Das ändert nichts daran, dass die Wiederholung des Milgram-Experiments zu ähnlich schlimmen Ergebnissen geführt hat.
Die Experiment-Wiederholung von 1970 in München nannte ich schon ...
Z.B. auch 40 Jahre später nochmal in den USA:
www.sueddeutsche.de
Auszug:
Ich weiß gar nicht, ob das ein Beweis für Boshaftigkeit ist oder für Angst.
Wir erleben es ja auch im täglichen Leben so, dass das Aufbegehren gegen "Druck" von oben oder allgemein vorgegebene Richungen/Meinungen, z.B. gegen Ärzte, Chefs, die Wisssenschaft, die Experten, gegen wen auch immer einfach nichts nützt.
Wir kennen zu oft keine Selbstwirksamkeit, sondern nur "Anpassung oder Pech gehabt, dann stehst du allein- wenn nicht Schlimmeres".
Im kollektiven Unterbewusstsein ist über Jahrhunderte abgespeichert, "wenn ich mich widersetze, geht es mir selber schlecht."
Deswegen halten wir aber auch sehr oft Menschen für Helden, die sich widersetzen.
Das ist auch der Mensch, diese große Verehrung für Helden, die sich gegen Autoritäten durchsetzen. für Menschlichkeit kämpfen usw.
Für mich ist das eher ein Beweis, wie tief Unterdrückung und Gehorsam in den Menschen verankert ist, nicht unbedingt
wie tief die Boshaftigkeit. Wobei beides zusammengeht wiederum, Unterdrückung und Angst machen auch aggressiv und boshaft. Von sich aus ist der Mensch mehrheitlich nicht boshaft, das glaube ich nicht.
Henne oder Ei...ich denke aber, Angst und Folgen von Unterdrückung oder drohendem Ausschluss aus der Gemeinschaft, das ist das, was sich in solchen Experimenten zeigt.