Mit der Seele im Einklang sein

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Ich finde das gerade das Achtsamkeit etwas ist, das hier jedem zu Gute kommen sollte.
Wird jetzt hier unter diesem Thread eventuell jedem der Teilnehmer eine unerbetene
Persönlichkeits-Analyse verpasst? Das empfinde ich als absolute respektlose und
abfällige Grenzüberschreitung, an der ich nicht weiter teilnehme.
Einen schönen Abend noch - MorningSun hat Recht - das Forum ist gross und nicht
überall so unschön wie gerade jetzt hier

Als Threadsteller nehme ich das mit Bedauern zur Kenntnis.
Auch ich habe bemerkt, dass unschöne Beiträge geschrieben wurden, wobei jeder das Recht hat, seine Beiträge zu schreiben, wenn sie den Anstand und die Würde anderer nicht verletzen.
Aber Danke, dass du die Achtsamkeit in den Vordergrund gestellt hast. Mit der Achtsamkeit, die ich in meinem Beitrag #133 eingebracht habe, sind wir wieder in der zentralen Frage dieses Threads nach Einklang mit der eigenen Seele.

Ich hoffe weiterhin auf gute Beiträge
Alles Liebe
 
Das ist nicht nur eine Behauptung von mir.
Die logische Argumentation, warum es unmöglich einen Anfang als Erste Wirkung gegeben haben kann, ist nicht zu widerlegen.

Das Andere ist, dass ein Vorhandensein wie Aufmerksamkeit nicht mit raumzeitlichen Begriffen beschrieben werden kann.
Das heißt, sie benötigt keinen Raum, um eine Aufmerksamkeit sein zu können, und sie benötigt auch keine zeitliche Dauer, während der sie eine Aufmerksamkeit sein kann.

Das Problem vieler Menschen besteht darin, dass sie überzeugt sind, alles, was keine dieser raumzeitlichen Kriterien erfüllt, gibt es nicht. Das ist ein Irrtum.
Schon Einstein konnte aufzeigen, dass Raum und Zeit lediglich Folgewirkungen sind.
Schon alleine das du hier im Raum und den Materiellen vom Bewussten einen Anfang so wie ein Ende hast. Mit den dir gegebenen Vor-und Nachnamen.
Auch ist der Raum und die Materie eine vom Geiste erschaffen worden und hat so einen Anfang.
Aus Geistiger Sicht ist alle im Hier und Jetzt. Was bedeutet das alles Gleichzeitig passiert. Da gibt es auch keinen Anfang und kein Ende. Ob wohl jedes Wesen mit seiner Aufmerksamkeit in jeder Zeitlinie des Raumes und er Materie hin gehen kann.
Es kommt immer aus dem Blick des Betrachters an. Und ist nie Absolut.
 
Der Mensch hat ja grundsätzlich die Neigung, sich von allem eine bildliche Vorstellung zu machen, auch von “abstrakten“ Begriffen. Mag sein, dass ich hier generalisiere, weil ich ein ausgeprägt visueller Typ bin und von meiner Veranlagung auf die Allgemeinheit schließe.
Würde mich ein Kunstprofessor vor die Aufgabe stellen, zu den Begriffen “Körper“, “Geist“ und “Seele“ jeweils ein möglichst einfaches Symbol zu zeichnen, würden da spontan entstehen: ein grünes Rechteck für den Körper, ein blauer Kreis für die Seele und ein rotes Dreieck für den Geist.
Alle drei geometrischen Formen durch Linien zu einem großen Dreieck verbunden.
Grünes Rechteck wahrscheinlich, weil grün eine materielle Farbe ist und ein menschlicher Körper vier Gliedmaßen hat.
Rotes Dreieck, weil Rot eine aktive Farbe ist und der Geist nach oben strebt. Und weil man oft von spitzfindigen Gedankengängen spricht.
Blauer Kreis, weil Blau eine passive Farbe ist und der Kreis die Wiedergeburt symbolisiert.
Für mich ist der Geist hauptsächlich aktiv, die Seele eher passiv.
“Du sollst dir kein Bild machen von deinem Gott“ - dieses Gebot ist wohl eines der am häufigsten gebrochenen:eek:. Ich glaube, dass sich die meisten Menschen zumindest unbewusst ein Bild von Gott machen, sogar Atheisten.
Einmal hatte ich tagelang intensive Visionen von violettem Licht. Da kam es zu einem kurzen Internet-Kontakt mit einem amerikanischen, orthodoxen Juden (im Rahmen eines religiösen Forums), der mir schilderte, er würde Gott als violetten Laserstrahl wahrnehmen. Er sei sich aber bewusst, dass dieses Bild dem Wesen Gottes nicht in vollem Ausmaß Genüge tragen würde - es sei nur ein Teilaspekt.
Weiter schrieb er: “Als Kind habe ich mir Gott (G-d) als Wein vorgestellt, der überall wächst.“ Bemerkenswert - das würde ja einer christlichen Imagination entsprechen (“Ich bin der Weinstock und ihr seid die Reben“).
Beide (inneren) Bilder fand ich wunderschön.
 
"Der Satz vom Grund": nihil est sine razone. Anaximander.
Martin Heidegger hat dazu auch schlüssige Gedanken in seinem
philosophischen Werk "Holzwege".
Ensoph - der Abgrund ohne Grund.
 
Zitat aus Beitrag #110
Die Analogie bzw. die Metapher Licht kann meines Erachtens nicht das Wahre sein.

Begründung:
Licht ist eine Dualitätsform von Dunkelheit.
Du musst die Dualität entfernen, also beides, sowohl Licht wie auch Dunkelheit.
Das, was übrig bleibt und beides bezeugt, das kannst du dann Seele nennen.
Auch hierbei wird sich herausstellen, dass mit Licht tatsächlich Aufmerksamkeit gemeint ist.
Denn nur sie ermöglicht es, die Dualität, sprich sowohl ein Licht wie auch eine Dunkelheit bezeugen zu können

Ich war heute mit meinen Kindern unterwegs und komme erst jetzt dazu, die Beiträge aufzuarbeiten.
Für mich ist jeder eine Persönlichkeit und jeder einzelne zählt, auch wenn hier viele sind, die zum Teil mitschreiben, zum Teil auch nur mitlesen. Ich bemühe mich daher, alle ernsthaften Beiträge zu beantworten, die dem Thread-Thema gewidmet sind.

Hallo Meikel,
Du hast recht, wenn der Begriff Licht als Analogie oder Metapher gebraucht wird, ist es nicht das Wahre. Daher verwende ich 'Licht' zumeist als ein Sein und in diesem Sinne ist es das Wahre, denn Sein kann nur wahr sein, nicht aber unwahr.
Es ist richtig, Licht und Dunkel sind Dualität. Dualität ist Abhängigkeit des Einen vom Anderen. Für mich ist Licht das ursprünglich Seiende Göttliche. Dunkel ist das Abhängige. Wenn Licht ins Dunkel fällt, wird diese erhellt.

Deinen Analogie-Satz 'Das, was übrig bleibt und beides bezeugt, das kannst du dann Seele nennen' halte ich für nicht richtig. Ich greife aber diese Analogie auf: Wenn ins Dunkel der Seele göttliches Licht fällt, wird es hell, sonst bleibt es dunkel. Seele ist nicht das Resultat von Licht und Dunkel. sondern ist apriori schon da, seitdem der Mensch in die Existenz getreten ist. Aber ob es innen hell oder dunkel ist, kann nur jeder Mensch selbst entscheiden.


Was ist Aufmerksamkeit?

Aufmerksamkeit ist ein kognitives Bewusstseinsinstrument, um eigenes oder anderes wahrnehmen zu können. Aufmerksamkeit setzt Bewusstsein voraus, ist also nicht Ursprung, sondern eine Folge des Bewusstseins.
Aufmerksamkeit ist also ein Tätigsein, nicht aber der Tätige und auch nicht der Inhalt der Wahrnehmung. Aufmerksamkeit hat daher keine eigene Existenz und ist auch kein eigenes Sein.
Daher halte ich deinen Satz 'Denn nur sie (die Aufmerksamkeit) ermöglicht es, die Dualität, sprich sowohl ein Licht wie auch eine Dunkelheit bezeugen zu können' für nicht richtig. Das Licht im Menschen kann nur vom Menschen selbst bezeugt werden - mit Hilfe seiner Aufmerksamkeit, der Aufmerksamkeit des Bewusstseins, durch die Introspektion, dem Blick nach innen, z.B. in der Meditation.

Alles Liebe
.
 
Zitat aus Beitrag #110

Ich war heute mit meinen Kindern unterwegs und komme erst jetzt dazu, die Beiträge aufzuarbeiten.
Für mich ist jeder eine Persönlichkeit und jeder einzelne zählt, auch wenn hier viele sind die zum Teil mitschreiben, zum Teil auch nur mitlesen. Ich bemühe mich daher, alle ernsthaften Beiträge zu beantworten, die dem Thread-Thema gewidmet sind.

Hallo Meikel,
Du hast recht, wenn der Begriff Licht als Analogie oder Metapher gebraucht wird, ist es nicht das Wahre. Daher verwende ich 'Licht' zumeist als ein Sein und in diesem Sinne ist es das Wahre, denn Sein kann nur wahr sein, nicht aber unwahr.
Es ist richtig, Licht und Dunkel sind Dualität. Dualität ist Abhängigkeit des Einen vom Anderen. Für mich ist Licht das ursprünglich Seiende Göttliche. Dunkel ist das Abhängige. Wenn Licht ins Dunkel fällt, wird diese erhellt.

Deinen Analogie-Satz 'Das, was übrig bleibt und beides bezeugt, das kannst du dann Seele nennen' halte ich für nicht richtig. Ich greife aber diese Analogie auf: Wenn ins Dunkel der Seele göttliches Licht fällt, wird es hell, sonst bleibt es dunkel. Seele ist nicht das Resultat von Licht und Dunkel. sondern ist apriori schon da, seitdem der Mensch in die Existenz getreten ist. Aber ob es innen hell oder dunkel ist, kann nur jeder Mensch selbst entscheiden.
Bis hier hin stimme ich dir zu.

Aber was jetzt kommt, dem kann ich nicht zustimmen. Begründung:

Aufmerksamkeit setzt Bewusstsein voraus, ist also nicht Ursprung, sondern eine Folge des Bewusstseins.
Es geht um dein Verständnis, was Bewusstsein ist.
Mein Verständnis ist ein vollkommen anderes, und zwar:

Das, worauf ich meinen Aufmerksamkeitsfokus jeweils richte, wird zu dem, was Bewusstsein ausmacht.

Keinen Moment vorher gibt es etwas für mich, von dem ich sagen könnte, dass es mir bewusst ist bzw. etwas, dem ich den zusammenfassenden Begriff Bewusstsein zuordnen könnte.
All meine geistigen Fähigkeiten, ob sinnliche oder andere kognitive, sind nicht der Lage, Bewusstsein zu erzeugen, gäbe es nicht etwas Zusätzliches, worauf ich sie richten und anwenden könnte.
Und genau dieses Zusätzliche ist es dann, was mein Bewusstsein ausmacht. Nichts anderes.

Das unterscheidet sich fundamental zu deinem Verständnis, was Bewusstsein ist, sprich was es eigentlich ausmacht.

Viele Menschen sprechen von Bewusstseinsinhalten.
Aber was genau meinen sie damit?
Meinen sie damit, das, was sie z.B. sehen können? Oder meinen sie die Fähigkeit des Sehens?
Allein die Fähigkeit des Sehens ergibt noch nichts, was ihnen bewusst sein könnte.

Kannst du den Unterschied zwischen deinem und meinem Verständnis erkennen, was Bewusstsein ist?
 
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