Hass-Postings: "Dagegen halten - Mund aufmachen" - Anja Reschke

Gegenfrage: Wie ist es denn konkret durchführbar? Beschreib mal. @Fiory und ich haben schon die möglichen Probleme mit diesem Vorschlag satirisch bearbeitet. Wie sähe das in Deinen Augen in der Realität aus?
Hast du sie noch alle?
Wieso sollte ich mir über die administrativen Probleme dieses Vorschlags von Barbara John konkrete Gedanken machen. Das ist Aufgabe der Politik, dafür werden die Herrschaften bezahlt - Lösungen für Probleme zu erarbeiten.
Und ja - über eure satirischen "Bearbeitungen" hast du wahrscheinlich mehr gelacht als ich....
Toll....
 
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Diesen Artikel sollte man zur Pflichtlektüre für unsere Politiker machen, ganz besonders für die aus der rotgrünen Ecke, aber auch für den Rest!

Was stellst du dir denn konkret vor? Staatlich verordnete Massenhinrichtungen durch Erschiessung an der Grenze? Und jeden, der es dennoch geschafft hat als "Einbrecher" vor Gericht stellen, bevor es zur Abschiebung kommt?
Ich stelle mir gar nichts vor, außer daß die Außengrenzen der EU endlich richtig gesichert werden oder das Schengenabkommen gekündigt wird.
Frag die Australier, wenn Du technische Einzelheiten willst. Im Gegensatz zu europäischen, namentlich aber deutschen Politikern wissen die, wie man das Land gegen Illegale abschottet. Wie sagte ein australischer Politiker sinngemäß: Niemand betritt ohne Genehmigung australisches Festland.

Ein striktes Aufnahmeverbot für Flüchtlinge aus Schlepperbooten hat nach Ansicht der australischen Außenministerin Julie Bishop zu einem Ende der Bootsdramen vor der australischen Küste geführt. “2013 gab es 300 Boote, die mit 20.000 Menschen an Bord die gefährliche Reise nach Australien unternommen haben. [...] “Seit Januar 2014 gab es kein Boot mehr, keine Toten auf dem Meer.“ Der Grund sei, dass die australische Regierung alle Flüchtlinge, die mit Schlepperbanden nach Australien kommen, wieder abschiebe, sagte Bishop. Das habe das kriminelle Schlepperunwesen völlig ausgetrocknet.
http://www.tagesspiegel.de/politik/...n-den-fluechtlingsstrom-stoppte/11673810.html
So macht man das!

LG
Grauer Wolf
 
Von Blümchen habe ich nie geredet, von Romantik auch nicht. Und meine Wertmaßstäbe bezüglich eines möglichst naturnahen Lebens und Familie stehen nicht zur Disposition. Gerade letzteres läßt mich so argumentieren, wie ich's tue. Und ich begreife nicht, wie jemand die Interessen der eigenen Familie hinter die anderer stellen kann, und das tut man, wenn man ungezügelter, illegaler Migration und ihren Folgen/Kosten das Wort redet...

LG
Grauer Wolf

Was Dich selbst betrifft gehts mir darum, dass Du absolut alles eben auch auf Dich selbst beziehst. Abgesehen davon dass man das moralisierend als tendenziell egomanisch bezeichnen könnte, worum es mir aber gar nicht geht, ist das absolut nicht sachlich-nüchtern-kühl. Das alles ist komplett emotional, was auch Deine weitere Argumentation deutlich macht. Denn Du glaubst ja, das man die Interessen anderer vor die der eigenen Familie stellt. Und ich sehe das nirgends! Ich weiß auch nicht wie man darauf überhaupt kommt. Und dann redest Du von illegaler Migration, als ob es ausschließlich um illegale Flüchtlinge ginge, was absolut nicht der Fall ist. Zweitens: Auch jene die illegal einzureisen versuchen, sind in der absoluten Mehrheit definitiv notleidend. Jene die übers Meer kommen sind juristisch gesehen definitiv illegal... aber die kommen gleichzeitig ganz sicher nicht aus Bereichen unseres Planeten die ein menschenwürdiges Leben einfach oder auch nur möglich machen. Heute wurde übrigens wieder ein Boot mit 50 Leichen entdeckt... es dürfte klar sein, das Menschen solche Risiken für das eigene Leben nicht leichtfertig in Kauf nehmen.

Worum gehts hier letztlich? Wirtschaftliche Ängste.... Du redest von eigener Familie und projezierst auf Hilfe für Notleidende Menschen irgendwelche Szenarien wie "Und ich begreife nicht, wie jemand die Interessen der eigenen Familie hinter die anderer stellen kann (...)". Deine Ängste sind also v.a. ökonomischer Natur. Du hast Angst dass der Kuchen für Dich und Deine Familie kleiner wird wenn die Kosten für Flüchtlinge in die Höhe gehen, was natürlich auch der Fall ist je mehr Flüchtlinge kommen und aufgenommen werden. Und das sollte einfach mal jedem klar sein: Es geht hier v.a. um wirtschaftliche Ängste. Nur wenige jener, die momentan zum wütenden Mob werden, sind Rassisten. Aber sind die wirtschaftlichen Ängste deshalb rational? Wenn man sich umschaut, wenn man mal den gesamten Kontext betrachtet, ist das aus mehreren Gründen irrational und nicht mit kühlem Kopf durchdacht. Erstens mal ist es ein Fakt das wir in einem Land leben das im Vergleich einen extrem hohen Wohlstand genießt. Es gibt immer mehr arme Menschen auch in Deutschland, es gibt einen radikalen Abbau unterer Einkommen aller Art, es wird an vielem gespart was wirtschaftlich schwächere, aber auch die Mittelschicht trifft. Aber kann man die Wut auf solche Entwicklungen ernsthaft auf Flüchtlinge projezieren und die zu Sündenböcken machen wollen? Wäre es nicht weit sachlicher wenn mal mit kühlem Kopf darüber nachgedacht würde, welche Dynamiken wir in Sachen Verteilung von Vermögen überall beobachten? Wäre die Wut nicht viel besser gegen jene gerichtet die sich für diese Art der Politik einspannen lassen während sie in Interviews das Gegenteil predigen... - Politiker, unsere Regierung/en? Wäre es nicht mal an der Zeit zu vergleichen was das Pack so alles quatscht und im Gegenzug tut?

Das riesen Problem dabei ist: Das sind gleich mehrere sehr komplexe Themen die in ihren Verbindungen zueinander noch mal weit komplexer werden. Und das ist für die Mehrheit nicht greifbar, nicht verständlich. Es ist leicht sich von Themen wie Finanzmärkten und Konzern-Politik, von Lohnabbau und Bildungspolitik etc. zu distanzieren. Das greift man nämlich tatsächlich nur an wenn man mit kühlem Kopf an die Dinge heran geht. Dann gräbt man tiefer. Wer emotional und impulsiv reagiert... landet eben bei Flüchtlingen. Wieder prügeln die Schwachen auf die Schwachen ein... obwohl sie auf derselben Seite stehen sollten. Das wiederholt sich in fast allen Themen. Deutsche gegen Pleite-Griechen und Griechen gegen Nazideutsche. Mittelstand gegen vermeintliche Sozialschmarotzer und gedemütigte Hartz4-Empfänger im Grunde gegen alles (und dann auch oft genug gegen Flüchtlinge).

Wer das nicht durchschaut... spielt das Spiel für die falsche Seite. Würde ich zu einem hitzigen Gemüt neigen und mehr in Kategorien von Feindschaft denken, würde ich sagen: Wer das nicht durchschaut, hilft jenen die ihm selbst die Feindschaft erklärt haben und lässt sich benutzen. Und jene "Feinde" die ich meine... die denken sehr kühl nach. Die spielen mit uns Schach. Und sicher... die Flüchtlingshasser hassen auch unsere Politik und unsere Regierung. Aber sie lassen sich gleichzeitig herumschubsen wie Lämmer. Gabriel labert und gießt mit seinem Bullshit-Geschwafel Öl ins Feuer, wird von Idioten-Medien gelobt und kriegt genau das Feedback, von allen Seiten, das absolut berechenbar ist, wird aber letztlich gar nichts tun. Der redet heute so und am nächsten Tag tut er das Gegenteil. Merkel betreibt weiter ihre Symbolpolitik und fährt ein Ausbeutungssystem das kriminell genannt werden sollte. Und ein ganzes Land schaut zu und debattiert über Bullshit... als ob die Flüchtlinge der riesen Kostenfaktor wären. Von Ursache bis letzter Wirkung werden die Dinge auf den Kopf gestellt. Da ist gar nix rational oder kühler Kopf. Die Bevölkerung lässt sich herumschubsen und instrumentalisieren. Solange Flüchtlinge oder Griechen gehasst werden, wird nicht hingeschaut was wirklich passiert. Kein Schwein hat Aktien, aber nen Crash in China hat mehr Auswirkungen auf Dein Konto als 1 Mio Flüchtlinge... nicht schon heute, aber langfristig. Vor 2 Monaten debattierten noch alle über irgendwelche griechischen Mittelständler die keine Steuern zahlen, aber über Steuerbegünstigen von Konzernen... taucht nichts auf. Nen Schreiner mit einer Buchführung wie sie für Banken normal ist, würde im Knast landen. Aber ganz oben gelten andere Gesetze. Und all das hat Auswirkungen auf das was uns alle umtreibt... Wohlstand und alles was damit zusammenhängt.

Und wenn das nicht irgendwann von einer Mehrheit begriffen wird... dann werden selbst kommende Katastrophen falsch gedeutet werden, und ich meine damit sowohl ökonomische Verhältnisse, die noch deutlich schlechter werden, aber es geht m.A.n. viel weiter... Ich spreche im Grunde von Krieg/en. Aber auch dann werden wieder Menschen verantwortlich gemacht die genau darunter AUCH zu leiden haben.
 
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Hast du sie noch alle?
Wieso sollte ich mir über die administrativen Probleme dieses Vorschlags von Barbara John konkrete Gedanken machen.

Um zu schauen, ob der Vorschlag realistisch ist, oder nicht doch in Wirklichkeit ziemlich naiv gedacht ist.

Und ja - über eure satirischen "Bearbeitungen" hast du wahrscheinlich mehr gelacht als ich....
Toll....

Du kannst doch mal beschreiben, wie die Flüchtlinge eine europäische Botschaft z.B. im IS-Territorium erreichen sollen, dann im Zeitraum von Antragsstellung bis zur Genehmigung (vorerst) sicher sein sollen, und wie dann auch ihre sichere Ausreise gewährleistet wird. Siehst Du da auch nur im Ansatz eine realistische Möglichkeit?
 
Und was ist Wirtschaftsmigration in Deinen Augen genau?
Das Wort ist selbsterklärend. Netter Versuch...

Wie soll man denn juristisch dagegen vorgehen? Zurückschicken, was für nicht wenige Tod, Folter oder ähnliches - also auf jeden fall härter als jede juristisch hierzulande übliche Strafe - bedeuten könnte?
Es gibt Profis, die das studiert haben. Die Gesetze bezüglich Illegalen sind eigentlich auch hier eindeutig und durchzuziehen. Die Folgen sind uninteressant. Der Betroffene hätte sich vorher informieren können, im Zeitalter des Web überall auf der Welt möglich. Kein Illegaler darf aus seiner Aktion irgend einen Nutzen ziehen dürfen.
Ansonsten verweise ich auf das australische Beispiel.

LG
Grauer Wolf
 
Du kannst doch mal beschreiben, wie die Flüchtlinge eine europäische Botschaft z.B. im IS-Territorium erreichen sollen,
Vielleicht ist sogar eine leichtere Übung die Botschaft zu erreichen als Deutschland? Und vielleicht können die Anträge sogar schneller Bearbeitet werden als hier vor Ort?
Vielleicht wird dann auch mal eine andere Botschaft als die deutsche aufgesucht.
Keine Ahnung - ich denke, dass hier ganz einfach mal lösungs- und nicht problemorientiert nachgedacht werden sollte.
So wie es jetzt läuft, hätten wir vor zwei Jahren auch noch nicht für realistisch gehalten.
Zumindest müssen diese Dinge mal angedacht werden. Verwerfen kann man schnell.
 
Und erstens sollte das einfach mal jedem klar sein: Es geht hier v.a. um wirtschaftliche Ängste.
Ich rede nicht von Ängsten, sondern realen Kosten! Das Leben ist teuer genug, zu teuer, auch noch Fremde durchzufüttern. Hast Du die Forderung der Finanzministerin S.-H.s, die ich verlinkt habe, gelesen? Asylantensoli? Ich dachte, ich lese nicht richtig... Soweit sind wir also schon... Da bin auch ich reichlich verärgert...
Was für eine irre Zeit...

Denn Du glaubst ja, das man die Interessen anderer vor die der eigenen Familie stellt. Und ich sehe das nirgends!
Das sehe ich überall dort, wo ungehemmte Migration gebilligt oder gar befürwortetoder "kommt doch alle zu uns, wir haben Platz" salbadert wird.

Aber was soll's, das Irrenhaus Welt samt Politik läuft, wie es will, nicht, wie ich es gerne hätte. Ich kann nur versuchen, meine Familie zu schützen und mich ansonsten vor den Menschen zurückziehen...

LG
Grauer Wolf
 
Lutz Bachmann.... Gründer und ehemals die Führung von Pegida....

Lutz-Bachmann-tweet.webp

Weils so klein ist, nochmals, was da wörtlich steht:

ach.... und du glaubst der Presse, wenn sie um Mitleid für das Gelumpe heuchelt? solltest mal mit Leuten reden, die es jeden Tag sehen, weil sie auf dem Sozialamt arbeiten wie sich dieses Dreckspack benimmt, was es für Forderungen stellt und was passiert, wenn sie nicht alles bekommen. {...} um die Mitarbeiter vor dem Viehzeug zu schützen. Und NEIN, ES GIBT KEINE ECHTEN KRIEGSFLÜCHTLINGE! Wer sich die Überfahrt/Transport nach Europa leisten kann, gehört NACHWEISLICH nicht zu den wirklich Bedrohten... wach doch endlich auf und höre auf, die Propaganda der gleichgerichteten Medien zu verbreiten und es zu glauben. Meine Fresse!


@Joey, es sind genau DIE Argumente, die von den sogenannten Wutbürgern getragen und propagiert werden... während sie sich -so wie ein Lutz Bachmann übrigens auch- von rechtsextremen Gedankengut und Gruppierungen klar freispreche, bzw. sofern geboten von einer solchen Vergangenheit im Jetzt klar distanzieren.

Dazu wird in kleinen Nebensätzen die gesammelte Argumentation gerne auf tiefstes Mitgefühl und Solidarität mit den "wirklich" Unterdrückten, wie Frauen und Kinder/Mädchen basiert (entweder der Herkunfsländer der Flüchtlinge oder der Ärmsten und Armen in der eigenen Heimat)... jedes Mittel ist recht. Das sich der Nazi von einem besorgten Bürger nicht mehr unterscheidet ist gewollt. Und der besorgte Bürger hat gutes Zuspiel, kann er sich nun endlich derselben Inhalte und Taktik bedienen, ohne eben sein zu müssen bzw. brauchen, was er letztlich eben doch ist.

Hier einige Daten: http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/rechtsextremismus-zahlen-7552
Auswirkung rechtsextremer Einstellungen

Diese Ablehnung äußert sich als verbale Hetze, Anfeindungen, Bedrohungen und als Gewalt.


Bürgerinitiativen

  • Versuch der Neonazis, durch ein bürgerlich-gemäßigtes Auftreten mehr Zulauf zu bekommen
  • Beispiele rechtsextremer Gründungen / Dominanzen: „Bürgerinitiative Schöner Wohnen in Wolgast“ (gegen eine Flüchtlingsheim)
  • "Initiative für eine gentechnikfreie Region Nebel/Krakow am See“ (Versuch, über den Anti-Gentechnik-Ansatz Kontakt zu Menschen außerhalb des rechtsextremen Spektrums zu bekommen)
    Autonome Nationalisten
    • Aktuelle Spielart der „Freien“ Nazi-Szene, stark jugendkulturell-erlebnisorientiert und gewalttätig
    • Übernahme linker (linksautonomer) Symboliken, Ausdrücke, (Protest-) Songs, um attraktiver und moderner zu wirken – inhaltlich aber nicht weniger gefestigt, was z.B. NS-Verherrlichung , Antisemitismus, Demokratiefeindlichkeit angeht
    • Anti-Antifa-Arbeit: Ausspionieren und Bedrohen „politischer Gegner“
    • rund 900 Personen (2010: 1.000; 2009: 800, 2008: 500)
    • neue Themen, z.B. Anti-Globalisierung, Anti-Krieg, Tier- und Umweltschutz
    • Laut Verfassungsschutzbericht 2014 Wandel von einer eigenen Gruppierung zu einer "Trendmarke", die überall in der Neonazi-Szene übernommen wird
http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/rechtsextremismus-zahlen-7552
 
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Ich hätte schon ein paar konkrete Ideen oder Visionen von einer besseren Welt:

Jeder, der hier in Europa mit Papieren ankommt wird registriert und bekommt vorläufige Papiere (weil man die halt braucht in Europa) und wer im Land bereits Verwandte hat, darf gerne bei denen leben. Ich weiß, das klingt jetzt doof oder kleinlich, aber ich weiß dass es gerade aus dem Libanon und Syrien hier schon viele Leute gibt, die ihre Verwandten liebend gerne aufnehmen würden, wenn sie denn dürften. Das dürfte auch für Senegalesen und Nigerianer und Roma gelten.

Leute, die Verwandte haben, die sie aufnehmen, bekommen sofort eine Arbeitserlaubnis, ihre Berufsausbildung wird anerkannt und für Leute, die keine Papiere haben, wird es Unternehmern gestattet, sie vor Einstellung einer fachlichen Prüfung zu unterziehen. (imMo ist es in D so, dass man als Ausländer oft keine Chance hat, sein Fachwissen einzubringen, weil Berufsabschlüsse nicht anerkannt werden und die Betriebsräte sehr darauf achten, dass niemand ohne deutsch-anerkannten Abschluss auf entsprechenden Stellen eingestellt wird).

Der Mindestlohn wird wieder abgeschafft, die Untergrenze, wann der Staat sich erlaubt, das Geld seiner Bürger zum Teil zu rauben, wird auf einen Monatsbeitrag erhoben, von dem man tatsächlich auch in Großstädten leben kann; Migranten bekommen keine Leistungen vom Staat, es wird aber das Versicherungsrecht für Krankenversicherungen so angepasst, dass Versicherungsgesellschaften preiswerte Versicherungen auf den Markt bringen können. Flüchtlinge bekommen ein Übergangsgeld und Krankenversicherung von maximal 6 Monaten, damit sie erstmal leben können und soviel deutsch lernen können, dass sie zumindest einigermaßen zurecht kommen. Flüchtlinge müssen innerhalb von 6 Monaten ihren Status als Kriegsflüchtlinge bestätigt bekommen (das sollte einfach sein, wenn jemand zum Beispiel aus Syrien kommt und seine Papiere nicht weggeworfen hat). Als anerkannte Kriegsflüchtlinge werden sie so behandelt, wie es die Genfer Konvention vorschreibt, d.h. sie sollten sich frei bewegen können und eine Arbeit oder Ausbildung beginnen können.

Leute aus EU Beitrittskandidat Ländern können hier einreisen und sich Arbeit suchen, sie bekommen aber keine Sozialleistungen. Erst nach einer festzulegenden Zeit haben sie Anrecht auf Sozialleistungen, so wie jeder der in die Sozialkassen eingezahlt hat.

Ich würde es lieber sehen, wenn wir eine Privatrechteordnung hätten, somit keinen Sozialstaat, aber ich weiß, dass ist illusorisch. In einer Privatrechteordnung gäbe es viele der Probleme nicht. Der Sozialstaat wird aber garantiert irgendwann zusammenbrechen, dass jetzt schon dies Jahr die 800000 Flüchtlinge kommen und nächstes Jahr dann vielleicht noch ein paar mehr und dass dafür momentan wahrscheinlich zehntausende Sozialindustriekümmerer und Verwaltungsangestellte und Sicherheitspersonal eingestellt werden müssen, mit all den Kosten, die das auch noch auf Jahrzehnte nach sich zieht, beschleunigt den Verfall ein bisschen.

lg
 
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