Mit der Seele im Einklang sein

Es geht um dein Verständnis, was Bewusstsein ist.
Mein Verständnis ist ein vollkommen anderes, und zwar:
Das, worauf ich meinen Aufmerksamkeitsfokus jeweils richte, wird zu dem, was Bewusstsein ausmacht.
Ahaa, du bist der Auffassung, dass Bewusstsein durch Aufmerksamkeit des Ich erst erzeugt wird, das Ich also an sich unbewusst ist. Ich hingegen bin der Auffassung, dass das Sein an sich bewusst ist und daher bewusstes Sein heisst.

Ich teile deine Auffassung nicht, besonders dann, wenn du (in anderen Beiträgen) sogar die Existenz der Ich Bin Wesenheit verneinst, wenn sie nicht aufmerksam ist.
 
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Ich sage ja nicht, dass ich nicht bezeugen kann, ich sage: ja, es gibt bezeugen, ich sage auch, ja, es gibt Aufmerksamkeit, es gibt einen Körper, es gibt Denken, es gibt alle Dinge - aber darüberhinaus sage ich: nein, weder dieses Bezeugen noch Aufmerksamkeit existieren aus sich selbst heraus, sondern hängen von vielen Faktoren ab, selbst das "tatsächlich-feststellen" von etwas, wie etwa die Behauptung, es gäbe keine Eigenexistenz, hat keine Eigenexistenz. Das ist etwas anderes, als zu behaupten, da sei etwas "tatsächlich" so, also selbstexistend, ohne jede Bedingung.

Ich verstehe sehr gut, was du meinst.

Auch hier haben wir es wieder mit der Denkweise zu tun, alles auf einen Grund zurückführen zu müssen.
Aber da ist kein solcher Grund, verstanden als Anfang bzw. Beginn bzw. Erste Wirkung.

Ich poste es gerne hier nochmal:

Hier die Begründung, warum es keinen Anfang, keine Erste Wirkung, keinen Beginn von was auch immer gegeben haben kann:

Jeder Anfang, verstanden als Erste Wirkung, setzt eine unverzichtbare Wirkungslosigkeit voraus, weil es sonst kein korrekter Anfang gewesen sein kann.
Anders gesagt: Immer dann, wenn man ein Ereignis als Erste Wirkung bezeichnet und es stellt sich heraus, dass es dennoch vorherige Wirkungen gegeben haben kann, dann weiß man, dass man den korrekten Anfang noch nicht gefunden hat.

Doch jetzt kommt das Entscheidende:

Eine solche unverzichtbare vorherige Wirkungslosigkeit beinhaltet nun mal keinen Impuls, der zu irgendetwas führen könnte.

Das heißt: Den Gesamtablauf namens Natur bzw. Universum hat es schon immer gegeben.
Denn er kann unmöglich aus einer unverzichtbaren vorherigen Wirkungslosigkeit als Erste Wirkung hervorgegangen sein.

Diese Argumentation ist der logisch schlüssige Beweis, dass es unmöglich einen Anfang im Sinne eines Urknalls als Erste Wirkung gegeben haben kann.


Neueste Forschungen aus dem Cern-Bereich (Schweiz) besagen:

„Die Vorstellung im Nichts ist eine Leere im Sinne von Null, das ist lediglich eine menschliche Konstruktion für den Alltag.
Tatsächlich befinden sich jedoch im Nichts („Dunkelheit“) kleinste Elemente, die noch nicht erforscht sind wie das bekannte kleinste „Götterteilchen“,
und in noch geringerer Gestalt existieren. Sie befinden sich in der Vorbereitung ein Etwas zu werden.“


Ein Teilbereich der Quantenphysikforschung.

Das hilft uns freilich nur in der Frage nach dem Ursprung der Natur, wie wir sie wahrnehmen
Denn logisch ergibt sich erneut die Frage: was war vor dem angereicherten Nichts?
Physikalische Theorien sind dazu auch schon auf dem Markt,
die bieten einen sehr geringen Ausgangspunkt an, der durch die Expansion Zeit und Raum entstehen lässt.
Wie auch immer, ohne einer zugrundeliegenden Idee, einen Plan oder einen Gedanken geht gar nichts voran.
Darum halte ich nicht viel davon alles zu differenzieren bis nichts mehr da ist,
sondern aus den Strukturen das Wesentliche herauszuarbeiten in der Reduzierung der Konstruktionen.

Bezogen auf das Thema Seele bedeutet es wohl, ein Programm (Plan) ist erforderlich, welchess durch Energieversorgung funktioniert,
auf einer wie bisher gewohnten Einheit,
damit die aus der personellen Position gewonnenen Werte für die gesamte Art weiter zweckmäßig angewendet werden können.
Denn die tatsächliche Rückführung, nicht zur artgerechten Verwendung, sondern zum Anfang des Lebens selbst, das ist bestimmt nicht im Sinne des Erfinders.
Davon ist schon reichlich vorhanden.

Die Entwicklung erfolgt in der jeweiligen Person, durch die bekannten „verkabelten“ Strukturen des Körpers.
Danach soll es eine Trennung oder Übertragung aus diesem Körper geben.
Und in der weiteren Folge ist eine seelische Strukturierung wegen der fehlenden Grundvoraussetzungen erschwert bis unmöglich.
Ferner sind wir an den Punkt angelangt, wo wir ein Kurz- und Langzeitgedächtnis unterscheiden könne.
Meiner Meinung nach sind kurzzeitlich Funktionsprogramme,
während überlegende Systemprogramme „langzeitgedächtnislich“ ausgerichtet sind und gerne als SEELE bezeichnet werden
– man bemerkt sofort die beschriebenen Eigenschaften sind noch sehr wenig umgangssprachlich gebräuchlich.

Nun ja, und wie lautet die bekannteste Beschreibung von Gott:

„Er hat keinen Anfang und kein Ende. Er war schon immer da.“

Also bitte,


und ein :)

-
 
Ahaa, du bist der Auffassung, dass Bewusstsein durch Aufmerksamkeit des Ich erst erzeugt wird, das Ich also an sich unbewusst ist. Ich hingegen bin der Auffassung, dass das Sein an sich bewusst ist und daher bewusstes Sein heisst.

Ich teile deine Auffassung nicht, besonders dann, wenn du (in anderen Beiträgen) sogar die Existenz der Ich Bin Wesenheit verneinst, wenn sie nicht aufmerksam ist.
Ich sehe es auch das einem immer Bewusst ist, das es Lebendig ist. Doch sehe ich mich erstmals als Achtsam, auf der die Aufmerksamkeit folgt. Man achtet auf einen Partner, das ihn gut geht und die Bedürfnisse befriedigt werden. Bemerke achtsam ich das, werde darauf Aufmerksam was da sein kann. Denn ich gehe ja Achtsam mit dem Menschen um.
 
Das ist nicht nur eine Behauptung von mir.
Die logische Argumentation, warum es unmöglich einen Anfang als Erste Wirkung gegeben haben kann, ist nicht zu widerlegen.

Das Andere ist, dass ein Vorhandensein wie Aufmerksamkeit nicht mit raumzeitlichen Begriffen beschrieben werden kann.
Das heißt, sie benötigt keinen Raum, um eine Aufmerksamkeit sein zu können, und sie benötigt auch keine zeitliche Dauer, während der sie eine Aufmerksamkeit sein kann.

Das Problem vieler Menschen besteht darin, dass sie überzeugt sind, alles, was keine dieser raumzeitlichen Kriterien erfüllt, gibt es nicht. Das ist ein Irrtum.
Schon Einstein konnte aufzeigen, dass Raum und Zeit lediglich Folgewirkungen sind.
Hallo Meikel, hallo Bibo,

wie wäre es eigentlich, wenn ihr beide einmal Eure Aufmerksamkeit auf die Seele richten oder einen eigenen Thread eröffnen würdet?

Ich wüsste jetzt nicht, was der Urknall, die Raumzeit und die Theorien Einsteins mit der Seele zu tun haben. Eines zeigt mir aber dieser Dialog, dass sich ein mancher in seinen Gedanken verstrickt und damit seine Seele völlig aus dem Auge verliert.

Das ist dann genau der Punkt, warum ich Platon mit seiner Logisticón nicht folgen mag. Die Seele wird damit in Sphären verbannt, die mit dem Menschen selbst nichts mehr zu tun haben. Damit begründet sich auch mein Vergleich mit den Worten Jesus:

„Man wird nicht sagen: Siehe hier! oder: da ist sie! Denn sehet, die Seele ist inwendig in euch.
(Inwendig in wen oder was)


Merlin
 
Ahaa, du bist der Auffassung, dass Bewusstsein durch Aufmerksamkeit des Ich erst erzeugt wird, das Ich also an sich unbewusst ist.
Nein, so ist das nicht gemeint.

Ich unterscheide grundsätzlich in Aufmerksamkeit und ihre zum Ausdruck gebrachten Kommunikationsformen. Alle Ausdrucksformen fasse ich mit dem Begriff ”Bewusstsein“ zusammen. Doch meinen Fokus, den ich in Bedarfsfällen manchmal auf diesen oder jenen Bewusstseinsinhalt richten kann, den zähle ich nicht dazu. Mein ”Ich“ gibt es nur vorübergehend im Aufmerksamkeitsfokus, oder gar nicht.

Wenn ich meinen Fokus auf das Ich richte, dann ist das Ich dem Bewusstsein zugehörig.
Und wenn ihn nicht auf das Ich richte, dann gibt es auch nichts, was mir bewusst sein könnte.

Ich kann in dieser Aussage nichts Unwahres erkennen, weil ich es genau so erfahre.

Ich hingegen bin der Auffassung, dass das Sein an sich bewusst ist und daher bewusstes Sein heisst.
Für mich ist das Sein die Kurzform von Vorhandensein.
Denn ein Nichtvorhandensein kann damit ja wohl kaum gemeint sein.

Ein VorhandenSein benötigt jedoch etwas, mit dem es sich zum Ausdruck bringt.

Das ist ähnlich wie die Threadfrage, die du hier stellt. Damit etwas in Einklang sein kann, muss es zwangsläufig etwas Anderes geben, einen weiteren Beteiligten, damit es zu einem Einklang kommt. Das ist ja auch ganz verständlich.

Aber wenn einerseits das Ich ein solcher Beteiligter ist und ich beabsichtige, mich mit dem Sein in Einklang zu begeben, was genau ist dann dieses Andere, das du Sein nennst? Und womit bringt es sich zum Ausdruck? Woran genau ist es erkennbar, bemerkbar. Denn wenn es sich durch nichts bemerkbares zum Ausdruck bringt, kann ich mich auch nicht in Einklang mit ihm begeben.

Es würde mir helfen, wenn du stichwortartig die Erkennungsmerkmale des Sein auflistest.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe keine spirituelle Natur und will sie auch nicht. Kannste behalten.
Ich benutze ein Auto in der Garage, einen funktionsfähigen Körper und noch ein paar andere nützliche, vorübergehende Dinge.
Ich weiß, dass ich keines dieser Dinge bin, das genügt mir.
Wenn du Lebensmittel und Kleidung einkaufst, deine Steuern bezahlst, wozu braucht du eine spirituelle Welt?
Kleidet sie dich oder wirst du etwa von ihr satt?

Ein vielsagender Beitrag von Meikel, den ich zufällig an anderer Stelle gefunden habe.

Merlin
 
Tatsächlich befinden sich jedoch im Nichts („Dunkelheit“) kleinste Elemente, die noch nicht erforscht sind wie das bekannte kleinste „Götterteilchen“,
und in noch geringerer Gestalt existieren. Sie befinden sich in der Vorbereitung ein Etwas zu werden.“
Tatsächlich nennt man solche Aussagen "Vorstellungen".

Und zur Vorbereitung ein Etwas werden zu können, bedarf es Information, die umgesetzt wird. Ansonsten kommt es zu keiner Vorbereitung.
Die Hoffnung, Information in Teilchen zu suchen, ist ähnlich erfolglos, wie den Radiomoderator im Radio zu suchen.
 
Ist das für dich identisch? ICHBIN und "etwas ist" ist in meinem Empfinden etwas grundsätzlich anderes. "Etwas ist" hat keinen Bezug mehr zum Erkenner.

LGInti

Hi,

identisch ist es natürlich nicht, für das " ICH " brauche ich eine Vorstellung, für das " etwas " nicht.
Genauso beim " BIN " und " ist ". Ohne Vorstellung von einem " BIN " ist kein " BIN ". Das " ist " kann aber ohne Vorstellung existieren.
An dem " ICH " und " BIN "hängen unzählige Verbindungen, Verknüpfungen die mitgedacht werden müssen,
unbewusst. Das ICHBIN ist zuviel, es ist so viel das es unendlich ist und damit verliert sich jedes Verständnis.
" Etwas ist " ist mehr singular, hat nicht so viele Verknüpfungen. Es ist einfacher. Und damit verständlicher, auch
als Ausgangspunkt zum weiter denken. Es ist universeller.

Im Spirituellen existiert das " ICH " gar nicht, es weiß gar nicht was du meinst. Genauso das " BIN ".
Etwas so Elementares muss so einfach sein das es jeder versteht unabhängig davon was mit " ICH " oder " BIN "
gemeint ist.

Die Lösung ist einfach.

Grüße !
 
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Nein, so ist das nicht gemeint.

Ich unterscheide grundsätzlich in Aufmerksamkeit und ihre zum Ausdruck gebrachten Kommunikationsformen. Alle Ausdrucksformen fasse ich mit dem Begriff ”Bewusstsein“ zusammen. Doch meinen Fokus, den ich in Bedarfsfällen manchmal auf diesen oder jenen Bewusstseinsinhalt richten kann, den zähle ich nicht dazu. Mein ”Ich“ gibt es nur vorübergehend im Aufmerksamkeitsfokus, oder gar nicht.

Für mich ist das Sein die Kurzform von Vorhandensein.
Denn ein Nichtvorhandensein kann damit ja wohl kaum gemeint sein.

Ein VorhandenSein benötigt jedoch etwas, mit dem es sich zum Ausdruck bringt.

Das ist ähnlich wie die Threadfrage, die du hier stellt. Damit etwas in Einklang sein kann, muss es zwangsläufig etwas Anderes geben, einen weiteren Beteiligten, damit es zu einem Einklang kommt. Das ist ja auch ganz verständlich.

Aber wenn einerseits das Ich ein solcher Beteiligter ist und ich beabsichtige, mich mit dem Sein in Einklang zu begeben, was genau ist dann dieses Andere, das du Sein nennst und womit es sich zum Ausdruck bringt? Woran genau ist es erkennbar, bemerkbar. Denn wenn es sich durch nichts bemerkbares zum Ausdruck bringt, kann ich mich auch nicht in Einklang mit ihm begeben.

Es würde mir helfen, wenn du stichwortartig die Erkennungsmerkmale des Sein auflistest.

Lieber Meikel,
Du stellst mir schon wieder erkenntnistheoretische Fragen, die nun wirklich nicht zum Thema 'Einklang mit der Seele' gehören. Ich will diese gern in deinem eigenen neuen Thread über Erkenntnistheorie beantworten, zu dem du mich gerne einladen kannst.
Hier im Thread 'Mit der Seele im Einklang sein' sind eher praktische Erfahrungen gefragt, wie der Mensch zum Seeleneinklang kommen kann.
 
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