Wiedergeburt im Buddhismus

Da geht es zunächst darum, was die grundsätzlichen Merkmale des Geistes sind, ganz abgesehen davon, in welcher Form der Geist erscheint. Ob es sich nun um den menschlichen Geist, ein Geistwesen oder den heiligen Geist handelt, Merkmale bzw. Eigenschaften des Geistes sind u.a. Bewusstsein und Wille.
Hallo @vimutti,

den Beitrag von EmmaRa habe ich schon verstanden, deshalb hatte ich ja auch an die unterschiedlichen Begrifflichkeiten eines Geistes erinnert.

So könnte man aus evolutionärer Sicht die Geistwesen als wichtige Bausteine für unsere kognitiven Fähigkeiten darstellen. Die Vorstellung an eine fiktive Welt (Spiritualität) stellt jedenfalls hohe Ansprüche an unser Gehirn. Auf diese Weise hatte sich dann also das Gehirn weiter ausgestaltet.

Unser Gehirn gestaltet sich nur in den Fähigkeiten aus, die wir auch beanspruchen. Deshalb meine ich, dass die Geister und Götter aus den Träumen heraus geboren werden. Ich denke, dass auch die Fähigkeit zur Sprache mit eine große Rolle gespielt hatte. Die Anlagen zu den Fähigkeiten werden uns mit den Genen in die Wiege gelegt.

Man kann diese evolutionären Entwicklungen beim Wachstum von Kindern im Zeitraffer miterleben. So sind die Kinder noch Animisten, denn sie geben ihren Dingen eine Seele und sprechen mit ihnen. Kinder können zunächst auch nicht zwischen Traum und Wirklichkeit unterscheiden. Ein besonders Problem bei kindlichen Alpträumen.

Merlin
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So könnte man aus evolutionärer Sicht die Geistwesen als wichtige Bausteine für unsere kognitiven Fähigkeiten darstellen. Die Vorstellung an eine fiktive Welt (Spiritualität) stellt jedenfalls hohe Ansprüche an unser Gehirn. Auf diese Weise hatte sich dann also das Gehirn weiter ausgestaltet.

Unser Gehirn gestaltet sich nur in den Fähigkeiten aus, die wir auch beanspruchen. Deshalb meine ich, dass die Geister und Götter aus den Träumen heraus geboren werden. Ich denke, dass auch die Fähigkeit zur Sprache mit eine große Rolle gespielt hatte. Die Anlagen zu den Fähigkeiten werden uns mit den Genen in die Wiege gelegt.
Also die Materie bringt den Geist hervor, der dann hilfreiche Vorstellungen über Spiritualität und Geistwesen erzeugt, bis er mit dem Tod endgültig verschwindet. Verstehe ich dich so richtig?
 
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Also die Materie bringt den Geist hervor, der dann hilfreiche Vorstellungen über Spiritualität und Geistwesen erzeugt, bis er mit dem Tod endgültig verschwindet. Verstehe ich dich so richtig?
:unsure:

Die Materie erzeugt im Prinzip nichts auf der kognitiven Ebene.

Gedanken und Erinnerungen sind eigentlich nicht so direkt etwas Festes, sondern lassen sich eher mit einer temporären Konferenzschaltung eines großen Konzerns vergleichen.

Wenn also eine Erinnerung oder Lösungsmöglichkeit gesucht werden sollen, werden alle „Mitarbeiter“ aus dem "Archiv“ (Neuronen) untereinander verbunden, um die Details einer Aufgabe zusammenzustellen. Die Zusammenstellung orientiert sich jedoch an dem Bedarf der jeweiligen Situationen.

Übertragen auf das neuronale Netz bedeutet das, dass sich mit jedem Aufruf einer Erinnerung, die „Teilnehmerliste“ verändert. Das erklärt auch, warum sich Erinnerungen über längere Zeit oft so stark verändern, bis sie mit den realen Ereignissen oft nichts mehr gemein haben.

Die Übertragung der Impulse sind zwar bioelektrischer Natur, sie erregen aber nur bestimmte Neuronen. Die elektrischen Impulse sind keine Träger einer Information. Die Informationen entstehen erst durch das ganzheitliche Netz an sich.

Eine wichtige Rolle beim neuronalen Netz spielen die Synapsen, mit denen es sich über die Dendriten aufbauen lässt. Diese Synapsen gleichen kleinen Knoten, die sich ausbilden und bei jeder Nutzung vergrößern.

Werden die Dornfortsätze der Synapse jedoch nicht aufgerufen, bilden sie sich wieder zurück und verschwinden ganz. Um uns deshalb etwas im Langzeitgedächtnis merken zu können, muss ein Gedanke innerhalb von 5 Minuten erneut aufgenommen werden.

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(Merlin, gemeinfrei)

Wenn also der große Schalter umgelegt wird, sterben auch die Erinnerungen und Gedanken! Ein Geistwesen hingegen stirbt, wenn niemand mehr an ihn glauben und folgen mag. Ja, und so stirbt auch ein Mensch erst wirklich, wenn sein Name im Nebel des Vergessens verloren geht.

Eine Vorstellung, die schon die Ägypter mit der Mumifizierung und Namenstilgung vertraten. Ein Gedanke also, der letztlich zur Hoffnung einer Auferstehung oder Wiedergeburt führte.

Merlin
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