KingOfLions
Sehr aktives Mitglied
Also sabotieren tief verwurzelte Glaubenssätze ganz still und heimlich das Beste in uns?
Du musst zwei Dinge unterscheiden, Glaubenssätze und kindliche Überlebensregeln.
Glaubenssätze sabotieren uns nur insoweit, als sie unsere Handlungsfähigkeit einschränken. Ein absolut kritischer Glaubenssatz in der Beratung ist z.B. "mir kann keine helfen" - solchen Klienten ist tatsächlich nur sehr schwer zu helfen, weil sie sich gar nicht helfen lassen können. Aber auch kleinere Glaubenssätze wie "ich kann/darf das nicht", "Männer sind Schweine"
Was weitaus kritischer ist, sind kindliche Überlebensregeln. Diese sabotieren tatsächlich in unserem täglichen Verhalten. Unser Denken ist verstandesorientiert. Aber bevor unsere verstandesmäßigen Ideen umgesetzt werden können, werden sie im Unterbewusstsein gegen unsere Überlebensregeln geprüft. Steht einem Gedanken jetzt eine Überlebensregel entgegen, dann wird die daraus resultierende Handlung abgeschwächt oder schlimmstenfalls ausser Kraft gesetzt ("ich will, aber ich kann nicht"). Ganz klar sichtbar bei Süchten, bei anderen Themen eben einfach nur abschwächend. Z.B. wenn manche Menschen sich dauernd mit Arbeit überlasten, aber es nicht schaffen auch in die Entspannung zu kommen => Burnout.
Dieser Mechanismus funktioniert dann bis in ganz feine Verhaltensmuster.
Außerdem verursachen kindliche Überlebensregeln und Traumatisierungen in unserem Körpersystem immer wieder Stress, da sie das Körpersystem auf Grund von externen Anreizen immer wieder "Reaktionsbereit" machen ... schlimmstenfalls wird dadurch das bewusste Denken abgeschaltet und auf automatisierte Reaktionen umgeschaltet, es erfolgen körperliche Anspannungen ("Muskelgedächtnis" der Kinesiologie) und die Körperchemie wird durch den erhöhten Bedarf an Hormonen und Botenstoffen stark belastet (hoher Verbrauch an Mineralstoffen und Vitaminen). Organe werden je nach Zustand der Körperlogik stärker oder schwächer aktiviert (durchblutet = versorgt).
Resultierend daraus einerseits eine Einschränkung der bewussten Denkleistung, andererseits eine hohe Belastung des Körpers einerseits durch die starke Aktivierung/Deaktivierung, andererseits durch die notwendige Ausscheidung der Reststoffe. Und damit langfristig Ursache für Erkrankungen.
