage, also nicht erschrecken, wenn sie ein wenig anders reagieren, als ihr euch das vorgestellt habt ...





    Trotz allem: die glücklichsten Menschen auf Erden sind diejenigen, die einen Drachen ihren Freund nennen können. Es ist einfach unvergleichlich ...


    alles liebe
    andrea bacher
    www.aquariusnet.at
     
  3. andrea b.

    andrea b. Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. Oktober 2003
    Beiträge:
    1.018
    Ort:
    wien
    DRACHE
    Der Drache ist ein mythisches Tier, das gewöhnlich als riesige, geflügelte, eidechsenartige Kreatur mit schuppigem Körper und gegabeltem Schwanz dargestellt wird. Bibeleiferer haben den Drachen mit dem Teufel und dem Bösen assoziiert, doch in alten Zeiten galt er in den meisten Kulturen als Wohltäter, der im Inneren der Erde - in Höhlen und in Seen - haust.
    Das Wort »Drache« leitet sich vom griechischen Wort für »Schlange« ab, was darauf deutet, daß er eher einer Schlange ähnelte. Dieses Wort hat aber auch die Bedeutung von »sehen«, und dem Drachen wurde oft ein forschender Blick zugeschrieben, eine Eigenschaft, die er als Krafttier tatsächlich besitzt. Die Chinesen betrachteten ihn als einflußreiches, wohlwollendes Wesen. In ihrer Kosmologie war der azurblaue Drache der »Hüter« des östlichen Palastes und mit den Kräften der aufgehenden Sonne, des Frühlings und des Holzes verknüpft, was auf eine Verbindung mit Neuanfängen und Wachstum hinweist. Der Drache ist einer der zwölf Tiere der chinesischen Astrologie, wo er mit Stärke und Furchtlosigkeit, mit Energie und Gesundheit und mit Wohlhabenheit und Erfolg assoziiert wird. In der Mythologie der Britischen Inseln und des europäischen Festlandes stand er für die elementare Erdkraft und die Vitalität des Landes.
    Der Drache des Altertums wurde keineswegs gehaßt oder gefürchtet, sondern vielmehr verehrt. Erst die christlichen Missionare machten aus ihm, wie auch aus anderen gütigen »Gottheiten«, einen Diener des Teufels und ein Symbol für die übelwollenden Mächte, die von den »Heiligen« besiegt wurden.
    Erscheint Ihnen ein Drache als Krafttier, so brauchen Sie ihn nicht zu fürchten. Schließlich war er in alten Zeiten oft ein Symbol für Reichtum. Aus schamanischer Sicht mag dieser Reichtum allerdings eher spiritueller dann materieller Natur sein, denn der Drache gilt als Hüter des in der Tiefe des Unbewußten verborgenen Schatzes, ein Schatz, der nur schwer zu bergen ist. Ein Drache wird oft mit flammendem Atem dargestellt, doch dieses Schlangenfeuer ist die »elektrische« Energie in der Chrakra-»Höhle« an der Steißbeinspitze, die aufsteigt, wenn das Höhere Bewußtsein erweckt worden ist. Mit anderen Worten, der Drache ist ein Zeichen für Initiation!

    Grundbedeutung: Initiation.
     
  4. Kiah

    Kiah Mitglied

    Registriert seit:
    17. März 2004
    Beiträge:
    739
    Ort:
    NRW
    Danke für deine ausführlichen Antworten! :)

    Der Drache ist also ein Tier der Initiation? Er verkörpert das Unbewusste?

    Hmm, du hast auch geschrieben, dass viele Menschen glauben, dass es den Drachen wirklich gibt. Er kommt ja in fast jeder Kultur vor. Waren mit dem Wort "Drache" einfach große Echsen gemeint oder gab es den Drachen als eigenständige Tierart?

    Grüße
    Kiah
     
  5. Wolpertinger

    Wolpertinger Guest

    wie bereits Andrea B. erwähnte stand der Drache auch symbolisch für Erdkräfte; wurde auch früher in der Geomantie verwendet.
    früher: 2 Drachen kämpfen um die Vorherrschaft.
    heute: Kreuzung von 2 starken Energielinien ( heute steht dort meistens ein Baum mit starken Wucherungen, manchmal steht auch an der Stelle eine Kirche und der Altar genau an diesem Punkt).

    aber zum Thema:
    Drachen sind auch Energiewesen auf der Astralebene, teilw. ziemlich bunt.
    Auch mal darauf achten wo sich z.B. in den chinesischen Märchen die Drachen aufhalten. Das ist dann meist auch ein Übergangspunkt zur Astralebene. Entweder in einer Höhle, auf dem Grunde eines Sees, usw.
    Das sind auch meistens Ausgangspunkte ( in die man sich gedanklich hineinversetzt) für Astralreisen der Shamanen.
     
  6. Regina

    Regina Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. November 2003
    Beiträge:
    5.767
    Werbung:
    Wie die Farben verschiedene Aspekte des Lichts wiederspiegeln, gilt das auch für das Tierreich....bzw sein Grundmuster.
    Nicht für alle Aspekte gibt es Übersetzungen in der menschl.Sprache.
    Der Drache symbolisiert die in Erscheinung tretenden Urkräfte der Erde.
    Von daher kann er dem Menschen dienen oder der Mensch sich von Ihm bedroht fühlen.
    LG
    Regina
     
  7. Namo

    Namo Guest

    Hi Kiah,
    mir sind zwei verschiedene 'Drachen' bekannt. Der eine Drachen entstammt dem Himmel und der andere dem Gilgamesh Epos.

    Der Drachen, der dem Himmel entstammt ist die Milchstraße. Dieser Drache, der auch Schlange oder Wurm (Midgardsorm = 'Wurm der mittleren Welt im [Welten-]Baum Yggdrasil) genannt wird, ist mit Kopf und Schwanz zwischen dem Sternbild Cassiopeia und Schütze zu finden. Er umspannt die Erde überall und er ist in allen Kulturen der Welt bekannt. Es war wohl auch der Namensgeber für den sog. Drachenkopf und Drachenschwanz in der Astrologie, einem nicht sichtbaren Punkt auf der Ekliptik, wo die Bahn des Mondes die Ekliptik schneidet. Dort, wo die Mondbahn von Süden nach Norden aufsteigend die Ekliptik schneidet, ist der aufsteigende Mondknoten oder Drachenkopf und dort, wo die Mondbahn von Norden nach Süden schneidet, ist der absteigende Mondknoten oder Drachenschwanz. Es scheint, daß die Menschen seit langer Zeit in aller Welt viel Arbeit darin investiert haben (Stonehenge, etc.), diese am Himmel rückwärts durch den Tierkreis wandernden nicht sichtbaren Mondknoten zu wissen (In großen nördlichen Breiten sind die Bewegungen der Mondbahn genauer zu bestimmen, als in Ländern mit kleineren geografischen Breiten). Nicht nur um Finsternisse zu bestimmen, sondern auch um das Thema vergangener Leben von Geborenen zu deuten. Die genaue Kenntnis des Winkels des absteigenden Mondknoten in Bezug zum Horizont kann darüber Auskunft geben; in der indischen Astrologie sind die Mondstationen Rahu und Ketu (Mondknoten) und ihre Bedeutungen seit langer Zeit bekannt.

    Der andere Drache, der dem Gilgamesh Epos entstammt, und in viele Mythen - darunter die (Hebräische) Bibel - Einzug genommen hat, hat eine ganz andere Bedeutung. Er ist ein Symbol für die rein physische Gewalt in der Sexualität, welche der Seele Leid zufügt. Alle Mythen, in denen dieser Drache besiegt wird, symbolisieren damit den Respekt vor der Heiligkeit der göttlichen Seele, der durch das Erkennen der Göttlichkeit der körperlich/spirituellen Vereinigung von Mann und Frau entsteht. Erst dann, wenn in der Sexualität auch das andere Wesen als Teil Gottes gesehen wird (und nicht nur als ein Objekt der eigenen Lust des Lebens), ist dieser Drache besiegt (Dies ist das eigentliche Thema des Gilgamesh Epos als Ganzes).

    Dieser Drache ist oft verbunden mit einem 'Baum' ('Huluppu'), wie im Gilgamesch Epos und einer 'Prinzessin', 'Göttin' oder 'junge Frau', welche diesen 'Drachen' der physischen männlichen sexuellen Gewalt fürchtet und es liebt, daß dieser 'Baum ein Sitz für sie' sein möge: "Nachdem sich Himmel und Erde voneinander getrennt hatten und die Menschheit geschaffen war, nachdem das Himmelsgewölbe ('Anucirculum'), Enlil (der Herr der Winde) und Ereskigal Besitz ergriffen hatten vom Himmel, der Erde und der Unterwelt nach dem Enki (der Gott des Wassers und der Fische) seine Segel gesetzt hatte für (die Reise in) die Unterwelt und sich das Meer in Ebbe und Flut zur Ehre des Herrn bewegte, an diesem Tage wurde ein Huluppu-Baum, der an den Ufern des Euphrats gepflanzt war und genährt wurde von seinem Wasser, durch den Südwind entwurzelt und trieb auf dem Flusse davon. Eine Göttin, die entlang des Ufers wanderte, erkannte den sich wiegenden Baum und -- auf Geheiß von Anu dem Gott im Himmel, und Enlil, dem Herrn der Winde -- brachte sie ihn in Innana's Garten in Uruk. Inanna pflegte den Baum sorgfältig und liebevoll hoffte sie, daß sie von diesem Baum einen Thron und ein Bett nur für sich allein erhielt. Nach zehn Jahren war der Baum gereift. Aber in der Zwischenzeit, stellt sie zu ihrem Schrecken fest, daß sich ihre Hoffnungen nicht erfüllen würden, weil während der Zeit ein Drachen sein Nest am Fuße des Baumes gebaut hatte. Der (Zu-)Vogel zog seine Jungen auf in der Baumkrone und der weibliche Dämon Lilith hatte ihr Haus in der Mitte (des Baumes). Aber Gilgamesch, der von Inanna's Notlage gehört hatte, kam zu ihrer Rettung. Er nahm seine schwere Rüstung, tötet den Drachen mit seiner schweren Bronze Axt, welche sieben Talente und sieben Minas wog." (Prolog Gilgamesh)

    Die Schlange in der Bibel, der Drache in der Siegfried Sage, Thor, der mit Mjölnir, dem Hammer (Axt), den Kopf der Midgardschlange zerschmettert, alles dies ist die gleiche Symbolik: Das Erkennen der Heiligkeit der Sexualität als das Sterben der nur körperlichen eigenen Lust und dem Erwachen der göttlichen Seele, welches den anderen als das gemeinsame EINS sieht und respektiert, liebt.

    Namo
     
  8. Regina

    Regina Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. November 2003
    Beiträge:
    5.767
    Schön Dich noch hier zu finden.
    Deine Auszüge waren sehr interessant.
    Ja, der Drache im Spiegel der Menschheit scheint ein anderer zu sein als im Spiegel des Tierreiches.
    Trotzdem denke ich geht es in beiden Fälle um sehr starke primäre Kräfte die sich zunächst (Spiel)-Raum schaffen.
    LG
    Regina
    Der Drache muss sterben?
    Was hältst Du von Wandlung (lächel)
     
  9. Namo

    Namo Guest

    Hallo Regina,
    In der Astrologie ist Pluto das Symbol des Sterbens und der Erneuerung (Wandlung). In der vedischen Religion ist es das Prinzip Shiva, das dieses Sterben und das Erneuern symbolisiert. Pluto ist z.Zt. im Schützen und zeigt z.Zt. den noch (Zu-)Hörenden, was stirbt und was sich erneuert in den Ideologien, Religionen und 'ethischen Werten' dieser Welt durch ihre handelnden Menschen.

    Enkidu (Ki =Erde) ist im Gilgamesh Epos der physische irdische Mensch - Gilgamesh ist zu zwei Teilen Gott und zu einem Drittel Mensch.

    Die Wandlung ist im Epos so beschrieben:

    ======================================================
    "Gilgamesch sprach zu ihm, zum Jäger:

    »Geh, führ, o Jäger, mit dir
    Die Priesterin nun, die Hure!
    Wann denn das Wild herankommt zur Tränke,
    Dann werfe sie ab ihr Kleid, sie enthüll' ihre Wollust!
    Sieht er sie erst, so wird er ihr nahn:
    Doch sein Wild wird ihm untreu, das aufwuchs mit ihm in der Steppe.«

    Es ging der Jäger, führend
    Die Priesterin mit sich, die Hure
    Sie nahmen den Weg, wählten die rechte Straße.
    Am dritten Tag langten sie an am Ort der Bestimmung.
    In ihr Versteck setzten der Jäger sich und die Hure.
    Den ersten Tag, den zweiten Tag setzten sie sich gegenüber der Tränke.
    Es kam das Wild und trank an der Tränke,
    Es kam das Getier, fand sein Wohlsein am Wasser.
    Aber Enkidu, der dem Steppenland entsprossen ist,
    Er verzehrt auch mit den Gazellen das Gras,
    Trinkt mit dem Wild an der Tränke,
    Ward wohl seinem Herzen am Wasser mit dem Getier.
    Ihn sah die Hure, den Wildmenschen,
    Den würgerischen Menschen aus dem Innern der Steppe.

    »Dies ist er, Hure! mach frei deine Brust,
    Deinen Schoß tu auf, daß deine Fülle er nehme!
    Scheue dich nicht, nimm hin seinen Atemstoß!
    Sieht er dich erst, so wird er dir nahn.
    Dein Gewand entbreite, daß auf dir er sich bette,
    Schaff ihm, dem Wildmenschen, das Werk des Weibes:
    Dann wird sein Wild ihm untreu, das aufwuchs mit ihm in der Steppe
    Sein Liebesspiel wird er über dir raunen!«

    Ihren Busen machte die Hure frei,
    Tat auf ihren Schoß, er nahm ihre Fülle,
    Sie scheute sich nicht, nahm hin seinen Atemstoß,
    Entbreitet' ihr Gewand, daß auf ihr er sich bettete,
    Schaffte ihm, dem Wildmenschen, das Werk des Weibes -
    Sein Liebesspiel raunte er über ihr.

    Sechs Tage und sieben Nächte war Enkidu auf,
    Daß er die Hure beschlief.
    Als er von ihrem Genusse satt war,
    Richtet' er sein Antlitz hin auf sein Wild:
    Da sie ihn, Enkidu, sahen,
    Sprangen auf und davon die Gazellen,
    Wich von seinem Leibe das Wild der Steppe.
    Anspringen ließ Enkidu seinen gereinigten Leib,
    Doch ihm versagten die Knie, da hinwegging sein Wild.
    Gehemmt wurde Enkidu, seines Laufens ist nicht wie zuvor.

    Er aber wuchs, ward weiten Sinnes,
    Kehrte um und setzte sich zu Füßen der Hure,
    Ihr ins Antlitz schauend, der Hure
    Der Priesterin, wie sie redet, hören zu seine Ohren.

    Die Hure sprach zu ihm, zu Enkidu:

    »Weise bist du, Enkidu, bist wie ein Gott!
    Warum läufst du in die Steppe mit dem Getier?
    Komm, ich führ dich hinein nach Uruk-Gart,
    Zum strahlenden Tempel, dem Wohnsitz von Anu und Ischtar!
    Wo Gilgamesch ist, vollkommen an Stärke,
    Und wie ein Wildstier seine überragende Kraft erprobt an den Mannen!«
    =========================================================

    Es ist wohl nur einer Frau möglich, diese Wandlung zu erreichen.

    Und Kabir sagt:

    "Tod nach Tod, die Welt stirbt, aber niemand weiß wie man stirbt:
    Der Diener Kabir ist so einen Tod gestorben, daß er nie wieder sterben muß.
    Wenn der Heilige stirbt, warum weinst Du dann? Er geht nachhause ...
    Trauere über den elenden Sakta, der von einem Markt zu anderen verkauft wird! Ich sehne mich nach dem Tod, aber wenn ich sterbe, möge es sein vor der Tür von Ram.
    Und ich hoffe Hari fragt nicht, 'Wer ist das, der gegen meine Tür gefallen ist?"

    Es scheint, als gäbe es keine Wandlung ohne das Sterben (?).

    Mara würde wahrscheinlich sagen, es ist sowohl Wandlung als auch Sterben (und Erneuern) ...

    Und wie Gilgamesh diese Unsterblichkeit, von der auch Kabir spricht, sucht und findet, suchen wahrscheinlich viele, welche sich bewußt sind, daß sie einmal sterben werden, danach.

    LG

    Namo
     
  10. Regina

    Regina Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. November 2003
    Beiträge:
    5.767
    Werbung:
    Manche werden..fürchte ich...klagen wir sind nun vom Thema abgekommen, wenn wir den Drachen im Spiegel des Mensch seins betrachten.
    Ja, dem ist so. Diese Wandlung ist möglich durch die Liebe einer Frau, doch schwinden diese Frauen, die Kraft und mit Ihnen die Gelegenheit noch so lieben zu können, weil "man" die weiblichen Atribute denunziert und ver-urteilt.
    Die nährende Brust wird zum Kultobjekt, die Sexualität zum geistigen "Hinderniss" und die sexuelle Freiheit endet in der Erbärmlichkeit der nicht vorhandenen sexuellen Offenheit die im verschämt, verborgen und so bekämpft die absonderlichsten Blüten treibt.
    Wer die Liebe einer Frau ablehnt weil er sie als "Hinderniss" , "Gefährdung" seiner Entwicklung oder gar "Gottgewollt" nur zu Zeugungszwecken (in einen Extrem) zu Befriedigungszwecken (im anderen Extrem) diskreditiert, hat seinen "Fortschritt" schon vertan.
    Nur was als heilig..heil machen verstanden wurde, die Arznei die gekannt wird und eingenommen wurde, kann friedvoll und im Einkalng zurückgelassen werden, wenn die Wünsche sich wandeln.
    So ein Mensch wird die Sexuallität nicht fürchten.
    Er wird immer bereit sein sie in Betracht zu ziehen und auch nicht glauben, dass er dann "in Geist und Energie abfallen könnte".
    Der Drache ist besiegt,wenn er nicht mehr gefürchtet, sondern seinem Wesen nach verstanden wird.
    Das ist die Wandlung.
    Wo die Liebe die Furcht besiegt geschieht sie und weicht dem Verstehen.
    Alles Liebe Dir
    Regina
     
Die Seite wird geladen...

Diese Seite empfehlen