Soll Griechenland raus aus Euro...

Griechenland raus aus Eurozone?

  • Ja

    Stimmen: 72 66,1%
  • Nein

    Stimmen: 23 21,1%
  • Weiß nicht

    Stimmen: 14 12,8%

  • Umfrageteilnehmer
    109

Exportschlager aus Griechenland


Während viele Unternehmen in Griechenland ums Überleben kämpfen, profitieren Bauern vom Biohunger der Deutschen. Die Umsätze steigen um mehr als ein Viertel.

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Packhaus in Kissamos auf Kreta. Hier sollen bald 50 neue Jobs entstehen. - Foto: studio kohlmeier berlin

http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/obst-und-gemuese-exportschlager-aus-griechenland/7760386.html

Da
s war noch vor zwei Jahren... daran könnte man sich ein Beispiel nehmen in Griechenland... :)
 
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IWF-Analyse: "Die griechischen Schulden sind unhaltbar geworden"

Der Kompromiss zwischen Griechenland und den Europartnern stößt beim IWF auf Kritik. In einem Bericht warnt der Währungsfonds, das Land stehe vor einem unüberwindbaren Schuldenberg - und plädiert für eine Umschuldung.

Mit der Einigung in Brüssel hat Griechenland die Chance auf ein drittes Hilfsprogramm. Doch die Bedingungen dafür könnten das Land nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) in eine aussichtslose Lage bringen. Denn der griechische Schuldenberg dürfte nach neuen Berechnungen des IWF noch einmal drastisch wachsen.

Bis Ende 2018 sei mit einem Schuldenstand von fast 200 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung zu rechnen, heißt es in einem dreiseitigen IWF-Papier, aus dem die Nachrichtenagentur Reuters zitierte. "Die griechischen Schulden sind in höchstem Maße unhaltbar geworden", schreiben IWF-Experten demnach. Das Land benötige Schuldenerleichterungen weit jenseits der bisherigen Erwägungen.
Das nun vorliegende Papier ist laut Reuters eine Aktualisierung der vor knapp zwei Wochen veröffentlichten IWF-Analyse zur Schuldentragfähigkeit.

Bereits vor der Einigung der Euroländer mit Griechenland hatte IWF-Chefin Christine Lagarde für eine Umschuldung für das Land plädiert. Dieser Schritt spielt in den Abmachungen zwischen Griechenland und den Euroländern aber nur eine untergeordnete Rolle. Die Regierung in Athen bekam lediglich eine vage Aussicht auf Schuldenerleichterungen - im Gegenzug zu Reformergebnissen. Die Euroländer hatten einen Schuldenerlass ausgeschlossen, wollen aber über eine weitere Verlängerung der Kreditlaufzeiten sprechen.

Dem IWF zufolge müssten alle bisherigen und künftigen Hilfskredite auf mindestens 30 Jahre gestreckt werden, um die Schuldenlast tragbar zu machen. Griechenland hatte bereits in den beiden ersten Programmen rund 230 Milliarden Euro erhalten.

Die Regierung in Athen und die anderen Euroländer hatten sich am Montag auf die Umrisse eines weiteren Hilfspakets geeinigt. Der Finanzierungsbedarf liegt dabei bei bis zu 86 Milliarden Euro. Das sind rund 25 Milliarden Euro mehr als der IWF zuletzt noch angenommen hatte.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/so...-unueberwindbaren-schuldenberg-a-1043628.html
 
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In der SchuldenfalleDiese 21 Länder stehen zusammen mit Griechenland vor dem Pleite-Abgrund

Griechenland ist im Teufelskreis gefangen: Ohne frisches Geld aus dem Ausland ist der Staatsbankrott unaufhaltsam. Doch das Land steht nicht alleine vor dem Abgrund: 21 weitere Länder teilen das Pleite-Schicksal.
  • In Europa sind laut einer Studie neben den Eurostaaten Griechenland, Irland, Spanien, Zypern und Portugal noch Montenegro, Kroatien, Armenien, Ukraine und Mazedonien von der Pleite bedroht
  • In Afrika und Asien sind hingegen nur insgesamt vier Staaten gefährdet
Der Grexit ist vorerst abgewendet, doch Griechenland steht noch immer vor einem gigantischen Schuldenberg – und ist damit nicht alleine. Über 20 andere Länder droht ebenfalls der Bankrott, stellt die Jubilee Debt Campaign in einer Studie fest.

Für viele Länder ist die Situation so brenzlig, weil sie kaum noch an frisches Geld kommen. Investoren schrecken wegen des großen Schuldenbergs vor neuen Krediten zurück. Nur noch gegen entsprechende Zinsen sind sie überhaupt noch bereit, den Ländern Geld zu leihen. Die Zinszahlungen verschärfen die Situation weiter.

Neue Schulden sind bequemer – und gefährlich
Andere Länder wiederum, die noch ein gewisses Restvertrauen der Investoren genießen, tun aus Sicht der Studienautoren zu wenig, um ihre Finanzen in Ordnung zu bringen. Trotz der hohen Schulden können sie sich wegen der Niedrigzinspolitik der Notenbanken weiterhin günstig Geld leihen. Zum Sparen besteht daher kein Grund. Ein Teufelskreislauf.

(.....)

Diese 22 Länder befinden sich nach der Jubilee-Studie aktuell in einer Schuldenkrise oder steuern sogar auf den Bankrott zu:

Europa
  • Armenien
  • Griechenland
  • Irland
  • Kroatien
  • Mazedonien
  • Montenegro
  • Portugal
  • Spanien
  • Ukraine
  • Zypern
Amerika
  • Belize
  • Costa Rica
  • Dominikanische Republik
  • El Salvador
  • Grenada
  • St. Vincent und die Grenadinen
Afrika
  • Gambia
  • Simbabwe (bereits bankrott)
  • Sudan (bereits bankrott)
  • Tunesien
Asien
  • Libanon
  • Sri Lanka
Australien
  • Marshall-Inseln

In großer Gefahr, über kurz oder lang ebenfalls in eine Schuldenkrise zu rutschen, sind 14 weitere Länder – neun davon aus Afrika. Zu Ländern mit mittlerer Gefahr gehören etwa Polen, Italien und Ungarn.

http://www.focus.de/finanzen/news/s...enland-vor-dem-pleite-abgrund_id_4815315.html
 
  • Die USA stören sich am Krisenmanagement der EU im
  • Schuldenstreit mit Griechenland.
  • Ein Staatsbankrott würde die US-Wirtschaft zwar kaum treffen, schwieriger zu kalkulieren wären aber die indirekten Folgen.
  • Auch vor einem historischen Hintergrund hat US-Präsident Obama Kanzlerin Merkel immer wieder zu einem Kompromiss mit Athen gedrängt.
Von Claus Hulverscheidt, New York
Den größten Coup seiner kurzen Politikerlaufbahn landete Yanis Varoufakis am 16. April 2015. An dem Tag ließ der damalige griechische Finanzminister triumphierend verkünden, er habe sich am Rande der Frühjahrstagung von Internationalem Währungsfonds und Weltbank mit US-Präsident Barack Obama getroffen. Seht her, so Varoufakis' Botschaft an seine in Washington versammelten europäischen Kollegen: Wenn ihr mich links liegen lasst, dann spreche ich halt mit den wirklich Wichtigen der Welt.

Für ein, zwei Stunden waren Wolfgang Schäuble & Co. tatsächlich konsterniert, denn alles sah nach einem gezielten Affront der Amerikaner aus. Dann allerdings stellte sich heraus, dass die Sache mit der Zusammenkunft ganz so nicht gewesen war. Vielmehr waren sich Obama und Varoufakis bei einem Empfang begegnet und hatten zehn, fünfzehn Minuten miteinander geplaudert - eher Smalltalk also als Polit-Intrige. Und doch: Dass sich der Präsident auf das Gespräch mit dem rangniedrigeren Minister überhaupt einließ, war sehr wohl als gezielte Mahnung der USA an die Europäer zu verstehen.

Kann den Amerikanern die Angelegenheit nicht egal sein?
Am Sonntag, unmittelbar vor dem Euro-Gipfel in Brüssel, suchten die Amerikaner dann wieder den Kontakt zu den Griechen: US-Finanzminister Jacob Lew meldete sich beim Athener Ministerpräsidenten Alexis Tsipras. Und der, dankbar für die Unterstützung, versicherte dem Anrufer aus Washington, dass eine Lösung möglich sei, wenn nur alle dies wollten.



Streng genommen könnte den Amerikanern die ganze Angelegenheit herzlich egal sein. Die US-Banken haben gerade mal gut zehn Milliarden Euro in Griechenland investiert, der bilaterale Handel zwischen beiden Ländern ist kaum der Rede wert. Ein Staatsbankrott würde die US-Wirtschaft also direkt kaum treffen. Etwas schwieriger zu kalkulieren wären die indirekten Folgen. So könnte eine Staatspleite zu Verwerfungen auf den Finanzmärkten führen, die auch in den USA zu spüren wären.

Video
Griechenland Mindestens 32 Abweichler - Tsipras kämpft um eigene Mehrheit
+++ Großbritannien wehrt sich gegen die Idee, dass Nicht-Euro-Staaten für schnelle Kredite einspringen +++ Griechenland zahlt weitere Rate an den IWF nicht zurück +++

Denkbar wäre etwa eine Flucht der Anleger aus dem Euro, die den Kurs des ohnehin starken Dollars weiter nach oben treibt und der amerikanischen Exportindustrie das Geschäft erschwert. Die Frage, wie groß solche "Spillover"-Effekte wären, spielte auch bei der jüngsten Sitzung des US-Zentralbankrats eine Rolle. Insgesamt gesehen aber hält auch die amerikanische Notenbank Fed die Risiken einer Griechenland-Pleite für die USA für überschaubar.

Was die US-Regierung an dem nicht enden wollenden Gezerre um Griechenland indes am meisten stört, ist, platt gesagt, der "Nerv-Faktor": Aus Sicht der Amerikaner ist die ohnehin fehlkonstruierte Euro-Zone seit nunmehr fünfeinhalb Jahren ein ständiger Gefahrenherd für die Welt- und damit auch die US-Konjunktur.

Außerdem hält die Krise die Europäer nach dem Dafürhalten der Amerikaner seit Jahren davon ab, sich um die wichtigen Dinge auf der Welt zu kümmern: um die Konflikte in Syrien und der Ukraine, den Streit um Irans Atomprogramm, das Säbelrasseln Russlands. Und schließlich befürchtet Washington, ein Ausscheiden Griechenlands aus der Währungsunion und eine mögliche Hinwendung Athens gen Moskau könne die Ostflanke der Nato schwächen.


Griechenland-Gipfel "Das ist ein Staatsstreich"
Der Twitter-Hashtag "ThisIsACoup" schießt an die Spitze der Charts: Weltweit zeigen Menschen ihr Entsetzen über die Forderungen der Gläubiger an Athen.

Und noch ein Punkt treibt die Amerikaner um: Sie haben wenig Verständnis dafür, dass sich gerade die Deutschen aufführen wie die Schulmeister. Schließlich war es 1953 ausgerechnet das Volk der Mörder und Kriegstreiber gewesen, das auf der Londoner Konferenz in den Genuss eines umfassenden Schuldenerlasses kam, ohne den das deutsche Wirtschaftswunder kaum möglich gewesen wäre. Auch Griechenland, das unter dem Nazi-Terror heftig zu leiden gehabt hatte, stimmte damals zu. Auch vor diesem historischen Hintergrund hat Obama Kanzlerin Angela Merkel immer wieder zu einem Kompromiss mit Athen gedrängt - zuletzt erst vor wenigen Tagen.
Schuldenstreit mit Griechenland Die alten Freunde sind genervt
http://www.sueddeutsche.de/politik/usa-die-alten-freunde-sind-genervt-1.2562155


Bin mir gerade nicht sicher, ob das nicht schon von Condemn eingestellt wurde... aber auch so.... interessant genug, dass doppelt nicht schadet.... :)
 
Nach vielen Jahren nehme ich wieder ein Buch von Hermann Hesse in die Hand. Unter den Ereignissen um Griechenland fiel mir seine Erzählung Unterm Rad ein. Der verbindende Faden zwischen dem Schicksal einer Nation und eines Individuums ist die Einseitigkeit der Förderung, die an einer innovativen Idee, an einem begabten Menschen völlig vorbei agiert und sie beide deshalb nur ins Verderben führen kann.

https://de.wikipedia.org/wiki/Unterm_Rad

"Ich wollte ja nichts als das zu leben versuchen, was von selber aus mir heraus wollte. Warum war das so sehr schwer?"
Demian, H.H.
Vielleicht ist es das, was uns alle bedrückt?
 
Tja, dein Pech. Vielleicht liegt's einfach auch an deiner Einstellung. Man zieht immer das an, was man aussendet. :D
Ich sende überhaupt nichts aus. Ich hab damals recht gut verdient und die buckelige Verwandtschaft wollte sich eine Scheibe davon abschneiden, bildete sich ein, ein Recht auf Unterstützung zu haben. Dumm gelaufen, mit mir nicht, keinen Cent resp. Pfennig damals... Wenn ich mal was übrig habe, geht's in den Tierschutz...
Bei Staaten ist es ähnlich. Deutschland steht vergleichsweise gut da, nachdem man D jahrelang als "kranken Mann Europas" beschimpft hatte: Wir sollen gefälligst was tun. Dann haben "wir" was getan und jetzt ist es auch wieder nicht recht, der Neid grassiert und die Gier, sich bei uns zu bedienen (Leider haben wir ja Politiker ohne Rückgrat, die dieses Ansinnen nicht schroff zurückweisen). Aber es stimmt schon, den Neid Unfähiger muß man sich verdienen...

Dummer Weise braucht Griechenland aber keine guten Ratschläge oder Mitgefühl, sondern ganz konkret Geld. ;)
Die brauchen seit 200 Jahren ganz konkret Geld, immer und immer und immer wieder... Worauf man in GR "stolz" ist, kapiere ich vor dem Hintergrund nicht. Ich würde mich schämen, mein ganzes Leben anderen auf der Tasche zu liegen...

Für Investitionen, um die eigenen Leute zu bezahlen, Arbeitsplätze zu schaffen und nicht zuletzt Schulden zu begleichen, aus Geldaufnahmen, die zuvor dem Konsum dienten.
Du hast das Abzweigen in die privaten Taschen vergessen... Ich sag nur: Korruptionswahrnehmungsindex wie in Afrika...

Hach ja, der Kontrollwahn der Deutschen... und immer diese komische Meinung, es hätten alle Menschen (Staaten) gefälligst so zu funktionieren, wie die Deutschen. :rolleyes:
Die können (auch gerne nicht) funktionieren, wie sie wollen, aber ohne unser Geld!

Katja Kipping schreibt auf ihrer Webseite einen Lesetipp zum Thema Grexit und gibt an, dass GR 48% seiner Lebensmittel und 82% seiner Energie importiere.
Ich halte von dieser Kommunistin zwar überhaupt nichts, aber die Zahlen scheinen realistisch...

Was stellen sie denn tatsächlich her?
Olivenöl (hochsubventioniert) und Ziegenkäse (vermutlich auch subventioniert)... :rolleyes:

Im Übrigen gibt es Anlagen für Meerwasserentsalzung.
Die müßte sich GR schon schenken lassen und die Betriebskosten gleich dazu (was auch sonst). Das ist nicht billig und wird m.W. nur von reichen Ölstaaten mit großen, ariden Bereichen so gemacht...

LG
Grauer Wolf
 
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GrauerWolf schrieb:
Die brauchen seit 200 Jahren ganz konkret Geld, immer und immer und immer wieder... Worauf man in GR "stolz" ist, kapiere ich vor dem Hintergrund nicht. Ich würde mich schämen, mein ganzes Leben anderen auf der Tasche zu liegen...

Kann dir wurscht sein. Wer g'scheit ist, lässt sowieso die EU EU sein und befreit sich aus deren Fangarmen.
 
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