Warum Verrat an Jesus Christus.

Wahres Wissen, das auf eigener praktischer Erfahrung beruht, ist jeder Form von Glauben überlegen :)

Und was Gewaltlosigkeit und Bescheidenheit angeht ... wer hält sich wirklich daran? :D

lg
Topper

und diesen Widerspruch jetzt von Dir zu hören hätt ich mir aber nicht gedacht....:D ......ist also nur die Glaubensrichtung die uns unterscheidet !:D
 
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und diesen Widerspruch jetzt von Dir zu hören hätt ich mir aber nicht gedacht....:D ......ist also nur die Glaubensrichtung die uns unterscheidet !:D
Welchen Widerspruch meinst du? :D
Im Endeffekt sind wir alle Wasser, aber in unterschiedlichen Zuständen ...

Ich hatte z.B. in meiner Jugend, wo ich mich ausführlicher mit dem Sinn des Lebens und mit dem Leben nach dem Tod beschäftigt habe, eine Erfahrung ... und im Denken an Jesus und der ehrlichen Frage, ob es ihn wirklich gegeben hat, sind gewisse Sachen passiert, wo mich diese Kraft über den Körper erhoben hat ... oder wie man das sonst beschreiben soll. Ich hatte dann aber ein bisschen Angst (wegen Sterben und so) und bin zurück in den Körper.

Solche Erfahrungen sind es, die uns stark prägen. Das heißt jetzt auch nicht, dass ich Jesus getroffen habe, aber es gab da durch das Denken an ihn auf einmal eine unglaubliche Kraft und Liebe und ich hab das einfach so über mich geschehen lassen, wie mich dann diese Kraft vom Körper losgelöst ...und über das dritte Auge nach "oben" gezogen hat ... und mir gezeigt hat, dass ich mehr bin als der Körper. Nur glauben, mehr zu sein als der Körper oder eine praktische Erfahrung zu machen ist eben eine entscheidender Unterschied. Überhaupt ist die echte Spiritualität ein Weg der Praxis und persönlichen (äußeren aber insbesondere inneren) Erfahrung. Ich bin da ein totaler Anfänger. Die Mystiker sagen: "Zweifelt an allem was ich euch sage und überprüft es aufgrund eurer eigenen Erfahrungen." Oder: Seht zu das zu überprüfen was ich euch sage!" Das heißt also sich anstrengen, was tun ... und nicht bloß glauben. Die früheren Kirchenväter haben das auch gewusst (z.B. Clemens von Alexandrien). Leider dominieren heute die Theoretiker in allen Glaubensrichtungen :)

Damit du mich nicht falsch verstehst :) Gewaltlosigkeit und Bescheidenheit sind wichtige Qualitäten, aber es gibt kaum einen Menschen, der sie wirklich umsetzt. Wir glauben zwar so gut zu sein (schon wieder glauben), aber in Wirklichkeit schaut das anders aus, weil wir gerne wegsehen. Bei mir passiert das öfters im Denken ... z.B. beim Autofahren ... die Linksfahrer z.B. Ungeduld usw. Oder wenn man über jemanden abfällig denkt ist das genau so Gewalt ... Schadenfreude. Auch was man über sich selbst denkt ... usw.

Es gibt sehr viele Formen davon. Und die Bescheidenheit? Wir horten was das Zeug hält ... und wenns was gratis gibt, dann laden wir Vollgas ein ... wir essen mehr als wir benötigen und wollen immer mehr. Haben wir ein neues Auto wollen wir nach ein paar Jahren ein größeres ... genauso mit der Wohnung/dem Haus, dem Besitz, Rang & Name ... es geht endlos weiter ... aber es macht uns nicht glücklich, denn sonst wären alle reichen Leute glücklich.

Das Problem ist, dass wir unsere Erfüllung in dieser Welt suchen. Das Streben nach all diesen Dingen ... auch die Gewalt, der Ärger ... das ist alles der Versuch sich endlich lebendig zu fühlen ... und Liebe und Zuwendung zu erhalten.

Ende meiner Predigt. Sorry ich schreib wahrscheinlich zu viel :) Manchmal ist mir auch schon hier im Forum vorgeworfen worden zu sehr "bekehren" zu wollen. Ich glaub es liegt in meiner Natur, wenn da eine gewisse 'Begeisterung' ist ... wahrscheinlich fehlt mir auch gerade die Demut mich da zurück zu nehmen und zu wissen, wann was angebracht ist. Das ist auch eine Kunst :zauberer1

lg
Topper
 
Hallo Forumwelt,

seit einigen Jahren versuche ich zu verstehen und herauszufinden, warum Jesus Christus überhaupt verraten werden konnte und warum dieser darüber den Kreuztod sterben musste?

In welchem Kontext war ein Verrat grundsätzlich möglich und welche Rolle spielt das jüdische Volk in diesem Sachverhalt?

Gibt es hier Theorien oder gar schriftliche Überlieferungen?

Gruß Universelight :)


hallo,
ja, interressante fragen...,
..und zum glück gibts heutzutage dazu genug material zum nachlesen:
http://bookstore.yogananda-srf.org/c6/Scriptural-Commentaries-c12.html:

Jesus inkarnierte als Avatar, und als solcher hatte er natürlich kein zwingendes karma. Judas schon, und der hat Jesus verraten, der ja gesucht wurde. (Judas führte keinen göttlichen auftrag aus, wie viele spinner glauben, die anscheinend ganz vergessen, dass sich Judas aus verzweiflung deswegen danach selbst erhängt hat, was ja sicherlich keine auswirkung eines bewussten göttlichen auftrages wäre!!, ...ganz zu schweigen von der deutlichen aussage Jesu dazu: "es wäre besser für seinen verräter nie geboren worden zu sein!!!", ..oder ihn zumindest mit einem mühlstein um den hals ins wasser zu werfen!!" - um sein dadurch verursachtes schlechte karma schneller wieder abzuarbeiten dadurch... )
Jesus nahm durch die kreuzigung bewusst einen teil des karma seiner Jünger auf sich, und bewies auch dadurch die unsterblichkeit und die fähigkeiten eines befreiten menschen. und wie man diese befreiung erlangt, lehrt er ja bis heute!!

Es sind natürlich auch ausschließlich karmische ursachen, ob und zu welcher zeit jemand als jude oder sonst in irgendeinem glaubensverein geboren wird oder nicht. Jesus war damals bewusst als "Jude" inkarniert, und deshalb wurde er auch nach den jüdischen gesetzen verurteilt, und zwar wegen "Gotteslästerung", worauf damals nun mal die todesstrafe stand bei den juden, aber unter römischer besatzung nur vom römischen gesetzgeber vollstreckt werden durfte. ohne besatzung hätten es die juden selber gemacht, weiter nix. deswegen wusch pilatus seine hände vor allen ja in "unschuld", mit den worten, "ich finde keine schuld an diesem"!!

Sicherlich war nicht jeder jude für diese kreuzigung, und die meisten haben wahrscheinlich auch nicht viel mitbekommen von diesem fall, so ganz ohne internet und sms-möglichkeit, ... aber laut überlieferung hat eben nun mal "das VOLK" entschieden wen sie kreuzigen sollen.

Jesus hat seinen peinigern ohnehin bereits am kreuz verziehen, weil sie nicht wussten was sie taten, ...und jeder der dir hier antisemitismus vorwirft, weiss leider auch nicht was er tut, weiter nix!!

aber wie gesagt, hier gibt es vieles nachzulesen:
http://bookstore.yogananda-srf.org/c6/Scriptural-Commentaries-c12.html

AAAMEEEN
 
Ich hatte z.B. in meiner Jugend, wo ich mich ausführlicher mit dem Sinn des Lebens und mit dem Leben nach dem Tod beschäftigt habe, eine Erfahrung ... und im Denken an Jesus und der ehrlichen Frage, ob es ihn wirklich gegeben hat, sind gewisse Sachen passiert, wo mich diese Kraft über den Körper erhoben hat ... oder wie man das sonst beschreiben soll.
Solche Erfahrungen sind es, die uns stark prägen.
Ja. Ich "sah" vor ein paar Jahren im Zuge einer Gotteserfahrung "Jesus" über das Wasser gehen.
Diesen Adam Kadmon sieht das alte Wissen des Geheimnisses als den Messias, der schon vom Uranfang an bei Gott ist und deshalb in allem, was in weiteren Umhüllungen dieses tiefsten Kernes als Ausdruck dieses Adam Kadmon als Zeit und als irdischer Raum erscheint. Es ist auch der « Geist Gottes, der über den Wassern schwebt»; das Mysterium weiß, dass Wasser Ausdruck des Begriffes Zeit ist. Der Messias steht über den Zeiten.
Quelle: Friedrich Weinreb: Der gesamte Mensch in der jüdischen Mystik: http://www.f-look.de/home/bilder/Mystik.pdf
 
Hallo Forumwelt,

seit einigen Jahren versuche ich zu verstehen und herauszufinden, warum Jesus Christus überhaupt verraten werden konnte und warum dieser darüber den Kreuztod sterben musste?

In welchem Kontext war ein Verrat grundsätzlich möglich und welche Rolle spielt das jüdische Volk in diesem Sachverhalt?

Gibt es hier Theorien oder gar schriftliche Überlieferungen?

Gruß Universelight :)


Judas, der Katalysator in diesem Prozess: eine Substanz, die hinzugefügt wird, die gewünschte Reaktion hervorruft und sich rückstandslos auflöst. Denn was wäre aus Jesus geworden ohne den Skeptiker, den Aussteiger Judas? Definitiv kein Auferstandener …
Quelle: http://www.zeit.de/2010/14/Judas-Portraet/seite-1
Der von dir eingegebene Text ist zu kurz
 
Judas, der Katalysator in diesem Prozess: eine Substanz, die hinzugefügt wird, die gewünschte Reaktion hervorruft und sich rückstandslos auflöst. Denn was wäre aus Jesus geworden ohne den Skeptiker, den Aussteiger Judas? Definitiv kein Auferstandener …

Grundsätzlich liegt ja eh alles in Gottes Bestimmung.

Was mich viel mehr interessiert: Worauf wurde Jesus angeklagt und was konnte schlimm genug erscheinen, welches rechtfertigt einen Menschen an ein Kreuz zu nageln?

Judas war für den Herrn Jesus Christus die wichtigste Figur in seinem gesamten und engerem Umfeld. Ich will gerne in Erfahrung bringen, was da vorgefallen ist.

Gruß Universelight :banane:
 
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Auf die Frage von TopperHarley:

Worte am Kreuz – Er hatte Kenntnis vom eigenen Sterben, schon einige Zeit davor.
Und vom Fall Jerusalem.
Das Sterben von Tiberius.

Als minderwertig in den Augen der anderen, oder Qualifikationsmerkmal für höhere Aufgaben?
Vielleicht doch ein Prophet wie Moses, der nicht mehr ins Gelobte Land kam, es nur gesehen hatte?

Verbot der Geister und Totenbeschwörungen von Moses, dafür die qualitativ hochwertigen Visionen in Ausführung und Wahrheitsgehalt als gottesgleich verehrt. In dem Bekenntnis zur Wahrheit steckt so gesehen eine Vision aus der weiten Vergangenheit. Und das eigene Leben vom Anfang bis zum Ende, und das von anderen Personen, etwa auch der Apostel.

Dann lässt sich auch die Formel: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“, problemlos auflösen.

Der Weg = sein materielles Leben.
Die Wahrheit = zumindest eine Vision aus einer vergangenen Zeit von damals Beteiligten.
Das Leben = eine ähnliche Sichtweise wie zuvor nur unmittelbar und die Umgebung und sich selbst betreffende Wahrnehmung.

Diese Auslegung liegt auch ganz im Trend des Verständnisses,
dass sich dieses Jenseits sehr nahe anfühlt,
und nur durch ihre Struktur und Fähigkeit scheinbar unerreichbar empfunden wird.

Da kann man Stimmungsschwankungen in die Waagschale werfen,
aber einen Gesinnungswandel wie man ihn in einer eigenen Trauerzeit gewollt oder unwillkürlich vorgaukeln möchte halte ich für unmöglich.
Eine solche unglaubliche Darstellung ist dazu angetan diese Zusammenstellung einzuwenden:
„Was hier im Leben geschieht und wie es danach sein wird habe ich genau gesagt,
aber jetzt kannst Du das alles vergessen, und Schwamm drüber, ersatzlos streichen.“
Kann so nicht gewesen sein, nicht wahr? Dieses sonderbare Verhalten bietet sich nur an, wenn der Betreffende schon davor getötet worden ist und an diesem Kreuz festgenagelt wurde aus dem einfachen Grund, dass er nicht herunter fallen konnte, und aus diesem Umstand heraus, dieser unglaublichen Leichenschändung und zur Schaustellung eines Menschen, ist ein sagen wir einmal literarischer Freiraum entstanden wo vor allem der Verfasser Johannes seine eigenen und sehr persönlichen Empfindungen eingebracht hatte.

Aus einer Erwartungshaltung, dieses Jenseits wartet auf den sterbenden Menschen,
und dann beim Tod so wie immer: Nichts. Ein Aufschrei. Und dann Totenstille.
Eine Enttäuschung macht sich breit, bis hin zur Verzweiflung.

Oder es kommt die Dunkelheit am Tag, die Nacht senkt sich herab.

Auf der anderen Seite dürfen wir auch nicht außer acht lassen, wenn man damals mit diesem einseitigen Verrat hausieren gegangen ist, im Gegensatz zu den üblichen Paarlaufen bei der Lieblingsbeschäftigung vom „Krankmachen“ bis zum „Gesundmachen“, weil man das nur so erlernen könne, und gelegentlich auch übertrieben wurde, wie uns die 4 Tage bei Lazarus bestätigen, dann können wir davon ausgehen es war nicht die einzige Unstimmigkeit die ihnen zu schaffen machte. Da gab es noch andere und ebenso schwerwiegende Differenzen in der Gemeinschaft der Jünger.

Zum Beispiel war man mit der spirituellen Qualität von Petrus nicht ganz einverstanden,
sie entsprach nicht jener vom Nazaräner, und den Grund dafür versuchte man sich so zu erklären, dass er nicht tief genug abgesoffen war bei seiner Nahtoderfahrung beim Ertrinken als Zweijähriger im See …

… und es wäre besser gewesen ihn gleich mit einem Mühlstein im tiefen Meer zu versenken.

So viel über den Erfolgszwang in der Bibel,
und beim Misserfolg war man sofort mit „verraten und verleugnen“ zur Stelle.



und ein :weihna1
 
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