Auf die Frage von TopperHarley:
Worte am Kreuz Er hatte Kenntnis vom eigenen Sterben, schon einige Zeit davor.
Und vom Fall Jerusalem.
Das Sterben von Tiberius.
Als minderwertig in den Augen der anderen, oder Qualifikationsmerkmal für höhere Aufgaben?
Vielleicht doch ein Prophet wie Moses, der nicht mehr ins Gelobte Land kam, es nur gesehen hatte?
Verbot der Geister und Totenbeschwörungen von Moses, dafür die qualitativ hochwertigen Visionen in Ausführung und Wahrheitsgehalt als gottesgleich verehrt. In dem Bekenntnis zur Wahrheit steckt so gesehen eine Vision aus der weiten Vergangenheit. Und das eigene Leben vom Anfang bis zum Ende, und das von anderen Personen, etwa auch der Apostel.
Dann lässt sich auch die Formel:
Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben., problemlos auflösen.
Der Weg = sein materielles Leben.
Die Wahrheit = zumindest eine Vision aus einer vergangenen Zeit von damals Beteiligten.
Das Leben = eine ähnliche Sichtweise wie zuvor nur unmittelbar und die Umgebung und sich selbst betreffende Wahrnehmung.
Diese Auslegung liegt auch ganz im Trend des Verständnisses,
dass sich dieses Jenseits sehr nahe anfühlt,
und nur durch ihre Struktur und Fähigkeit scheinbar unerreichbar empfunden wird.
Da kann man Stimmungsschwankungen in die Waagschale werfen,
aber einen Gesinnungswandel wie man ihn in einer eigenen Trauerzeit gewollt oder unwillkürlich vorgaukeln möchte halte ich für unmöglich.
Eine solche unglaubliche Darstellung ist dazu angetan diese Zusammenstellung einzuwenden:
Was hier im Leben geschieht und wie es danach sein wird habe ich genau gesagt,
aber jetzt kannst Du das alles vergessen, und Schwamm drüber, ersatzlos streichen.
Kann so nicht gewesen sein, nicht wahr? Dieses sonderbare Verhalten bietet sich nur an, wenn der Betreffende schon davor getötet worden ist und an diesem Kreuz festgenagelt wurde aus dem einfachen Grund, dass er nicht herunter fallen konnte, und aus diesem Umstand heraus, dieser unglaublichen Leichenschändung und zur Schaustellung eines Menschen, ist ein sagen wir einmal literarischer Freiraum entstanden wo vor allem der Verfasser Johannes seine eigenen und sehr persönlichen Empfindungen eingebracht hatte.
Aus einer Erwartungshaltung, dieses Jenseits wartet auf den sterbenden Menschen,
und dann beim Tod so wie immer: Nichts. Ein Aufschrei. Und dann Totenstille.
Eine Enttäuschung macht sich breit, bis hin zur Verzweiflung.
Oder es kommt die Dunkelheit am Tag, die Nacht senkt sich herab.
Auf der anderen Seite dürfen wir auch nicht außer acht lassen, wenn man damals mit diesem einseitigen Verrat hausieren gegangen ist, im Gegensatz zu den üblichen Paarlaufen bei der Lieblingsbeschäftigung vom Krankmachen bis zum Gesundmachen, weil man das nur so erlernen könne, und gelegentlich auch übertrieben wurde, wie uns die 4 Tage bei Lazarus bestätigen, dann können wir davon ausgehen es war nicht die einzige Unstimmigkeit die ihnen zu schaffen machte. Da gab es noch andere und ebenso schwerwiegende Differenzen in der Gemeinschaft der Jünger.
Zum Beispiel war man mit der spirituellen Qualität von Petrus nicht ganz einverstanden,
sie entsprach nicht jener vom Nazaräner, und den Grund dafür versuchte man sich so zu erklären, dass er nicht tief genug abgesoffen war bei seiner Nahtoderfahrung beim Ertrinken als Zweijähriger im See
und es wäre besser gewesen ihn gleich mit einem Mühlstein im tiefen Meer zu versenken.
So viel über den Erfolgszwang in der Bibel,
und beim Misserfolg war man sofort mit verraten und verleugnen zur Stelle.
und ein
