Wie ist Gott entstanden?

Um das zu begreifen, wie er entstanden ist, ist unsere Lebensspanne zu gering. Ein paar jahre und dann sind wir wieder weg. In gut 100 Jahren lebt nicht einer mehr, der heute noch da ist und von ihm weiss man nur aus alten Mythen, er war schon immer da und wird es immer sein ohne Anfang und ohne Ende.
Zu kurz unser Leben um es zu verstehen, wenn nicht er selbst es erklären will, solange sollte das Wissen aus alten Zeiten genügen
 
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Um das zu begreifen, wie er entstanden ist, ist unsere Lebensspanne zu gering. Ein paar jahre und dann sind wir wieder weg. In gut 100 Jahren lebt nicht einer mehr, der heute noch da ist und von ihm weiss man nur aus alten Mythen, er war schon immer da und wird es immer sein ohne Anfang und ohne Ende.
Zu kurz unser Leben um es zu verstehen, wenn nicht er selbst es erklären will, solange sollte das Wissen aus alten Zeiten genügen

Es ist schon komisch von "ihm" zu reden, wo wir ihn doch gar nicht begreifen können. Noch seltsamer ist es zu sagen, dass "er", von dem wir doch gar nichts wissen, immer schon dagewesen sei. Es ist, als wenn ich von einem Fantasiegebilde, dass ich mir ausdenke - ein Einhorn, der heilige Gral oder ein Gespenst- so spreche, als wäre es jenseits meiner Fantasie so existent, wie die Dinge, die mich umgeben, etwa dieser Computer da, in den ich Worte eintippe. Doch ich sehe Gott ja nicht plastisch, in der konkreten Wahrnehmung vor mir, so wie irgendein Ding, das ich fassen kann. Und eben das ist das Problem mit Gott. Alle sonstigen Dinge, so sie sichtbar für mich sind, sind irgendwie erfassbar, sei es durch mein Sensorium, meine Wahrnehmung, sei es durch Vorstellung. Doch Gott erscheint mir als das eine Ding, das als einziges sich mir entzieht, solange ich auf dem Weg zu ihm bin, und das irgendwo, am Ende eines langen Weges, nach unermüdlicher Bemühung auf mich wartet und mich mit den Worten empfängt: nun endlich bist Du den Weg ganz gegangen und zu mir heimgekehrt.
 
Begreifen und Verstehen, Wissen, Gewissheit haben. Dafür braucht es Zeit.

Wir haben alltäglich Gewissheiten über die Dinge, die wir wahrnehmend festhalten und in unserem Geist dargestellt finden. Eine Sache ist für uns gewiss, wenn sie wiederholt in gleicher oder zumindest ähnlicher Form erscheint. Dann ist sie uns bekannt, dann können wir uns auf eine frühere Erfahrung mit ihr berufen und sagen: ja, das kenne ich, das ist mir bekannt, das ist mir gewiss. Ich bin mir meines Mitmenschen gewiss, weil ich ihm gestern begegnet bin. Ich bin mir einer Sache gewiss, weil ich sie schon einmal gesehen und früher meine Erfahrungen damit gemacht habe. Begreifen braucht zwingend Zeit. Etwas, das ich zum ersten Mal sehe, jetzt, in diesem zeitlosen Moment, kann ich daher nicht kennen. Erst wenn ich mich erinnere, dass ich vertraut damit bin aus früheren Erfahrungen, wenn ich Zeit erfahre, dann habe ich Kenntnis davon, dann erkenne ich es wieder und so ist es mir nur vertraut aus der Zeit heraus. In Wahrheit aber ist es nicht vertraut sondern völlig neu. Weil das Neue, das Frische, das eben Entsehende und nicht Bekannte nicht in der Zeit gekannt werden kann, weil es jenseits der Zeit keinen Abgleich mit früher Begriffenem geben kann, eben darum kann Gott nicht in der Zeit begriffen werden.
 
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Thales kannte den Großteil der Elemente noch nicht. Die meisten Elemente des Periodensystems wurden im 19 Jh. entdeckt. Natürlich kann man die Luft als Symbol für den Atem verwenden. Die Big-Bang-Theorie widerspricht aber diesem "Schlüpfen aus einer Luftblase"

Der Gedanke Gott könnte ein "Theropoda" sein ist bestimmt eine unglaubliche Vorstellung- aber was ist schon Wahrheit- wenn man sie nicht beweisen kann!?
 
Wir, als der besondere einzigartige Mensch, als den wir uns wahrnehmen, der verändert sich, von der Geburt, vom Kind zum Manne zum Sterbenden und doch gibt es eine durchgehende gleichbeibende innerer Gewissheit, dass ich immer der "ichbin" war/bin. An dem Gefühl zu mir selber hat sich durch die Zeit nicht viel geändert (denn ich bin immer ich geblieben), nur mein Gefühl zu meiner Umwelt hat sich verändert.

Hallo Inti,

Das trifft es genau: die große Wahrnehmung, deren ich mir ganz gewiss bin ist, dass sich an mir "selber", also meinem innersten Kern sich nie etwas geändert hat, ich glaube das ist der Punkt. Ich "selber" bin der, der ich bin, ich selber bin der Punkt der Gewissheit, nur an meiner Um-Welt ändert sich ständig alles. Das ist ein tiefes Grundgefühl.

Wenn die Umwelt sich ändert habe damit nicht auch ich mich verändert? Wo ist die Trennlinie zwischen meinem Kern-Ich und wo beginnt die Umwelt? Beginnt sie an meiner Hautgrenze, den Organen, sind die Organe meine Organe oder Organe der Umwelt, was ist mit den Gedanken, ich denke sie, sie verändern sich - gehören Gedanken zur Umwelt oder zu mir?

Das "Um" um die Welt herum zeigt ja in der Sprache, zumindest der Deutschen, die Distanz der Welt zu mir. Sie um-gibt mich, ich bin in ihrer Mitte, aber sie ist doch entfernt von mir, ich bin der Kern der Welt und sie dreht sich um mich, so scheint es. Doch wo ist dieser innere Kern jenseits seiner Umwelt, um den die Welt sich dreht?

lG
Bibo
 
Hallo Inti,

Das trifft es genau: die große Wahrnehmung, deren ich mir ganz gewiss bin ist, dass sich an mir "selber", also meinem innersten Kern sich nie etwas geändert hat, ich glaube das ist der Punkt. Ich "selber" bin der, der ich bin, ich selber bin der Punkt der Gewissheit, nur an meiner Um-Welt ändert sich ständig alles. Das ist ein tiefes Grundgefühl.

Wenn die Umwelt sich ändert habe damit nicht auch ich mich verändert? Wo ist die Trennlinie zwischen meinem Kern-Ich und wo beginnt die Umwelt? Beginnt sie an meiner Hautgrenze, den Organen, sind die Organe meine Organe oder Organe der Umwelt, was ist mit den Gedanken, ich denke sie, sie verändern sich - gehören Gedanken zur Umwelt oder zu mir?

Das "Um" um die Welt herum zeigt ja in der Sprache, zumindest der Deutschen, die Distanz der Welt zu mir. Sie um-gibt mich, ich bin in ihrer Mitte, aber sie ist doch entfernt von mir, ich bin der Kern der Welt und sie dreht sich um mich, so scheint es. Doch wo ist dieser innere Kern jenseits seiner Umwelt, um den die Welt sich dreht?

lG
Bibo

in der 5 herzkammer
 
in der 5 herzkammer

Die Rechtschreibung ist nicht richtig. Sätze beginnt man immer mit Großbuchtsaben, also "In". Substantive werden groß geschrieben "Herzkammer". 5 soll wohl "fünfte" bedeuten, dann hättest Du einen Punkt nach der 5 machen oder das Zahlwort ganz ausschreiben müssen. Korrekt wäre also gewesen: In der fünften (oder 5.) Herzkammer.

Setzen, 6!
 
Die Rechtschreibung ist nicht richtig. Sätze beginnt man immer mit Großbuchtsaben, also "In". Substantive werden groß geschrieben "Herzkammer". 5 soll wohl "fünfte" bedeuten, dann hättest Du einen Punkt nach der 5 machen oder das Zahlwort ganz ausschreiben müssen. Korrekt wäre also gewesen: In der fünften (oder 5.) Herzkammer.

Setzen, 6!

Als ich vor längerer Zeit in diesem Forum jemandem empfahl, erst einmal richtige deutsche Syntax, Grammatik und Orthographie zu erlernen und erst dann Beiträge zu veröffentlichen, habe ich ordentlich eins auf's Dach bekommen. Seither probiere ich's nicht mehr. Mir wurde Ausländerhass unterstellt. Dabei bin ich selbst Ausländer, wenn auch in Deutschland geboren und aufgewachsen.

L.G.
Alamerrot
 
Hallo Bibo,

Zitat:
Das trifft es genau: die große Wahrnehmung, deren ich mir ganz gewiss bin ist, dass sich an mir "selber", also meinem innersten Kern sich nie etwas geändert hat, ich glaube das ist der Punkt. Ich "selber" bin der, der ich bin, ich selber bin der Punkt der Gewissheit, nur an meiner Um-Welt ändert sich ständig alles. Das ist ein tiefes Grundgefühl.

Wenn die Umwelt sich ändert habe damit nicht auch ich mich verändert? Wo ist die Trennlinie zwischen meinem Kern-Ich und wo beginnt die Umwelt? Beginnt sie an meiner Hautgrenze, den Organen, sind die Organe meine Organe oder Organe der Umwelt, was ist mit den Gedanken, ich denke sie, sie verändern sich - gehören Gedanken zur Umwelt oder zu mir?

Das "Um" um die Welt herum zeigt ja in der Sprache, zumindest der Deutschen, die Distanz der Welt zu mir. Sie um-gibt mich, ich bin in ihrer Mitte, aber sie ist doch entfernt von mir, ich bin der Kern der Welt und sie dreht sich um mich, so scheint es. Doch wo ist dieser innere Kern jenseits seiner Umwelt, um den die Welt sich dreht?

lG
Bibo

Hallo Bibo,

Wenn Du mir es erlaubst, Dein Zitat zu kommentieren: Ich habe den Eindruck Du bist auf dem richtigen Weg. (Bist Du von selbst drauf gekommen? Wenn ja, dann gratuliere ich Dir.)
Nur: Was ist denn Dein innerster Kern? Dein ich? Wer oder was nimmt denn wahr? Sind es nicht Deine fünf Sinne, die Deinem Geist mitteilen, was Du wahrnimmst, und der dies dann verarbeitet, worauf Dein Bewusstsein dann von dem Resultat Kenntnis nimmt oder auch nicht. Vieles, oder sogar die Mehrheit von allem , was wir wahrnehmen und dann in unserem Geist verarbeiten, bleibt ja im Unterbewussten oder Unbewusstsein hängen und gelangt nur selten oder nie in unser Bewusstsein.--- Ist also unser Bewusstsein unser innerster Kern oder steckt noch etwas andere dahinter? Im Tiefschlaf, im Koma oder in tiefer Narkose haben wir ja kein Bewusstein. Wie ist es dann mit unserer eigentlichen Existenz? Und die Um-welt? Vermutlich ist die innerhalb von uns und nicht ausserhalb. Aber das ist ein anderes Thema.

Tatsächlich habe auch ich den Eindruck, dass unser Innerstes, von dem ich zwar sicher bin, dass es vorhanden ist aber nicht weiss, was es eigentlich ist (es hat aber mit Sicherheit keinen Ort) sich niemals verändert. Die Buddhisten sagen, es wurde nie geboren und kann daher auch niemsals sterben.

Bis hierher bin ich gelangt und hoffe, dass ich irgendeinmal weiterkomme bei meiner
Suche.

L.G.,
Alamerrot

P.S. Ich bin altmodisch und schreibe "Du" oder "Dein" u.ä. immer noch gross, obwohl die öffentlich anerkannte Schreibweise dies ja nicht mehr tut.
 
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@Bibo
Das trifft es genau: die große Wahrnehmung, deren ich mir ganz gewiss bin ist, dass sich an mir "selber", also meinem innersten Kern sich nie etwas geändert hat, ich glaube das ist der Punkt. Ich "selber" bin der, der ich bin, ich selber bin der Punkt der Gewissheit, nur an meiner Um-Welt ändert sich ständig alles. Das ist ein tiefes Grundgefühl.
Sehr gut - Das ist die Basis und der Ausgangspunkt für die Suche. Vor allem wenn es in sich erlebt wird und nicht rational geglaubt.

Wenn die Umwelt sich ändert, habe damit nicht auch ich mich verändert?
Dein Körper ist Teil der Umwelt, die Trennung in das was dein Körper ist und was außerhalb des Körpers ist, entsteht durch deine Sinne, die in deinem Körper verortet sind und sich nach "außen" richten. Deine Sinne sind die Grund-Ursache für die Bewusstwerdung der Trennung.

Wo ist die Trennlinie zwischen meinem Kern-Ich und wo beginnt die Umwelt?
Das ist die Hauptfrage, die auch ich noch nicht zu meiner vollsten Zufriedenheit gelöst habe. Aber ich weiß, dass mein Ich (womit nicht mein Ego gemeint ist!) gar nicht so allein steht wie es mir die Definition des Wortes weißmachen will. Ich glaube, dass die christliche Überlieferung mit der Aussage, die Gott zugeschrieben wird: "Ich bin der ICHBIN" ein großes Geheimnis darstellt. Bei diesem IchBin sehe ich nicht mehr als wesentliche Aussage die Trennung, sondern das allumfassende Bewusstsein, in dem alles sich selbst erkennt. Und das Miteinander des Ich mit dem ICHBIN ist dabei nur ein kleiner Schritt. Das Ich hierbei ist nicht die Trennung des Ich gegenüber dem Du (das Du gibt es dann nicht mehr), sondern die Erweiterung des Ich zu einem allumfassenden und alles einschließenden IchBin. Das ist das, was ich momentan als wahr erlebe.
Beginnt sie an meiner Hautgrenze, den Organen, sind die Organe meine Organe oder Organe der Umwelt, was ist mit den Gedanken, ich denke sie, sie verändern sich - gehören Gedanken zur Umwelt oder zu mir?
Bei der Physis ist das klar - sie gehört zur Umwelt. Bei dem Gefühlskörper bin ich mir nicht so ganz sicher, es kann sein, dass der mit der Physis vergeht, allerdings bin ich mir sicher, dass die innersten Erkenntnisse aus diesem Gefühlskörper erhalten bleiben. Die Gedanken des Menschen sehe ich als unterste Kategorie des Geistes, diese werden so nicht mehr gedacht werden, wenn die Physis uns entlässt, aber sie werden als Kern, als Inhalt Bestand haben.
Das "Um" um die Welt herum zeigt ja in der Sprache, zumindest der Deutschen, die Distanz der Welt zu mir. Sie um-gibt mich, ich bin in ihrer Mitte, aber sie ist doch entfernt von mir, ich bin der Kern der Welt und sie dreht sich um mich, so scheint es.
Das ist das Verständnid von Zeit wie es im Buddhismus gelebt wird - das Rad der Zeit dreht sich um die Nabe, und das sind wir.
Doch wo ist dieser innere Kern jenseits seiner Umwelt, um den die Welt sich dreht?
Ich kann ihn nicht verorten und ich gehe davon aus, dass er auch keinen Ort hat. Der Ort an dem wir uns orientieren können, ist unser physisches Sein, aber es gibt einen Zustand in dem wir uns verbunden fühlen mit allem und genau das ist der Zustand des innersten Seins von IchBin.

LGInti
 
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