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Beurteilungskriterien des spirituellen Fortschrittes

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von fckw, 11. Oktober 2004.

  1. fckw

    fckw Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. Juni 2003
    Beiträge:
    5.803
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    Aus gegebenem Anlasse dieses Thema. Irgendwo las ich, ich glaube von Tenshi, die aufgeworfene Frage, wie man als Aussenstehender den spirituellen Fortschritt (ich muss schon lachen, wenn ich einen solchen Begriff hier reinschreibe, aber sonst ist nicht klar, was ich meine) einer Person messen will. Ich behaupte, es gibt sehr wohl eine ganze Menge Kriterien, und diese sind sehr klar und eindeutig. Das folgende ist einfach eine Aufzählung dessen, was mir grad als erstes in den Sinn kommt:

    1. Inwiefern kennt er (gilt immer auch fuer eine sie) die fundamentalen Regeln der validen Argumentation? Inwiefern hält er sich daran? Sind seine Argumente valide, können als gesichert gelten oder sind es nur Behauptungen, die niemand ueberpruefen kann?

    2. Inwiefern kennt einer die Regeln der Logik, kann mit ihnen umgehen und sie anwenden?

    3. Inwiefern kennt einer das esoterische Einmaleins beispielsweise die einfache Tatsache, dass etwas wie Nicht-Existenz nicht existieren kann oder dass alle dualistischen Begriffe wie gut/böse immer nur als Gegensatzpaar existieren, wovon kein Begriff auf den anderen komplett rueckfuehrbar ist?

    4. Inwiefern ist er bereit, Irrtuemer zuzugeben und Widerlegungen durch andere zu akzeptieren? Inwiefern hält er sich an die Regeln des allgemeinen Anstandes, das heisst keine Menschen zu kritisieren, sondern sachlich zu bleiben? (Das geht auch zum Punkt 1.)

    5. Inwiefern ist in den Statements eine persönliche Note eingebracht, inwiefern besitzt er Einfuehlungsvermögen, kann auch mit Emotionen umgehen, witzig und humorvoll sein oder den Humor anderer gelten lassen?

    6. Inwiefern spricht einer aus eigener Erfahrung, was ist angelesen, was kennt er persönlich? Wie gut kann er ziwschen beiden Modi unterscheiden?

    7. Inwiefern kennt einer die weiterfuehrenden esoterischen Begrifflichkeiten, und zwar nicht nur als tote intellektuelle Begrifflichkeiten? Versteht einer die Bedeutung von Begriffen wie "Selbst-Natur", "Leere", "Zeugengewahrsein", persönliche und unpersönliche Aspekte Gottes, kennt die Unterschiede zwischen den Religionen und ebenso die Gemeinsamkeiten? Inwiefern kennt einer Unterschiede und Gemeinsamkeiten von diversen spirituellen Schulen?

    8. Praktiziert einer selbst tatsächlich regelmässig innerhalb einer Lehre? Ist er Ausuebender oder hat er bloss daraus gelesen? Wie schläg sich das auf seine tägliche Lebenssituation durch, wie sieht der Umgang mit den Mitmenschen, der/s Lebenspartners/in aus, wie die Erziehung von allfällig vorhandenen Kindern, wie der Umgang mit Mitarbeitern und im Job allgemein? Hat er die alltäglichen Probleme (Steuern, Umgang mit Genussmitteln oder Sexualität) im Griff?

    9. Wie gut kennt einer die eigenen Verhaftungen, Identifikationen? Wie reagiert er auf Angriffe, emotionale Krisen, generell schwierige Situationen?

    10. Und so weiter.

    Jeder dieser Punkte kann nun z.B. 1 - 5 Punkte vergeben werden, die Summe entspricht dem Gesamtfortschritt einer Person. So sieht man klar, wie z.b. eine Person bei einigen Punkten "sehr weit", bei andern Punkten "nicht weit fortgeschritten" sein kann. Meiner Erfahrung ist es aber schwierig, in einem starken Ungleichgewicht zu sein, obwohl genau viele indische Yogis meist äusserst einseitige Fortschritte machen, was dann dazu fuehrt, dass sie abgemagerte, ungepflegte Yogis werden, die extrem lange die Luft anhalten können oder tagelang nichts essen und trinken können oder derartiges.
    Die meisten dieser Punkte sind ganz praktischer Natur und im zeigen sich im täglichen Leben. Es nuetzt herzlich wenig, wenn einer in der Meditation wundervolle Glueckszustände zu erreichen vermag, wenn er nachher im Alltag wieder genau in denselben Verhaftungen hängenbleibt wie seit Jahren schon.
     
  2. akutenshi

    akutenshi Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    9. Juli 2004
    Beiträge:
    2.209
    ja ich denk die frage kam von mir - zumindest hab ich sie auch gestellt.

    sind ganz nette regeln und werd sie im hinterkopf behalten. können hilfreich sein aber es ist denke ich recht schwierig sie alleine über forumsbeiträge zu beantworten. bei mir persönlich ist es wahrscheinlich sogar für leute, die mich gut kennen schwer zu beantworten.

    aber ich denk in logik und argumentation bin ich recht gut, wenn ich mich drum scher. aber die logik kommt vom studium, weil wir das in 2 mathe-vorlesungen hatten und die argumentation aus dem deutsch-unterricht in der schule.
     
  3. Augen

    Augen Guest

    ........
     
  4. Saltletts

    Saltletts Neues Mitglied

    Registriert seit:
    7. Juli 2004
    Beiträge:
    8
    Grundsätzlich kann man natürlich Spiritualität kopflastig angehen ....
    ..... und anschliessend totreden..... :rolleyes: :escape:
     
  5. fckw

    fckw Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. Juni 2003
    Beiträge:
    5.803
    Oh, Saltless gefällt also kopflose Spiritualität besser?
    Na ja, jedem das seine.
     
  6. Lotusz

    Lotusz Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. Oktober 2002
    Beiträge:
    3.338
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    Hallo fckw

    Ich bin auch der Meinung, dass es Kennzeichen für spirituelle Fortschritte gibt. Spirituelle Fortschritte sind aber für Aussenstehende nur schwer zu erkennen. Sie vollziehen sich in der Regel sehr langsam, oft über einen Zeitraum von mehreren Monaten oder Jahren, so dass oft nicht einmal dein Partner bzw. deine Partnerin die Veränderungen bemerken. Man muss schon sehr aufmerksam sein, um sie zu erkennen, selbst wenn sie gravierend sind.

    In einigen Punkten stimme ich dir zwar zu, aber insgesamt sind mir deine Beweise zu theoritisch. Sie sind mir deshalb zu theoretisch, weil man die spirituellen Fortschritte zuerst einmal auf emotionaler Ebene wahrnimmt.

    Vorweg sei gesagt, dass es laut Swami Sivananda 4 grundsätzliche Methoden gibt zu meditieren:

    1. vom Muladhara (Basischakra) zum Sahasrara (Kronenchakra) entlang des Rückens (der längste Weg)
    2. vom Ajna Chakra (Stirnchakra) zum Sahasrara. (der kürzeste Weg)
    3. vom Anahata Chackra (Herzchakra) zum Sahasrara.
    4. vom Muladhara (Basischakra) vorne zum Sahasrara

    Mir geht es um den 1. Weg, mit dem ich mich ein wenig auskenne. Es soll übrigens der schwerste Weg sein. Ausserdem sei noch anzumerken, wenn man sich beim zweiten, dritten und vierten Weg auf das Stirnchakra, das Herzchakra oder das Basischakra konzentriert, so öffnen sich auch die anderen Chakren.

    Aber zurück zum 1. Weg. Praktiziert man diesen, so vollziehen sich auf körperlicher Ebene folgende Veränderungen. Ich skizziere sie nur grob, da sie bei jedem natürlich etwas anders verlaufen können.

    1. Kundalini steigt zum 2. Chakra: Das sexuelle Begehren fällt von dir ab
    2. Kundalini steigt zum 3. Chakra: Angst, Wut, Hass, kurz, alle negativen Emotionen fallen von dir ab
    3. Kundalini steigt zum 4. Chakra: Alle Herzprobleme fallen von dir ab. (Herzrasen)
    4. Kundalini steigt zum 5. Chakra: Deine Stimme und deine Rhetorik verbessern sich
    5. Kundalini steigt zum 6. Chakra: Die Intuition, sowie die spirituellen und intelektuellen Fähigkeiten entwickeln sich

    So, dies ist, wie gesagt, nur eine ziemlich grobe Umschreibung der körperlichen Veränderungen bei spirituellen Fortschritten. Eine etwas genauere Darstellung soll nun folgen:

    Steigt die Kundalini vom Wurzelchakra zum zweiten Chakra dem Sexualchakra, dann verschwindet jedes sexuelle Verlangen. Ebenso verschwinden Schlafstörungen, Darmstörungen, Unterleibsstörungen, Todesängste, Nierenversagen, Blasenprobleme und Hysterie. An ihre Stelle entwickeln sich Liebe, Fruchtbarkeit, Produktivität, Spontanität, Kreativität, Genuß, Vergnügen, allgemeines Wohlbefinden, Offenheit und Freude am Leben.

    Steigt sie weiter zum dritten Chakra, dem Solarplexus (Sonnengeflecht) in der Nabelgegend, so verschwinden alle Ängste und Magenbeschwerden, Leberschäden, Magenkrämpfe, Magengeschwüre, Nierenprobleme, Minderwertigkeitsgefühle, Hochmut, Depression, mangelndes Selbstbewußtsein, Gier, Machtmißbrauch, Hypersensitivität und werden durch Konzentration, Ausgeglichenheit, Freude, Kraft, Wärme, Durchsetzungskraft und Persönlichkeit ersetzt. Es bildet sich eventuell ein intensiver Energiestrom in der Magengegend, der einem Vitalität, Freude und Energie verleiht.

    Steigt die Kundalini zum vierten Chakra, dem Herzchakra, so verschwinden alle Herzprobleme, Lungenkrankheiten und Schultergelenkschmerzen. An ihre Stelle treten soziales Bewußtsein, Herzlichkeit, Großzügigkeit, selbstlose Liebe, Solidarität.

    Sobald die Kundalini zum fünften Chakra, dem Kehlkopfchakra aufsteigt verschwinden Schilddrüsenkrankheiten, Stottern und Heiserkeit, es entwickeln sich sprachliche Fähigkeiten und die Stimme bekommt einen sehr angenehmen, ausdrucksvollen und wohlklingenden Klang. Weiter entwickelt sich geistige Klarheit, gedankliche Ordnung, Kommunikationsfähigkeit, Unterscheidungsvermögen und Humor.

    Sobald die Kundalini das sechste Chakra, das Stirnchakra erreicht, verschwinden Seh- und Hörstörungen, intellektuelle Überheblichkeit und Bluthochdruck. Statt dessen entwickeln sich ein ganzheitliches Erkennen, man versteht es besser Zusammenhänge zu begreifen, es entwickeln sich übersinnliche Fähigkeiten und spürt eventuell im Stirnbereich einen sehr lieblichen, intensiven und sehr angenehmen Energiestrom.

    fckw, Du hast einmal die Frage gestellt, was eigentlich Meditation ist. Ich habe oft darüber nachgedacht. Im Moment würde ich Meditation als einen Weg beschreiben, eine gesunde Atmung zu lernen.

    Alles Liebe. Gerrit
     
  7. fckw

    fckw Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. Juni 2003
    Beiträge:
    5.803
    Ach, diese Beschreibung von Meditation gefällt mir fuer einmal ganz gut! Kurz und präzise, genau wie's sein sollte.

    Danke fuer die detaillierte Beschreibung! Ich gehe auch davon aus, dass es körperlich messbare Phänomene gibt, bin aber relativ vorsichtig bei solchen Aussagen, weil man schnell meint, ok, ein Erleuchteter kann jetzt nicht mehr eine Erkältung kriegen oder sowas. Aber natuerlich kann jeder Mensch, so lange er einen Körper hat, grundsätzlich krank werden, auch wenn sich vermutlich die Chance dafuer drastisch verringern sollte, wenn die Lebensenergien alle richtig fliessen.
     
  8. Regina

    Regina Sehr aktives Mitglied

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    Beiträge:
    5.767
    ist das jetzt Euer ernst?
    für was oder wen braucht Ihr das?
    für Euch selbst?
    für andere?
    was für einen spirituellen Fortschritt soll es bringen das be-und abwerten zu formalisieren?
    jeder sucht sich doch den/das zu dem er in Resonanz steht

    habt Ihr schon eine Skala?
    es fällt mir schwer zu glauben dass das Euer ernst ist
    ist es das???
     
  9. akutenshi

    akutenshi Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    9. Juli 2004
    Beiträge:
    2.209
    regina es ging darum ob man von außen überhaupt beurteilen kann wie weit jemand in seiner spirituellen entwicklung ist. die frage hat sich bei mir aufgeworfen wegen des threats: mir ist folgendes aufgefallen! (oder hattest du auf einen anderen threat angespielt fckw?) und ich finde man sollte sich darüber durchaus gedanken machen dürfen. es ging hier denke ich keinem um eine skala oder um die abwertung von irgendjemandem. mir ging es lediglich darum wieso manche menschen immer glauben sie wüssten wie weit jemand ist....

    ich habe diese punkte jetzt als anhaltspunkte für mich selbst recht interessant gefunden und hab es mir für mich selbst überlegt wie ich mich da beurteilen würde.

    und danke für die meditationserklärung von lotusz. werde bei meiner nächsten meditation mal darauf achten - hab bis jetzt noch nie ein bestimmtes system verwendent. ich glaube aber ich mach es gar nicht so anders!
     
  10. Sharon

    Sharon Guest

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    Hallo zusammen,

    ich würde mich auch der Meinung von Saltletts und von Regina anschliessen, so etwas wie objektive Beurteilungskriterien für den spirituellen Fortschritt kann es gar nicht geben (na Gott sei Dank...). Spirituelle Entwicklung vollzieht sich ja ausschliesslich in Zyklen und nicht linear, so ist es objektiv gar nicht möglich zu sagen, ob jemand bei einem bestimmten Thema "schon durch" ist oder nicht. Das kann ein noch nicht Erleuchteter nicht mal von sich selber behaupten, geschweige denn von anderen.

    Klar "blitzt" manchmal etwas durch, bei einer bestimmten Aussage zum Beispiel, die jemand macht, oder bei einer Reaktion. Da lässt man sich dann schon mal dazu verleiten, beurteilen zu wollen, ob derjenige jetzt schon "weiter entwickelt" ist oder eher nicht. Diese Beurteilungen sind aber umgekehrt ebenso ein Zeichen dafür, dass man selber noch einiges zu lernen hat, denn Nicht-Beurteilen ist für mich persönlich eines der wichtigsten Kriterien, ob jemand verstanden hat, um was es bei Spiritualität wirklich geht.

    Die meisten dieser Regeln oben sind für mich mehr Kriterien, die für den naturwissenschaftlichen Bereich gelten würden als für Spiritualität. Sie sind eigentlich typisch für unser westlich orientiertes empirisches Denken, das leider auch von vielen spirituell interessierten Menschen angenommen wird. Logik, valide Argumentation und Überprüfbarkeit haben herzlich wenig mit einem offenen Herzen zu tun, das unserer Gesellschaft so sehr fehlt und worum es eigentlich gehen sollte in der spirituellen Entwicklung. Ein Schafhirte in der Tunguska, der von diesem Denken ziemlich weit weg ist, wie es mit diesen Regeln beschrieben wird, kann der Erleuchtung trotzdem (oder gerade deswegen) um einiges näher sein.

    Liebe Grüsse,
    Sharon
     
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