Lehre oder Abitur? Umfrage!

  • Ersteller Ersteller User12
  • Erstellt am Erstellt am

Dein Kind will eine Lehre machen - obwohl es die Fähigkeit zu Abitur und Studium hat, was machst du?

  • Ich freue mich, dass mein Kind schon weiß, was es beruflich machen will und unterstütze es.

    Stimmen: 9 39,1%
  • Ich erkläre meinem Kind die Vorteile von Abitur und Studium, lass es aber selbst entscheiden.

    Stimmen: 12 52,2%
  • Ich rede meinem Kind seinem Plan aus, und schaffe es auch.

    Stimmen: 1 4,3%
  • Ich verbiete es meinem Kind! Keine Widerrede!

    Stimmen: 1 4,3%

  • Umfrageteilnehmer
    23
Ich kenne Poliere, Vorarbeiter usw. - welche mittels Diäten, Zulagen u.a. durchaus mit dem Gehalt eines jungen
IT Fachmann mit Masterabschuss mithalten können.
Ich weiß aber nichts von den Gehältern im Gesundheitswesen.
Du kannst die Gehälter/ Löhne googeln.
Aus meinem Umfeld weiß ich, dass Maler und Lackierer deutlich unter 2000 netto liegen (und auch im Alter in einem kleinen Betrieb die 2000er Grenze kaum knacken), Mechatroniker ebenfalls, aber da kommt es stark auf den Betrieb an (große Firmen zahlen mitunter deutlich mehr), bei Schlossern scheint es nicht anders zu sein (alles Steuerklasse 1) - noch schlimmer ist es bei typischen "Frauenberufen" wie Arztsekretätin, Verkäuferin, Bäckereifachverkäuferin - 1500 netto sind eher schon die obere Spitze nach 20 Jahren Berufserfahrung (ebenfalls Steuerklasse 1).

Das Einstiegsgehalt eines Lehrers liegt deutlich über 3000 netto und steigert sich noch massiv nach Verbeamtung und ein paar Jahren Berufserfahrung, - ein "normaler" verbeamteter Lehrer (GyGE) kommt immer über 4000 netto, unsere Assistenzärzte liegen meist noch drüber (mit Diensten, also einem normalen Klinikgehalt), Schuldirektoren, Fachärzte, gar Chefärzte ... darüber mag ich gar nicht nachdenken.
Klinische Psychologen (angestellt) liegen einkommensmäßg unter Ärzten, aber ein Wirtschaftpsychologe kann mitunter locker das Doppelte eines Arztes verdienen, je nachdem, wo er tätig ist.

Bei BWLern mit Master gibt es nach oben kaum Grenzen, allerdings kann man "nur" mit einem Bachelor schon Pech haben und anfangs nur so viel verdienen wie ein Handwerker, bei Juristen ist es total unterschiedlich (aber selbst als Fachanwalt für Familienrecht, also das Schlechtbezahlteste in diesem Sektor, in einer kleinen Kanzlei verdient man mehr als ein Handwerker), ein Richter kann allerdings im fünfstelligen Bereich liegen - monatlich!
Ein Feuerwehrmann (Brandmeister+Notfallsanitäter) liegt bei 2300 Einstiegsgehalt netto.

Letztendlich bleibt es die Frage - was kann man sein Leben lang machen, auch, wenn die Gesundheit nicht mehr so mitspielt, schafft man es, dauerhaft bei Wind und Wetter draußen zu arbeiten (Dachdecker, Landschaftsgärtner, Tierpfleger u.ä.), was für einen Arbeitgeber hat man, welche Aufstiegschancen gibt es usw. ...
 
Werbung:
Zusatz: IT Leuts verdienen tatsächlich nicht so dolle - knapp unter 2500 Euro netto.
Da kann man mit einem Meistergehalt (je nach Sektor und Firma) schon drankommen.
 
Ein Praktikum machen lassen!

Es ist lange her, aber auch ich hatte es mit 16 "am Sausen" und verkündete, dass ich die Schule nun schmeißen täte.
Etwas mit Tieren sollte es sein ... .^^

Also machte ich ein Praktikum im Zoo und lernte, was wirklich schwere Arbeit ist.
Zwei von den drei geplanten Wochen hielt ich durch, ständig durchgeschwitzt, dreckig, stinkend, mit völlig verschwielten Händen - von wegen "schön Tiere streicheln" - Tierpupu wegmachen war angesagt und das jeden Tag über Stunden (genau wie alle Tierpfleger das auch machen müssen).

Es hätte mich zweimal fast das Leben gekostet, weil ich so naiv war (und fast ohne Anleitung), nebenher bin ich ins Seehundbecken gefallen, habe mir mit Chemikalien die Klamotten weggeätzt ... .
Nun ja, zumindest ist mir klar geworden, dass ich nie nie nie, wieder arbeiten will!^^
Das bis zur Rente machen - Hölle!
Da gehe ich lieber lebenslang zur Schule!

Dann kam die Oberstufe und Schule war plötzlich genial.
Ich habe trotzdem noch eine Ausbildung gemacht, weil der NC für mein gewünschtes Studienfach bei 1,2 lag und ich mit 3-4 Jahren Wartezeit rechnen mußte - das Studium war die schönste Zeit in meinem Leben und ich bin überglücklich, dass ich das noch gemacht habe.
Ausbildung und Studium ergänzten sich wunderbar (beides Krankenhaus) - ich bin und war immer megazufrieden.
Ich habe auch studiert und bin jetzt in der Pflege. Ich bereue absolut nichts.
 
Ich habe auch studiert und bin jetzt in der Pflege. Ich bereue absolut nichts.
Das ist doch prima!
Jederzeit die Wahl zu haben ist eine feine Sache.
Ich hätte auch kein Problem damit, wenn meine Kinder sich für Ausbildungsberufe entschieden hätten - nach dem Abitur!

Ich habe es in meinem ältesten und liebsten Freundeskreis erlebt, von denen niemand ein Abitur hatte. Sich in einem Alter weiter zu qualifizieren, in dem man Familie, mitunter erhebliche Kosten und tausend andere Sorgen hat, ist nicht ohne.
Für manche war das fehlende Abitur der Haupthinderungsgrund für bestimmte Leitungspositionen - die entsprechende Fortbildung/ das berufsbegleitende Studium hätte der Arbeitgeber ermöglicht, aber kein Abitur und mehrere Jahre warten, bis das fertig war, war keine Option.

Es mag sein, dass einige Menschen nie einen Nachteil empfinden und ohne glücklich und zufrieden werden, aber sich später schwarz zu ärgern für zwei/ drei Jahre (je nach G8 oder G9) finde ich schlimm.
Zudem bin ich sehr überzeugt, dass man mit 16 weitaus größere Schwierigkeiten hat, sich realistisch für einen Beruf zu entscheiden als mit 18 oder 19 (und selbst dann ist es noch schwer und viele entscheiden sich erstmal für FSJ und Co.).

In den Ferien in verschiedene Berufe reinzuschnuppern, neben der Schule ein wenig zu arbeiten ... all das fördert doch den Einblick in das Arbeitsleben.
 
Ich würde mein Kind versuchen nach seinen Vorlieben zu fördern. Egal ob es um Ausbildung oder Studium geht.
Hmmm, ich bin froh über die (eigentlich ungeplante) "Schocktherapie" (das Praktikum), die mir meine Eltern mit 16 verpaßt haben - ich hätte niemals mit Tieren arbeiten können, obwohl ich davon seit Grundschulalter fest überzeugt war.

Es kann natürlich ganz anders laufen, aber Zeit zu gewinnen, den Horizont zu erweitern (was weiß man mit 16 schon von "Arbeit", wenn man sie selbst tun muß) erscheint mir prinzipiell nicht verkehrt.
 
Hmmm, ich bin froh über die (eigentlich ungeplante) "Schocktherapie" (das Praktikum), die mir meine Eltern mit 16 verpaßt haben - ich hätte niemals mit Tieren arbeiten können, obwohl ich davon seit Grundschulalter fest überzeugt war.

Es kann natürlich ganz anders laufen, aber Zeit zu gewinnen, den Horizont zu erweitern (was weiß man mit 16 schon von "Arbeit", wenn man sie selbst tun muß) erscheint mir prinzipiell nicht verkehrt.
Ich erinnere mich da an ein Praktikum in meinem eigentlichen Traumjob als archäologische Restauratorin. Uff war mir das langweilig! Ne ne, der Plan wurde verworfen:LOL:.

Die Berufsberatung vom Arbeitsamt, welche von der Schule aus mit den Schülern gesprochen hat, wollte mir Abi und Studium ausreden. Würde ich eh nicht packen. Dusselige Kuh :cool:
 
Werbung:
ich bin vom Gymnasium abgegangen und habe eine Lehre gemacht, danach das Abi nachgemacht,
allerdings dann bei dem lehrberuf geblieben.
 
Zurück
Oben