@Bibo
Das trifft es genau: die große Wahrnehmung, deren ich mir ganz gewiss bin ist, dass sich an mir "selber", also meinem innersten Kern sich nie etwas geändert hat, ich glaube das ist der Punkt. Ich "selber" bin der, der ich bin, ich selber bin der Punkt der Gewissheit, nur an meiner Um-Welt ändert sich ständig alles. Das ist ein tiefes Grundgefühl.
Sehr gut - Das ist die Basis und der Ausgangspunkt für die Suche. Vor allem wenn es in sich erlebt wird und nicht rational geglaubt.
Wenn die Umwelt sich ändert, habe damit nicht auch ich mich verändert?
Dein Körper ist Teil der Umwelt, die Trennung in das was dein Körper ist und was außerhalb des Körpers ist, entsteht durch deine Sinne, die in deinem Körper verortet sind und sich nach "außen" richten. Deine Sinne sind die Grund-Ursache für die Bewusstwerdung der Trennung.
Wo ist die Trennlinie zwischen meinem Kern-Ich und wo beginnt die Umwelt?
Das ist die Hauptfrage, die auch ich noch nicht zu meiner vollsten Zufriedenheit gelöst habe. Aber ich weiß, dass mein Ich (womit nicht mein Ego gemeint ist!) gar nicht so allein steht wie es mir die Definition des Wortes weißmachen will. Ich glaube, dass die christliche Überlieferung mit der Aussage, die Gott zugeschrieben wird: "Ich bin der ICHBIN" ein großes Geheimnis darstellt. Bei diesem IchBin sehe ich nicht mehr als wesentliche Aussage die Trennung, sondern das allumfassende Bewusstsein, in dem alles sich selbst erkennt. Und das Miteinander des Ich mit dem ICHBIN ist dabei nur ein kleiner Schritt. Das Ich hierbei ist nicht die Trennung des Ich gegenüber dem Du (das Du gibt es dann nicht mehr), sondern die Erweiterung des Ich zu einem allumfassenden und alles einschließenden IchBin. Das ist das, was ich momentan als wahr erlebe.
Beginnt sie an meiner Hautgrenze, den Organen, sind die Organe meine Organe oder Organe der Umwelt, was ist mit den Gedanken, ich denke sie, sie verändern sich - gehören Gedanken zur Umwelt oder zu mir?
Bei der Physis ist das klar - sie gehört zur Umwelt. Bei dem Gefühlskörper bin ich mir nicht so ganz sicher, es kann sein, dass der mit der Physis vergeht, allerdings bin ich mir sicher, dass die innersten Erkenntnisse aus diesem Gefühlskörper erhalten bleiben. Die Gedanken des Menschen sehe ich als unterste Kategorie des Geistes, diese werden so nicht mehr gedacht werden, wenn die Physis uns entlässt, aber sie werden als Kern, als Inhalt Bestand haben.
Das "Um" um die Welt herum zeigt ja in der Sprache, zumindest der Deutschen, die Distanz der Welt zu mir. Sie um-gibt mich, ich bin in ihrer Mitte, aber sie ist doch entfernt von mir, ich bin der Kern der Welt und sie dreht sich um mich, so scheint es.
Das ist das Verständnid von Zeit wie es im Buddhismus gelebt wird - das Rad der Zeit dreht sich um die Nabe, und das sind wir.
Doch wo ist dieser innere Kern jenseits seiner Umwelt, um den die Welt sich dreht?
Ich kann ihn nicht verorten und ich gehe davon aus, dass er auch keinen Ort hat. Der
Ort an dem wir uns orientieren können, ist unser physisches Sein, aber es gibt einen
Zustand in dem wir uns verbunden fühlen mit allem und genau das ist der Zustand des innersten Seins von IchBin.
LGInti