In Joh 14,5-6 sagte Thomas zu Jesus: „Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst. Wie können wir den Weg erkennen? Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. niemand kommt zum Vater außer durch mich." Das Johannesevangelium, das diesen Spruch enthält, ist ein bemerkenswertes Buch, das viele gnostische Christen für sich beanspruchten und als Hauptquelle für gnostische Lehren verwendeten.
Trotz einiger rechtgläubiger Opposition hat die aufstrebende Kirche Johannes in das Neue Testament aufgenommen. Warum nahm die Katholische Kirche Johannes in den Kanon auf, während sie Schriften wie das Thomasevangelium oder den Dialog des Erlösers ablehnte?
Indem die Kirche sagt, dass man Gott nur durch Jesus findet, impliziert der Spruch, dass man Jesus nur durch die Kirche findet. Als das Christentum sich in der Aufbauphase befand, konnten Christen, die die institutionelle Kirche stärken wollten, Unterstützung in Johannes finden.
Im Thomasevangelium fragen Jünger Jesus: „Zeige uns den Ort, an dem du bist, weil es für uns nötig ist, dass wir nach ihm suchen.“ Jesus antwortet: "Es gibt Licht in einem Mann des Lichts, und es erleuchtet die ganze Welt. Wenn er nicht leuchtet, ist er Dunkelheit." Weit davon entfernt, eine Institution zu legitimieren, lenkt dieser Spruch Jesu einen stattdessen auf sich selbst, auf seine innere Fähigkeit, die eigene Richtung zu finden, auf das „Licht in sich“.
Servus Plissken!
Das ist ein sehr interessanter Ansatz.
Was ist geschehen, was wurde da am Ende auf seelischem Sektor tatsächlich praktiziert?
Bemerkenswert ist meiner Meinung nach dazu der immer wiederkehrende Hinweis auf den Menschensohn. Als Prototyp dafür gilt eindeutig der Prophet Jesaja, im Zusammenhang mit späteren Visionen, in denen etwa im Buch Daniel die Werte Löwe -> Stier, im Werden eines Menschen, sowie die Standorte seiner Eltern bei der Geburt: Jungfrau (Mutter) und Adler [Hahn/Krebs] (Vater) gekennzeichnet wurden. Sogar Jesus selbst soll einem Zitat nach darauf hingewiesen haben:
Mt 8,19-22
Da kam ein Schriftgelehrter zu ihm und sagte:
Meister, ich will dir folgen, wohin du auch gehst.
Jesus antwortete ihm:
Die Füchse haben ihre Höhlen und die Vögel ihre Nester;
der Menschensohn aber hat keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen kann.
Ein anderer aber, einer seiner Jünger, sagte zu ihm:
Herr, lass mich zuerst heimgehen und meinen Vater begraben!
Jesus erwiderte:
Folge mir nach; lass die Toten ihre Toten begraben!
Der Text von Mt 8,20 nimmt eine Anleihe an einer künstlerisch ausgestalteten Horoskop Ordnung im Jahreskreis.
4 Zeichen gelten für die Bereiche der Glieder: Hände (Löwe), Stier (Rippen);
zwei wurden beim 9monatigen Werdegang ausgespart:
Zwillinge (Beine; älter für Hund oder „Füchse“), Krebs (Wirbelsäule; älter für Hahn, oder hier eben Vögel allgemein).
In der Entwicklung des Kindes durchläuft dieses:
Die 4 Bereiche des Körpers: Jungfrau (Magen), Waage (Darm), Skorpion (Herz), Schütze (Lunge).
Ebenso die 4 Bereiche des Kopfes: Steinbock (Nase), Wassermann (Mund), Fische (Augen), Widder (Ohr).
Also: der Menschensohn an und für sich ist jemand der ohne Beitrag der Füchse und Vögel geboren wurde.
Gezeugt im Löwen und zur Welt gekommen im Stier.
In den 9 Monaten im Mutterleib hat er die Bereiche des Körpers und des Kopfes durchwandert.
Aber er ist dann selbst nicht in einem Zeichen des Kopfes geboren worden!
Diese Charakteristik wird man als späterer Widdergeborener daher nicht wiederholen können.
Das ist auch nicht erforderlich, soll lediglich aufzeigen, der Nazaräner hat sich an Jesaja orientiert, wenn er vom Menschensohn gesprochen hat, eben an einen echten Propheten. Bei dem war jedoch nicht seine Geburt das wesentliche Element, sondern diese Standortbestimmung dient nur zur Orientierung. Viel mehr hatte es Jesaja mit der leidlichen Bienenstichallergie – darauf durfte ich bereits hinweisen. Mit diesem Leiden war sozusagen eine Tugend verbunden, die immer wieder in die Nähe des Todes brachte, und weiters enthält dieses Prozedere eine gewisse Gleichgültigkeit gegenüber dem Sterben. So wie ich gelegentlich sage: Immer für das Sterben bereit sein, aber niemals damit einverstanden!
Im Musterbeispiel Jesaja/Menschensohn hatten sie also damals jemanden der auf mehrere Nahtoderfahrungen hinweisen konnte.
Gefragt war daher nach dem Gesetzt der ständigen Steigerung in der Zeit,
entweder die Vorgabe in der gleichen Weise zu erfüllen oder sogar noch zu übertreffen!
Die Lösung dazu sieht so aus:
Der Nazaräner hatte eine Nahtoderfahrung, der besonderen Art.
Er kam als Seele zum Körper seines Ziehvaters Josef, in Form eines Duplikats.
Bald darauf verstarbt jedoch Josef und dessen Seele wendete sich ebenfalls zu einem Körper,
nämlich zum Körper des malträtierten Nazaräners,
als danach die Originalseele des Nazaräners wieder den Betrieb aufgenommen hatte,
da befand sich doch tatsächlich die Kopie der Seele von Josef vorrangig in ihm,
sowie seine eigene seelische Kopie, nachrangig, ebenfalls.
(Darum heißt es zum Beispiel: ich werde den Vater bitten, und er wird Euch dies und jenes geben … )
Die bereits an das Jenseits gewöhnten Seelen agieren entsprechend ihrer Rangordnung.
Dazu gehört auch die seelische Befindlichkeit, wenn der Wirt, also der Nazaräner selbst, verstirbt.
(Dazu heißt es zum Beispiel: keiner kommt zum Vater, als durch mich!)
Nebenbei bemerkt, Josef war nicht nur der Ziehvater von Jesus,
sondern auch der Vater von Johannes Z.; der Bruder von Jakobus Z. und von Judas Iskariot; sowie der Onkel von Philippus.
Trotzdem gilt es als hohe Wahrscheinlichkeit, es wurde nicht das Wort „Josef“ von ihm verwendet, sondern sehr wohl das Wort „Vater“,
denn damit wird zusätzlich eine gewisse seelische Geselligkeit im Ahnenkult dokumentiert, die über die einzelne Seele hinaus geht …
Mit dieser Besonderheit aus einer Nahtoderfahrung ging nun der Nazaräner daran die zahlreichen Werte von Jesaja zu toppen.
Damit das gelingen konnte, musste sich seine Seele nach seinem Tod nicht einmal, sondern mehrmals duplizieren,
und dadurch in mehreren lebenden Körpern als Kopie zum Todeszeitpunkt aufgenommen werden!
Das hat im Tempel stattgefunden, nicht auf dem Kreuz.
Keine Frage, die gleichzeitige seelischen Aufnahmen bei 12 oder 11 seiner Jünger,
sie sollten die langzeitliche Perspektive des Überlebens in zahlreichen Wirten genau so erweitern,
wie sie einst bei Jesaja im laufe der Zeit gegeben war …
Die damalige Verwendung des Mantras „Jesus“ und das Essen und Trinken von Brot und Wein,
sie zeigt körperlich in genau diese Richtung.
Ähnlich verhält es sich mit der Bereitstellung des „Heiligen Geistes“:
der im Licht lebende Nazaräner kann es nicht (Joh 14),
aber der verstorbene Jesus haucht Dich damit ganz leicht an – wenn man dem Text von Johannes bedingungslos folgt (Joh 19),
und nicht da oder dort eine kleine taktische Lüge verborgen gewesen ist.
… und ein
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