die wahrnehmung ändert sich. von kindesbeinen an sind wir alle wohl in diesem
denken groß geworden. selbstverständlich darf jeder seine bevorzugten glaubenssätze leben. wir alle haben welche. einige versuchen sich von "gut-böse" zu lösen, indem sie nicht mehr werten. das erscheint unmoralisch und ethisch verwerflich. auch mag eine gesellschaft so nicht funktionieren.
aber die frage war, wie so ein denken aussieht:
durch ein denken ohne gut und böse verläßt man druck und gegendruck. ohne druck nimmt man sich nicht mehr als gefangener des schicksals wahr und es man wird "eigener herr im haus". aus dieser postion heraus kann man dann drucklos "gutes" tun. der unterschied zum alten standpunkt ist, das kein gegendruck entsteht ( so wie immer stärkeres antibiotika immer stärkere viren bekämpfen muß) . wer diese position aus magischem gesichtspunkt phasenweise einnehmen kann, hat evtl. aber kein interesse daran, die welt besser zu machen. ihm fehlt der druck

ein mörder hat immer gründe für seine tat. ein opfer hat freilich nicht weniger gründe für seine opfertat. so wächst zusammen, was zusammen gehört.

jenseits des dualistischem systems würde dir die motivation fehlen, jemanden
"in die fresse zu hauen", eben weil du urteilsfrei wärest.
wir sind vermutlich alle recht verhaftet im dualismus. ich erachte es allerdings für lohnenswert, sich nach und nach davon zu lösen.
aratron