Lebenseinstellungen

Das las ich heute und ich finde, es passt gut hierher:

"Deine Ängste sind es, die Dich zu dem werden lassen, der Du nicht sein willst."

Der Mensch entwickelt also Strategien, mit seinen Ängsten umzugehen.
Mancher wird also versuchen, aus dem Gefängnis auszubrechen, während andere sich damit begnügen, "ihre Zelle zu verschönern"??

Eigentlich sind es nicht die Ängste, sondern die unterbewussten Bedürfnisse (letztendlich des physischen und emotionalen Überlebens). Erst durch ein Bedürfnis entsteht die Angst, dass dieses Bedürfnis eben nicht erfüllt wird.

Z.B.: Mein Bedürfnis ist wirtschaftliche Sicherheit. Wenn es jetzt in der Firma auf der Kippe steht, ob ich meinen Job behalten kann, dann wird daraus Angst um meine wirtschaftliche Sicherheit. Also werde ich alles tun, um mein Bedürfnis erfüllt zu bekommen, und vielleicht mein Selbst dadurch in vielen Fällen übergehen.

Der Weg des Buddhismus ist z.B. die Bedürfnislosigkeit. Ähnliches findet sich auch im Christentum (weltliche Bedürfnislosigkeit und Erfüllung der Bedürfnisse im Paradies) und analog auch im Islam. Er führt aber insofern in eine Sackgasse, als mit dem Ende der Bedürfnisse auch die Teilnahme am Leben endet.

Der Weg der Psychologie ist hier Bewusstheit über die Bedürfnisse zu bekommen, und diese dadurch bewusst erfüllen aber auch kontrollieren zu können. Und parallel dazu Ressourcen zu schaffen, diese Bedürfnisse leichter und ohne sich selbst zu blockieren zu erfüllen. Und damit leichter und erfolgreicher am Leben teilhaben zu können.
 
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Alle Gesellschaften konditionier(t)en ihre Mitglieder zur Empfindung spezifischer Ängste, die dem historischen Wandel unterworfen sind/waren.
Auch heute wären wir ohne eine gewisse "Furchtkompetenz" eine Bedrohung für unsere Mitmenschen.
Ebenso ist Mut, die Überwindung der Furcht, ein hoher, sozialer Wert.
Wann aber ist es vernünftiger, tapfer einzugreifen als den eigenen Fluchtimpulsen zu gehorchen?
 
Alle Gesellschaften konditionier(t)en ihre Mitglieder zur Empfindung spezifischer Ängste, die dem historischen Wandel unterworfen sind/waren.
Auch heute wären wir ohne eine gewisse "Furchtkompetenz" eine Bedrohung für unsere Mitmenschen.
Ebenso ist Mut, die Überwindung der Furcht, ein hoher, sozialer Wert.
Wann aber ist es vernünftiger, tapfer einzugreifen als den eigenen Fluchtimpulsen zu gehorchen?

Das sehe ich nicht ganz so. Der Mensch ist so wie jedes Tier grundsätzlich einmal darauf programmiert, sein Leben zu erhalten. Das sind einmal die primären Ängste bzw. die Urängste, auf die auch automatisch reagiert wird.

Sekundäre Ängste stammen dann von diesen primären Ängsten ab. Z.B. wirtschaftliche Existenzangst => Bedrohung der Versorgung => Überlebensangst.
Erst mit diesen Ängsten wird und wurde dann in allen Gesellschaften gespielt.

Und dann gibt es anscheinend auch noch eine zusätzliche Angst, die erst durch die Entwicklung unseres Großhirns ermöglich wurde: die um das Überleben unseres ICH's, unserer Identität. Diese wird dann z.B. durch Religionen über Versprechungen genutzt, um den Menschen etwas vorzugaukeln.

Wären wir ohne Furchtkompetenz eine Bedrohung für andere Menschen? Sich nicht zu fürchten heisst doch nicht automatisch, andere zu verletzten. Das mag zwar aus unserer derzeitigen egozentrischen Zeit so wirken, ist aber nicht kennzeichnend für alle Menschen.

Mut ist die Überwindung von Furcht, ja. Aber bei den Urängsten ist eine Überwindung NICHT möglich, weil hier das bewusste Denken abgeschaltet wird. Überwunden können nur sekundäre Ängste werden, und hier wiederum primär Ängste die meist nur in unserem Kopfkino entstehen, und nicht unbedingt realen Gefahren entsprechen.
 
Alle Gesellschaften konditionier(t)en ihre Mitglieder zur Empfindung spezifischer Ängste, die dem historischen Wandel unterworfen sind/waren.
Und gibt es heute nicht eine gewisse Spielbreite sich diesen Angstreizen zu verweigern indem man sich eine funktionierende Nische erschafft, die durch eigenständige Werte bestimmt wird ?
Auch heute wären wir ohne eine gewisse "Furchtkompetenz" eine Bedrohung für unsere Mitmenschen.
Das ist mir zu sehr verallgemeinert. Wärst du etwa eine Gefahr ? Ich sicher nicht.
Es ist eine Frage der Reife eine gewisse Selbstverantwortung zu entwickeln.
Ebenso ist Mut, die Überwindung der Furcht, ein hoher, sozialer Wert.
Das erlebe ich nicht so. Stromlinienförmigkeit scheint mehr gefördert zu werden. Erst wenn der Mutige eine besondere Leistung erbracht hat wird er gewürdigt, ganz sicher nicht vorher.
Wann aber ist es vernünftiger, tapfer einzugreifen als den eigenen Fluchtimpulsen zu gehorchen?

Das ist individuell und situationsabhängig. Werde dir deiner Werte bewusst und versuche sie so oft wie möglich auszuleben, was nicht immer pragmatisch erscheint. Man kann schliesslich kein zufriedener Mensch werden wenn man sich selbst verrät weil es auf den ersten Blick einfacher erscheint.

Bei den Ängsten muss man zwischen begründeten und unbegründeten Ängsten unterscheiden lernen. Beides hat seine eigenen Strategien damit umzugehen.
 
Aber bei den Urängsten ist eine Überwindung NICHT möglich, weil hier das bewusste Denken abgeschaltet wird.

Bist du da ganz sicher ? Was zählst du denn zu den Urängsten ?
Könnte ein gut geschulter Yogi nicht auch diese aus dem Bewusstsein entfernen oder meinst du so etwas wie Reflexe ?
Könnte man in Hypnose Urängste löschen ?

Nenn mir ein Beispiel wo das bewusste Denken ausgeschaltet wird.
Das müssten ja Situationen sein, wo der Mensch praktisch zum wilden Tier wird und diese gibt es in der heutigen Geselllschaft ohne den ganz existenziellen Überlebenskampf doch wohl kaum noch ?
 
Eigentlich sind es nicht die Ängste, sondern die unterbewussten Bedürfnisse (letztendlich des physischen und emotionalen Überlebens). Erst durch ein Bedürfnis entsteht die Angst, dass dieses Bedürfnis eben nicht erfüllt wird.

Z.B.: Mein Bedürfnis ist wirtschaftliche Sicherheit. Wenn es jetzt in der Firma auf der Kippe steht, ob ich meinen Job behalten kann, dann wird daraus Angst um meine wirtschaftliche Sicherheit. Also werde ich alles tun, um mein Bedürfnis erfüllt zu bekommen, und vielleicht mein Selbst dadurch in vielen Fällen übergehen.

Der Weg des Buddhismus ist z.B. die Bedürfnislosigkeit. Ähnliches findet sich auch im Christentum (weltliche Bedürfnislosigkeit und Erfüllung der Bedürfnisse im Paradies) und analog auch im Islam. Er führt aber insofern in eine Sackgasse, als mit dem Ende der Bedürfnisse auch die Teilnahme am Leben endet.

Der Weg der Psychologie ist hier Bewusstheit über die Bedürfnisse zu bekommen, und diese dadurch bewusst erfüllen aber auch kontrollieren zu können. Und parallel dazu Ressourcen zu schaffen, diese Bedürfnisse leichter und ohne sich selbst zu blockieren zu erfüllen. Und damit leichter und erfolgreicher am Leben teilhaben zu können.
Hi King*g.. nein.. das Leben wird noch bunter;-)
 
Aber bei den Urängsten ist eine Überwindung NICHT möglich, weil hier das bewusste Denken abgeschaltet wird.

Die stärkste Urangst ist die vor dem Tod.

Der Verstand ist nur ein kleiner Teil der Ganzheit unseres Selbst; ein selbstgebasteltes Konstrukt; nicht zu verdammen wie oft getan, sondern für praktische Dinge zu benutzen; sehr abträglich aber für unser Wohlsein in seinem Spinnen von Geschichten und Dramen.
Leider benutzen ihn die meisten Menschen nicht, sondern er sie.
Prisoner of his mind.

Du kannst die Angst vor dem Tod überwinden, indem Du ihn annimmst; bereit in diesem Augenblick zu sterben; wissend, dass Du Leben bist; ewig; der Tod nur eine Illusion, eine Loslösung vom physischen Fokus, ein vollständiges Abwerfen der in dieser Zeitepoche vorherrschenden Glaubensvorstellungen über die Natur der persönlichen Realität, ein Wieder-Geboren-Werden in das Gewahrsein deiner multidimensionalen Wesenheit.
 
Doch! Denn hier ist es unerlässlich, übertriebenen Wagemut zu stoppen und die Selbstüberschätzung abzubauen.

Es leidet aber doch überhaupt nicht jeder unter zu viel Mut bzw Selbstüberschätzung und den Folgen davon.
Nimm mal all die Leute mit hohen Minderwertigkeitskomplexen und Angststörungen, die dadurch ihr Leben nicht auf die Reihe bekommen.
Jeder braucht eine andere Strategie, völlig individuell.

Eine Gesellschaft, die durch Angst erzieht anstelle Selbstverantwortung zu fördern kann auf Dauer nur sehr neurotisch sein.
Es braucht dann ständig aufpasserische Instanzen, die aber von innen immer wieder ausgehölt werden.
 
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Bist du da ganz sicher ? Was zählst du denn zu den Urängsten ?
Könnte ein gut geschulter Yogi nicht auch diese aus dem Bewusstsein entfernen oder meinst du so etwas wie Reflexe ?
Könnte man in Hypnose Urängste löschen ?

Nenn mir ein Beispiel wo das bewusste Denken ausgeschaltet wird.
Das müssten ja Situationen sein, wo der Mensch praktisch zum wilden Tier wird und diese gibt es in der heutigen Geselllschaft ohne den ganz existenziellen Überlebenskampf doch wohl kaum noch ?

Bist Du sicher ;)? Ganz im Gegenteil! Sehr viel von dem heutigen Kampf, z.B. um Positionen, um Ansehen etc. sind Inszenierungen, weil eben der menschliche Verstand diese Anregung teilweise sogar braucht => fehlgeleitete Kreativität im Überleben mangels äußerer Bedrohungen.

Urängste lassen sich nicht löschen, weil sie in sehr direkter Interaktion zwischen ganz alten Teilen unseres Gehirns entstehen. D.h. da liegst Du richtig, an der Schwelle zwischen unterbewusstem/unbewusstem Denken und Reflexen. Das was sich zum Teil bewusst verändern lässt sind die Trigger, die diese Reaktionen auslösen.

Allerdings darf man hier nicht vergessen, dass dieses System ja eben zur Lebenserhaltung über "Instinkte" geschaffen wurde. Einerseits um bereits von der Mutter deren Überlebensmuster zu lernen, andererseits um sich in den ersten Lebensjahren in die Gruppe zu integrieren. Und dadurch passieren in unserer unnatürlichen Gesellschaft eben im Kindesalter sehr viele Fehlprogrammierungen. Und Triggern diese, dann kann das bis zur Abschaltung des Bewusstseins führen, ja sogar zur körperlichen Abschaltung (Ohnmacht).
 
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