Die Zuschreibung, es würde sich dabei explizit um spirituelles Wachstum handeln ist m. E. eine der größten Egofallen überhaupt
Kann sein, das ist wohl von Mensch zu Mensch unterschiedlich.
Ich selbst halte mich nur ungerne mit dem ganzen Egoquatsch auf, habe keine Lust mehr auf Kämpfe, Rechthabereien oder derartige Energieverschwendungen.
Ich ziehe mich eher zurück, als dass ich unbedingt Recht haben muss.
Es kann jedoch auch sein, dass es mit zunehmendem Alter automatisch passiert.
Ich kann ja nur von mir selbst "sprechen".
Ich selbst fühle mich ohne angeschwollenem Ego wesentlich wohler, wie früher, als ich immer noch alles richtig stellen musste.
Das ganze Leben ist einfach leicht und wesentlich entspannter.
Mit aller Regelmäßigkeit erwachsen daraus riesen ausgeblasene Egos, die von Stund an der für rückständig erklärten Welt predigen, sie müsste ihres doch endlich überwinden.
Ja klar, gibt es auch.
Sieht man hier im Forum ja auch immer wieder, aber mich stört es nicht . *g
Spirituell erwachsen sind für mich die Menschen, die die Welt und Realität in all ihrer Schönheit, aber auch in all ihrem Elend annehmen können, ohne an diesem Widerspruch zu zerbrechen oder in eine künstlichen Aufgeblasenheit der eigenen Großartigkeit zu flüchten.
Das sehe ich auch so, denn gerade der Widerstand, die Nicht-Annahme von dem was Ist, entfernt uns vom Leben und bringt Emotionen die völlig unnütz sind.
Aber selbst gegen die Leute, die sich aufblasen, lohnt der Widerstand nicht, sondern eher das Schmunzeln.