Soll Griechenland raus aus Euro...

Griechenland raus aus Eurozone?

  • Ja

    Stimmen: 72 66,1%
  • Nein

    Stimmen: 23 21,1%
  • Weiß nicht

    Stimmen: 14 12,8%

  • Umfrageteilnehmer
    109
Uff..... hätte ich nicht gedacht, dass die Griechen so sehr hinter dem Abkommen stehen.

+++ 19:11 Mehrheit der Griechen für die Vereinbarung +++
Rund 70 Prozent der Griechen sind der Meinung, dass das Parlament der in Brüssel vereinbarten Maßnahmen zustimmen soll. Etwa 23 Prozent sind dagegen. Das geht aus einer Umfrage der Meinungsforscher von Kapa Research im Auftrag der Zeitung "To Vima" vor. 51,5 Prozent sehen die Einigung demnach positiv, 44,4 Prozent negativ. Auf die Frage, wer verantwortlich für die "harten Maßnahmen sei, antworteten 48,7 Prozent: die europäischen Staats- und Regierungschefs. Für 44,4 Prozent ist es die griechische Regierung.

http://www.n-tv.de/wirtschaft/19-11-Mehrheit-der-Griechen-fuer-die-Vereinbarung-article15510751.html
 
Werbung:
Hier wird noch mal fast exakt das gesagt was ich über Privatisierung und ESM schrieb:

ESM:

Doch wären ESM-Hilfen überhaupt rechtens? Der Leipziger Staatsrechtler Christoph Degenhart hegt große Zweifel. „ESM-Hilfen sind nur zulässig, wenn ein Staat in finanziellen Schwierigkeiten ist UND die Stabilität der Eurozone als Ganzes gefährdet ist. Dass die zweite Voraussetzung gegeben ist, sehe ich nicht“, sagte er FOCUS Online. „Kanzlerin Merkel und Finanzminister Schäuble haben zuletzt selbst betont, dass ein Grexit keine Gefahr für die Währungsunion bedeuten würde.“

Dem stimmt auch der frühere FDP-Abgeordnete und Euro-Kritiker Frank Schäffler zu: „Das dritte Hilfspaket für Griechenland ist natürlich nicht durch den ESM-Vertrag gedeckt“, sagte er zu FOCUS Online. „Der Austritt Griechenlands würde das Euro-Währungsgebiet nicht als Ganzes destabilisieren.“

"Schon häufiger Rechtsbrüche"
Sollten die Euro-Länder bewusst einen Vertragsbruch in Kauf nehmen, um Griechenland im Euro zu halten? „Es wäre nicht das erste Mal“, kommentiert Jurist Degenhart. „Die Staatengemeinschaft hat in der Geschichte der Währungsunion schon häufiger Rechtsbrüche begangen. Denken Sie an die Verstöße gegen den Stabilitätspakt und das Bail-out-Verbot. Nun käme einer dazu.“



Privatisierungsfonds:

50 Milliarden Euro Privatisierungserlöse? "Völliger Quatsch"!

Kritisch sieht der frühere liberale Finanz-Experte auch den geplanten Treuhandfonds, in den 50 Milliarden Euro Privatisierungserlöse einfließen sollen: „Die Zahlen sind völliger Quatsch, das wird nie funktionieren. In Griechenland gibt es kaum Unternehmen in staatlichem Besitz, die Gewinne machen.“

Er gibt zu bedenken, dass die 50 Milliarden Euro bereits 2010 im Gespräch waren und Experten sie für völlig überzogen hielten. „Seitdem gab es gerade mal 2,5 Milliarden Euro Privatisierungserlöse. Das zeigt einmal mehr, dass sich die Politik etwas vormacht.“

http://www.focus.de/politik/ausland...griechenland-hilfen-das-recht_id_4816206.html
 
Condemn schrieb:
Sollten die Euro-Länder bewusst einen Vertragsbruch in Kauf nehmen, um Griechenland im Euro zu halten? „Es wäre nicht das erste Mal“, kommentiert Jurist Degenhart. „Die Staatengemeinschaft hat in der Geschichte der Währungsunion schon häufiger Rechtsbrüche begangen. Denken Sie an die Verstöße gegen den Stabilitätspakt und das Bail-out-Verbot. Nun käme einer dazu.“

Das kann doch eine Merkel nicht erschüttern... *träller :rolleyes:

Condemn schrieb:
Er gibt zu bedenken, dass die 50 Milliarden Euro bereits 2010 im Gespräch waren und Experten sie für völlig überzogen hielten. „Seitdem gab es gerade mal 2,5 Milliarden Euro Privatisierungserlöse. Das zeigt einmal mehr, dass sich die Politik etwas vormacht.“

Wusste ich nicht, dass diesbezüglich schon mal Berechnungen waren. Ehrlich gesagt... freut mich, wenn der Fonds nix hergibt.

Ich glaube nicht, dass die Politik sich was vormacht. Denke eher, sie wissen genau, was Sache ist. Aber irgendwie müssen sie ja die Zahlen zusammenkriegen, dass sie das Rettungspaket verkaufen können. Tricksen können nicht nur die Griechen, sondern auch die Deutschen und die Eurokraten sehr gut.

Barbapapa halt... Wenns an die Adresse GR geht, pochen sie auf Einhaltung der Verträge, wenn sie selber was durchbringen wollen, haben sich selbige plötzlich in Luft aufgelöst. :rolleyes:
 
Das ganze ist nur noch Irrsinn, der einem Kopfschmerzen verursacht...
smiley_emoticons_kopfschmerz.gif
smiley_emoticons_irre.gif


LG
Grauer Wolf
 
George Osborne, der britische Schatzkanzler sagt: “The idea that British taxpayers’ money is going to be on the line in this latest Greek deal is a non-starter.” übersetzt: "Die Idee, dass das Geld britischer Steuerzahler für diesen kürzlich gemachten Deal mit Griechenland verbraten wird, ist ein Rohrkrepierer."

Wahre Worte! Was auffällig ist in diesem Zusammenhang: Briten werden nicht als Nazis bezeichnet, weil sie nicht für den Unterhalt Griechenlands aufkommen wollen, Deutsche schon. Sogar von Deutschen.
Welche Meinung die netten Griechen von Deutschland haben, weil alle europäischen Staaten von ihnen erwarten, Strukturreformen durchzuführen, die sie bereits vor 5 Jahren versprochen haben (wie zum Beispiel erst mal die eigenen Parteigenossen Steuern zahlen zu lassen), kann man heute auf Twitter verfolgen, hier mal eine schöne Zusammenfassung:
http://www.rolandtichy.de/meinungen/boycottgermany-und-zahlst-du-nicht-willig-so-brauch-ich-twitter/

Ich kann ja verstehen, dass die Griechen echt angekotzt sind. Erst macht ihr Superkommi eine Volksbefragung, dann hält er sich nicht an das Ergebnis. Der kleine Rentner kann nur 50,- aus dem Automaten ziehen, aber jeden Monat werden Milliarden Euros an der Steuer vorbei von reichen Griechen außer Landes geschafft. Tausende Griechen zahlen keine Steuer, kann ich verstehen, habe ich auch keinen Bock drauf, und dann sollen sie sich von der Eu erklären lassen, wie man ein Finanzamt baut? Wer will das schon? Der richtige Weg wäre es wohl, sich aus dieser grausamen, unterdrückerischen Ausbeuterbande namens EU zu verabschieden und einen freien und stolzen griechischen Weg zu gehen, oder? Aber neee - anstatt sich von Ausbeutern zu befreien möchten die Herren Griechen lieber selber ausbeuten, nämlich alle Steuerzahler der restlichen EU Länder und wenn sich das schwieriger gestaltet, als man gedacht hatte, als man sich mit gefälschten Bilanzen den Zugang zum EU Club erschlichen hat - dann sind die Deutschen schuld! Ja klar! Wer sonst?
Die Urgroßeltern und Großeltern der heute arbeitenden Deutschen haben nationale Sozialisten an die Macht gewählt und das soll jetzt wohl auch für die nächsten drei Generationen noch ein ausreichender Grund für ewige Schuldgefühle und ein ewig offenes Portemonnaie für jeglichen Zugriff durch internationale Sozialisten sein?

Also das ist jetzt sehr provozierend aber mir scheint zum abscheulichen antisemitischen Mythos vom ewigen Juden gesellt sich gerade der Mythos vom ewigen Nazi (und ich denke es ist kein Zufall, dass die gleichen Leute, die immer noch den Mythos vom ewigen Juden in Gestalt des ewigen bösen israelischen Zionisten pflegen auch ganz fix bei der Verbreitung des Mythos vom ewigen deutschen Nazi sind, da steckt der gleiche Hass dahinter).

lg
 
???

würde mich ja mal interssieren, was @Bougenvailla dazu meint. Ist das echt so, Bougie???

Ich habe vorhin auf der Suche nach den 60% Lebenmittelimport einen Artikel gelesen, in dem es allein bei Deutschland um die für 540Milliarden Import aus Griechenland ging... werde mal sehen, ob ich den noch finde...


Hier ....schon gefunden: (wobei... 590 statt 540)

Im Jahr 2013 lieferte Griechenland laut der europäischen Statistikagentur Eurostat Lebensmittel und Nutztiere im Wert von rund 153 Millionen Euro nach Russland, allein Deutschland importierte in dieser Zeit jedoch griechische Agrarprodukte im Wert von über 590 Millionen Euro.
http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-01/tsipras-russland-griechenland-euro

<iframe src="//d3profa6mo6ewq.cloudfront.net/hDGkJ/1/" frameborder="0" allowtransparency="true" allowfullscreen webkitallowfullscreen mozallowfullscreen oallowfullscreen msallowfullscreen width="580" height="400"></iframe>

ich weiss gerade nicht, wie man das einbettet... aber die Tabelle findet sich im Link: Die wichtigsten Handelspartner der Griechen plus Russland....


ach, das war alles fallobst, was sich die russen und deutschen selber eingesammelt haben.
die griechen feiern doch durchgängig party wie wir von den forumsexperten wissen.
 
Auch mal interessant zu lesen...

In der SchuldenfalleDiese 21 Länder stehen zusammen mit Griechenland vor dem Pleite-Abgrund

Griechenland ist im Teufelskreis gefangen: Ohne frisches Geld aus dem Ausland ist der Staatsbankrott unaufhaltsam. Doch das Land steht nicht alleine vor dem Abgrund: 21 weitere Länder teilen das Pleite-Schicksal.
  • In Europa sind laut einer Studie neben den Eurostaaten Griechenland, Irland, Spanien, Zypern und Portugal noch Montenegro, Kroatien, Armenien, Ukraine und Mazedonien von der Pleite bedroht
  • In Afrika und Asien sind hingegen nur insgesamt vier Staaten gefährdet
Der Grexit ist vorerst abgewendet, doch Griechenland steht noch immer vor einem gigantischen Schuldenberg – und ist damit nicht alleine. Über 20 andere Länder droht ebenfalls der Bankrott, stellt die Jubilee Debt Campaign in einer Studie fest.

Für viele Länder ist die Situation so brenzlig, weil sie kaum noch an frisches Geld kommen. Investoren schrecken wegen des großen Schuldenbergs vor neuen Krediten zurück. Nur noch gegen entsprechende Zinsen sind sie überhaupt noch bereit, den Ländern Geld zu leihen. Die Zinszahlungen verschärfen die Situation weiter.

Neue Schulden sind bequemer – und gefährlich
Andere Länder wiederum, die noch ein gewisses Restvertrauen der Investoren genießen, tun aus Sicht der Studienautoren zu wenig, um ihre Finanzen in Ordnung zu bringen. Trotz der hohen Schulden können sie sich wegen der Niedrigzinspolitik der Notenbanken weiterhin günstig Geld leihen. Zum Sparen besteht daher kein Grund. Ein Teufelskreislauf.

(.....)

Diese 22 Länder befinden sich nach der Jubilee-Studie aktuell in einer Schuldenkrise oder steuern sogar auf den Bankrott zu:

Europa
  • Armenien
  • Griechenland
  • Irland
  • Kroatien
  • Mazedonien
  • Montenegro
  • Portugal
  • Spanien
  • Ukraine
  • Zypern
Amerika
  • Belize
  • Costa Rica
  • Dominikanische Republik
  • El Salvador
  • Grenada
  • St. Vincent und die Grenadinen
Afrika
  • Gambia
  • Simbabwe (bereits bankrott)
  • Sudan (bereits bankrott)
  • Tunesien
Asien
  • Libanon
  • Sri Lanka
Australien
  • Marshall-Inseln

In großer Gefahr, über kurz oder lang ebenfalls in eine Schuldenkrise zu rutschen, sind 14 weitere Länder – neun davon aus Afrika. Zu Ländern mit mittlerer Gefahr gehören etwa Polen, Italien und Ungarn.

http://www.focus.de/finanzen/news/s...enland-vor-dem-pleite-abgrund_id_4815315.html


Sehr spannend, dass die USA nicht aufgelistet sind.
Wohl deswegen, weil sie gar nicht mehr in eine Schuldenkrise rutschen können, sondern schon pleite sind.
Die Milliarden an deutschen Krediten können sie auch nicht zurückzahlen ... warum beschwert sich hier keiner?
 
Werbung:
Zurück
Oben