...wenn es keine andere Möglichkeit geben würde und es "entweder er, oder ich" heißen muss, dann muss der Baum dran glauben, Feuerholz zu werden. Das ist das uralte Gesetz der Wildnis, um darin als Mensch nicht umzukommen, oder?, so gehen doch die wildlebenden Tiere auch heutzutage noch miteinander um, nach den Gesetzen der Wildnis, meine ich, einige Menschen vllt auch noch...!?
Wie gehen sie denn miteinander um? Die "Raubtiere" sind in erster Linie dazu da, die Alten, die Kranken, die Schwachen, aber auch zuviele der Nachkommen rauszuselektieren. Die Inuit sagen: Das Ren ernährt den Wolf, aber es ist der Wolf, der das Ren gesund und stark erhält.
Nein, Menschen benehmen sich nicht wie die "wilden Tiere", dann sähe die Welt nämlich anders aus... Menschen benehmen sich wie Menschen! Die Gesetze der Wildnis achten sie schon lange nicht mehr.
Im wärmenden Kämmerlein sitzend, ohne Not und mit Blick auf das wundervolle Bild und der Erkenntnis, dass der Baum schon so alt ist, da sollte man das Gebiet, oder zumindest den Baum unter Naturschutz stellen,...
Das sind tatsächlich teilweise Nationalparks resp. Naturschutzgebiete...
ob sich jedenfalls die Menschen vor 5000 Jahren wohl auch so einen Luxus leisten konnten, sich erst einen Kopf über das Alter der Bäume zu machen, die sie umgehauen haben, um überhaupt überleben zu können...!?
Die wären gar nicht auf die Idee gekommen, mit Steinäxten so einen Riesen zu fällen, um Feuerholz zu kriegen. Es gab nur wenige Menschen und Bruchholz von Stürmen oder Treibholz an Flüssen lieferte alleweil genug Brennholz. Erst der Weiße Mann ging rücksichtslos auf die alten Baumriesen los, um Bauholz zu bekommen und alles zu Geld zu machen.
Oder man hackte einen riesigen Mammutbaum um, um daraus eine Kirche zu bauen und war stolz drauf, daß es auch noch für's Gestühl reichte.
Ein über 80 Meter hoher Baum mit einem Stammdurchmesser von vielen Metern, vielleicht 2000 oder mehr Jahre alt, wurde
umgebracht, damit die Christen sich einen Ort bauen konnten, um ihren Gott anzubeten. Mir kommen bei diesem Gedanken die Tränen... Das war ein Verbrechen und ich hoffe, daß die Verbrecher dafür bezahlen, auf die eine oder andere Weise...
Man kann die Landschaft allerdings wundervoll romantisch aufladen, da könnte mir einiges einfallen *seufz*
Was gibt es da "aufzuladen"? Diese Berge und und Bäume existierten schon, als der Mensch den amerikanischen Kontinent noch nicht mal betreten hatte. Sie haben keine "Aufladung" nötig. Sie waren, sie sind, und sie werden (hoffentlich, wenn Homo "sapiens" seine gierigen Finger wegläßt) immer sein...
Wie gesagt, vielleicht versteckt sich der Gott der Christen, weil er diesen Frevel an der Schöpfung nicht mitansehen kann...
Mich als Naturreligiösen und schamanisch Aktiven schmerzt es zutiefst, wenn ich sehe, wie die Natur, die Pflanzen, die wilden Tiere, ja selbst "unbelebte" Regionen unter der Knute und den Stiefeln der Menschheit leiden...
LG
Grauer Wolf