Wo hat sich Gott versteckt?

Aber ein Leben wie vor 40.000 Jahren? Doch, damit käme ich klar... ;) Ich wäre dann vermutlich der Typ, der, begleitet von einem Wolf, ständig einen Beutel mit Erdfarben und Fett mit sich rumträgt, die Höhlenwände vollmalt und die Tiergeister beschwört...:D
Wie hoch schätzt du denn die Wahrscheinlichkeit ein, Mitte Ende 50 noch unter den Lebenden geweilt zu haben, obendrein als Eremit?

Ich als Frau bin froh, hier und heute zu leben.
 
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Wie hoch schätzt du denn die Wahrscheinlichkeit ein, Mitte Ende 50 noch unter den Lebenden geweilt zu haben, obendrein als Eremit?
Recht gut. Ich bin auch im Jetzt noch nie ernsthaft krank gewesen und fitter als die meisten meines Alters (ein Leben lang Sport und Outdoor-Aktivitäten). Die Lebensweise damals zur Zeit der Jäger und Sammler war eigentlich gesünder (Büro-, Auto- und Fernsehstubenhocker gab's logischerweise nicht, und die körperliche Degeneration zu Zeiten der ersten Getreidebauern (minderwertige Nahrung!) war noch nicht eingetreten) und auch hohes Alter durchaus drin. Das niedrige Durchschnittsalter beruhte auf der hohen Kindersterblichkeit und den vielen Unfällen auf der Jagd und berücksichtigt ja keine Individuen.
Aber Du hast schon recht, mit 60 wäre ich damals ein sehr alter Mann gewesen... Und trotzdem, ich glaube, das Leben damals war auf seine Art reicher, intensiver, die tägliche Tretmühle des Lohnsklaven gab's nämlich auch noch nicht... ;)

LG
Grauer Wolf
 
Recht gut. Ich bin auch im Jetzt noch nie ernsthaft krank gewesen und fitter als die meisten meines Alters (ein Leben lang Sport und Outdoor-Aktivitäten). Die Lebensweise damals zur Zeit der Jäger und Sammler war eigentlich gesünder (Büro-, Auto- und Fernsehstubenhocker gab's logischerweise nicht, und die körperliche Degeneration zu Zeiten der ersten Getreidebauern (minderwertige Nahrung!) war noch nicht eingetreten) und auch hohes Alter durchaus drin. Das niedrige Durchschnittsalter beruhte auf der hohen Kindersterblichkeit und den vielen Unfällen auf der Jagd und berücksichtigt ja keine Individuen.
Aber Du hast schon recht, mit 60 wäre ich damals ein sehr alter Mann gewesen... Und trotzdem, ich glaube, das Leben damals war auf seine Art reicher, intensiver, die tägliche Tretmühle des Lohnsklaven gab's nämlich auch noch nicht... ;)
Du hast hier und heute ja auch alle Möglichkeiten, sei es durch Ernährung, Sport und Medizin, dich lange fitt zu halten.
Das lässt sich somit überhaupt nicht vergleichen.

Das Leben ist auch heute noch spannend und abwechslungsreich, wenn man nicht den Tag über hinterm Monitor oder dem Fernseher versauert. Gearbeitet haben Menschen auch schon immer. Eines blieb ihnen allerdings erspart, das Endlosgeschwafel über das unsägliche Buch. :whistle:
 
Guten Abend

Alle Wege führen nach Rom nur dies können manche Menschen nicht für Gut heissen denn da klingelt es nicht im Opferstock also muss dies mit allen Mitteln verhindert werden koste es was es wolle.
Jeder Mensch trägt Seine Wahrheit in sich, je nach Bewusstsein ist es eine andere Wahrheit und doch sind sie richtig.

Das was Ratzinger gesagt hat ist sehr weise gewesen und entspricht dem was ist. Er hat als Papst den Krempel hingeworfen weil ein Papst eben nicht die Wahheit äussern darf, sondern dafür Sorgen muss dass die Schäfchen immer ein schlechtes Gewissen haben, sie leben in Sünde und brav erscheinen damit es schön klingelt im Opferstock.

Man kann immer alles anzweifeln schlecht machen und nur das Seinige als Allwissenheit proklamieren.
Alles Mumpiz einfach nur Pure Ignoranz, Alle andere Lügen und betrügen nur meine Gutachter der Bibel nicht,
wer dies glauben möchte Bitte es ist Seine Wahrheit.

LG Elias
 
Nochmals: Ein Gott (so es ihn gibt) hat es nicht nötig sich zu verstecken.
Nun ja, gemäß der Aussage "so es ihn gibt" - leuchtet es verdeckt/versteckt und doch kräftig auf: "Es gibt gar keinen Gott" ! Weil das ist die klügste und wahrscheinlichste Variante von Gott. Wunderbar. Und weil es Gott gar nicht gibt, deswegen ist er nirgendwo versteckt. Bravo - ist doch logisch, nicht wahr?

Der Hasenfuß bei dieser Angelegenheit ist nur, dass bei allem Reden über Gott zwei Glaubenswelten auf einander treffen.

Die eine Welt ist der feste Glaube: "Gott gibt es nicht!" - Folge: Man tut sich bei allen geistigen Fragen leicht. Weil wo nichts ist, da braucht man nicht zu denken.

Die andere Welt ist der schwache bis feste Glaube: "Ja, es gibt Gott!" - Folge: So ein gläubiger Mensch hat es furchtbar schwer. Erstens weiß er nicht, wie er Gott konkretisieren soll und was er sich unter diesem Begriff überhaupt vorstellen könnte.

Zweitens: Ist Gott ein geistiges Wesen oder ist Gott lediglich der ewige Raum? Ein Raum der unendlich ist und eigentlich kein Leben in sich hat? Darum:

Drittens: Lebt Gott und welche Eigenschaften hat er? Ist er die Liebe selbst oder nur eine Macht? Und wenn Gott die Liebe ist - ja was ist denn das für eine Liebe, wenn so viele Menschen leiden? Oder ist Gott eine Kraft, die lediglich Strafen austeilt und die Seelen leiden sehen möchte unter dem Deckmantel der ewigen Gerechtigkeit?

Und viertens: Warum hat es Gott nötig, sich zu verbergen? Oder gibt es einen anderen Grund, weshalb wir Gott offenkundig nicht vor uns und bei uns haben?

Ja ja, ein Mensch der glaubt, dass es Gott gibt - der hat es schwer. Es ist ja schon schwer genug zu glauben, dass man eine Seele hat - respektive dass man eine lebende, bloß inkarnierte Seele ist.

Ich denke, das alles hat einen Grund: Sowohl beim verborgenden Gott als auch bei der verborgenen, nicht sichtbaren eigenen Seele sollen wir Menschen zu denken, zu forschen lernen und ohne Milchflasche ganz selbstständige kreative völlig freie Geschöpfe werden. Koste es was es wolle.
 
Du bist doch auch nichts weiter als ein Otto, der mit seiner Otilie Normalo sich den Traum vom Häuschen im Grünen gegönnt hat. Als würdest du dich vom Rest der Menschheit unterscheiden

Ich weiß nicht ob ich ganz richtig liege was Wolf meint, doch es gibt schon unterschiede. Indem ein Mensch die Natur noch genießt und sie alleine durchwandert und sie ehrt. Nicht wie in der Stadt wo es kein grün mehr gibt und sich die Menschen untereinander nicht mehr kennen. Und es ist auch ein unterschied wenn man ein Haus in einem kleinen Dorf hat wo man seinen Garten natürlich aufbaut, wo man seinen Nachbarn kennt und auch hilft wenn nötig, wenn man durch den Wald geht und nicht überall den Müll sehen muss was Menschen überall hinterlassen.
 
Ich denke, das alles hat einen Grund: Sowohl beim verborgenden Gott als auch bei der verborgenen, nicht sichtbaren eigenen Seele sollen wir Menschen zu denken, zu forschen lernen und ohne Milchflasche ganz selbstständige kreative völlig freie Geschöpfe werden. Koste es was es wolle.
Volle Zustimmung.
Eine Kategorie hast Du vergessen: Die Zweifler! Die haben es am Schwersten,. Denn alles Denken u.s.w. kann nicht den Beweis eines Gottes bringen aber auch nicht das Gegenteil.
Was bleibt dem Zweifler? Ein erfülltes Leben führen und offen sein..........Die Gaben die wir bekommen haben nutzen, Denken, fühlen, sich mit allem verbunden fühlen. Liebe geben und annehmen zu können, lernen zu verzeihen (was manchmal wohl am Schwersten ist) usw,usw. All die positiven Eigenschaften über die wir Menschen verfügen nicht in sich zu vergraben sondern danach handeln....... Ich glaube wenn wir das zustande bringen ist "Gott" (wenn es ihn gibt) mit uns, in uns und um uns, also nicht versteckt...... Dazu braucht es keine "heiligen" Bücher und auch keine Missionierungen. Es liegt in der Selbstverantwortung jedes Menschen. Ob er es nützt oder nicht, das ist sein freier Wille.
Dabei ist es völlig egal ob dieser Mensch in eine Kirche geht, ob er als Schamane dient, Buddhist, Moslem, Hindu u.s.w ist.
LG
 
Die eine Welt ist der feste Glaube: "Gott gibt es nicht!" - Folge: Man tut sich bei allen geistigen Fragen leicht. Weil wo nichts ist, da braucht man nicht zu denken.

Die andere Welt ist der schwache bis feste Glaube: "Ja, es gibt Gott!" - Folge: So ein gläubiger Mensch hat es furchtbar schwer. Erstens weiß er nicht, wie er Gott konkretisieren soll und was er sich unter diesem Begriff überhaupt vorstellen könnte.

Hallo reinwiel,

Du hast in Deiner Aufstellung etwas vergessen. Es gibt auch Leute, die bestreiten nicht, dass es "gott" gibt (oder gab, je nachdem...), aber zählen ihn/sie/es nicht zu den "Guten". Dazu gehöre ich z.B..
 
Hallo reinwiel,

Du hast in Deiner Aufstellung etwas vergessen. Es gibt auch Leute, die bestreiten nicht, dass es "gott" gibt (oder gab, je nachdem...), aber zählen ihn/sie/es nicht zu den "Guten". Dazu gehöre ich z.B..
Da kommt ja Freude auf bei der Formulierung. Nein, ich zähle ihn auch nicht zu den sogenannten Guten... Folgerichtig... Denn da ich das sogenannte Göttliche als das GANZE erlebe, kann es ja weder gut noch bös sein, sondern eben all das ganze ZEUGS :)

Kinnaree
 
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