Wäre Krebs schon lange heilbar?

  • Ersteller Ersteller Luckysun
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Das ist eine Aneinanderreihung von ganz viel Schmarren und Halbwissen.

Die Pharma ist der Feind und drum hängt man ihm alles an, was einem so einfällt. Wird schon irgendwas irgendwie stimmen.

:rolleyes:

Zippe

Der Deutsche fühlt sich immer als der "kleine Mann" (sagt, schreibt er auch ständig so ) also ist er auf alles was anscheinend nicht so klein ist wie er selbst neidisch, und es wird gejammert und gejammert.
Deshalb ist alles was nicht "der kleine Mann" ist, ist böse, und dem bösen gibt er auch die Verantwortung für alles....das Leben des "kleinen Mannes", die Preise, die Gesetze, die Gesundheit, usw. und sofort.....ja für die ganze Welt.
 
Der Deutsche fühlt sich immer als der "kleine Mann" (sagt, schreibt er auch ständig so ) also ist er auf alles was anscheinend nicht so klein ist wie er selbst neidisch, und es wird gejammert und gejammert.
Deshalb ist alles was nicht "der kleine Mann" ist, ist böse, und dem bösen gibt er auch die Verantwortung für alles....das Leben des "kleinen Mannes", die Preise, die Gesetze, die Gesundheit, usw. und sofort.....ja für die ganze Welt.

Ist in Österreich aber auch nicht anders.

Ständig Ängste, dass jemand mehr hat oder mehr bekommen könnte. Und dann wilde Geschichten erfinden ...

:rolleyes:
Zippe
 
Warum sollte ich das leugnen? Ich verstehe diese deutsche Mentalität nicht, dass alles böse ist, was mit Geld zu tun hat. Andernorts ist es ganz selbstverständlich, dass ein Geschäftsmann Geld verdienen muss, damit er weiterhin seine Waren anbieten kann und auch zukünftig bessere Waren und Dienstleistungen erbringen kann. In Deutschland scheint das ein riesiges rotes Tuch zu sein.

Zu deinem Link: daran sieht man doch perfekt, wie kompetitiv die Industrie ist. Alle genannten Medikamente haben keinen Patentschutz mehr, das heißt sie können von allen möglichen Generikaherstellern produziert werden. Das schafft natürlich einen unglaublichen Preisdruck auf die ursprünglichen Hersteller (oft Unternehmen in westlichen Ländern), die versuchen an der Produktion zu sparen. Gleichzeitig jammern aber alle darüber, dass die Medikamente viel zu teuer sind. Sowas wie das in deinem Link genannte passiert halt, wenn die Preise für lebenswichtige Medikamente in den Keller schlittern.


Einspruch, Tarbagan... Deutschland ist als eins DER reichsten Länder weltweit überhaupt mit Sicherheit kein Land, dass in irgendeiner Weise allergisch auf Geld und Kapitalismus reagiert, es gibt keine "deutsche Mentalität", wie du sagst, die "alles als böse" definiert," was mit Geld zu tun hat", ganz im Gegenteil . Und hier gehts auch nicht um "alles", sondern um das Gesundheitswesen als kapitalistischer Wirtschaftszweig, was auch einzig wichtig und zynisch genug ist, um die hier angeführte Kritik geltend zu machen. Es ist dies nämlich in der Tat unleugbar ein ziemlich böser und wunder Punkt des Gesundheitswesens (weltweit) und darf durchaus gerne einmal genauer beleuchtet werden.
Wieso sind "Ärzte, Pharmkologen, Apotheker und sämtliche weiteren unternehmerische Untergruppen des Gesundheitswesens überhaupt in erster Linie, wie du so selbstverständlich und salopp anführst, Geschäftsmänner/frauen, die wirtschaftlich gewinnorientiert arbeiten, denken und handeln müssen und nach diesen Kritierien beurteilt/gesetzt/fürdenMarkt freigegeben oder aber abgeschossen werden? Wieso darf das überhaupt so sein???

Im Bildungswesen hat sich längst rumgesprochen, dass "lernen und Wissen erlangen" ein natürliches Geburtsrecht für jedermann sein soll... und an dieses Soll wurden und werden schrittweise weltweit alle Bildugnssysteme angeglichen bishin zu sogar im kleinsten Detail reformiert... Wieso ist ausgerechnet im Gesundheitswesen, was wohl noch vor Bildung und sonstigen Ansprüchen grundsätzlich ein Geburtsrecht zwingend sein muss, sprich die "Erhaltung und Erlangung von Gesundheit"..., wieso ist ausgerechnet hier ein schon seit Jahrzehnten anhaltender Gegentrend zu erkennen? Immer mehr Ärzte "müssen" -entweder getrieben von wirtschaftlichem Überlebenswillen oder aber tatsächlich schlicht von allzumenschlicher Gier- sich privatisieren und ihren Privat-Patienten praktsich regelrechte Verkaufsshows liefern, weil sowohl Patienten als auch ihnen selbst im Rahmen des sozialversicherten Gesundheitswesens der moneträre Wasserhahn abgedreht wird... Ich finde diese Beobachtung mehr als besorgniserregend, zeigt doch hier der Kapitalismus in vollendeter Perversion seine wahre Fratze, wenn Menschen zur Ware werden und ihr Menschenleben respektive ihre Gesundheit nach Ertragwert und -Unwert kalkuliert ist.


Für unsere Generation (und auch nur hier in westlichen Verhältnissen) mag diese Entwicklung noch im Rahmen des Erträglichen sein, aber bei dieser Tendenz sehe ich ziemlich schwarz für unsere Kinder und Kindeskinder... :(
 
Einspruch, Tarbagan... Deutschland ist als eins DER reichsten Länder weltweit überhaupt mit Sicherheit kein Land, dass in irgendeiner Weise allergisch auf Geld und Kapitalismus reagiert, es gibt keine "deutsche Mentalität", wie du sagst, die "alles als böse" definiert," was mit Geld zu tun hat", ganz im Gegenteil . Und hier gehts auch nicht um "alles", sondern um das Gesundheitswesen als kapitalistischer Wirtschaftszweig, was auch einzig wichtig und zynisch genug ist, um die hier angeführte Kritik geltend zu machen. Es ist dies nämlich in der Tat unleugbar ein ziemlich böser und wunder Punkt des Gesundheitswesens (weltweit) und darf durchaus gerne einmal genauer beleuchtet werden.
Wieso sind "Ärzte, Pharmkologen, Apotheker und sämtliche weiteren unternehmerische Untergruppen des Gesundheitswesens überhaupt in erster Linie, wie du so selbstverständlich und salopp anführst, Geschäftsmänner/frauen, die wirtschaftlich gewinnorientiert arbeiten, denken und handeln müssen und nach diesen Kritierien beurteilt/gesetzt/fürdenMarkt freigegeben oder aber abgeschossen werden? Wieso darf das überhaupt so sein???

Im Bildungswesen hat sich längst rumgesprochen, dass "lernen und Wissen erlangen" ein natürliches Geburtsrecht für jedermann sein soll... und an dieses Soll wurden und werden schrittweise weltweit alle Bildugnssysteme angeglichen bishin zu sogar im kleinsten Detail reformiert... Wieso ist ausgerechnet im Gesundheitswesen, was wohl noch vor Bildung und sonstigen Ansprüchen grundsätzlich ein Geburtsrecht zwingend sein muss, sprich die "Erhaltung und Erlangung von Gesundheit"..., wieso ist ausgerechnet hier ein schon seit Jahrzehnten anhaltender Gegentrend zu erkennen? Immer mehr Ärzte "müssen" -entweder getrieben von wirtschaftlichem Überlebenswillen oder aber tatsächlich schlicht von allzumenschlicher Gier- sich privatisieren und ihren Privat-Patienten praktsich regelrechte Verkaufsshows liefern, weil sowohl Patienten als auch ihnen selbst im Rahmen des sozialversicherten Gesundheitswesens der moneträre Wasserhahn abgedreht wird... Ich finde diese Beobachtung mehr als besorgniserregend, zeigt doch hier der Kapitalismus in vollendeter Perversion seine wahre Fratze, wenn Menschen zur Ware werden und ihr Menschenleben respektive ihre Gesundheit nach Ertragwert und -Unwert kalkuliert ist.


Für unsere Generation (und auch nur hier in westlichen Verhältnissen) mag diese Entwicklung noch im Rahmen des Erträglichen sein, aber bei dieser Tendenz sehe ich ziemlich schwarz für unsere Kinder und Kindeskinder... :(
Kurze Verständnisfrage zurück, bevor ich weiter aushole: Glaubst du, wenn wir ein Gesetz erlassen würden, das Armut verbietet (weil jeder Mensch das Grundrecht auf Geld hat), würde Armut von heute auf morgen verschwinden?
 
Kurze Verständnisfrage zurück, bevor ich weiter aushole: Glaubst du, wenn wir ein Gesetz erlassen würden, das Armut verbietet (weil jeder Mensch das Grundrecht auf Geld hat), würde Armut von heute auf morgen verschwinden?

Armut kann man nicht verbieten oder gar erlauben, man kann sie organisieren, kalkulieren, eindämmen, verhindern bzw. insgesamt "deeskalieren". Es muss und wird immer ein Gefälle in der Reichtums- vs. Armutsfrage geben, der Wettbewerb, wie du ihn mehrfach anführst ist durchaus eine wichtige Komponente gesellschaftlichen Miteinanders in fast egal welchem Belang und mit Sicherheit jene entscheidende Teilkraft, die uns/Menschen vielfach überhaupt erst motiviert. (leider?)
Nur muss dieser Aspekt allein aus ethischen Gründen in gewissen Bereichen des "öffentlichen Dienstes" im Vorfeld dahingehend eingeschränkt werden, dass grundsätzlich, wie es schon im Grundgesetz verankert ist, die Würde des Menschen unangetastet bleibt. Und das Gesundheitswesen ist genau der prioritäre Teilbereich einer gesellschaftlichen Organisation in der dieser Anspruch - wie bereits gesagt- noch vor Bildung - mindestens gewährleistet sein muss. Das darf einfach keine Kostenfrage sein, alle Kostenfragen hätten sich schlicht diesem Anspruch zu beugen.

Das ist noch nicht mal ein idealistischer Anspruch, sondern ein ganz und gar pragmatischer, ja letztlich sogar wirtschaftlicher, denn eine "kranke Gesellschaft" ist nun mal keine besonders produktive... wie wir an diversen Zuständen- besonders und gerade im gesundheitlichen Bereich- in der dritten Welt ablesen können.
 
Armut kann man nicht verbieten oder gar erlauben, man kann sie organisieren, kalkulieren, eindämmen, verhindern bzw. insgesamt "deeskalieren". Es muss und wird immer ein Gefälle in der Reichtums- vs. Armutsfrage geben, der Wettbewerb, wie du ihn mehrfach anführst ist durchaus eine wichtige Komponente gesellschaftlichen Miteinanders in fast egal welchem Belang und mit Sicherheit jene entscheidende Teilkraft, die uns/Menschen vielfach überhaupt erst motiviert. (leider?)
Nur muss dieser Aspekt allein aus ethischen Gründen in gewissen Bereichen des "öffentlichen Dienstes" im Vorfeld dahingehend eingeschränkt werden, dass grundsätzlich, wie es schon im Grundgesetz verankert ist, die Würde des Menschen unangetastet bleibt. Und das Gesundheitswesen ist genau der prioritäre Teilbereich einer gesellschaftlichen Organisation in der dieser Anspruch - wie bereits gesagt- noch vor Bildung - mindestens gewährleistet sein muss. Das darf einfach keine Kostenfrage sein, alle Kostenfragen hätten sich schlicht diesem Anspruch zu beugen.

Das ist noch nicht mal ein idealistischer Anspruch, sondern ein ganz und gar pragmatischer, ja letztlich sogar wirtschaftlicher, denn eine "kranke Gesellschaft" ist nun mal keine besonders produktive... wie wir an diversen Zuständen- besonders und gerade im gesundheitlichen Bereich- in der dritten Welt ablesen können.
Doch. Alles darf eine Kostenfrage sein.
Ich mache dir mal ein überzeichnetes Beispiel: Ein Mensch hat eine schwere Erkrankung. Die Heilung dafür ist ein unglaublich seltenes, schwierig zu beschaffendes, synthetisches Schwermetall. Die Herstellung des Medikaments würde 96 Mrd Euro kosten, also in etwa so viel wie das gesamte Rentenbudget der BRD in 2016. Heilungschance: 100%. Wenn sich "alle Kostenfragen diesem Anspruch zu beugen" haben, wie du das sagst, dann müsste dieser Mensch, weil er krank ist, fast 100 Mrd. Euro bekommen, er könnte diesen Anspruch gar einklagen. Das ganze ginge auf Kosten der Solidargemeinschaft. Plötzlich fehlt das Geld woanders - viele tausend Menschen kriegen keine lebensrettenden Medikamente mehr, oder die Rentenauszahlungen werden stark gekürzt, und am Ende sterben vermutlich tausende Menschen, nur um einen gerettet zu haben.

Es ist unangenehm, sich das einzugestehen, aber alles, was Ressourcen kostet, ist immer eine Kostenfrage. Solange Ressourcen endlich sind, können sie nicht in unendlicher Menge verteilt werden.
 
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Doch. Alles darf eine Kostenfrage sein.
Ich mache dir mal ein überzeichnetes Beispiel: Ein Mensch hat eine schwere Erkrankung. Die Heilung dafür ist ein unglaublich seltenes, schwierig zu beschaffendes, synthetisches Schwermetall. Die Herstellung des Medikaments würde 96 Mrd Euro kosten, also in etwa so viel wie das gesamte Rentenbudget der BRD in 2016. Heilungschance: 100%. Wenn sich "alle Kostenfragen diesem Anspruch zu beugen" haben, wie du das sagst, dann müsste dieser Mensch, weil er krank ist, fast 100 Mrd. Euro bekommen, er könnte diesen Anspruch gar einklagen. Das ganze ginge auf Kosten der Solidargemeinschaft. Plötzlich fehlt das Geld woanders - viele tausend Menschen kriegen keine lebensrettenden Medikamente mehr, oder die Rentenauszahlungen werden stark gekürzt, und am Ende sterben vermutlich tausende Menschen, nur um einen gerettet zu haben.

Es ist unangenehm, sich das einzugestehen, aber alles, was Ressourcen kostet, ist immer eine Kostenfrage. Solange Ressourcen endlich sind, können sie nicht in unendlicher Menge verteilt werden.


Wir bräuchten gar nicht so weit und exotisch vor allem aber auch unrealistisch auszuholen. Nehmen mir zB. Stephen Hawking... er leidet an dieser an sich todbringenden Krankheit und hat "zufälligerweise vermutlich" genau jenen Defekt, den 10% der an ALS erkrankten Menschen haben und mit vielerlei medizinischen Anstrengungen doch noch überleben können. Oder ist er es schlicht wert, gerettet zu werden, während andere eben nun mal nicht diesen Wert haben und dem Tode geweiht sind?

Tarbagan, wenn ich richtig erinnere, dann hattest du Medizin studiert, bist dann wegen der Geldfrage zu Jura gewechselt und letztlich nochmals wegen der Geldfrage zur Pharmazie... (ich vermute hier im juristischen/kaufmännsichen/betriebswirtschaftlichen Sektor der Pharmazie)...

Stell dir vor, das gesamte Gesundheitswesen würde verbeamtet werden... meinetwegen führte man noch einen neuen Beamtenstatus genau darauf zugeschnitten an- durchaus auch im Hinblick der Verantwortung und Leistung-, die dieser Wissenschaftsbereich mit sich bringt... sprich durchaus deutlich höher honoriert als andere Beamte- aber eben doch in den Verdienstmöglichkeiten eingeschränkt... würde dich dieses Studium immer noch interessieren? Wenn nein, wieso nicht und wenn ja, wieso?

Wenn doch, wie du sagst, Ressourcen wegen ihrer Endlichkeit nicht in unendlicher Menge verteilt werden können, müsste sich doch dieser Umstand entweder durch das WirtschaftsKapital einszueins spiegeln, denn Geld ist ja nichts anderes als genau dieser Ressourcenersatz ODER ABER konkret aushebeln lassen, denn Geld ist ja nichts anders als genau dieser Ressourcenersatz!! Und Letzteres ginge definitiv, einfach durch Umverteilung.... Ersteres ginge durch Einkommensbeschränkung in den Superlativen des Wirtschaftssystems. Und zusammengenommen wäre mit der Umsetzung dieses Bewusstseins auch sogar ein denkbar unrealistisches Beispiel wie das von dir hier angebrachte durchaus finanzierbar... (wobei sich dein Beispiel eben alleindaher nicht eignet, weil für eine Krankheit mit derartig hohem Seltenheitswert erst gar nicht in diesen Tiefen geforscht würde, aber das nur am Rande).


Das Gesamtsystem krankt einfach an der Wurzel....
 
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