Lehre oder Abitur? Umfrage!

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Dein Kind will eine Lehre machen - obwohl es die Fähigkeit zu Abitur und Studium hat, was machst du?

  • Ich freue mich, dass mein Kind schon weiß, was es beruflich machen will und unterstütze es.

    Stimmen: 9 39,1%
  • Ich erkläre meinem Kind die Vorteile von Abitur und Studium, lass es aber selbst entscheiden.

    Stimmen: 12 52,2%
  • Ich rede meinem Kind seinem Plan aus, und schaffe es auch.

    Stimmen: 1 4,3%
  • Ich verbiete es meinem Kind! Keine Widerrede!

    Stimmen: 1 4,3%

  • Umfrageteilnehmer
    23
Du kannst die Gehälter/ Löhne googeln
Ich habe die Gehälter gegoogelt und ja, auch bei uns in Ö sind die Ärzte Spitzenverdiener -
und das Lohnniveau der anderen Berufe gestaltet sich ähnlich wie in D.
Nächste Frage:
Ein Medizinstudium erfordert eine Matura mit Numerus Clausus!
Schafft das jeder Maturant?

Hier wird davon ausgegangen, dass das Kind so hoch intelligent ist, dass es dies schafft!
Sind alle Kinder hochbegabt? ( IQ 130 aufwärts?)

Schaffen alle diese Maturanten das Medizinstudium - ich meine jetzt nicht den Lernstoff.
Eine Bekannte - aus einer Familie, in der der Arztberuf lange Tradition hat -
musste im 2. Semester in der Pathologie kneifen.
Sie hat dann - als Ausweichmöglichkeit - Jus studiert,
aber nie als Rechtsanwalt gearbeitet - lag ihr nicht, sondern einen Job in der Verwaltung im Staatsdienst angenommen.
Was sie wirklich machen wollte, habe ich nie erfahren......

Ich finde, Geld soll nicht der Hauptgrund für die Berufswahl sein!
 
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Ich finde mein Kind soll machen, was es besonders gut kann und auch will. Aber Hauptsache es macht was, wird selbständig und hat ein schönes Leben ( und wohnt nicht für alle Ewigkeit in meinem Keller 😮), ohne Sorgen und Leid. Also das was sich vermutlich jeder für sein Kind wünscht.
Ein schönes Leben - genau das wünsche ich meinen Kindern auch!
Das halte ich für das Wichtigste,
Prestige, Geld sollte nicht der Hauptfaktor sein!
 
ansonsten kann* auch in einem Lehrberuf ein gutes Gehalt erhalten werden,
zb als Meister wo durchaus 4-5 Tausend euronen netto drinn sind, oder eines Gesellen der dann 3000- Euro verdient.

ich spreche jetzt vom direkten handwerk ,
Das ist in Deutschland in fast allen Lehrberufen illusorisch bzw. dafür braucht man viele Berufsjahre, einen großen Arbeitgeber, Akkordarbeit, Überstunden und/ oder Steuerklasse 3, in akademischen Berufen ist ein Gehalt über 3000 netto fast überall Minimum als Einstiegsgehalt und das erhöht sich noch deutlich.
 
Ich glaube sehr wohl, dass ein Lehrberuf gering geschätzt wird -
erlebe es im Alltag! Das ist die Krux!
Nun gehe ich davon aus:
Die angeheiratete " Frau Doktor" möchte sich selbst verwirklichen,
womöglich sogar in einem Lehrberuf - darf sie das?
Geld ist genug da " sie bräuchte nicht arbeiten gehen" !
Darf sie trotzdem?
Mein Mann darf auch "nebenher" arbeiten^^ - nein, er hat sich nebenher fortgebildet und letztendlich eine Führungsposition bekommen, aber mit Abitur wäre vieles sehr viel leichter und deutlich schneller für ihn gewesen.
Ich arbeite Teilzeit.
In Deutschland war es damals, als wir Jugendliche waren, noch nicht üblich, dass generell ein Abitur erwogen wurde, auch gute Schüler landeten auf der Hauptschule, oft zu Unrecht.
 
Das ist in Deutschland in fast allen Lehrberufen illusorisch bzw. dafür braucht man viele Berufsjahre, einen großen Arbeitgeber, Akkordarbeit, Überstunden und/ oder Steuerklasse 3, in akademischen Berufen ist ein Gehalt über 3000 netto fast überall Minimum als Einstiegsgehalt und das erhöht sich noch deutlich.

als Lehrer gilt das nicht,
da ist ein einstiegsgehalt abhängig zumindest in D ob du angestellt bist oder beamter.
si um 3400 brutto zu haben.

das mit dem 3000 *netto* sollte nochmals überdacht werden.

Hier im Forum gibt es ja einige lehrer,
Frage, sowieso ab Anfang 3000 Netto und mehr?
 
Leute mit höherem Abschluss haben zwar bei Berufseintritt meist höhere Einstiegsgehälter.
Dem kann man entgegenhalten, dass manche Jugendliche (und auch Eltern :D) froh sind, schon mit 15 ihr erstes eigenes Geld zu verdienen.
Und für die Rentenjahre ists auch kein Fehler, zumindest nach dem österr. Pensionsrecht.
Da haben Studienabgänger oft große Mühe, die nötigen Berufsjahre überhaupt zusammen zu bekommen.
Oftmals müssen sie nach dem Studium noch mies bezahlte Praktikantenzeiten abdienen, bevor sie überhaupt mal anständiges Geld verdienen.

Die Gehaltsvergleiche zwischen D und Ö hinken zudem auch noch, weil Gehälter in Ö - im Unterschied zu D - für die überwiegendsten Berufsgruppen durch Kollektivverträge geregelt sind.
Und da steigen viele Handwerksberufe sehr gut aus, v.a. in der Metallbranche.
Das mit den Praktikantenzeiten war mal, die Zeiten haben sich komplett geändert.
Einige meiner alten Schulfreunde, die es "wirklich geschafft haben"^^ (meist top Posten nach einem BWL und Medizinstudium) hätten bereits mit Ende 40 in Rente gehen können und lägen deutlich über dem Rentenniveau eines Handwerkers.
Aber das war nie ihr Ziel, die Arbeit macht Spaß, schiere "Selbstverwirklichung". Allerdings verändert sich der Lebensstandard auch entsprechend ... .

Mir persönlich ist nicht "das große Geld" wichtig, sondern, nicht lebenslang darauf angewiesen zu sein, Vollzeit zu arbeiten - 2,5, 3 bis max. 3,5 Tage die Woche sind schon genial und trotzdem verdient man mit einem Studienberuf deutlich mehr als ein Handwerker.
Die Studienjahre werden bei der Rente angerechnet.

Ganz besonders grausam finde ich, dass manche Handwerker trotz 40 Berufsjahren eine Rente beziehen, die kaum über der Grundsicherung liegt, bei "Frauenberufen" ist das überwiegend die Regel (geht ja regelmäßig durch die Presse).

Metaller verdienen in der Tat relativ gut (ich lebe im Ruhrgebiet, hier gab es früher gefühlt nur diese Branche^^), aber um welchen Preis ... es ist eine extrem anstrengende Arbeit. Mein Vater war Metaller und hat in Abendschule den Techniker nachgeholt, denn das hätte er bis zur Rente nie geschafft.
Danach hat er dann deutlich besser verdient und sich nicht mehr die Knochen kaputt gemacht. Wirklich harte körperliche Arbeit bis zur Rente ist für die allerwenigsten zu schaffen, aber es schreibt hier leider niemand mit, der das tatsächlich tun muß/ mußte (was sicherlich auch seine Gründe hat).
 
Das mit den Praktikantenzeiten war mal, die Zeiten haben sich komplett geändert.
Einige meiner alten Schulfreunde, die es "wirklich geschafft haben"^^ (meist top Posten nach einem BWL und Medizinstudium) hätten bereits mit Ende 40 in Rente gehen können und lägen deutlich über dem Rentenniveau eines Handwerkers.
Aber das war nie ihr Ziel, die Arbeit macht Spaß, schiere "Selbstverwirklichung". Allerdings verändert sich der Lebensstandard auch entsprechend ... .

Mir persönlich ist nicht "das große Geld" wichtig, sondern, nicht lebenslang darauf angewiesen zu sein, Vollzeit zu arbeiten - 2,5, 3 bis max. 3,5 Tage die Woche sind schon genial und trotzdem verdient man mit einem Studienberuf deutlich mehr als ein Handwerker.
Die Studienjahre werden bei der Rente angerechnet.

Ganz besonders grausam finde ich, dass manche Handwerker trotz 40 Berufsjahren eine Rente beziehen, die kaum über der Grundsicherung liegt, bei "Frauenberufen" ist das überwiegend die Regel (geht ja regelmäßig durch die Presse).

Metaller verdienen in der Tat relativ gut (ich lebe im Ruhrgebiet, hier gab es früher gefühlt nur diese Branche^^), aber um welchen Preis ... es ist eine extrem anstrengende Arbeit. Mein Vater war Metaller und hat in Abendschule den Techniker nachgeholt, denn das hätte er bis zur Rente nie geschafft.
Danach hat er dann deutlich besser verdient und sich nicht mehr die Knochen kaputt gemacht. Wirklich harte körperliche Arbeit bis zur Rente ist für die allerwenigsten zu schaffen, aber es schreibt hier leider niemand mit, der das tatsächlich tun muß/ mußte (was sicherlich auch seine Gründe hat).
Die Arbeitswelt wird sich in den kommenden Jahren und Jahrzehnten fundamental ändern.
Das gilt auch fürs Rentensystem, das in der derzeitigen Form überhaupt nicht mehr finanzierbar sein wird.
In 20 Jahren wirds m.E. ein bedingungsloses Grundeinkommen geben (müssen) und eine Volksrente für alle.....
Von daher sind unsere Diskussionen ohnehin mehr oder weniger für die Katz.
Mir tun Eltern ehrlich gesagt heute leid, die jetzt Entscheidungen für ihre Kinder treffen müssen.
 
als Lehrer gilt das nicht,
da ist ein einstiegsgehalt abhängig zumindest in D ob du angestellt bist oder beamter.
si um 3400 brutto zu haben.

das mit dem 3000 *netto* sollte nochmals überdacht werden.

Hier im Forum gibt es ja einige lehrer,
Frage, sowieso ab Anfang 3000 Netto und mehr?
Ich habe geschrieben GyGE, d.h. Lehramt für Gymnasium/ Gesamtschule - das studiert meine ältere Tochter.
Sie wird verbeamtet werden, wie alle Lehramtsstudenten (bis zu einem bestimmten Lebensalter, die die gesundheitlichen und juristischen Anforderungen erfüllen), aber ihr Einstiegsgehalt ohne Verbeamtung liegt schon über 3000 netto, mit Verbeamtung kommen dann noch einige Hunderter drauf und es wird mit den Jahren immer mehr.
Grund - und Haupt-/ Realschullehrer (Sek1) verdienen tatsächlich etwas weniger, knacken verbeamtet aber auch irgendwann die 4000er netto Grenze.
 
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Mein Mann darf auch "nebenher" arbeiten^^ - nein, er hat sich nebenher fortgebildet und letztendlich eine Führungsposition bekommen, aber mit Abitur wäre vieles sehr viel leichter und deutlich schneller für ihn gewesen.
Ja, öfters ist es ein Fehler auf das Abitur zu verzichten.
Es ist wirklich eine heikle Sache, diese Entscheidung zu treffen.
Menschen sind nun mal verschieden,
der eine will eine Führungsposition erreichen,
was manchen so gar nicht erstrebenswert erscheint.
Verfehlte Berufe sind in allen Berufsschichten vertreten,
Burn out kommt bei Ärzten genauso vor wie bei Fließbandarbeitern,
Lehrern, Pflegeberufe - Führungskräften wie bei untergeordneten Jobs.

Ein Ex - Schwager von mir - Masterstudium Elektrotechnik -
in hoher Position in einem internationalen Betrieb - 2x wöchentlich Fernflug -
Monatsgehalt - etwa 3/4 von meinem Jahreseinkommen.
Einmal sprach er davon, dass der Arbeitstag - 1x in der Woche - den er in der Betriebswerkstatt verbringt, sein Bester ist.....

Er war mit Ende 30 nervlich so fertig, dass er Nachts eine Kieferschiene brauchte,
weil er sich wegen Stress nicht mehr entspannen konnte und ständig im Schlaf mit den Zähnen klapperte -
jetzt mit Mitte 40 ist er sehr schwer erkrankt, man weiß nicht wie es weiter geht......

Wenn ich mich in meinem Bekanntenkreis umsehe,
so erscheinen mir Handwerker - teilweise selbstständig - als am Glücklichsten.
So meine Wahrnehmung
 
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