Willkommen im grössten und ältesten Esoterik-Forum!
Hier findest Du alles zu Astrologie, Lenormand und Tarot, Karten legen, Feng-Shui, Traumdeutung, Religion und Spiritualität, Engel, Familien-Aufstellung, Gesundheit, Reiki
Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

Alfred Adler- Individualpsycholgie

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von beatfreak, 29. November 2020.

  1. beatfreak

    beatfreak Mitglied

    Registriert seit:
    10. Juni 2009
    Beiträge:
    397
    Ort:
    Leipzig
    Werbung:
    Moin, ich möchte eine Diskussion über Adlers Psycholgieansatz, der Individualpsychologie führen.
    Wer kennt diesen Ansatz ? Welche Wirksamkeit hat seine Herangehensweise bei euch ?

    Wers noch nicht kennt, hier ein paar wesentliche Fundamente seiner Psychologie:

    Wir alle stehen in unseren zwischenmenschlichen Beziehungen in einem ständigen Wettbewerb. Jeder guckt auf die Anderen, um sich selbst zu bewerten. Andersrum bewerten wir Andere nach uns selbst. Das Fazit daraus ist, dass die Zufriedenheit mit dem eigenen Sein relativ ist. Quasi nach dem Motto „Unter den Blinden ist der Einäugige König“, aber andererseits unter den Normalsehenden ist der Einäugige ein Verlierer.

    Aufgrund dieser Art Wettbewerb bilden Menschen häufig einen Minderwertigkeitskomplex aus. Sie vergleichen sich ständig und letztlich gibt es immer jemanden, der in der jeweiligen Sache besser ist. Das führt zu Unzufriedenheit und ist ein Grundproblem unserer Gesellschaft.

    In der klassischen Psychologie nach Freud ist jedes Verhalten die Auswirkung eines vergangenen Ereignisses. Heißt: Ein Mensch agiert so, weil ihm etwas Bestimmtes widerfahren ist. Freuds Ansatz ist Vergangenheits-orientiert. Adler dagegen spricht von dem Ziel eines Verhaltens. Was möchte ein Mensch durch sein bestimmtes Verhalten erwirken? Dieser Ansatz ist Zukunfts-orientiert.

    Konkret bedeutet dies im Vergleich: Ein Kind benimmt sich wie ein Rüpel nicht, weil es ein Trauma hat (selbst, wenn es ein schlimmes Ereignis erlebt hat), sondern mit der Maxime, sich besonders zu fühlen, z.B. dadurch, dass alle auf es schauen und sagen: „Der hat etwas Schlimmes erlebt und ist anders“. Es ist also der Wunsch nach einfacher Überlegenheit, der hier zum Ausdruck kommt.

    Gerade, wenn man einem Verhalten entgegenwirken möchte, ist daher die Frage nach dem Ziel statt der Ursache entscheidend, um das richtige Verständnis für den Menschen zu schaffen. Für uns selbst bedeutet dies aber auch, dass wir uns selbst bewusst werden müssen, warum wir uns in einer gewissen Art verhalten. Wir reden uns häufig ein, es habe eine Ursache, aber wie eben erläutert, ist es nach Adlers Ansicht ein Ziel – und da dieses für die Gegenwart und Zukunft gilt und nicht der Vergangenheit entspricht, können wir es aktiv verändern.



    Ich selbst habe innerhalb von kurzer Zeit, Ängste auflösen können und und habe Gefühle des Selbstvertrauens entwickelt. Ich habe mir einfach gesagt, ich möchte micht jetzt mutiger fühlen, und das Gefühl hat sich auf einmal eingestellt. Ich hatte immer meine Vergangenheit im Hinterkopf, sie loszulassen war mir schon bekannt, ich habe es mit Affirmationen usw versucht, aber mit den fehlenden Verständniss das ich einfach meine Perspektive ändern kann. Meine Ansicht das meine Vergangenheit mich prägt, hat mich wie in einem Gefängniss gehalten. Ich hatte gewisse Bewegungsfreiheit, jedoch bin ich nie weiter als zu den Gefängnissmauern gekommen. Ich habe versucht, mit verschiedenen Techniken, meine Traumas aufzulösen, Psychologen aufgesucht, indem ich den Ursprung der Traumas erkenne, doch hat dies nie langfristig funktioniert.

    Meine Frage dazu, warum hat sich diese Art der Psychologie nicht durchsetzen können ?
     
    Terrageist und Alfa-Alfa gefällt das.
  2. Alfa-Alfa

    Alfa-Alfa Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. Januar 2019
    Beiträge:
    5.601
    freut mich für dich.....das funktioniert allerdings nur wenn schon einiges an Vorarbeit gemacht wurde, ob bewusst oder unbewusst im Lebensprozess, dann war die Zeit reif mit einem einfachen Willens-Satz zu zemenzieren..

    naja, es gibt eben gute und weniger gute Psychologen :D und wer nach seinem Studium an den Büchern kleben bleibt der kommt nicht weit...es ist halt wichtig die Spiritualität mit ein zu beziehen..

    1-4

     
  3. Terrageist

    Terrageist Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. Juli 2019
    Beiträge:
    3.808
    Werbung:
    Hallo @beatfreak ,
    ich finde das sehr interessant, und mir kam beim Durchlesen zum einen oder anderen eine spontane Antwort in den Sinn.
    Ich kenne mich selbst nicht unbedingt damit aus, nur mehr oder weniger als Laie, und eben ein bisschen persönliche Erfahrung, Esoterik usw..

    Zum einen würde ich sagen, es stimmt schon, wir leben in einer Gesellschaft, in der weitestgehend verglichen wird und der Wettbewerb gilt.
    Zu sich selbst stehen und mit sich selbst zufrieden sein, will erst gelernt sein.
    Oder zumindest würde man dann auch sagen, so wie du beschreibst nach Freuds Prinzip, käme es demnach auch darauf an, wie jemand aufgewachsen ist,
    und was man während der Kindheit "gelernt" hat. Es sind (wohl) halt auch die gewissen Glaubenssätze, wie zum Beispiel, du bist grundsätzlich gut, du
    schaffst deine Dinge, du bist , was du auch anfängst, erfolgreich. Wenn Eltern oder andere erziehende Kontaktpersonen während der frühen Kindheit
    so etwas im Kinde prägen, wird es demnach auch im Erwachsenenalter und überhaupt sein Leben lang, immer überall leichter durchkommen.
    Ich denke, glaube fast, dass so ein Mensch, der sich von Anfang an geliebt fühlte, auch nicht so sehr in dieses Wettbewerbsdenken hineinfallen würde.
    Wenn dann nur eher in einer gesunden spielerischen Weise, und eben nicht selbstzerstörerisch.

    Aber grundsätzlich finde ich, was du schreibst über dieses andere Denken, ein bewusstes Umschalten von Versagensdenken auf Erfolgsdenken im Sinne
    von Zufriedenheit, nicht im Sinne von immer der / die Beste sein zu müssen, sehr positiv.

    Es ist ansich auch das, was ich zum Beispiel, und vielleicht ist es auch bei anderen so, direkt als erstes gelernt habe, als ich begann, mich mit Esoterik
    zu befassen, imgrunde halt mit dem "positiven Denken".
    Also der Gedanke, da wo deine Aufmerksamkeit hingeht, das verstärkst du, egal ob im positiven oder negativen Sinne.

    Wenn du also immer denkst, ich will nicht in meine alten Muster fallen, dann bestätigst du sie gewissermaßen immer wieder.

    Das Unterbewusstsein wirkt (meist) nur mit positiven Sätzen und Gedanken.
    Also nicht "ich will nicht mehr mutlos sein", sondern ich will mutig sein.

    Es ist schön, dass du herausgefunden hast, dass die Umschaltung der Gedanken den Unterschied machen können.

    Wir sind vielleicht nicht so abhängig von vermeintlichen alten Mustern, wie wir denken bzw. glauben.

    Es geht um die innere Überzeugung, die uns lenkt.
     

Diese Seite empfehlen

  1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden