Sexuelle Enthaltsamkeit

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Sicherlich nicht im Sinne eines Freibriefes für sexuelle Zügelllosigkeit.


das hättet ihr nicht schreiben dürfen!
jetzt kann ich für nichts mehr garantieren

oh Allah!
Zügellosigkeit
und dann noch sexuelle
da werden meine Kamele durchbrennen
und ich armer Ali auch

wegen euch muss ich jetzt ständig
an diese Zügellosigkeit denken
ihr seid Schuld

ich dachte schon ich sei erleuchtet
aber nix da
iss nur Zügellosigkeit:banane:

dass iss was ganz ganz schlimmes
und es wird mir so schnell nicht aus dem Kopfe gehen
es sei denn... da käme was noch schlimmeres hinterher...


Schaitan Schaitan Schaitan:firedevil



Ali:liebe1: :liebe1: :liebe1:
 
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Opti oder Yogi ... was genau ist an der Sinneslust denn so verwerflich? Ist sie uns nicht geschenkt worden, damit wir sie empfinden? Nicht um sie verdorren zu lassen, wie Dörrpflaumen .... und wenn ein enthaltsamlebender hin und wieder Sex hat, ist das für mich ein Widerspruch. DAnn ist er doch nicht enthaltsam. Entweder oder ....

Und um ein Kind zu zeugen, ist es oft von nöten regelmäßigen Sex zu haben. Bei mir hat es 8 Jahre gedauert, bis ich einmal schwanger wurde. *g* Also jeder Yogi hätte da die beste Ausrede für fortwährenden Sex gehabt, obwohl er enthaltsam lebt.

Ach bitte, das ist in meinen Augen alles Unsinn.

zun glück gibt es noch salomon,
das hohelied (der liebe)

einen auszug daraus.

2 Wie schön ist dein Gang in den Schuhen, du Fürstentochter! Die Rundung deiner Hüfte ist wie ein Halsgeschmeide, das des Meisters Hand gemacht hat.
3Dein Schoß ist wie ein runder Becher, dem nimmer Getränk mangelt. Dein Leib ist wie ein Weizenhaufen, umsteckt mit Lilien.
4Deine beiden Brüste sind wie junge Zwillinge von Gazellen.
5Dein Hals ist wie ein Turm von Elfenbein. Deine Augen sind wie die Teiche von Heschbon am Tor Bat-Rabbim. Deine Nase ist wie der Turm auf dem Libanon, der nach Damaskus sieht.
6Dein Haupt auf dir ist wie der Karmel. Das Haar auf deinem Haupt ist wie Purpur; ein König liegt in deinen Locken gefangen. -
7Wie schön und lieblich bist du, du iebe voller Wonne!
8Dein Wuchs ist hoch wie ein Palmbaum, deine Brüste gleichen den Weintrauben.
9Ich sprach: Ich will auf den Palmbaum steigen und seine Zweige ergreifen. Laß deine Brüste sein wie Trauben am Weinstock und der Duft deines Atems wie Äpfel;
10laß deinen Mund sein wie guten Wein, der meinem Gaumen glatt eingeht und Lippen und Zähne mir netzt.
11Meinem Freund gehöre ich, und nach mir steht sein Verlangen.
12Komm, mein Freund, laß uns aufs Feld hinausgehen und unter Zyperblumen die Nacht verbringen, 13daß wir früh aufbrechen zu den Weinbergen und sehen, ob der Wein sproßt und seine Blüten aufgehen, ob die Granatbäume blühen. Da will ich dir meine Liebe schenken.
14Die Liebesäpfel geben den Duft, und an unsrer Tür sind lauter edle Früchte, heurige und auch vorjährige: mein Freund, für dich hab ich sie aufbewahrt.

ansonsten vermutlich alles des teufels, ich meine salomons eindeutige zweideutigkeit.
nur opti wird gerettet sein, vor den wohlüstigen verführungskünsten der frauen.
der letzte edle, vertrocknet in der wüste seiner enthaltsamkeit.

da lob ich mir die weintrauben und den wein, die fülle dieser erde und verschmähe sie nicht.
ein geschenk.

Danke für den Beitrag. :kuss1:
 
:liebe1:
oh ali
weitgewandeter wüstensohn
keine sorge.

was wäre die wüste ohne die oasen, der fruchtbarkeit.
wo rosen blühen und datteln wachsen.
weintrauben die kehle der durstigen besänftigen,
wo nelken blühen die dich suchend schauen.

ein erfahrener wüstensohn wie du,
wird die zeit der ruhe und lieblichkeit geniessen,

wissend dass er weiter reiten wird
mit seinen kamelen
unter brennender sonne,
durch sandstürme und kalte nächte.

dennoch wird der wüstensohn
nie eine oase auslassen
wissend um ihre lebenskraft und schönheit.
die den wanderer am leben erhält und nährt.

dankbarkeit erfüllt sein herz
ob den wunderbaren geschenken des wassers,
der lieblichkeit der blumen
und der schatten der palmen.

oh,
heiligen oasen dieser welt
immer weniger werdet ihr.

gnädig der sand
der die vertrockneten reste
verirrter wanderer der entsagung
zudeckt.

oh
allah sei dank,
deinem geschenk
die oase.

:liebe1:
 
Ich würde es gern von dir hören. Wenn es darum geht, die Begierde in sich abzutöten, wie du ja in epischer Breite auf vielen hundert Seiten darlegst, wie soll es da dann zur Entwicklung von Sexualität kommen?

:confused:

Ein Widerspruch. Wie die ganze Enthaltsamkeitsideologie ein einziger Widerspruch in sich ist.

- Evolutionstheoretisch: Die Gattung Mensch verdankt ihr Überleben in erster Linie der Resistenz gegenüber Enthaltsamkeitspostulaten

- Philosophisch: Die Enthaltsamkeitsideologie übersteht den Kantschen Verallgemeinerungstest nicht. Wenn die Maxime: "Lebe enthaltsam" zu einem Prinzip würde, an das alle sich halten, gäbe es in etwa 70, 80 Jahren diese Empfehlung nicht mehr, weil keiner mehr da wäre, der sie ausprechen könnte. Diese Maxime gerät also, aufgrund mangelnder Verallgemeinerungsfähigkeit in einen Selbstwiderspruch und ist daher in einem philosophischen Sinne *ethisch falsch*.

- Psychologisch: Die Unterdrückung eines so gewaltigen Triebes wie die Sexualität bleibt nicht ohne Folgen für den Seelenhaushalt. Es ist eher mit zahlreichen Neurosen oder gar Psychosen zu rechnen als mit der sogenannten "Erleuchtung", die inhaltlich leer bleibt. Auf der Folie der Frustrations-Aggressionshypothese ist eine erhöhter Aggressivität erwartbar bei erfolgreichem und auf Dauer gestellten Triebverzicht.

- Soziologisch: Sexualität erweist sich kulturübergreifend und unabhängig von bestimmten Gesellschaftsformationen als sozialer Kitt. Soziale Strukturen würden sich innerhalb weniger Jahre in Nichts auflösen, wenn Männlein wie Weiblein der irrationalen Enthaltsamkeits-Empfehlung folgten.

Die Enthaltsamkeitsdogmatik, die du hier vorlegst, ist eine einzige Farce und auf vielen Ebenen widerlegbar. Aber ich denke, es läßt sich ohnehin kaum jemand von deinen Ausführungen beeindrucken, egal, welche Quellen noch kommen.

;)

Ich sende dir einmal einen Link. Dort findest du Antworten auf deine Fragen.
 
Nicht alle Buddha-Bildnisse zeigen einen Buddha mit Bäuchlein.

Zwischen Schlankheit und der Skeletthaftigkeit mancher Yogis ist doch ein himmelweiter Unterschied.

Hier einmal eine Beschreibung, die dem Buddha vielleicht am nächsten kommt:

"Ich erinnere mich, Sâriputta, nur ein Reiskorn als tägliche Nahrung genossen zu haben. Nun möchtest du wohl meinen, Sâriputta, es habe damals auch größeren Reis gegeben. Doch wäre eine solche Meinung, Sâriputta, unrichtig: Auch damals wurde der Reis nur ebenso groß wie heute." Siddattha magerte zum Skelett ab: "Wie dürres, welkes Rohr wurden da meine Arme und Beine durch diese äußerst geringe Nahrungsaufnahme, wie ein Kamelhuf wurde da mein Gesäß, wie eine Kugelkette wurde da mein Rückgrat; wie sich die Dachsparren eines alten Hauses querkantig abheben, hoben sich da meine Rippen querkantig ab; wie in einem tiefen Brunnen die unten liegenden Wasserspiegel verschwindend klein erscheinen, so erschienen da in meinen Augenhöhlen die tiefliegenden Augensterne verschwindend klein. Und indem ich, Sâriputta, die Bauchdecke befühlen wollte, traf ich auf mein Rückgrat, und indem ich das Rückgrat befühlen wollte, traf ich wieder auf die Bauchdecke."

Buddhismus
 
Hier einmal eine Beschreibung, die dem Buddha vielleicht am nächsten kommt:

"Ich erinnere mich, Sâriputta, nur ein Reiskorn als tägliche Nahrung genossen zu haben. Nun möchtest du wohl meinen, Sâriputta, es habe damals auch größeren Reis gegeben. Doch wäre eine solche Meinung, Sâriputta, unrichtig: Auch damals wurde der Reis nur ebenso groß wie heute." Siddattha magerte zum Skelett ab: "Wie dürres, welkes Rohr wurden da meine Arme und Beine durch diese äußerst geringe Nahrungsaufnahme, wie ein Kamelhuf wurde da mein Gesäß, wie eine Kugelkette wurde da mein Rückgrat; wie sich die Dachsparren eines alten Hauses querkantig abheben, hoben sich da meine Rippen querkantig ab; wie in einem tiefen Brunnen die unten liegenden Wasserspiegel verschwindend klein erscheinen, so erschienen da in meinen Augenhöhlen die tiefliegenden Augensterne verschwindend klein. Und indem ich, Sâriputta, die Bauchdecke befühlen wollte, traf ich auf mein Rückgrat, und indem ich das Rückgrat befühlen wollte, traf ich wieder auf die Bauchdecke."

Buddhismus

Mannohmannnohmannnnohmannnnnnn.... Die Konsequenz, die Buddha aus diesem beklagenswerten Zustand zog, war haargenau die Denk-Revolution, die ihm anschließend die Erleuchtung ermöglicht hat. Das kanns nicht sein, war sein folgerichtiger Schluß, als er da beinah so geschwächt in einem kleinen Bächlein ertrunken wäre. Und schwor daraufhin jeder übertriebenen Askese ab, aß den Milchreis, den eine der einfachen Dorffrauen ihm brachte, und zwar ohne jedes Schuldgefühl - und wußte fortan, es gibt einen Mittelweg, - und der ist der richtige. Und so erreichte er dann auch sein Idealgewicht wieder. Nicht zu dünn und nicht zu dick, grad richtig in der Mitte.

Die hungernden asketischen Jammergestalten aber, mit denen er bis dahin tapfer vor sich hingehungert hatte, wandten sich daraufhin mürrisch von ihm ab, registrierten sich in verschiedenen Internetforen und schreiben da heute noch tausende Beiträge über den unschätzbaren Wert unbeugsamer Askese.
 
Die hungernden asketischen Jammergestalten aber, mit denen er bis dahin tapfer vor sich hingehungert hatte, wandten sich daraufhin mürrisch von ihm ab, registrierten sich in verschiedenen Internetforen und schreiben da heute noch tausende Beiträge über den unschätzbaren Wert unbeugsamer Askese.

..... :lachen:
 
Eine heitere Note kommt aber immer ins Spiel, wenn des Swamis Vorstellungen über Körpervorgänge ins Spiel kommen, etwa:

Vielleicht sollte mal jemand dem Swami endlich ein Biologie-Buch schenken, damit er zumindenst auf den Stand unserer Grundschüler kommt. Samen fließen nicht im Blut, sondern werden ausschließlich in den Hoden produziert, wie du in jedem Medizinlexikon deiner Wahl nachjschlagen kannst. Die Hoden sind keinesfalls "Auffangbecken", sondern die Fabrikanten. Die Samen vermehren sich innerhalb der Spermatogenese und zwar auch wieder in den Hoden, nicht etwa, wie der Swami frei daher phantasiert, indem sie aus dem Blutkreislauf heraus "gesammelt" würden.

Sehe keinen Sinn darin, daß du diese medizinischen Ammenmärchen hier transportierst. Irgendwie paßt es ja prima zu dieser "Schwächungs-Stärkungs"-Mechanik, die dem Swami und dir da vorschwebt. Aber mal ehrlich. Denkst du wirklich, daß du mit diesen voraufklärerischen Konstrukten irgendjemanden hinterm Ofen vorlockst?

:weihna1

Ich habe mir einmal die Spermatogenese angesehen. Ja, du hast recht, die Spermien entstehen durch die Spermatogenese. Die Urkeimzellen, die die geschlechtliche Fortpflanzung erst ermöglichen, werden dafür von den Gonaden (Hoden) aus dem Blut aufgenommen. Oder sollte ich mich täuschen? Du solltest wissen, dass das Buch 1934 geschrieben wurde. Damals wusste wahrscheinlich noch niemand, wie die Spermien produziert werden. Ich denke, da sollte man ein Nachsehen haben. Aber es ist wichtig, dass man das richtig stellt. Deshalb finde ich deine Kritik hilfreich und berechtigt.
 
Sagen die fortschrittlichen Psychologen nicht auch, dass diese jugendlichen Amokschützen, die vermehrt in den letzten Jahren aufgetaucht sind, über mehrere Monate und Jahre enthaltsam gelebt haben sollen und dadurch enorm aggressiv und mordlustig wurden?

Solltest du nicht einmal deine Lektüre wechseln?
 
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