Strebt ihr/du nach der Erleuchtung?

Erleuchtung ist theoretisch die Erkenntnis, dass wir mit allem und allen verbunden sind, also in der Praxis wäre das so, dass jemand das spürt, nicht einfach weis, weil wissen tu ich das auch, aber erleuchtet bin ich nicht, deshalb wird das eine sehr persönliche Erfahrung sein, was übrigens eine Nahtoderfahrungsmenschen haben, hatten.

Ja, das mag eine Definition sein. Aber das mit allen Verbundensein ist eben auch nur ein Teilaspekt.
Und dann kommts noch drauf an was man damit eigentlich meint. Was heißt das mit allen Verbundensein? Heißt das, dass ich jeden Menschen gleich mögen und gerne meine Freizeit mit ihm verbringen muss oder gar mehr? Nein!
Auf personeller, also relativer Ebene sind und bleiben wir individuell, und man muss sich z.b. einem Erdogan oder Stahlin nicht verbunden fühlen, da die natürliche Unterscheidung zwischen dem was für uns angemessen ist und was nicht ja bestehen bleibt, nur als Mensch sind sie eben von ihrem Ursprung her das gleiche wie du und ich. Wenn meine wahre Natur nicht die Form ist, gilt das auch für diese Kandidaten, und auf dieser Ebene ist diese Unterschiedslosigkeit und Urteilsfreiheit auch wahrnehmbar, die man dann als Verbundenheit bezeichnen kann. So ist es jedenfalls für mich. :)
 
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Ein Streben nach Erleuchtung benötigt jemanden, der sie anstreben und erlangen will.

Wenn jedoch jemand bereits über die Fähigkeit verfügt, Erleuchtung erlangen zu können, dann besitzt er bereits eine Qualität, die höherwertiger ist als jede zu erlangende Erleuchtung, weil er sie sonst niemals anstreben und erlangen könnte.

Die Leute reden immer von Erleuchtung, aber kaum davon, womit sie diese eigentlich erlangen wollen.

Das hier hinterfragte Verbundensein ist Aufmerksamkeit. In jedem Fall ist Aufmerksamkeit ein Akt des sich Verbindens.
 
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Zur Frage "Verbundensein mit Allem":

Es kann von jedem noch so weit entfernten Ding/Wirkung im Universum eine Verbindungslinie zu mir gezogen werden. Es liegt allein an der Tatsache meiner körperlich eingeschränkten Mobilität, dass ich das entfernte Ding und seinen Wirkungsbereich nicht tatsächlich bemerken kann. Das erklärt, warum Alles mit Allem nicht nur verbunden sein kann, sondern muss. Weil eine unterbrochene Verbindung einem Stillstand gleichkäme, einer Art Lücke im Universum, und so etwas gibt es nicht.
 
Man kann auch ohne Erleuchtung glücklich sein. Ja und manchmal hindert uns sogar ein solches Streben daran. Wer zu sehr auf ein unerreichbares Ziel in der Ferne blickt, wird die vielen kleinen Glücksmomente am Wegesrand übersehen.

Merlin
 
"Erleuchtung" anzustreben ist keine Verpflichtung und auch nicht notwendig. Ansonsten wäre das so, als würde jeder dazu aufgefordert den Mount Everest zu besteigen oder den K2.
Also ich habe kein Interesse dort rauf zu klettern. Ich kletter oft waagrecht, weil ich ja bodenständig bin. Man bedenke, daß dieser Weg extrem ist und wer ihn gehen will, der kann ja mal schon die Dritten und Vierten in die Tasche packen.
 
"Erleuchtung" anzustreben ist keine Verpflichtung und auch nicht notwendig. Ansonsten wäre das so, als würde jeder dazu aufgefordert den Mount Everest zu besteigen oder den K2.
Also ich habe kein Interesse dort rauf zu klettern. Ich kletter oft waagrecht, weil ich ja bodenständig bin. Man bedenke, daß dieser Weg extrem ist und wer ihn gehen will, der kann ja mal schon die Dritten und Vierten in die Tasche packen.
Zum Thema Erleuchtung ein Vers aus dem Tao Te King:

Wer selber leuchten will,
wird nicht erleuchtet.
Wer selber jemand sein will,
kann nicht erkennen,
wer er wirklich ist.

Was soll ich damit also, wenn ich die Erleuchtung in Händen halte? :whistle:

Merlin
 
Erleuchtung ist ja ein sehr abstrakter Begriff und sehr passiv, Makellosigkeit ist für mich erstrebenswerter, da kann ich auch was zu tun ;-)
 
"Erleuchtung" anzustreben ist keine Verpflichtung und auch nicht notwendig.
Ansonsten wäre das so, als würde jeder dazu aufgefordert den Mount Everest zu besteigen oder den K2.
Also ich habe kein Interesse dort rauf zu klettern. Ich kletter oft waagrecht, weil ich ja bodenständig bin.
Man bedenke, daß dieser Weg extrem ist und wer ihn gehen will, der kann ja mal schon die Dritten und Vierten in die Tasche packen.

Aber nein, gar nicht so extrem.
Wenn Du erleuchtet bist, dann fragst Du nicht mehr woher und wohin.
Das ist alles.
Es ändert sich nur Deine Lebenseinstellung.
Von Dir selbst.


Jedoch kann es auch sein, dass sich Deine Umgebung verändert.
Es ist üblich jemanden physisch zu quälen der behauptet erleuchtet zu sein,
damit eventuell vorhandene Kraftquellen zum Vorschein kommen sollten,
was freilich nicht gelingt, mangels dem Vorhandensein.
Ja, Du rufst in einer solchen Situation wie zum Beispiel im Bild von der Kreuzigung nicht einen Augenblick
nach der dabei üblichen Verstärkung aus den eventuell unbekannten Bereichen.
Denn dorthin wo man sich danach begibt, ist keine Kraft existent – eigentlich.

Ähnlich verhält es sich, wenn ein tatsächlich Erleuchteter permanent mit der vermeintlichen Tatsache konfrontiert wird,
es behauptet jemand schon mehrmals reinkarniert zu sein. Wie das in der Person von Buddha immer wieder als Beispiel vorgeführt wird.
Das ist Unfug. Jemand der die innere Ruhe aufbringt und sich in Meditation von seinem Körper geistig zu lösen beginnt,
der verbindet sich danach immer wieder mit seinem eigenen kräftigen Körper – und mit keinem anderen.
Seine Kontakte weise immer noch auf seinen eigenen Körper.


Ich bin sehr verwundert, dass Buddha nicht eine einzige „Begegnung“ mit einem seiner verstorbenen Verwandten bei all seinen Astralreisen angeben konnte.
Aber in mehreren Körpern in verschieden Zeitabständen will er gewesen sein. Diesen Teil der östlichen Lehre sollte man nur mit großer Vorsicht genießen.

Alle ausgestorben - oder was?


und ein
:cool:

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Gut. Das mit dem Nazaräner war ganz anders als bildlich dargestellt.
Er wurde bereits vor einer eventuellen Kreuzigung erstochen, im Tempel.
Dabei hat er sehr wohl geschriehen. Laut, vor Schmerzen.
Hilfe von den Begleitern hat er auch bekommen, war aber vergeblich.
Es nützte nur für die Helfer und den weiteren Beteiligten.


Das ist die Wahrheit. Sie nützt keinem.
Genauso gut kann das Bild von der Leichenschändung verwendet werden.
Auf weitere konnten sie damals verzichten. Meinetwegen.


Es ist nur so: Judas konnte ihn zu diesem Zeitpunkt nicht mehr tragen …

… eigentlich konnte er gar nichts mehr sagen.


und ein :cool:

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