Hass-Postings: "Dagegen halten - Mund aufmachen" - Anja Reschke

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Sorry, das ist ein Vorschlag, der an Naivität kaum zu überbieten ist. Wie soll das laufen?

"Ihr Antrag wird geprüft... in 4 Wochen halten sie bescvheiod. So lange werden sie sicher noch Verfolgung, Folter, Todesbedrohung etc. aushalten." :ironie:

So naiv ist dieser Vorschlag nicht, erschlägt genau in diesen Zeitgeist der neuen rechten Gut-Wutbürger, die sich so sehr gerne von rechtsextremen Gruppierungen entschieden distanziert wissen möchten.

1.Die Bearbeitung solcher Anträge in den ZielBotschaften würde nicht Wochen oder Monate dauern, sondern Jahre .... denn zu den Flüchtlingen, deren Anträge jetzt abzurabeiten sind würden sich weltweit vielleicht noch mehrere Milliarden (1-3?), in jedem Fall mehrere hundertmillionen Anträge derer, die nicht fliehen konnten gesellen...

2. Nachdem sich das rumgesprochen hat, würden diese Botschaften zunächst durch Erpressung und derlei Machenschaften unterlaufen um Namen und Listen von Verrätern klarzumachen, um sie, die Botschaften letztlich ganz zu zerstören und im weiteren die Menschen zu suchen und töten, die "auswandern" wollten

3. Die Flüchtlinge müssten also praktisch auf den dort akut grössten Selbstschutz verzichten, sich hin und wieder zur Rettung des eigenen Lebens bei Bedarf auf Sympathisantentum und Mitträgerschaft (weiss gerade keinen besseren Ausdruck) der jeweiligen Regierungen und Terrorzellen berufen zu können. Oder diesen wenigstens stark gefährden.

-Gerade noch hat mir ein Flüchtling erzählt, dass er es in/durch Lybien nur geschafft hat, weil er eben zur rechten Zeit "in rechter Weise" Farbe bekannt hat... er berichtete von weiten Feldern, auf denen abghackte Körperteile und erschossene Menschen lagen... von berauschten Militärs, die, so wörtlich, mehr Tier als Mensch ein Massaker veranstalten, dass jeden kühnsten Horrofilm in den Schatten stellt....

Das und mehr sind die Geschichten von Flüchtlingen.

Wie also kann es da zu solch einem Vorschlag in der Tagesschau kommen? Welche Art Flüchtlinge sind denn gemeint, wenn es heisst, sie sollten in ihrer Heimat Asyl- und Visumsanträge stellen? Bzw. welche sollen ausdrücklich gemeint sein? Welches Bild der Lage vermittelt es denn bzw. soll es? Und wieso wurde dieses Mittel zum Zweck (welchen Zweck bitte? Flüchtlingen helfen- wohl kaum-... Oder sich gemütlich "die Pest " vom Hals halten?) nicht schon genau so gehandhabt, als die Situation noch lange nicht so ausgeufert war? Bestand diese Möglichkeit je real in Flüchtlingsfragen, die durch Terror, Verfolgung und Holocaust bedingt sind???

Sicher ist, dass es die so ziemlich bequemste Lösung der "Herrenländer" wäre, man könnte sich herrlich darauf berufen, sich um die Menschen zu kümmern, indem man aus Flüchtlingen einfach faktische "Auswanderer nach Asylrecht" macht, während die Flüchtlinge über Zeit und Menge der Bearbeitung langsam ausradiert würden. Auch eine nette Strategie... allerdings als Bonbon für den Wutbürger vielleicht ja doch brauchbar- so als ein kleiner Augenwischer und Beruhigungsdrops- :cautious:, denn fliehen würden die Flüchtlinge selbstverständlich trotzdem weiter. Müssten sie ja, sie sind nun mal Flüchtlinge in Not, keine Auswander.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und wie sieht "legale" Migration aus? Haben Menschen in Krisengebieten realistische Chancen auf "legale" Migration?
Drittstaatenrregelung, Dublin-Abkommen. Pacta sunt servanda! (Aber das zählt in Europa ja nichts)
Legal können Asylanten imho nur über die internationalen Flug- und Seehäfen in dieses Land kommen. Jeder, der über Land kommt, dringt illegal ein und hat damit im Grunde seinen Anspruch schon verwirkt. Dazu gab es mal einen Beitrag in der Presse (Irgendwas im Zusammenhang mit der Grenze bei Passau... ich find's nimmer...). Man weiß, daß die Flüchtlinge hier illegal sind, geht aber nicht juristisch dagegen vor. Ich nenne das Rechtsbeugung.
Wirtschaftsmigration erzeugt eh keinen Asylanspruch.
https://de.wikipedia.org/wiki/Drittstaatenregelung
Wiki schrieb:
Menschen, die Asyl in der Bundesrepublik Deutschland suchen, aber über fremde Länder einreisen, in denen keine politische Verfolgung stattfindet, haben seit 1993 keine Möglichkeit mehr, als Asylberechtigte anerkannt zu werden. Die entsprechende Regelung (Artikel 16a Grundgesetz) wurde 1993 in Deutschland angesichts sehr hoher Asylbewerberzahlen (400.000 pro Jahr) eingeführt.
...
Im Bereich der Europäischen Union galt ab März 1995 das Schengener Durchführungsübereinkommens (SDÜ),[3] seit dem 1. September 1997 ist an die Stelle der Durchführungsverordnung das Dubliner Übereinkommen (DÜ)[4] getreten. Hiernach soll in den sogenannten „Dublin-Staaten“ nicht derjenige für die Prüfung eines Asylantrages zuständig sein, in dem der Asylsuchende einen Antrag stellt, sondern derjenige, in dem er die Außengrenze überschritt, ein Familienangehöriger Asyl erhalten hat oder aber, für den ihm eine Aufenthaltserlaubnis oder ein Visum erteilt wurde.[5] Faktisch führte dies auch auf europäischer Ebene eine Drittstaatenregelung ein. Neben den EU-Staaten gehören Island und Norwegen zu den sogenannten „Dublin-Staaten“, auch mit der Schweiz besteht ein entsprechendes Übereinkommen seit 2004, weshalb auch diese die Grundsätze des Dubliner Übereinkommens anwendet. Mit der EG-Verordnung EG-VO 343/2003 des Rates vom 18. Februar 2003[6] („Dublin II“) wurde dieses Übereinkommen am 1. September 2003 seinerseits abgelöst.

Und noch eines:
In manchen Ländern werden auch schon Rufe nach Steuererhöhungen laut. In manchen Ländern werden auch schon Rufe nach Steuererhöhungen laut. Schleswig-Holsteins Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) forderte, der Staat müsse „die Einnahmeseite verbessern“, also neue Steuern einführen oder alte erhöhen. Das Geld für die Flüchtlingshilfe sollten vor allem die Reichen aufbringen. Heinold würde die Erbschaftsteuer erhöhen. Auch bei der Finanztransaktionssteuer sehe sie Potential. Außerdem solle der Solidaritätszuschlag bestehen bleiben und zur Deckung der Asylkosten genutzt werden.
http://www.faz.net/aktuell/wirtscha...osten-bis-zu-10-milliarden-euro-13758770.html
Der Bürger soll als direkt für "Flüchtlinge" über Steuererhöhungen zur Kasse gebeten werden, sprich enteignet werden. Asylsoli...? Unfaßbar... :( Daß das einer GrünIn aus einem Sozialberuf (Kindergärtnerin) einfällt, wundert mich dagegen nicht... Bei so was sind die ganz groß...

LG
Grauer Wolf
 
Zur Abkühlung mal ein Blick nach Schweden,( das Land das mal als Vorzeigesozialstaat galt heute aber leider als das Land mit der höchsten Vergewaltingungsquote in Europa bekannt ist), die haben nämlich genau die gleichen Probleme: Eine auf einen Augen ganz fest blinde Politiker und Medienkaste einerseits und eine indigene Bevölkerung, zunehmend aus furchtbaren Rassisten zu bestehen scheint:
http://de.gatestoneinstitute.org/6399/ikea-morde-schweden

lg
 
1.Die Bearbeitung solcher Anträge in den ZielBotschaften würde nicht Wochen oder Monate dauern, sondern Jahre .... denn zu den Flüchtlingen, deren Anträge jetzt abzurabeiten sind würden sich weltweit vielleicht noch mehrere Milliarden (1-3?), in jedem Fall mehrere hundertmillionen Anträge derer, die nicht fliehen konnten gesellen...

:ironie: Zur Beschleunigung des Vorganges kann der Antragssteller noch Formblatt A38 von der IS, der despotischen Landesregierung oder so unterschreiben lassen, dass sie ihn foltern/umbringen würden, wenn sie ihn in die Finger kriegen würden. :ironie:
 
Sorry, das ist ein Vorschlag, der an Naivität kaum zu überbieten ist. Wie soll das laufen?

"Ihr Antrag wird geprüft... in 4 Wochen halten sie bescvheiod. So lange werden sie sicher noch Verfolgung, Folter, Todesbedrohung etc. aushalten." :ironie:
Das ist ein Vorschlage der ehemaligen Ausländerbeauftragen Barbara John:
"Warum scheint es eine unveränderliche Regel zu sein, dass die Antragsteller deutschen Boden erreicht haben müssen? Wenn das abschrecken sollte, dann ist inzwischen das Gegenteil eingetreten. Denn wer es als Flüchtling nach Deutschland schafft, hat Anspruch auf ein Asylverfahren. Offene Grenzen, hohe Mobilität und das Milliardengeschäft der Schlepperbanden ermöglichen die Einreise. So kommen derzeit vierzig Prozent der Asylbewerber aus den sogenannten „sicheren Herkunftsstaaten“ des Westbalkans.

Und warum können für die wenigen möglichen Schutzfälle nicht in unseren Konsulaten oder Botschaften (auch anderer europäischer Länder) Anträge gestellt werden, wie es Kanada längst praktiziert? Das Versprechen gegenüber politisch Verfolgten wäre damit nicht gebrochen. Im Gegenteil: Es würde gestärkt."
http://www.tagesspiegel.de/politik/deutsche-fluechtlingspolitik-wider-den-wahnsinn/12221588.html

Wieso sollte das nicht durchführbar sein? Der erste Fluchtpunkt wäre eine europäische Botschaft? Asylgesetze und Verfahrensvorschriften sind doch nicht für alle Zeiten in Stein gemeißelt. Das ist für mich eine Frage des guten Willens neue Lösungswege zu durchdenken und auszutesten.
 
Drittstaatenrregelung, Dublin-Abkommen. Pacta sunt servanda! (Aber das zählt in Europa ja nichts)
Legal können Asylanten imho nur über die internationalen Flug- und Seehäfen in dieses Land kommen. Jeder, der über Land kommt, dringt illegal ein und hat damit im Grunde seinen Anspruch schon verwirkt. Dazu gab es mal einen Beitrag in der Presse (Irgendwas im Zusammenhang mit der Grenze bei Passau... ich find's nimmer...). Man weiß, daß die Flüchtlinge hier illegal sind, geht aber nicht juristisch dagegen vor. Ich nenne das Rechtsbeugung.
Wirtschaftsmigration erzeugt eh keinen Asylanspruch.
https://de.wikipedia.org/wiki/Drittstaatenregelung



LG
Grauer Wolf

Was stellst du dir denn konkret vor? Staatlich verordnete Massenhinrichtungen durch Erschiessung an der Grenze? Und jeden, der es dennoch geschafft hat als "Einbrecher" vor Gericht stellen, bevor es zur Abschiebung kommt?
 
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Drittstaatenrregelung, Dublin-Abkommen. Pacta sunt servanda! (Aber das zählt in Europa ja nichts)
Legal können Asylanten imho nur über die internationalen Flug- und Seehäfen in dieses Land kommen. Jeder, der über Land kommt, dringt illegal ein und hat damit im Grunde seinen Anspruch schon verwirkt. Dazu gab es mal einen Beitrag in der Presse (Irgendwas im Zusammenhang mit der Grenze bei Passau... ich find's nimmer...). Man weiß, daß die Flüchtlinge hier illegal sind, geht aber nicht juristisch dagegen vor. Ich nenne das Rechtsbeugung.

Wie soll man denn juristisch dagegen vorgehen? Zurückschicken, was für nicht wenige Tod, Folter oder ähnliches - also auf jeden fall härter als jede juristisch hierzulande übliche Strafe - bedeuten könnte?

Wirtschaftsmigration erzeugt eh keinen Asylanspruch.

Und was ist Wirtschaftsmigration in Deinen Augen genau?
 
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