Ich glaube sogar, dass sehr viele hier gedanklich auf meiner Seite sind, bzw. dass es sehr vielen klar ist, was ich meine, und mir in vielen Punkten durchaus zugestimmt wird - auch von vielen "Asyl-Kritikern" hier.
Ich gehe allerdings noch ein wenig weiter: Ich stimme Dir zu, dass es die Aufgabe des Staates ist, seine Bürger vor gefährlichen Ausnahmesituationen zu schützen, allerdings dürfen auch diese Maßnahmen dazu unsere Werte nicht verletzen. Natürlich wäre beispielsweise ein maximaler Schutz, wenn wir sagen würden: "Grenzen dicht! Es kommt niemand mehr rein!" - damit würden keine weiteren potentiel Kriminellen Menschen ins Land kommen. Prima Schutz (sofern durchführbar - denn auch das würde viel Geld und Personalaufwand kosten). Allerdings, wenn wir uns nicht zumindest dann auch überlegen, wie wir die Menschenrechte der Menschen, die wir dann außerhalb unserer Grenzen halten, wahren, würden wir damit auch wieder unsere Werte und diverse humanitäre vereinbahrungen, die wir getroffen haben, meiner Ansicht nach mit Füßen treten. Das kann meiner Ansicht nach auch keine Lösung sein.
Soweit zum Schutz. Wir ließen viele rein, und wir hatten nun mindestens eine gefährliche Ausnahmesituation - und es ist leider nicht unmöglich, dass es weitere geben wird... da kann man durchaus von Versagen sprechen. Unsere Werte haben wir allerdings meiner Ansicht nach nicht verletzt.
Und wie geht es weiter? Ist es akzeptabel unsere Werte und rechtsgrundlagen zu verletzen, um nun den Schutz wieder zu vergrößern? meiner Ansicht nach nicht.
Es würde allerdings unsere Werte und Rechtsgrundlagen nicht verletzen, die Polizei wieder zu stärken (Stellen Auf- statt Abbau), und die Justiz hart durchgreifen zu lassen (für ALLE - Prinzip der Gleichbehandlung). Und das sind Forderungen und Wünsche, denen ich durchaus zustimme.