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WildSau
Guest
Hallo ihr Lieben!
Ich tauch hier heute auf, mit dem wieder gleichen Anliegen, wie schon vor eineinhalb Jahren... es geht um den Beruf. Das ist mein ewiges Problem - vielleicht kein Wunder, mit Chiron in 10.
Ich schildere mal kurz meine Situation: Ich hatte lange Jahre mit mir selbst emotional zu kämpfen, war auch wirklich sozial eingeschränkt, weshalb ich es nicht geschafft habe, einen "vernünftigen" Beruf zu erlernen. Später, als ich das gröbste aufgearbeitet hatte, hab ich ein Bachelorstudium abgeschlossen, mit dem Ziel, im Sozialbereich tätig zu werden. Einerseits wollte ich etwas "sinnvolles" tun. Andererseits wollte ich mir auf diesem Weg selbst beweisen, dass ich eh ok bin (das ist, wie ich heute weiß, eine Traumafolge: der ewige Glaube "mit mir stimmt etwas nicht"). Ich hab dann immer wieder mal gearbeitet, in der Betreuung, hab dabei aber immer wieder festgestellt, dass mich die Arbeit mit Menschen nicht erfüllt. Im Gegenteil, sie laugt mich aus. Ich bin abends komplett fertig und energetisch leergesaugt. Ich schwinge viel zu stark mit den Menschen mit und kann mich emotional nicht gut abgrenzen. Wirklich in mein Bewusstsein gelassen habe ich diese Erkenntnis lange nicht. Ich wollte es nicht wahrhaben.
Trotzdem, und weil ich eben schon auf diesem Weg war, hab ich dann ein berufsbegleitendes Masterstudium begonnen, das mir mehr Möglichkeiten eröffnen sollte. Ein zweiter, nicht zu vernachlässigender Grund war, dass ich unbedingt einen Masterabschluss haben wollte. Offen gesagt geht es dabei ganz viel um mein Ego und darum, dass ich einen Bachelor nicht als richtigen Studienabschluss werte, und ohne den würde ich mich ewig als Versagerin fühlen. Dieses Studium hab ich mittlerweile absolviert, nur die Abschlussarbeit steht noch aus. Da bin ich gerade dran, und die werde ich auch fertig schreiben.
Beruflich ging es also immer sehr holprig, Phasen der Arbeit wechselten sich mit längeren Zeiten der Arbeitslosigkeit ab. Wirklich Fuß fassen konnte ich nie. Es war wie verhext. Finanziell bin ich immer gerade so durchgekommen.
Jetzt kommt mein Problem: je näher ich dem Abschluss komme, und somit auch der Aussicht, endlich voll in den Sozialbereich einzusteigen, desto klarer wird mir, dass ich das überhaupt nicht will. Ich bin ein sehr idealistischer Mensch, mit einem ausgeprägtem Empfinden für Ungerechtigkeit, und wollte schon immer die Welt verbessern. Aber je älter ich werde, je konkreter die Vorstellung wird, im Sozialbereich zu arbeiten, desto mehr stößt mich die Vorstellung ab. Wenn ich daran denke, dass ich das dann mein restliches Berufsleben machen werde, habe ich das Gefühl, mein Leben ist vorbei. Und mir ist kürzlich aufgegangen, womit das ganz stark zusammenhängt: das Wissen, dass ich nie ordentlich verdienen werde. Der Sozialbereich ist schlecht bezahlt, und auch in einer Führungsposition wird man nie richtig Kohle machen. Ich merke aber immer mehr, wie sehr mich das herumdümpeln mit ganz wenig Geld nervt, das ich nun schon mein Leben lang betreibe.
Ich merke, dass ich Neid empfinde, wenn ich meine alten Freunde ansehen, die alle gut verdienen, weil sie in Branchen arbeiten, die das zulassen. Ich dachte immer, etwas Gutes zu tun wäre mir Lohn genug. Jetzt merke ich: das stimmt nicht. Ich will auch einmal genug Geld haben, um mir die Dinge leisten zu können, die für andere völlig selbstverständlich sind. Ich hab mich diesbezüglich selbst ordentlich angelogen.
Heute hab ich wieder mal einen Blick in mein Horoskop geworfen, und da ist mir wie Schuppen von den Augen gefallen: ich habe 3 Planeten (Jupiter, Mars, Saturn) im 2. Haus stehen. Außerdem sind alle 3 für den Beruf relevanten Häuser in der Erde. Und plötzlich hatte ich den Einfall: ich will einfach nur Geld verdienen. Ja, natürlich mit einer Sache, die mir liegt. Aber möglicherweise geht es gar nicht darum, dass ich mich über den Beruf als Mensch verwirkliche - was immer meine Vorstellung war. Vielleicht geht es einfach nur darum, Werte zu schaffen durch Geld verdienen. Und vielleicht heißt Chiron in 10 nicht, dass ich Therapeutin werden muss, sondern dass es eben meine ewige Wunde ist, nicht genug zu besitzen (an Vermögen und Ansehen).
So. Derzeit bin ich ja wieder mal arbeitssuchend, und ich bewerbe mich durchwegs im Sozialbereich - weil es halt das ist, was ich gelernt habe. Aber es will und will mit dem Job nicht klappen. Möglicherweise hat es damit zu tun, dass es sich innerlich in mir sperrt. Ich hatte nun die Idee, davon wegzugehen, und mich auf einen Hilfsarbeiterjob in der freien Wirtschaft zu bewerben. Erst mal für den Moment, während ich noch meine Abschlussarbeit schreibe. Dort müsste ich niemandem beweisen, das ich ok bin. Da würde nur meine Leistung zählen. Der Gedanke fühlt sich für mich unglaublich befreiend an.
Hilfsarbeiter deswegen, weil ich nichts kann, was man im kaufmännischen Bereich verwerten könnte. Vom Verdienst her wäre das zunächst einmal egal, im Sozialbereich verdien ich auch nicht viel mehr. Ich müsste eben, von meinem Wissen her bei 0 anfangen. Aber das macht mir nichts. Dass ich mir fortbilde ist für mich selbstverständlich. Da müsste ich mich eben hocharbeiten - und das würde mir ein gutes Gefühl geben. Dass ich das schaffe, bezweifle ich nicht. Außerdem habe ich damit langfristig gesehen wesentlich bessere finanzielle Aussichten.
Die Idee wäre in Richtung Logistik zu gehen. Das würde wohl auch zu drei Jungfrau Planeten passen. Fürs erste würd ich mir einen Aushilfsjob in einem Lager suchen.
Würde jemand in mein Horoskop schauen und mir sagen, ob das für mich ein Weg wäre? Oder würde ich mich da komplett selbst verleugnen? Ist das völlig irre? Ich glaube nämlich, mein ganzes Umfeld würde mich für verrückt erklären. Jetzt ist endlich der Master in greifbarer Nähe, und dann das...
Die jüngste bin ich auch nicht mehr. Aber das ist mir ziemlich egal.
Meine Daten stehen im Profil (Bitte nicht in den Thread posten!).
Danke fürs Lesen und liebe Grüße!
Ich tauch hier heute auf, mit dem wieder gleichen Anliegen, wie schon vor eineinhalb Jahren... es geht um den Beruf. Das ist mein ewiges Problem - vielleicht kein Wunder, mit Chiron in 10.
Ich schildere mal kurz meine Situation: Ich hatte lange Jahre mit mir selbst emotional zu kämpfen, war auch wirklich sozial eingeschränkt, weshalb ich es nicht geschafft habe, einen "vernünftigen" Beruf zu erlernen. Später, als ich das gröbste aufgearbeitet hatte, hab ich ein Bachelorstudium abgeschlossen, mit dem Ziel, im Sozialbereich tätig zu werden. Einerseits wollte ich etwas "sinnvolles" tun. Andererseits wollte ich mir auf diesem Weg selbst beweisen, dass ich eh ok bin (das ist, wie ich heute weiß, eine Traumafolge: der ewige Glaube "mit mir stimmt etwas nicht"). Ich hab dann immer wieder mal gearbeitet, in der Betreuung, hab dabei aber immer wieder festgestellt, dass mich die Arbeit mit Menschen nicht erfüllt. Im Gegenteil, sie laugt mich aus. Ich bin abends komplett fertig und energetisch leergesaugt. Ich schwinge viel zu stark mit den Menschen mit und kann mich emotional nicht gut abgrenzen. Wirklich in mein Bewusstsein gelassen habe ich diese Erkenntnis lange nicht. Ich wollte es nicht wahrhaben.
Trotzdem, und weil ich eben schon auf diesem Weg war, hab ich dann ein berufsbegleitendes Masterstudium begonnen, das mir mehr Möglichkeiten eröffnen sollte. Ein zweiter, nicht zu vernachlässigender Grund war, dass ich unbedingt einen Masterabschluss haben wollte. Offen gesagt geht es dabei ganz viel um mein Ego und darum, dass ich einen Bachelor nicht als richtigen Studienabschluss werte, und ohne den würde ich mich ewig als Versagerin fühlen. Dieses Studium hab ich mittlerweile absolviert, nur die Abschlussarbeit steht noch aus. Da bin ich gerade dran, und die werde ich auch fertig schreiben.
Beruflich ging es also immer sehr holprig, Phasen der Arbeit wechselten sich mit längeren Zeiten der Arbeitslosigkeit ab. Wirklich Fuß fassen konnte ich nie. Es war wie verhext. Finanziell bin ich immer gerade so durchgekommen.
Jetzt kommt mein Problem: je näher ich dem Abschluss komme, und somit auch der Aussicht, endlich voll in den Sozialbereich einzusteigen, desto klarer wird mir, dass ich das überhaupt nicht will. Ich bin ein sehr idealistischer Mensch, mit einem ausgeprägtem Empfinden für Ungerechtigkeit, und wollte schon immer die Welt verbessern. Aber je älter ich werde, je konkreter die Vorstellung wird, im Sozialbereich zu arbeiten, desto mehr stößt mich die Vorstellung ab. Wenn ich daran denke, dass ich das dann mein restliches Berufsleben machen werde, habe ich das Gefühl, mein Leben ist vorbei. Und mir ist kürzlich aufgegangen, womit das ganz stark zusammenhängt: das Wissen, dass ich nie ordentlich verdienen werde. Der Sozialbereich ist schlecht bezahlt, und auch in einer Führungsposition wird man nie richtig Kohle machen. Ich merke aber immer mehr, wie sehr mich das herumdümpeln mit ganz wenig Geld nervt, das ich nun schon mein Leben lang betreibe.
Ich merke, dass ich Neid empfinde, wenn ich meine alten Freunde ansehen, die alle gut verdienen, weil sie in Branchen arbeiten, die das zulassen. Ich dachte immer, etwas Gutes zu tun wäre mir Lohn genug. Jetzt merke ich: das stimmt nicht. Ich will auch einmal genug Geld haben, um mir die Dinge leisten zu können, die für andere völlig selbstverständlich sind. Ich hab mich diesbezüglich selbst ordentlich angelogen.
Heute hab ich wieder mal einen Blick in mein Horoskop geworfen, und da ist mir wie Schuppen von den Augen gefallen: ich habe 3 Planeten (Jupiter, Mars, Saturn) im 2. Haus stehen. Außerdem sind alle 3 für den Beruf relevanten Häuser in der Erde. Und plötzlich hatte ich den Einfall: ich will einfach nur Geld verdienen. Ja, natürlich mit einer Sache, die mir liegt. Aber möglicherweise geht es gar nicht darum, dass ich mich über den Beruf als Mensch verwirkliche - was immer meine Vorstellung war. Vielleicht geht es einfach nur darum, Werte zu schaffen durch Geld verdienen. Und vielleicht heißt Chiron in 10 nicht, dass ich Therapeutin werden muss, sondern dass es eben meine ewige Wunde ist, nicht genug zu besitzen (an Vermögen und Ansehen).
So. Derzeit bin ich ja wieder mal arbeitssuchend, und ich bewerbe mich durchwegs im Sozialbereich - weil es halt das ist, was ich gelernt habe. Aber es will und will mit dem Job nicht klappen. Möglicherweise hat es damit zu tun, dass es sich innerlich in mir sperrt. Ich hatte nun die Idee, davon wegzugehen, und mich auf einen Hilfsarbeiterjob in der freien Wirtschaft zu bewerben. Erst mal für den Moment, während ich noch meine Abschlussarbeit schreibe. Dort müsste ich niemandem beweisen, das ich ok bin. Da würde nur meine Leistung zählen. Der Gedanke fühlt sich für mich unglaublich befreiend an.
Hilfsarbeiter deswegen, weil ich nichts kann, was man im kaufmännischen Bereich verwerten könnte. Vom Verdienst her wäre das zunächst einmal egal, im Sozialbereich verdien ich auch nicht viel mehr. Ich müsste eben, von meinem Wissen her bei 0 anfangen. Aber das macht mir nichts. Dass ich mir fortbilde ist für mich selbstverständlich. Da müsste ich mich eben hocharbeiten - und das würde mir ein gutes Gefühl geben. Dass ich das schaffe, bezweifle ich nicht. Außerdem habe ich damit langfristig gesehen wesentlich bessere finanzielle Aussichten.
Die Idee wäre in Richtung Logistik zu gehen. Das würde wohl auch zu drei Jungfrau Planeten passen. Fürs erste würd ich mir einen Aushilfsjob in einem Lager suchen.
Würde jemand in mein Horoskop schauen und mir sagen, ob das für mich ein Weg wäre? Oder würde ich mich da komplett selbst verleugnen? Ist das völlig irre? Ich glaube nämlich, mein ganzes Umfeld würde mich für verrückt erklären. Jetzt ist endlich der Master in greifbarer Nähe, und dann das...
Die jüngste bin ich auch nicht mehr. Aber das ist mir ziemlich egal.
Meine Daten stehen im Profil (Bitte nicht in den Thread posten!).
Danke fürs Lesen und liebe Grüße!